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Bernie Sanders fordert die Absetzung von Stephen Bannon. Bild: Brennan Linsley/AP/KEYSTONE

Sanders wettert gegen Trump: «Diese Nomination ist völlig inakzeptabel»

Publiziert: 17.11.16, 03:52 Aktualisiert: 17.11.16, 07:10

Der bei den US-Vorwahlen bei den Demokraten unterlegene Senator Bernie Sanders hat den designierten US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, den ultrarechten Wahlkampfmanager Stephen Bannon nicht zum neuen Chefstrategen zu machen.

Die Nominierung eines «Rassisten» für eine Leitungsposition sei «völlig inakzeptabel», erklärte der Senator aus dem Bundesstaat Vermont am Mittwoch. In einer Demokratie sei Platz für Meinungsverschiedenheiten, aber «Rassismus und Sektierertum» hätten in der Politik keinen Platz. «Die Nominierung von Herrn Bannon durch Herrn Trump muss annulliert werden», forderte Sanders.

Bannon, der in den vergangenen Monaten die Wahlkampagne von Trump geleitet hatte, wird als Chefstratege im Weissen Haus einer der mächtigsten Mitglieder des Regierungsteams. Der 62-Jährige war Chef der ultrakonservativen Nachrichten-Website «Breitbart News», die sich mit einem Anti-Eliten- und Anti-Einwanderer-Kurs vor allem an weisse, rechtskonservative Leser richtet.

Sanders hatte im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur in der Demokratischen Partei gegen Hillary Clinton verloren. 

So tickt Stephen Bannon: Krasse Zitate von Trumps neuem Chefstrategen

Verwirrung um Treffen zwischen Trump und Abe

Am 20. Januar 2017 wird Trump das Amt von Barack Obama übernehmen. Bis dahin hat er Zeit, sein Team zusammenzustellen und wichtige Vorbereitungen zu treffen. Doch dieser Prozess wirkt zurzeit etwas chaotisch. Jüngstes Beispiel: das Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe.

Dieses sollte eigentlich am Donnerstag stattfinden, doch die japanischen Vertreter erklärten am Mittwoch, es sei immer noch unklar, wo es stattfinden würde, und wer genau eingeladen sei. «Es hat eine Menge Verwirrung gegeben», liessen japanische Regierungskreise verlauten. Trumps Team liess gestern Fragen zum Besuch des japanischen Ministerpräsidenten unbeantwortet. 

Donald Trump erklärte derweil auf Twitter, dass der Übergangsprozess reibungslos verlaufe und holte dabei zum Seitenhieb gegen die« New York Times» aus, die ihn am Mittwoch kritisierte. Er und sein Vize Mike Pence hätten schon mit fast 30 ausländischen Staats- und Regierungschefs per Telefon gesprochen, so Trumps Team am Mittwoch.

Turnbull und Trumps Golffreund

Eine Anekdote, die zurzeit ebenfalls die Runde macht, ist jene von Australiens Premier Malcolm Turnbull und Trumps Handynummer. Nach Trumps Wahlsieg wollte der Australier dem Republikaner gratulieren, wusste aber zunächst nicht, wie dieser zu erreichen ist.

Greg Norman: Der Mann mit Trumps Handynummer.  Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Schliesslich kam Turnbull an die Handynummer über einen Golffreund des US-Präsidenten, Greg Norman. «Ich habe grossen Respekt für beide Männer, die vom Volk gewählt wurden, und ich bin glücklich, Trump meinen Freund nennen zu können», so Norman. (cma/sda/afp)

«Stalinistische Säuberungen» im Weissen Haus:

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19 Kommentare anzeigen
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  • Andre Schmid 17.11.2016 10:35
    Highlight Endlich mal ein Republikaner.. Von dieser ewigen Lügenbande der Demokraten haben wir genug
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    • Zarzis 17.11.2016 12:57
      Highlight jaja, alle die nicht sagen was sie Glauben, sind Lügner und Wahrheit ist nur dass was Sie bereit sind zu Glauben!
      Die Reps und Vorallem Ihr grosser neuer Held, lügen um längen mehr als die Dem. Aber echt, intressiert Sie das überhaubt?
      Das ist auch der Grund warum immer mehr aufhören euren Stuss zu Wiederlegen, Ihr Ignoriert alles was nicht ins eigene Weltbild passt und am schluss sind ja die Bösen Linken eh schuld.
      Man will sich ja nicht einstehen müssen, all die jahre die Verlogenen Selbstbereichernden Eliten gewählt zu haben. Deshalb jetzt auch einen Millidär der mit Mil. Gebohren wurde!
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  • Einfache Meinung 17.11.2016 10:20
    Highlight Das wird die Regierung des Jahrhunderts. Voller auserlesener Politiker, die hoffentlich das Beste für das Volk wollen.
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    • Im Diskurs Versunken 17.11.2016 21:23
      Highlight Bis jetzt habe ich tiefe Erwartungen. Ernennung eines offenen Rassisten und Disinformationisten, Familie, Schwiegersöhne und Cousins im Stab. Die Angst vor Wort Vetternwirtschaft brauche ich nicht buchstabieren. Ich weiss einfach nicht wie eine New Yorker Immobilienelite, das Problem des Zentralismus und der "Arbeiterklasse" in der Peripherie lösen soll... keiner Aus dem Volk in der Mannschaft. Für mich eine neue Dynastie und Clan wie gehabt. Er muss weiter gehen als Steuergeschenke für Milliardäre und Deregulierung für Banken. Wir werden's ja sehen.
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    • Einfache Meinung 18.11.2016 06:54
      Highlight Warum so negativ gesinnt? Wollt Ihr etwa nicht, dass Trump ein guter President wird.?!
      0 0 Melden
    • rodolofo 18.11.2016 08:26
      Highlight Unkonventionell sind sie ja.
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    • Im Diskurs Versunken 18.11.2016 13:36
      Highlight @Einfache Meinung. Aus meiner Sicht Lautet die Frage eher, "warum so positiv gesinnt?" – meine Vorbehalte sind ja klar. Zu wünschen wäre es, das er einen guten Präsidenten abgibt. Aber Nationalismus, Rassismus und Protektionismus sind noch keine Politik während man bewiesenermassen Disinformation, Verschwörungstheorien und faktenlose Lügen verbreitet. Zu wünschen wäre das er einfach "alles" getan hat um Präsident zu werden und nun "normaler" wird – aber wie gesagt, warum sollte man das jetzt exklusiv positiv bewerten? Da könnten sie mir mal auf die Sprünge helfen.
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  • AMU 17.11.2016 09:20
    Highlight Wenn eine Frau zum Arzt geht, fragt er immer ob sie die Pille nehmen würde oder ob sie rauchen würde. Meinen Sie, dies sei Zufall??
    Das Environmental Toxicology Program in den USA hat die in der Antibabypille verabreichten Hormone uneingeschränkt als Krebs auslösende Arzneimittel eingestuft.
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    • LaPaillade #BringBackHansi 17.11.2016 10:56
      Highlight Von was redest genau? Welches Environmental Toxicology Program meinst du genau? Hast du irgendwelche Quellen oder sowas? Ich finde diesbezüglich nichts.
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    • Blutgrätscher 17.11.2016 11:49
      Highlight Wovon redest du?!
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  • D00A 17.11.2016 09:07
    Highlight Ein sehr gutes Interview mit Sen. Elizabeth Warren:

    11 0 Melden
    • Im Diskurs Versunken 17.11.2016 21:24
      Highlight Warren scheint mir weit und Breit die einzige Vernünftige Politikerin zu sein. Danke für den Post.
      2 0 Melden
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  • Chrutondchabis 17.11.2016 08:05
    Highlight Gibt es eine Möglichkeit Meldungen von der sda auszublenden?
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  • rodolofo 17.11.2016 07:18
    Highlight Ein entmachteter und womöglich arbeitsloser "Wutbürger" sieht sich jetzt plötzlich zusammen mit denjenigen, die er früher immer als "Sozialschmarotzer" und "Scheininvalide" verhöhnt hat.
    Und anstatt seine früheren Vorurteile zu revidieren und einzusehen, dass JEDER Mensch in die Armutsfalle geraten kann, anstatt sich mit seinen verarmten "Brüdern und Schwestern" zu solidarisieren und zusammen mit ihnen für ein Soziales Netz und für staatliche Beschäftigungsprogramme einzusetzen, wettert er gegen die "Linken und Netten" und wird Mitglied bei der Partei, welche alle Gutmenschen eliminieren will.
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  • rodolofo 17.11.2016 07:12
    Highlight Der abgehängte "Weisser Mann" wird dann richtig gefährlich, wenn sich diejenigen, welche er für die Statistenrolle in seinem Helden-Ethos mit ihm selbst in der Hauptrolle vorgesehen hatte, sich frecherweise nicht an das von ihm geschriebene Drehbuch halten.
    Dann beginnt er zu schimpfen und zu toben, gegen die Ausländer, welche mit ihrer fremden Kultur nicht "zu uns" passen, gegen die Emanzen, die ihre von der Natur vorgesehene und Gottgewollte Rolle am Herd und bei den Kindern nicht wahrnehmen wollen und die IHN, dem grossen Helden, konkurrenzieren und vom Thron stürzen!
    ...
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  • rodolofo 17.11.2016 07:06
    Highlight Die Republikaner leiden vor allem an ihren eigenen, inneren Widersprüchen.
    Einerseits propagieren sie einen gnadenlosen Wettbewerb zwischen selbstverantwortlichen "Ich-AG's" (traditionellerweise war das der Western-Revolverheld, der mit seinem Schiesseisen viel übte, damit er in Duellen mit Rivalen den Colt auch mit einigen doppelten Whiskys intus schneller zieht und so überlebt.)
    Sobald aber solche modernen "Cowboys" (ohne Pferd und ohne Rinder, dafür aber mit Sportwagen) sich "abgehängt" fühlt und es wohl auch ist, beginnt er Zeter Mordio zu schreien gegen "Die da oben im Establishment"...
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  • pamayer 17.11.2016 06:26
    Highlight Es ist noch vieles mehr im Hause Trump völlig inakzeptabel.
    Also fast alles.


    Ausser seiner Frisur.
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    • Bärerklär 17.11.2016 11:06
      Highlight Stimmt. Er hat die Haare schön. Ausserdem seine Rhetorik-Skills! Ein wahrlich feingeistiger Mann.
      10 1 Melden
    • pamayer 17.11.2016 20:33
      Highlight Indeed.
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