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Richtig dumm gelaufen: Ami will Gras kaufen, schickt die SMS aber einem Anti-Drogen-Cop

14.09.15, 14:38

William Lambersn hat seine Kontakte nicht im Griff.
bild: Martin County Sheriff's Office

Wie ging nochmal das Zitat des deutschen Fussballers Jürgen Wegmann? «Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.» So ähnlich wird auch William Lamberson nach seiner Verhaftung gedacht haben, weil er statt seines Dealers einen Beamten einer Anti-Drogen-Einheit angeschrieben hat.

Dabei ist der Fall des 29-Jährigen nun wirklich kein Kapitalverbrechen: Der Amerikaner aus Port St.Lucie, Florida, wollte bloss ein bisschen Marihuana kaufen und schickte eine entsprechend SMS. Leider hatte er jedoch die falsche Nummer eingegeben – was in 999 von 1000 Fällen ja auch kein Problem ist. Der Empfänger hätte sich über die merkwürdigen Zeilen eines Fremden gewundert und das Ganze schnell wieder vergessen.

Doch Lambersons SMS erreichte ausgerechnet einen Captain der Anti-Drogen-Einheit des Sheriff-Büros von Martin County. Und der wusste natürlich, was mit der Frage «Hast du was Grünes?» gemeint war. 

Ein Treffen kommt vorerst nicht zustande, doch die Männer des Sheriffs sind alles andere als untätig: Sie fragen Lamberson, ob er nicht Kokain besorgen könne. Der kennt «tatsächlich» jemanden und willigt ein, das weisse Pulver zu besorgen.

Das Ende vom Lied: Der Missetäter landet beim Polizeifotografen – und wird in Zukunft zwei Mal hingucken, bevor er heikle SMS verschickt.

(phi)

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  • */* 14.09.2015 19:45
    Highlight Ist die Watson-Redaktion total Anti-Gras, dass sie so schadenfreudig darüber berichtet?
    5 7 Melden
  • Brettspiel 14.09.2015 16:00
    Highlight momoll, da ist der Polizei ein richtiger Schwerverbrecher ins Netz gegangen, starch!
    63 4 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 14.09.2015 15:50
    Highlight Was mich wunder nimmt, ist die Frage, ob er dem Cop Koks besorgen kann, nicht eigentlich "Anstiftung zu einer Straftat"? Sollte so eigentlich vor Gericht keine Chance haben...Ausser ich lasse hier etwas ausser acht.
    44 3 Melden
    • compuking 14.09.2015 16:12
      Highlight Ja, du lässt hier was ausser acht... nämlich das Amerikanische Justizsystem...
      55 0 Melden
    • AL:BM 14.09.2015 17:20
      Highlight Das ist in den USA von Bundesstaat zu Bundesstaat anders, da keine landesweite StPO existiert.
      10 0 Melden
    • däru 14.09.2015 17:46
      Highlight Richtig, hierzulande wären die Beweise betreffend Kokain nicht verwertbar wegen unzul. Anstiftung durch Polizei ("agent provocateur"). Diese darf nämlich nur den (schon bestehenden) Tatenschluss konkretisieren, ihn aber nicht hervorrufen. Nur für's Gras könnten sie ihn hopps nehmen, falls es zum Geschäft käme. In den USA gibt es m.W. - und trotz teils haarsträubendem Strafproz.recht - dieses Beweisverwertbarkeitsverbot aber auch, unter dem Titel "entrapment" ("Verführung"; Beispiel "Sherman c. United States, 1958"). So, fertig kluggeschissen.
      11 0 Melden
    • AL:BM 14.09.2015 19:03
      Highlight Hey Däru, gut ge-'copy-pasted' :-P
      In der Schweiz gibt's übrigens Ausnahmen. Bei bekannten Dealern (und man spricht da dann nicht von Kleinmengen) kann ein Richter gezielte 'Anstiftungen' zulassen.
      Ansonsten wären zB verdeckte Ermittlungen unmöglich.
      3 0 Melden
    • däru 14.09.2015 23:33
      Highlight Ui, da hätte ich jetzt fast Grund, ein bitzli beleidigt zu sein, da dies von nirgends gecopied, sondern nur originär und aus erster Hand aus meinem beruflichen Wissen/Tätigkeit gepasted war. Aber konntest Du ja nicht wissen :)
      Und ja, da hast du Recht, aber die Hürden für die Anwendung von 141 II StPO (sorry..) sind dann schon einiges höher. Ä hiube Hinech no.
      5 0 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 15.09.2015 08:40
      Highlight Ich danke euch allen für die Rückmeldungen. Da habe ich wieder mal was gelernt.
      0 0 Melden
    • AL:BM 15.09.2015 13:54
      Highlight Hey Däru, bei nochmaligem Durchsehen wirkt ihr Text tatsächlich so, als stamme er aus Ihrer Feder.
      Sie haben mit der Umsetzung der StPO haben Sie schon recht, die Hürden bestehen allem aus zu erbringenden Indizienbeweisen...
      0 0 Melden

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