International

Trump wegen Taiwan-Frage auf Konfrontationskurs mit China

11.12.16, 18:31

Legt sich mit China an: Donald Trump Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat im Streit über den Status von Taiwan die sogenannte Ein-China-Strategie seines Landes infrage gestellt. Er verstehe zwar die Politik, sagte der Republikaner in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders Fox News. Er verstehe aber nicht, warum man sich daran halten solle, ohne der Volksrepublik Vereinbarungen auf anderen Gebieten abzuringen.

Die USA nahmen 1979 diplomatische Beziehungen zu China auf und vertreten offiziell seitdem die Ansicht, dass Taiwan ein Teil der Volksrepublik sei.

Trumps Regierungsmannschaft

Für die Staatsführung in Peking handelt es sich um eines der heikelsten Themen überhaupt. Sie betrachtet Taiwan bis heute als abtrünnige Provinz. Praktisch jeder offizielle Kontakt eines anderen Staates mit der taiwanischen Regierung trifft bei den kommunistischen Machthabern auf scharfe Kritik.

Trump hat die chinesische Regierung immer wieder angegriffen. In dem Interview kritisierte er etwa den Umgang mit dem Wechselkurs der Landeswährung Yuan, das Vorgehen der Volksrepublik im Südchinesischen Meer oder die Beziehungen zum ebenfalls kommunistischen Nordkorea.

Zugleich verteidigte Trump sein Telefongespräch mit der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing Wen Anfang Dezember. Die Entscheidung darüber, einen derartigen Anruf anzunehmen, liege nicht in Peking.

Es war der erste derartige Kontakt zwischen einem gewählten oder einem amtierenden US-Präsidenten und einem taiwanischen Staatsoberhaupt seit fast 40 Jahren. China reagierte umgehend mit einem Protest in Washington. (sda/reu)

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  • Echo der Zeit 12.12.2016 17:37
    Highlight Hab kürzlich in einem Bericht gehört das das Telefonat von einem Berater von Trump eingefädelt wurde - und das schon lange im voraus.
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  • Butzdi 12.12.2016 05:34
    Highlight Ich nehme ja mal an, er wusste nichts über Taiwan (für ihn ist ja Belgien eine Stadt) und die Zusammenhänge und lügt sich nun aus der Sache indem er den harten Typ spielt der nicht vom Kurs abweicht. Das ist eine sehr wahrscheinliche Variante und passt genau zu seinem Charakter.
    Auch glaube ich nicht, dass er angerufen wurde. Seine Nummer steht ja wohl kaum im Telefonbuch. Er will ein Hotel in Taipei bauen, da sind seine Interessen und es überrascht auch nichts mehr.
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  • Ruffy 11.12.2016 22:40
    Highlight Naja wo er recht hat hat er recht, auch wenns bei ihm nicht oft vorkommt.
    12 0 Melden
  • stadtzuercher 11.12.2016 21:53
    Highlight Man kann sich in der Tat fragen, weshalb sich die Demokraten nie für die Unabhängigkeit Taiwans eingesetzt haben.
    13 2 Melden
    • strieler 12.12.2016 00:57
      Highlight mhm würden sie sich die frage ganzheitlicher stellen (reps) und nicht nur nach den demokraten fragen, kämen sie vielleicht selbst darauf.
      9 0 Melden
  • _kokolorix 11.12.2016 20:55
    Highlight Der Heilsbringer der Rechten ist noch nicht mal im Amt und provoziert schon eine diplomatische Krise, welche Obama wohl noch ausbügeln kann.
    Was aber ab nächstes Jahr auf uns zukommt wird angesichts der 'ausgewogenen' Zusammenstellung von Trumps Regierungsteam auf eine Dauerkrise hinauslaufen.
    Es würde mich sehr wundern wenn das nicht früher oder später in einem Gewaltausbruch endet. Internationale Politik und internationaler Handel sind genau so unterschiedlich wie Betriebs- und Volkswirtschaft. Und es gibt keinen in der neuen Regierung der davon eine Ahnung hat!
    6 5 Melden
  • Scaros_2 11.12.2016 20:28
    Highlight Ausnahmsweise stimme ich trump zu. Er darf im 21. jahrhundert telefonieren mit wem er möchte und die haltung von china ist in vielem wirklich kindisch. "Wir akzeptieren das nicht als Land, tibet wird unterdrückt etc und wenn jemand in der welt was tut das wir nicht haben möchten protestieren wir wie ein kleines kind
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  • Ignorans 11.12.2016 19:51
    Highlight At least he has balls... Anders als die Europäer...
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    • Menel 12.12.2016 00:10
      Highlight ...oder er hat einfach von nichts eine Ahnung...😅
      9 3 Melden
  • zombie woof 11.12.2016 19:34
    Highlight Er verstehe zwar die Politik.....da bin ich mir nicht so sicher, ob dem wirklich so ist
    29 6 Melden
  • exeswiss 11.12.2016 19:17
    Highlight und trumpster glaubten clinton bringe uns WW3...
    36 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.12.2016 22:39
      Highlight Warum sollte es wegen dem den dritten Weltkrieg geben?
      6 5 Melden
    • Butzdi 12.12.2016 05:44
      Highlight @ Shalashaska: China hat sehr viel zu verlieren, wenn seine Politik zusammenbräche (Hong Kong, Taiwan, Macau, Tibet). Des Weiteren hat China grosse Anteile der US Anleihen und manche Leute sagen, dass Trump selber auch grosse Schulden gegenüber chinesischen Gläubigern hat.
      Auch ist die Kultur nicht zu unterschätzen, so ein Schlag ins Gesicht würde China nie tolerieren.
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