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Er mordete Dutzende Frauen: Gericht spricht den «Grim Sleeper» von LA schuldig

Erst nach einem Vierteljahrhundert schnappte ihn die Polizei, nun hat ein Gericht Lonnie F. für schuldig befunden: Der frühere Müllmann soll in Los Angeles zehn Frauen ermordet haben – mindestens.

06.05.16, 16:24 08.05.16, 17:48

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Ein US-Geschworenengericht hat einen als «Grim Sleeper» (grauenvoller Schläfer) bekannt gewordenen Mann aus Los Angeles wegen des Mordes an neun Frauen und einem Mädchen für schuldig befunden. Lonnie F. war nach einem Vierteljahrhundert 2010 gefasst worden, ihm droht die Todesstrafe.

Der 63-Jährige verfolgte die Urteilsverkündung äusserlich ungerührt, obwohl die Staatsanwaltschaft im Fall eines Schuldspruchs die Höchststrafe gefordert hatte. Das Strafmass soll am kommenden Donnerstag verkündet werden.

Schuldig: Lonnie F.
Bild: EPA/LOS ANGELES TIMES

Der Mechaniker und frühere Müllmann soll die Morde im Zeitraum von 1985 bis 2007 begangen haben. Bei den Opfern handelte es sich in erster Linie um schwarze Prostituierte. Weil er zwischen 1988 und 2002 eine Pause eingelegt haben soll, nannte ihn die Presse «Grim Sleeper», grauenvoller Schläfer.

Das jüngste Opfer war 15

Der Täter vergewaltigte einige seiner Opfer, bevor er sie mit einer Pistole erschoss. Die Leichen wurden an abgelegenen Plätzen und in Mülltonnen in F.s Wohnbezirk South Los Angeles sowie in der angrenzenden Gemeinde Inglewood gefunden. Eine Frau überlebte, nachdem er sie in seinen Wagen gezerrt, ihr in die Brust geschossen, sie vergewaltigt und dann aus dem Auto geworfen hatte.

F. war im Juli 2010 aufgrund von DNA-Proben festgenommen worden, 25 Jahre, nachdem sein erstes Opfer gefunden worden war. Sein jüngstes bekanntes Opfer war 15 Jahre alt, das älteste 35. Die Ermittler vermuten, dass er für Dutzende weitere Morde verantwortlich ist.

In seiner Wohnung fanden Ermittler Fotos und Videos von fast 200 Frauen. Die Fahnder veröffentlichten die Bilder 2010, um F. auf diese Art zu überführen – die meisten Abgebildeten konnten aber nicht identifiziert werden.

mxw/AFP/AP

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Brikne, 20.7.2017
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  • Spooky 07.05.2016 01:46
    Highlight "Der 63-jährige verfolgte die Urteilsverkündung äusserlich ungerührt"

    Ständig derselbe Blödsinn in der Gerichtsberichterstattung.

    Wenn der Angeklagte lacht, ist er zynisch.

    Wenn er nicht lacht, ist er ungerührt.

    Wenn er in Tränen ausbricht, ist er ein Heuchler.

    Ein Angeklagter kann sich vor Gericht benehmen wie er will, es ist immer falsch.
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