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Flüchtlinge verlassen die USA in Richtung Kanada. Bild: AP/AP

Es passiert wirklich: Tausende flüchten vor Trump nach Kanada

11.08.17, 11:04 11.08.17, 11:15

Das kanadische Militär hat am Mittwoch mit dem Errichten von einem Zeltlager an der Grenze zu den USA begonnen. Grund dafür sind Flüchtlinge, welche in den vergangenen Tagen die Grenze passiert haben und in Kanada auf Asyl hoffen. Die Konstruktion der Zelte geschieht im Bundesstaat Quebec in der Ortschaft Saint-Bernard-de-Lacolle.

Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni dieses Jahres haben schon mehr als 3300 Menschen die Grenze passiert.

Das neu errichtete Zeltlager bietet Platz für bis zu 500 Menschen. Die Flüchtlinge können dort warten, bis ihre Anträge bearbeitet worden sind. Danach werden sie weitergeschickt. Etwa nach Montreal, wo vor einer Woche das Olympiastadion in eine Flüchtlingsunterkunft verwandelt wurde.

Ein Bus mit Flüchtlingen kommt beim Olympiastadion in Montreal an. Bild: AP/The Canadian Press

Geflüchtet nach dem Erdbeben

Viele der Flüchtlinge aus den USA stammen ursprünglich aus Haiti. Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 gelangten sie in die Vereinigten Staaten und wurden dort vorläufig aufgenommen. 

Nun kündigte Donald Trump jedoch an, diesen Status zu Beginn des nächsten Jahres aufzulösen – und die Flüchtlinge wieder in ihr Land zu schicken. 

Ein kanadischer Polizist erklärt den Flüchtlingen, dass sie die Grenze zu Kanada illegal passieren werden.  Bild: AP/AP

Zwischen den USA und Kanada besteht ein Abkommen, dass Flüchtlinge nur in jenem Land Asyl beantragen können, wo sie als erstes ankommen. Benutzen sie einen legalen Grenzübergang, werden sie zurückgewiesen. Die Passage bei Saint-Bernard-de-Lacolle ist jedoch kein offizieller Übergang. Das Gesetz kann hier umgangen werden.

Über Social Media verbreitete sich diese News, weshalb der Ansturm in den letzten Tagen immer grösser wurde. (cma)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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  • RevOcelot 11.08.2017 18:32
    Highlight Es zeigt sich einmal mehr: Es hat sich gelohnt, Donald Trump zu wählen.
    25 59 Melden
    • Christian Gerber 11.08.2017 19:20
      Highlight Für wen hat es sich "gelohnt"?
      23 8 Melden
    • Taggart 11.08.2017 23:12
      Highlight @RevOcelot: 👌
      1 1 Melden
    • FabriFibra 11.08.2017 23:20
      Highlight Für die Zeitungen :D
      4 0 Melden
    600
  • Redly 11.08.2017 15:32
    Highlight 3'000 Flüchtlinge in 6 Monaten. Die Zahl ist für ein so grosses Land lächerlich tief. Peinlich ist nur, dass Kanada das nicht ohne Zelte kann.

    Zur Erinnerung Asylsuchende in der Schweiz 2015: knapp 40'000.
    52 9 Melden
    • RevOcelot 11.08.2017 18:36
      Highlight Hier handelt es sich um Menschen welche bereits Asyl in einem Land suchten und nun weiter fliehen. Das ist nicht wirklich vergleichbar mit der Zahl von neuen Asylgesuchen in der Schweiz.
      8 16 Melden
    • Fabio74 11.08.2017 19:25
      Highlight Zur Erinnerung. Kanada hat eine Landgrenze nur zu den USA. Es ist die längste nicht militarisierte Grenze der Welt.
      Flüchtlinge kommen wenn mit dem Flieger und nicht aus Trumpistan
      6 9 Melden
    600
  • Wisegoat 11.08.2017 12:16
    Highlight Aha so ginge das also auch. An der Grenze klären ob jemand Anrecht auf Asyl hat und wenn nicht, dann bitte den Rückwärtsgang einlegen. Na ja, wir Europäer sind da halt schon pragmatisch. "Wir holen Sie gerne mit Buss oder Bahn oder Schiff ab und wenn sie schon mal da sind, dann bleiben sie doch gerne hier. Um solche Lapalien wie finanzielles Auskommen, Bildung und Integration brauchen Sie sich nicht zu kümmern. Das übernehmen wir gerne auch wenn wir gar nicht wissen warum. Gibt uns halt ein gutes Gefühl auch"
    76 158 Melden
    • Hierundjetzt 11.08.2017 13:03
      Highlight ...schon mal von Schengen Dublin gehört? Ja? Das die Schweiz dadurch jährlich 1000ende zurückschicken kann? Ja?

      Bildung, finanzielle Hilfe etc gibts erst wenn man ein ankerannter Flüchtling ist. Das sind +/- 8000 im Jahr oder 2 IC-Züge nach Bern.

      Das weisst Du doch alles, warum erfindest Du den etwas?

      61 15 Melden
    • Hochen 11.08.2017 13:35
      Highlight Sie reden von uns Sie machen ja aber scheinbar nichts von ganzen! Wie klmmt man eigentlich mit dem Bus oder dr Bahn von Afrika hierher? Nebenbei fangen Sie sich an zu informieren wie das mit Rückführungen in Europa läuft den da haben Sie eine enorme Wissenslücke!
      34 10 Melden
    • Johnny Geil 11.08.2017 13:48
      Highlight Naja, bei 3300 Nasen in einem halben Jahr ist das auch problemlos möglich. Das wären dann gerade so ca. 18 Leute pro Tag. Ist ein bisschen eine andere Dimension, oder? Aber Hauptsache mal was geschrieben und sich noch "Wisegoat" nennen.

      Gruess Johnny G.
      35 7 Melden
    • Picker 11.08.2017 13:56
      Highlight Ist 20 minuten grad "down"? 😉😂
      47 14 Melden
    • Wisegoat 11.08.2017 15:16
      Highlight Ich habe von Europa und nicht explizit von der CH geschrieben.
      @hierundjetzt: wie viel abgelehnte, ausreisepflichtige migranten gibt es in europa das locker mehr als +/- 8000. die finanzieren sich bekanntlich kaum selber



      Hochen: wer spricht von nur von afrika? wie kommen sie von tripolis, lampedusa, milano, athen, belgrad etc nach paris, london, berlin oder stockholm? wohl eher nicht zu fuss. 2015/16 bekanntlich penibel staatlich orchestriert im öv.
      15 27 Melden
    • Hierundjetzt 11.08.2017 18:44
      Highlight Du Wisegoat, Europa (EU + nicht EU, aber ohne Russland, Ukraine und Weissrussland) hat +/- 500'000'000 Einwohner.

      Es gibt ein Problem mit der grossen Anzahl Menschen die aus rein wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, keine Frage.

      Das Hauptproblem liegt in der gerechten Verteilung innerhalb Europas (Polen mit 3% Ausländeranteil will keine Muslime z. B.) sowie in der Tatsache, dass es in Afrika rein gar nichts gibt um zu leben.

      Trotzallem ist es mit 500 Mio Einwohner nicht so, dass wir kurz vor dem Untergang stünden.
      9 11 Melden
    • Fabio74 11.08.2017 19:29
      Highlight @WIsegoat. Es gibt halt noch Menschen in Europa, die sich um andere kümmern, die gestrauchelt und und auf der Flucht sind. Nicht wie die Schlechtmenschen in Ungarn oder auf dem Balkan die nur durchschleusen.
      Die vielen Millionen, die mit Waffen verdient werden, sollten es möglich machen grosszügig mit Opfer dieser Waffen zu sein.
      Die Deutschen haben entschieden. Der Rest war und ist feige!
      Die Türken haben mehrere Millionen Flüchtlinge. Jordanien und der Libanon mittlerweile 25% der Bevölkerung.
      Uganda nimmt Millionen aus dem Südsudan auf. Die grosse Masse ist südlich der Sahara unterwegs
      14 15 Melden
    • Wisegoat 11.08.2017 22:12
      Highlight @Hierundjetzt: Die sogenannte gerechte Umverteilung in EU ist ein Rohrkrepierer sondergleichen und eigentlich nicht mal ein Erwähnung wert. Denn offensichtlich geht es kaum jemandem wirklich um Schutz:
      http://www.focus.de/politik/videos/fluechtlinge-in-lettland-alle-23-in-lettland-anerkannten-fluechtlinge-sind-weitergereist_id_6099023.html

      @Fabio: Alles korrekt was du sagst. Bloss an welcher Länder grenzt Syrien bzw. Südsudan? In diesen Religions- Kulturkreis gehören diese Menschen hin.
      http://derstandard.at/2000062508856/Muslime-Studie-Grosse-Unterschiede-bei-Wertehaltungen
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  • Leventis 11.08.2017 12:12
    Highlight Nett, dass sich die Kanadier dieses Hintertürchen 'leisten'..
    17 2 Melden
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  • Grundi72 11.08.2017 11:41
    Highlight Wie Nordkorea, das nicht finanzierbare Obama-Care und andere Themen: Obama tat nichts und überliess die heissen Kartoffeln lieber seinem Nachfolger..! Schwach!
    31 167 Melden
    • stadtner 11.08.2017 13:12
      Highlight Und du glaubst das noch? 😂
      53 8 Melden
    • acove 11.08.2017 13:26
      Highlight Nur hat sein Nachfolger die Sache absolut nicht in den Griff bekommen, wie er das einst versprochen hat, im Gegenteil, seit er das Sagen hat, wird das US-Chaos immer größer. die Probleme werden langsam aber sicher unübersehbar und die Lächerlichkeit, welcher er sich preis gibt haben inzwischen Dimensionen erreicht, welche kaum mehr zu überbieten sind.
      36 5 Melden
    • Julian2001 11.08.2017 13:37
      Highlight Obama war wenigstens nicht ein Präsident der nur Politik für die reichen gemacht hat.
      39 9 Melden
    • Hoppla! 11.08.2017 13:39
      Highlight Während der Nachfolger nun was genau gemacht hat? Einen Atomkrieg ohne Grunf anzetteln? Obama Care wiederholt mit einer republikanischen Mehrheit (!) nicht abschaffen können?

      Ein trainierter [füre dein Lieblingstier ein] hätte dieselbe Bilanz. Und das sagt viel über seine Fans aus.
      35 9 Melden
    • Wald Gänger 11.08.2017 17:57
      Highlight Hoppla: Ist Atomkrieg? Davon habe ich ja noch gar nichts mitbekommen. Krass wie unauffällig die sowas heute machen können.
      9 17 Melden
    • Taebneged 11.08.2017 21:37
      Highlight Anzetteln bedeutet ja nicht ausgelöst.
      8 1 Melden
    • Datsyuk 11.08.2017 23:09
      Highlight Grundi72, ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Vielleicht hilft das.
      3 1 Melden
    • Grundi72 12.08.2017 11:14
      Highlight Danke, gleichfalls.
      0 0 Melden
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  • Ohniznachtisbett 11.08.2017 11:28
    Highlight Good old Germany lacht sich wohl kaputt über die Zahl 3300...
    71 3 Melden
    600
  • atomschlaf 11.08.2017 11:12
    Highlight Also, mal Klartext: Diese Haitianer wurden vor 7 Jahren(!) wegen eines Erdbebens, also eines einmaligen Ereignisses, in den USA vorläufig(!) aufgenommen und leben immer noch dort.
    Da war es wohl längst überfällig, diese "vorläufige" Aufnahme endlich zu beenden.
    Da kann man Trump gewiss keinen Vorwurf machen!
    Eher schon seinem Vorgänger, unter dem im Umgang mit "vorläufig" Aufgenommenen offenbar der gleiche Schlendrian herrschte wie in der Schweiz und Europa.
    158 122 Melden
    • stef2014 11.08.2017 11:36
      Highlight Steht nirgends, dass "vorläufig" auf 7 Jahre befristet ist. Fakt ist, Haiti war schon vor dem Erdbeben eines der ärmsten Länder der Welt. Massive Kindersterblichkeit, Armut, Analphabetismus, Krankheiten... Das volle Programm. Und ich kann dir aus sehr (!) sicherer Quelle sagen, dass Haiti NACH dem Erdbeben etwas vom Erschreckendsten war, dass man sich als Mensch vorstellen kann. Davon hat sich das Land kaum erholt. Sofern du also nicht kürzlich in Haiti warst und das Gegenteil beweisen kannst, denke ich, dass es nicht an dir liegt darüber zu urteilen, ob diese Menschen wieder zurück müssen.
      114 38 Melden
    • sil 11.08.2017 11:44
      Highlight Trump keinen Vorwurf machen? Wie wäre es damit, den Geflüchteten keinen Vorwurf zu machen, dass sie ein Land verlassen haben, wo sie alles verloren haben? Wenn sie eine Chance sehen würden, in Haiti ihr Leben neu aufzubauen, dann würden sie dies tun und nicht weiterhin flüchten. Niemand verlässt seine Heimat aus Spass, das sollte nun langsam klar sein.
      79 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2017 12:48
      Highlight @stef: Dass Haiti alles andere als das Paradies auf Erden ist, ist mir auch klar, aber auch "massive Kindersterblichkeit, Armut, Analphabetismus, Krankheiten..." sind alles keine Gründe für dauerhaftes Asyl.
      23 34 Melden
    • Amadeus 11.08.2017 13:12
      Highlight @atomschlaf
      Also, dann mal Klartext:
      Haiti war bereits vor dem Erdeben eines der ärmsten und korruptesten Länder der Welt. Nach dem Erdeben kamen dann noch Landstreitigkeiten, schleppender Aufbau der Infrastruktur, Bodenerosion, Überschwemmungen, Kindsentführungen, Cholera, und Hurricanes dazu.
      Das kann einen entweder kümmern, oder dann hetzt man halt weiterhin aus der sicheren Schweiz gegen Flüchtlinge.
      41 16 Melden
    • Baba 11.08.2017 13:39
      Highlight Zuletzt wütete Wirbelsturm "Matthew", der einen Grossteil der Ernte und tausende Häuser vernichtete. Ich kenne ein Mitglied einer Emergency Unit des IFRC (Föderation der Rotkreuz/-halbmond Organisationen - nicht zu verwechseln mit IKRK), der nach dem Wirbelsturm in Haiti war. Er hat mir gesagt, die Situation in diesem Land sei das hoffnungsloseste, was er je erlebt hätte.

      Wer macht da den Menschen den Vorwurf, dass sie nicht freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren? Es ist so einfach, mit vollem Magen, einem Dach über dem Kopf und finanzieller Sicherheit über Schwächere zu urteilen :( :( :(
      34 12 Melden
    • stef2014 11.08.2017 15:45
      Highlight @Gelöschter: Das war VOR dem Erdbeben. Was danach geschah, verweise ich auf die Beiträge von Amadeus und Baba.

      @Baba: Eines meiner Familienmitglieder war für eine NGO auf Haiti nach dem Erdbeben und hat ziemlich das Gleiche gesagt. Zu den ohnehin schon schlimmen Verhältnissen hat sich dann aber auch noch eine noch höhere Kriminalität gesellt. Er meinte, man könne sich nicht vorstellen, was da abgehe.

      Was mich hier stört ist, dass sich viele anmassen, über Dinge und Menschen zu urteilen, die sie nicht kennen. Und das über die Flüchtlingspolitik eines Landes, das nicht ihres ist.
      24 9 Melden
    • Wald Gänger 11.08.2017 18:00
      Highlight stef: Wer ist es denn genau, der Haiti zur Hölle auf Erden macht?
      Amadeus: Wer ist denn auf Haiti korrupt und wer sorgt nicht dafür, dass die korrupte Schicht verschwindet und damit die Korruption?
      Baba: Wer hat denn VOR Wirbelstürmen und Erdbeben keine Sicherheit auf Haiti geschaffen?
      Und nochmal Stef: Wer ist denn auf Haiti kriminell und wer genau stellt sich nicht gegen die Kriminellen?
      10 16 Melden
    • wasylon 11.08.2017 18:20
      Highlight Haiti ist ein Beispiel dafür dass die aktuelle Entwicklungshilfe den Menschen nicht hilft sondern manchmal sogar schadet. Den meisten NGO's geht es nur um ihr Business. Wenn selbst der stv. UN-Sonderbeauftragter der Stabilisierungsmission in Haiti sagt: "Haiti würde es ohne Hilfe besser ergehen“
      Sollten wir mal nachdenken, ob wir so weitermachen.

      8 6 Melden
    • Amadeus 11.08.2017 18:22
      Highlight @Wald Gänger
      In Haiti war eine Reihe von korrupten Politkern an der Macht (Papa Doc, Baby Doc, Aristide...). Zudem wurde die Bevölkerung jahrelang durch die Geheimpolizei (Tonton Macoutes) und Schlägerbanden (Chimären) an Leib und Leben bedroht. Dazu kam noch Armut, Wirbelstürme und Krankheiten.

      Resultat: Keine gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen, kaum staatliche Institutionen, nur marginale öffentliche Dienste und Infrastruktur, Lebensmittelknappheit, hohe Kriminalitätsrate und eine Polizei, die bei kriminellen Aktionen mitverdient (z.B. Prostitution)

      Und das war VOR dem Erdbeben.
      13 3 Melden
    • Wald Gänger 11.08.2017 19:13
      Highlight Amadeus: Alles, was du beschreibst, haben die Haitianer sich selber zugefügt oder vernachlässigt. Niemand hat sie dazu gezwungen, das zu tun.
      Das heisst nicht, dass man ihnen nicht helfen sollte, so gut es geht, aber es heisst, dass junge starke Menschen auf Haiti bleiben und dort die Strukturen, öffentlichen Dienste und Institutionen aufbauen sollten.
      8 13 Melden
    • Amadeus 11.08.2017 19:55
      Highlight @Wald Gänger
      Stimmt, niemand hat sie gezwungen das zu tun. Passiert ist es trotzdem, weil offensichtlich einigen Politikern das Volkswohl egal und die persönliche Bereicherung wichtiger war. Dafür können wir jetzt nicht verallgemeinernd "den Haitianern" die Schuld geben.

      Zum Thema Aufbau. Der findet statt. Es ist ja nicht so, dass alle Haitianer die Insel verlassen. Aber wer 2010 wegging wird momentan wenig vorfinden. was ihn/sie dazu bewegt zurückzukehren.

      Ich war 2001, 2013 und 2015 in Haiti. Wenn sich ihre Erfahrungen nicht mit meinen decken, dann bitte ich um ihre Ansichten,
      9 3 Melden
    • Amadeus 11.08.2017 20:03
      Highlight @Wald Gänger

      Dinge, die die Haitianer sich NICHT selber zugefügt haben

      Erdbeben
      Wirbelstürme
      Choleraepidemie (kam von nepalesischen UN-Soldaten)
      Überschwemmungen
      Kindsentführungen (waren Amerikaner)
      8 5 Melden
    • Baba 11.08.2017 20:10
      Highlight Danke Amadeus, ein vernünftiges und verständnisvolles Wort für Haiti und die Haitiens. Es ist ja nicht so, dass sie sich keine bessere Zukunft wünschten - aber leider wurde das Volk auch schon oft betrogen (Aristide war als "Priester der Armen", der sich zu einem gierigen Politiker wandelte eine grosse Enttäuschung). Hoffen wir, dass der im letzten November gewählte Präsident etwas bewegen kann.

      Und dann hat das Ganze auch noch viel mit Bildung zu tun... Wer nicht gebildet ist, weil er/sie sich Bildung nicht leisten kann, hat es schwer, voranzukommen.
      ....
      7 3 Melden
    • Baba 11.08.2017 20:12
      Highlight ...
      Viele Regimes sind aber an gebildeten Bürgern nicht interessiert. Wer gebildet ist, denkt selbst, liest und informiert sich und kommt den korrupten Politikern auf die Schliche!

      Die Zustände, wie sie sich in Haiti (und andernorts, wobei Haiti wohl wirklich der Extremzustand ist) zeigen, sind ganz einfach Lichtjahre von unserem Wohlstand hier in Europa entfernt. Viele wissen dort am Morgen nicht, wie sie ihre Familien über die Runden bringen, ob am Abend überhaupt was zu Essen auf dem Tisch stehen wird.

      Leider übersteigen solche Zustände oft das Vorstellungsvermögen von Europäern.
      7 2 Melden
    • Wald Gänger 12.08.2017 17:30
      Highlight Nun, wenn wir dafür nicht verallgemeinernd den Haitianern die Schuld geben können, frage ich mich doch automatisch, wieso wir das selbe jeweils bei der Kolonialgeschichte im Hinblick auf uns Westler machen können.
      Und Dinge, die die Haitianer entweder gut abgefedert, nicht im Land benötigt oder nicht hätten erleiden müssen, wenn sie die vorher von dir beschriebenen Dinge wie z.B. Infrastruktur, Zivilgesellschaft etc. aufgebaut hätten:
      Choleraepidemie
      UN-Soldaten
      Unsaubere amerikanische Hilfsorganisationen
      2 5 Melden
    • Wald Gänger 12.08.2017 17:33
      Highlight Baba: Wieso sollten die Zustände dort das Vorstellungsvermögen der Europäer übersteigen?
      Es ist doch vielmehr so, dass auch Europäer ein Leben haben, das sie bewältigen müssen. Vielleicht mögen ihre Probleme vergleichsweise klein aussehen, wenn man ständig nach den noch grösseren Katastrophen Ausschau hält, aber die Meisten, die unbedingt Haiti helfen wollen, zeigen doch immer wieder erstaunlich wenig Mitleid mit z.B. den Griechen, deutschen Rentnern oder dem "Prekariat" von denen man gnadenlos konsequent Selbstverantwortung erwartet.
      3 5 Melden
    • Baba 12.08.2017 21:51
      Highlight Wald Gänger: Ihr Kommentar ist der Beweis für meine Behauptung... Griechen mit Haïtiens zu vergleichen. Ok, wenn Sie meinen.
      4 2 Melden
    • Wald Gänger 12.08.2017 22:55
      Highlight Ihr Kommentar wiederum ist der Beweis, dass sie nicht verstehen, von was ich rede und bei Ihnen Mitleid erst stattfinden kann, wenn das Leid haitianische Ausmasse angenommen hat und möglichst weit weg stattfindet.
      Griechische Eltern, die ihre Kinder kaum noch ernähren können, sind da zwangsläufig eine quantite negligeable.
      2 3 Melden
    • Amadeus 13.08.2017 12:19
      Highlight @Wald Gänger
      Schade eigentlich. Die Diskussion hat gut angefangen. Aber jetzt kommen hier whataboutism-Vergleiche mit dem Westen, der Kolonialgeschichte, deutschen Rentnern und den Griechen. Das hat mit dem Thema nichts zu tun und lässt mich annehmen, dass sie nicht viel Ahnung von Haiti haben (Korrigieren sie mich wenn ich falsch liege). Sie finden einfach, die sind alle selber schuld und sollten halt auf ihrer Insel bleiben. Ok, das ist ihre Meinung, aber mir persönlich zu ideologisch und zu einfach. Die Welt ist komplex. Schönen Sonntag noch.

      3 1 Melden
    • Baba 13.08.2017 12:37
      Highlight Wald Gänger: wann mein Mitleid beginnt und was ich diesbezüglich unternehme können Sie nicht wissen! Wie kommen Sie also dazu, sich über mich ein Urteil anzumassen?

      Ich bin mir (aus meiner lokalen Freiwilligenarbeit) sehr wohl bewusst, dass es auch *in der Schweiz* Menschen gibt, deren Vorrats- und Kühlschrank leer sind. Aber es gibt Organisationen wie Cartons du Coeur oder Tischlein deck' dich um nur zwei zu nennen.

      Die griechischen Verhältnisse kenne ich nicht so detailliert wie offenbar Sie.
      1 2 Melden
    • Baba 13.08.2017 12:43
      Highlight Ich bleibe dabei: die (Armuts)situation Haitis ist nicht mit jener innerhalb Europas zu vergleichen und sie übersteigt die Vorstellungskraft vieler. Sie sind für mich dafür das lebende Beispiel.

      Damit ist die Diskussion mit Ihnen für mich beendet, einen schönen Sonntag noch.
      1 2 Melden
    • Wald Gänger 13.08.2017 15:20
      Highlight Der whataboutismus wird einem förmlich aufgezwungen, wenn sich mittlerweile Unmengen von Leuten nur noch dafür interessieren, was möglichst weit weg passiert und wie man die Leute dort retten könnte, während man, metaphorisch gesprochen, über die Obdachlosen vor der eigenen Haustür drübersteigt.
      Und Baba: Indem Sie mich als lebendes Beispiel für irgendwas nehmen, was Ihnen gerade so einfällt, haben Sie sich ja auch ein Urteil über mich angemasst. Was den Rest anbelangt: Ja, die Diskussion ist auch für mich beendet.
      3 2 Melden
    600
  • Alterssturheit 11.08.2017 10:51
    Highlight Da bin ich mal gespannt wie die sonst so für ihre offene Einwanderungspolitik bekannten Kanadier reagieren, sollten künftig Hunderte/Tausende an ihren Grenzstationen auftauchen.
    68 26 Melden
    • stef2014 11.08.2017 11:46
      Highlight Wieso, Kanada hat in den vergangenen schon ein Vielfaches an Flüchtlingen aufgenommen, das Kontingent sogar aufgestockt. Das ist keine neue Situation.
      47 8 Melden
    • Luzi Fair 11.08.2017 12:18
      Highlight Kanada ist bekannt für eine offene Einwanderungspolitik? Wenn du Kapital und Know-how bringst schon, aber sonst wohl eher nicht.
      Da zeigt ja nur schon dieses Schengen-typische Abkommen mit den USA. Nur so als Info: Kanada grenzt nur an die USA...
      32 3 Melden
    • Effersone 11.08.2017 12:24
      Highlight Offene Einwanderungspolitik..? Wohl eher schlaue Einwanderungspolitik. Nur soviel, allein reisende Junge Männer (70% der afrikanischen und arabischen Migranten) haben dort so gut wie keine chance auf Asyl. Im Gegensatz zu Europa.
      39 10 Melden
    • Jaing 11.08.2017 12:55
      Highlight @ Luzi Fair

      Nein, Kanada hat auch eine Grenze zu Grönland und zu Frankreich (St. Pierre und Miquelon).
      13 0 Melden
    • remim 11.08.2017 13:10
      Highlight Tja sollten in näherer Zukunft hunderttausende US-Amerikaner vor der sich verschlechternden Lage in ihrem Land nach Kanada fliehen, wird die kanadische Regierung nicht umhinkommen mit dem Bau einer grossen Mauer zur USA zu beginnen. Für die Kosten werden natürlich die USA aufkommen, das wird auch der alterssture Trump begreifen müssen! 😁
      23 7 Melden
    • Luzi Fair 11.08.2017 15:59
      Highlight @Jaing
      offshore?
      2 1 Melden
    • Jaing 11.08.2017 16:34
      Highlight @ Luzi Fair

      Sind natürlich keine Landesgrenzen, aber richtige Seegrenzen, da keine internationalen Gewässer dazwischen liegen.
      6 0 Melden
    600

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