International

Rien ne va plus Glücksspieltempel «Trump Taj Mahal» muss dicht machen

11.10.16, 02:59 11.10.16, 06:24

Donald Trump nannte es einst das achte Weltwunder – nun sind die Türen seines ehemals prunkvollsten Casinos geschlossen. Das «Trump Taj Mahal» in der US-Glücksspielhochburg Atlantic City stellte am Montag nach monatelangem Streik den Betrieb ein.

Die Casino- und Hotelanlage hatte zuletzt etwa 3000 Mitarbeiter. Der New Yorker Immobilien-Tycoon und republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump hatte das Casino 1990 mit grossem Rummel als Vorzeigeobjekt eröffnet – zur Premiere kamen Pop-Legende Michael Jackson und 75'000 Fans.

Doch das Mega-Projekt, das alle anderen Glücksspieltempel in Atlantic City in den Schatten stellte, wurde rasch zum finanziellen Flop. Es folgte der erste von vier Insolvenzanträgen für Firmen aus Trumps Casino-Imperium. 2009 zog sich der Unternehmer weitgehend aus dem Glücksspielgeschäft in der US-Ostküstenstadt zurück.

Investor Icahn am Ruder

Die letzten Anteile an der Casino-Gesellschaft Trump Entertainment Resorts gab Trump im März im Zuge einer Umstrukturierung ab. Der mit ihm befreundete New Yorker Hedgefonds-Investor Carl Icahn übernahm die Kontrolle. Nach einem erbitterten Streit mit der Gewerkschaft erklärte Icahn die Sanierung vor gut zwei Monaten für gescheitert.

Obwohl er 350 Millionen Dollar in das Casino gesteckt habe, sei nichts mehr zu retten gewesen, teilte Icahn am Montag mit. «Heute ist ein trauriger Tag für Atlantic City.» Viele Angestellte des «Trump Taj Mahals» hatten seit Juli gegen Icahns Pläne gestreikt. Sie machen dem Investor heftige Vorwürfe und glauben, dass die Schliessung nur ein Manöver ist, um die Gewerkschaft loszuwerden. (cma/sda/dpa)

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User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
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  • DonSaiya 11.10.2016 07:51
    Highlight Wie kannein Casino pleite gehen?
    17 1 Melden
    • lilie 11.10.2016 09:09
      Highlight @DonSaiya: Steht doch. Es geht offenbar um Gesundheitwesen und Pension. Wenn man die Angedtellten nicht anständig behandelt, geht selbst das profitabelste Geschäft den Bach runter.
      12 1 Melden
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  • rodolofo 11.10.2016 07:41
    Highlight In Las Vegas habe ich das "Spirituelle Zentrum" des US-Amerikanischen Konsumismus kennengelernt, und ich erschauderte!
    All diese riesigen Casino-Hotell-Komplexe und die (hohlen) Imperialen Kulissen als Teil einer glitzernden Künstlichkeit!
    In den Casinos tummelten sich aufgedunsene Spielsüchtige aus allen Volksschichten: Arrogant cheese-lächelnd im weissen Cowboy-Dress ein Superreicher, schmuddelig verwahrlost der Unterschichts-Junky.
    Dass ich das ein Mal gesehen habe, reicht mir...
    Da gehe ich sicher nie mehr hin!
    Wenn jetzt ein Casinokapitalist Konkurs macht, dann stört mich das gar nicht.
    27 5 Melden
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  • Scaros_2 11.10.2016 07:15
    Highlight Trump ist doch in Tat und Wahrheit komplett pleite und hoch verschuldet und das Amt des Präsidenten wäre sein vermutlich letzter Notnagel mit dem er sich über Wasser halten kann. Wenn er nicht Präsident wird kann ihn die volle Wucht der Justiz treffen.
    33 6 Melden
    • Dast S. 11.10.2016 08:25
      Highlight Es steht doch, dass Trump sich 2009 weitgehend aus Atlantic City zurückgezogen hat. Mit der Gegenwart hat diese Pleite nicht mehr viel zu tun. Alte story neu aufgewärmt wegen Wahlkampf.
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  • E. Edward Grey 11.10.2016 06:36
    Highlight Icahn ist ein "Investor" der übelsten Sorte mit einem Track-Record der es nicht wundern lässt dass die Gewerkschaften auf die Barrikaden gehen.
    21 0 Melden
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