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Im Wahlkampf hatte Trump mit einer «Amerika zuerst»-Politik geworben und angekündigt, den Interessen von US-Arbeitnehmern absoluten Vorrang zu geben. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

«Buy American, Hire American»: Trump erschwert Arbeitsvisa für Ausländer 

19.04.17, 04:16 19.04.17, 06:43

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das die Ausstellung von Arbeitsvisa für hoch qualifizierte Ausländer erschweren soll. Trump unterzeichnete die Anordnung am Dienstag.

Arbeitsplätze müssten «zuerst amerikanischen Arbeitern» angeboten werden , sagte Trump bei einem Besuch in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin. «Zusammen werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass mehr Produkte mit diesen wunderbaren Worten versehen werden: Made in the USA

Allerdings handelt es sich bei seinem Dekret eher um einen Handlungsaufruf an mehrere Ministerien, darunter das Arbeits- und das Justizministerium, als um konkrete Änderungen.

Trump stellt damit die Vergabepraxis für die stark nachgefragten Einreisevisa der Klasse H-1B auf den Prüfstand. Aus seiner Sicht gab es dabei in der Vergangenheit «Betrug und Missbrauch». Die Vergabekriterien sollen nun strenger eingehalten werden.

Die falschen Einwanderer

Die H-1B-Visa sind bisher ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung von Fachkräften etwa für High-Tech-Unternehmen im Silicon Valley.

Diese Visa richten sich an hoch qualifizierte Wissenschaftler, Ingenieure und Programmierer aus dem Ausland. In den vergangenen Jahren hatten insbesondere gut ausgebildete Inder davon profitiert. Jedes Jahr werden derzeit rund 85'000 H-1B-Visa vergeben.

Das Weisse Haus ist allerdings der Ansicht, dass dadurch auch viele relativ gering qualifizierte Ausländer in die USA kamen und den einheimischen Arbeitnehmern Konkurrenz machten.

Im Wahlkampf hatte Trump mit einer «Amerika zuerst»-Politik geworben und angekündigt, den Interessen von US-Arbeitnehmern absoluten Vorrang zu geben. Die US-Handelskammer warnte, das Visa-Programm dürfe zwar überarbeitet, aber zum Wohle der Wirtschaft nicht abgeschafft werden. (sda/afp)

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User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
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  • Tomtom64 19.04.2017 11:26
    Highlight Interessant, dass dieser doch ziemlich vage (Zitat)"Handlungsaufruf" Trumps hier solch grosses Echo hervorruft, während die deutlich weitergehende Abschaffung der Visumskategorie 457 in Australien keine Erwähnung findet. https://www.nzz.ch/wirtschaft/haertere-linie-bei-der-immigration-australien-zieht-bei-qualifizierten-einwanderern-die-schraube-an-ld.1287355
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  • Zeit_Genosse 19.04.2017 09:52
    Highlight Wir haben uns für einen sanften Inländervorrang statt für eine harte MEI-Umsetzung entschieden. Unser demokratisches System mit vielen Stimmen und der kleinen Schritte unterscheidet sich zur USA, die nicht die Relevanz wie die EU für uns hat.

    Deshalb sollten wir ein entspannteres Verhältnis zur EU an den Tag legen. Die EU ist nicht an allen Problemen in der Schweiz schuld, wie das einfach gestrickte (oder geschickte) Rufer wiederholen und als Glaubensmantra faktenlos verbreiten.
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  • Ökonometriker 19.04.2017 07:54
    Highlight Trumps Regulationen sind somit noch nutzloser als die Umsetzung der MEI. Sie werden überhaupt keinen Effekt haben, ausser Publicity.
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  • Tepesch 19.04.2017 07:31
    Highlight Ein Inländervorrang würde auch der EU gut tun.
    Einzig zwischen Ländern die z.B. eine ähnliche Wirtschaftsleistung pro Kopf aufweisen oder ähnliches Lohnniveau, bräuchte es diese Beschränkung nicht.
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  • David Ruppolo 19.04.2017 07:20
    Highlight Das ist doch kein Problem, geben wir den "Gefallen" einfach zurück und wenden bei uns die gleichen Kriterien für Amerikaner an, die hier arbeiten möchten...
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  • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 07:12
    Highlight Ob die Rechten es wahrhaben möchten oder nicht, H-1B Visa führen zu mehr Jobs für Amerikaner, und sie abzuschaffen führt lediglich dazu dass Unternehmen abwandern oder nicht wachsen können weil sie keine passenden amerikanische Stellensucher finden. Zu versprechen das es ohne H-1B mehr Jobs für Amis gibt ist wie den Kohlearbeitern (die zu 80% ihre Jobs aufgrunf von Automatisierung verloren haben) zu versprechen dass sie alle ihre Jobs zurückbekommen, populistischer Schwachsinn.
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    • mr-marple 19.04.2017 13:21
      Highlight Wo gibt es Belege dafür, dass H-1B Visa zu mehr Jobs für Amerikaner führt?

      Ich selber bin alles andere als ein Trump Fan, doch denke ich mir, dass hier der Entscheid diese Art von Visa einzuschränken gar nicht mal so schlecht sein wird. Dies, da ja die Techkonzernen mit den H-1B Visa wirklich viel Unfug angestellt haben.
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  • rodolofo 19.04.2017 06:56
    Highlight Was das Prinzip "Americans first" für Folgen haben kann, beweist der Präsident himself:
    Er hat keine Konkurrenz aus dem Ausland zu befürchten, wird aber von Russland ferngesteuert...
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    • grumpy_af 19.04.2017 07:40
      Highlight Dein Aluhut ist wohl "Made in China".
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  • Grundi72 19.04.2017 04:59
    Highlight Egal was man vom Entscheid hält, Trump kann gestalten.

    Unsere Politik muss ihre demokratisch gefällten Entscheide jedesmal mit dem linken Beamtenmolloch "EU" in Einklang bringen. Hoffentlich zerfällt diese EU bald in sich selbst!
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    • Taiyou 19.04.2017 05:37
      Highlight Selbst wenn man die EU nicht mag, sollte man sich deren Ende nicht wünschen, denn das würde für Europa sehr harte Zeizen bedeuten, mit vielen Länder die bachab gehen würden. Und der Schweizer Export wird sehr stark davon betroffen werden .
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    • Hoppla! 19.04.2017 06:19
      Highlight Keine Ahnung was due EU gewissen Leuten angetan hat damit dieser Hass entstand, aber egal.

      Aber die linke EU; hast du dir die Zusammensetzung des Parlaments angesehen? Ausser man wünscht sich natürlich ein rechtes Europa wie vor 80 Jahre...
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    • moedesty 19.04.2017 06:21
      Highlight vor der eu ging es praktisch jedem eu land ausser deutschlandland besser.
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    • Sapere Aude 19.04.2017 06:57
      Highlight Man darf durchaus kritisch der EU gegenüber stehen, doch weder in der Schweiz noch in der EU haben Linke die Mehrheit. Erzähl also bitte keine Märchen Grundi72 und bleib bei den Fakten. Ein EU Beitritt ist selbst bei der SP umstritten, die Kritik an der EU und deren neoliberalen Politik hat auf linker Seite massiv zugenommen. Corbyn, Vorsitzender der Labourpartei ist EU kritisch, Sarah Wagenknecht der Linken kritisiert in ihrem neusten Buch die EU scharf und Mélenchon in Frankreich kann man auch nicht als Freund der EU Politik sehen.
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    • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 07:02
      Highlight Also ich persönlich finde den grössten Binnenmarkt der Welt und Stabilität seit Jahrzehnten ganz toll. Oder Harmonisierung bei Regulierungen. Aber ja, man merkt erst wenn etwas weg ist wie gut man es hatte.
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    • who cares? 19.04.2017 07:04
      Highlight Einfach mal Behauptungen aufstellen. Also jedem Land ging es vor der EU besser? Gibt es da Statistiken, Beweise etc.?

      Beamtenmolloch? Beamte fällen keine Entscheidungen. Die Schweiz muss sich mit der EU herumschlagen, weil wir Verträge unterschrieben haben, von denen wir profitieren. Verträge sind zweiseitig, da kann man nicht einfach etwas verändern. Was würde es für ein Aufschrei geben, wenn sich die EU nicht mehr an die Verträge halten würde!
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    • rodolofo 19.04.2017 07:04
      Highlight Die EU ist an allem schuld!
      Haut sie kurz und klein!
      Darüber werden sich der gefühllose Ausserirdische Putin, Ziegen-Erdi und das Orange Riesen-Meerschweinchen The Donald riesig freuen!
      Und dann gibt's endlich wieder richtig Krieg unter den vielen Nationalisten, knallharten Verhandlern und Geiz ist geil!-Egoshootern!
      Und wenn wir richtig Pech haben, dann macht auch das Nordkoreanische, monströse Riesen-Baby Kim Jong Un mit bei der letzten grossen Knaller-Party!
      (Ich glaub's einfach nicht! Aber was will der Einzelne machen? Wenn die Lemminge auf die Klippe zu stürmen, kann sie niemand bremsen.)
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    • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 07:17
      Highlight Interessant übrigens wie frühmorgens das Verhältnis von Blitz und Herzchen viel anders ist als von der eher linken Watson-Leserschaft zu erwarten ist.
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    • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 07:22
      Highlight @moedesty: Ausnahmen sind Grossbritannien, praktisch die ganze Osterweiterung, ach eigentlich jedes EU-Land ausser Griechenland.
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    • Ökonometriker 19.04.2017 07:53
      Highlight @Sapere Aude: die Politik der EU ist nicht per se Neoliberal, da sie die Freiheit ja einschränkt - wobei der Begriff Neoliberal ohnehin eher ein schlecht definiertes Kampfwort der Linken ist.

      Ich würde den Begriff "Korporatistisch" bevorzugen. Die meisten Regierungen arbeiten eng mit Grosskonzernen zusammen - KMUs können bei der Regulationsflut nicht mithalten und werden aus dem Markt gedrängt.

      Hier wären die Ziele des Sozialismus und des Liberalismus sogar kompatibel: einfachere Regulationen, die mehr KMUs den Zugang zum Markt erlauben, würden zugleich die Vermögen besser verteilen.
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    • urano 19.04.2017 08:21
      Highlight Gundi72 - Trump kann gestalten ? Dekrete unterschreiben, die Gesetze prüfen sollen, ist handeln ? einfach mal den ganzen Artikel in Ruhe lesen. Dieses Dekret ist so wirkungslos wie ein Wasserschlauch ohne Anschluss in der Wüste
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    • Butzdi 19.04.2017 09:16
      Highlight Seine 'Gestaltungen' kommen primär in Form vom Executive Orders - die er ja bei Obama für diktatorisch erklärte - und diese werden dann meist so ungenau, halbpatzig oder illegal formuliert, dass alle was anderes machen oder Gerichte es stoppen. Die Themen sind einfach zu Komplex für Trump. Nach gleichen Aussagen zum Gesundheitswesen und Korea, warte schon auf die Aussage 'wer hätte gedacht, dass eine Steuerrevision so komplex ist'
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    • Zeit_Genosse 19.04.2017 09:38
      Highlight Wir sollten ein gelasseneres Verhältnis zur EU pflegen. Die USA ist über 200 jährig und eine erwachsene Demokratie, die EU dagegen noch ein Kleinkind im Wachstum. Die EU wird sich reformieren, womöglich zwischendurch zerfallen. Doch am Ende müssen sich die Menschen in Europa auf ein gemeinsames Miteinander einstellen. Der EU-Hass ist auf Verlustängsten begründet und überdeckt die Errungenschaften und Zukunftschancen. Es braucht seine Zeit oder die Einsicht, dass es ohne "Gemeinschaft" womöglich schlechter wird. Gestaltungswille zeigen ist besser als kategorische Ablehnung und Rückschritt.
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    • Fabio74 19.04.2017 09:40
      Highlight Frag dich mal woher dein blinder Hass auf diese ach so böse EU kommt?
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    • moedesty 19.04.2017 10:09
      Highlight Ich weiss nicht, es ist nicht hass aber der Gedanke dass 500 Mio. Menschen einer Bank (EZB), Parlament etc. untergeordnet sind, macht mir schon ein wenig angst. Wenig Menschen haben viel macht über viele Menschen. Kurzgesagt, die Firmen müssen viel weniger Leute schmieren damit so regiert wird wie sie möchten. Am Ende haben wir dann eine USA 2.0. Momol, be no rächt positiv igstellt.
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    • Waedliman 20.04.2017 19:44
      Highlight "Trump kann gestalten"? Im Moment macht er eher kaputt, das hat mit Gestaltung nichts zu tun. Ansonsten gibt es Institutionen, die ihn zurückpfeifen. Eigentlich hat er ausser schlechte Stimmung zu verbreiten noch gar nichts getan, was mir gut gefällt. Und die Analogie zur EU ist totaler Unsinn und mal wieder typisch für diejenigen hier, die jede Nachricht zu ihrem persönlichen Rachefeldzug machen. Die Schweiz kann ohne die EU nicht. Punkt. Die EU kann sehr gut ohne die Schweiz. Ebenfalls Punkt.
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