International

Uber ist umstritten. Bereits mehrmals haben Fahrer gegen das Unternehmen demonstriert. Hier am 30. Juni in New York City.  Bild: Bebeto Matthews/AP/KEYSTONE

Taxikrieg vorerst beendet: New Yorks Bürgermeister knickt vor Uber ein

Überraschende Kehrtwende bei New Yorks Bürgermeister: Eben noch hatte sich Bill de Blasio für eine Wachstumsbremse ausgesprochen – jetzt gibt Uber den Freipass.

23.07.15, 02:28 23.07.15, 07:13

Uber darf in New York vorerst weiter aggressiv expandieren: Der umstrittene Fahrdienstvermittler hat einen vorläufigen Friedenspakt mit dem Bürgermeister der US-Grossstadt, Bill de Blasio, geschlossen. Der Stadtrat lässt einen Vorschlag zur Einschränkung fallen.

Erst Ende Juni war ein von der Taxi- und Limousinenkommission vorangetriebener und von de Blasio zunächst unterstützter Gesetzentwurf eingebracht worden, wonach Taxi-Ersatzdienste mit mehr als 500 Wagen vorübergehend nur noch ein Prozent mehr Fahrzeuge pro Jahr hätten auf die Strassen bringen dürfen.

Studie soll zeigen, ob Uber Staus verstärkt

Für Uber, das seine Präsenz in New York in den letzten Jahren markant erhöht und mittlerweile mehr Wagen als die klassischen Taxi-Anbieter im Einsatz hat, hätte das eine Vollbremsung bedeutet.

Bürgermeister Bill de Blasio. Bild: TONY GENTILE/REUTERS

Der Vorschlag sei nun aber vorerst vom Tisch, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Zunächst soll in einer Studie geklärt werden, inwieweit Ubers rasante Expansion New Yorks ohnehin schon berüchtigte Staus verstärkt. Die Untersuchung, bei der die Firma kooperieren und Daten offenlegen wird, soll vier Monate dauern – solange darf das Unternehmen ungebremst weiter wachsen.

Für das Unternehmen ist das ein grosser Lobby-Erfolg. Für de Blasio kommt die überraschende Einigung einer 180-Grad-Wende gleich. Vor wenigen Tagen hatte er sich in einem Meinungsbeitrag in der «New York Daily News» für die Wachstumsbremse eingesetzt. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Diese kalifornische Stadt war pleite – jetzt testet sie ein Grundeinkommen

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise galt Stockton als «elendeste» Stadt der USA. Obwohl sie im erweiterten Einzugsgebiet von Bay Area und Silicon Valley liegt, sind die Lebensbedingungen schwierig. Das Einkommen in der mehrheitlich von Nichtweissen bewohnten Stadt ist deutlich tiefer und die Armutsquote höher als in San Francisco und selbst in Oakland.

Den Tiefpunkt erreichte Stockton mit seinen 300'000 Einwohnern vor fünf Jahren. Es musste Konkurs anmelden, als bislang grösste Stadt in der …

Artikel lesen