International

Ukrainische Militärs präsentieren die Waffe, die einer der beiden Festgenommenen bei der Verhaftung auf sich getragen haben soll. Bild: ROMAN PILIPEY/EPA/KEYSTONE

Moskau bemüht sich um Freilassung zweier in der Ostukraine gefangener Russen, die dort «als Privatpersonen unterwegs waren» 

22.05.15, 13:20 22.05.15, 14:14

Die russische Regierung bemüht sich nach eigenen Angaben intensiv um die Freilassung von zwei in der umkämpften Ostukraine gefangengenommenen Landsleuten. Da es sich um russische Staatsbürger handele, würden alle notwendigen Schritte unternommen, um sie freizubekommen.

Alexander Alexandrow – einer der beiden russischen Männer, die derzeit in einem Militärspital in Kiew liegen. Bild: Markian Lubkivskyi /AP/KEYSTONE

Privatpersonen? Oder doch Soldaten?

Das sagte laut der russischen Nachrichtenagentur RIA ein Sprecher des Präsidialamtes am Freitag. Die betroffenen Männer haben erklärt, als Soldaten im Auftrag der russischen Streitkräfte in der Ukraine gewesen zu sein. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge hielten sich beide dagegen als Privatpersonen in dem Nachbarland auf.

Nach Darstellung des ukrainischen Militärs wurden die beiden Männer bei einem Feuergefecht im Osten des Landes verletzt und festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Regierungssoldaten getötet zu haben. Russland hat stets Vorwürfe zurückgewiesen, dem Rebellenaufstand im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. (tat/sda/reu)

Der Ukraine-Konflikt

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3Alle Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • zombie1969 22.05.2015 15:42
    Highlight die fehlende Lieferung von US-Waffen wird V. Putin die nächste Feuerpause mit mehreren "Hilfskonvois" folgen lassen, so dass der Munitionsvorrat wieder stimmt und die nächste Welle russischer Zeitsoldaten nachrücken kann, um die Heimreise in Leichensäcken anzutreten. Nebenbei wird der Donbass eine Trümmerlandschaft. Das ging in Abchasien auch so lange weiter, bis der letzte Georgier vertrieben war.
    Die Kroaten haben seinerzeit ihre Tourismuseinnahmen ins Militär investiert und nach einem Jahr Krieg hatten Militärs wie Ante Gotovina das Sagen.
    1 1 Melden
    • zombie1969 22.05.2015 15:49
      Highlight 2)
      Dazu war hilfreich, dass Tudjman verstand, worum es ging, wenn man sein Land verteidigt.
      Die Ukrainer lernen die Lektion gerade auf die harte Tour. Rückt V. Putin vor, wird es in der Ukraine die Volksbewaffnung geben. Dann beginnt das Schlachten. Dann wird die Korruptionsbekämpfung/Justizreform an Laternenpfählen stattfinden. Noch hat man die Wahl, die Sache nach dem georgischen Modell ablaufen zu lassen, nur dazu muss man den Konflikt im Osten einfrieren. Wirft man die Ukraine V. Putin zum Frass vor, wird Europa das bereuen, genau wie es die Untätigkeit 1991 mit Srebrenica bezahlt hat.
      1 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 22.05.2015 13:52
    Highlight Mythbusterlis

    Wuerdest du wenn du als russischer staatsbuerger, was uebrigens viele Ukrainer auch noch sind zugeben, als angehoeriger einer fremden armee auf dem gebiet des "feindes" zu spionieren, falls du dabei erwischt wirst ?

    Oder sinds vieleicht doch "nur" (russische) soeldner. Die gibts mit sicherheit !

    BTW. Hat schon jemand die amerikanischen, englischen, norwegischen, kossovarischen und polnischen soeldnerInnen gezaehlt (z.b. "Sloboschanschtschina") die auf Kiev´s seite in privat finanzierten sich miliz nennde einheiten am "picknick" teilnehmen.


    2 1 Melden
    600

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

Artikel lesen