International

Arseni Pawlow (links) kam am Sonntag ums Leben. Bild: ALEXANDER ERMOCHENKO/EPA/KEYSTONE

Führender Rebellenkommandant in Donezk bei Bombenexplosion getötet

17.10.16, 04:12 17.10.16, 04:35

Ein führender Kommandant der prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine ist am Sonntag bei einer Bombenexplosion getötet worden. Arseni Pawlow, besser bekannt unter seinem Kriegsnamen Motorola, starb zusammen mit einem Leibwächter bei der Explosion.

Der Sprengsatzes sei im Aufzug eines Gebäudes in Donezk detoniert, sagte ein Kämpfer der Einheit Sparta der Nachrichtenagentur AFP. Er vermutete den ukrainischen Geheimdienst oder eine rivalisierende Rebellengruppe dahinter.

Der Präsident der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, machte die ukrainische Regierung von Präsident Petro Poroschenko verantwortlich. «Poroschenko hat die Waffenruhe gebrochen und uns den Krieg erklärt», sagte Sachartschenko.

Vor Motorola waren bereits mehrere andere Rebellenführer unter ungeklärten Umständen weit abseits der Front getötet worden. Teilweise wurden Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen der Separatisten dahinter vermutet.

Einem Bombenanschlag entgangen

So waren 2015 die Kosakenführer Pawel Dremow und Alexander Bednow alias Batman bei einem Autobombenanschlag sowie in einem Hinterhalt getötet worden. Auch der Kommandant Alexej Mosgowoi wurde in einem Hinterhalt getötet, für den die Separatisten den ukrainischen Geheimdienst verantwortlich machten. Motorola, der an wichtigen Kämpfen in Donezk, Slawiansk, Ilowaisk und Debalzewo teilgenommen hatte, war im Juni einem Bombenanschlag in Donezk entgangen.

Auch auf Sachartschenko wurde laut den Separatisten im April ein Attentat verübt, im August gab es demnach einen weiteren Versuch. Der Präsident der international nicht anerkannten Volksrepublik Luhansk, Igor Plotnizki, wurde im August bei einem Anschlag verletzt. Anschliessend wurden der Vize-Verteidigungsminister sowie ein früherer Vize-Regierungschef von Luhansk unter dem Vorwurf der Planung eines Staatsstreichs festgenommen - Letzterer beging kurz darauf angeblich Suizid in Haft. (cma/sda/afp)

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4 Kommentare anzeigen
4
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • stan1993 17.10.2016 10:03
    Highlight Kann mich mal jemand aufklären wieso das Seperatisten sind und keine "gemässigten" Rebelle wie in Syrien? ;)
    8 3 Melden
    • Echo der Zeit 17.10.2016 18:13
      Highlight Weill es nicht Syrien ist ;)
      2 0 Melden
    600
  • Denk nach 17.10.2016 09:24
    Highlight Wer mag wohl hier Einfluss nehmen?

    So viele tote Kommandanten. Wären sie auf ukrainischer Seite gestorben würde sofort der KGB ins Spiel gebracht worden... Was wäre dann wohl der Umkehrschluss? CIA? Ah nein das sind ja die guten, die machen das nicht...
    10 4 Melden
    • Echo der Zeit 17.10.2016 18:18
      Highlight CIA? Ah nein das sind ja die guten, die machen das nicht... LOL wie Lächerlich ist das denn - es war so - die Knallen sich selber ab - seit man ihnen die Grossen Raketen wieder weg genommen hat und die Ukrainer sich verschanzen.
      3 2 Melden
    600

Российская империя: So schön (und farbig) war Russland, als der letzte Zar abdankte

Vor 100 Jahren dankte Zar Nikolaus II. ab und besiegelte den Untergang des 200-jährigen Russischen Reichs. Durch einen Glücksfall können wir uns heute ein farbiges Bild vom Leben in diesem gewaltigen Vielvölker-Gebilde machen: In den letzten Jahren seiner Herrschaft beauftragte der Monarch den Fotografen Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski, das gesamte Reich zu bereisen und zu dokumentieren. Der gelernte Chemiker war ein Pionier der Farbfotografie. 

So entstanden zwischen 1909 und …

Artikel lesen