International

Chaos in Katar: Wie aus dem reichsten Land der Welt plötzlich ein Schurkenstaat wurde

Plötzlich Schurkenstaat: Saudi-Arabien und andere Staaten wollen Katar isolieren – wegen angeblicher Terrorhilfe. Das von Importen abhängige Emirat bangt nun um die Grundversorgung.

06.06.17, 09:30 06.06.17, 16:59

Claus Hecking

Mitnehmen, was geht: In Katar geht die Angst um. Bild: AP/Doha News

Ein Artikel von

Die Hamsterkäufe im wohlhabendsten Staat der Erde haben offenbar schon begonnen. Nur wenige Stunden nachdem Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und Ägypten angekündigt haben, das Emirat Katar zu isolieren, berichten lokale Medien von einem Ansturm der Bürger auf die örtlichen Supermärkte.

Die Verbraucher hätten Grundnahrungsmittel wie Reis, Eier oder Milch hoch auf ihre Einkaufswagen gestapelt, schreibt das katarische Onlineportal «Doha News». Die Finanzwebsite «Zawya» berichtet sogar von «Panikkäufen», und in sozialen Netzwerken kursieren unbestätigte Bilder leerer Regale.

Bild: Kamran Jebreili/AP/KEYSTONE

«Ich habe so etwas noch nie gesehen – die Leute haben ihre Wagen voll mit Essen und Wasser gepackt», zitiert «Doha News» den Kunden eines Carrefour-Markts. Laut dem internationalen, in Katars Hauptstadt Doha ansässigen Nachrichtensender al Jazeera hat Saudi-Arabien Katars einzige Landgrenze geschlossen. Lebensmittel aus Saudi-Arabien können nicht mehr hinein. Bislang importiert Katar vor allem Grundnahrungsmittel wie Milchprodukte, Eier und Fleisch über den grossen Nachbarstaat.

Ob die Panik vor Ort tatsächlich so gross ist, wie derzeit berichtet wird, ist unklar. Aber sicher ist: Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen, den die Nachbarstaaten am Montag beschlossen haben, trifft das kleine Katar schwer. Kaum ein Land hängt so am internationalen Warenaustausch wie der Wüstenstaat mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern, der 2022 die Fussball-WM veranstalten soll. Und kaum ein Land ist heute so mit der globalisierten Wirtschaft verflochten wie die Erdgas-Monarchie, der Staat mit dem höchsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt der Welt.

ExxonMobil, Total, Shell: Sie alle beuten gemeinsam mit dem Staat Katar das grösste Gasfeld der Erde im Persischen Golf aus. Ihre Joint Ventures exportieren das verflüssigte Erdgas (LNG) mit monströsen Schiffen in die Welt, vor allem nach Asien, aber auch nach Grossbritannien.

Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Und Katar seinerseits hat sich in den vergangenen Jahren bei einigen der bekanntesten Konzerne Deutschlands und der Erde eingekauft: von Volkswagen, Deutschen Bank und Solarworld über den Juwelier Tiffany, das Londoner Nobelkaufhaus Harrods und die British-Airways-Mutter IAG bis hin zu Grossbanken wie Barclays und Credit Suisse. Sogar am Empire State Building sind die Araber beteiligt. Und ihnen gehört der französische Fussballklub Paris Saint-Germain. Was wird nun aus diesen Verflechtungen – nun, da die Nachbarn Katar der Terrorfinanzierung beschuldigen und als Schurkenstaat darstellen?

Die anderen Golfanrainer machen nicht nur Katars einzige Landgrenze mit Saudi-Arabien dicht. Nein, sie versuchen Katar auch zur Luft und zur See abzuschneiden. Binnen weniger Stunden haben die Fluggesellschaften Etihad, Emirates, Fly Dubai, Gulf Air und Saudia angekündigt, alle Verbindungen nach Katar spätestens von Dienstag an einzustellen.

Zwar hat Katar selbst eine weltumspannende Linie: Qatar Airways. Doch laut einem Bericht der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur wollen die Boykotteure ihre Lufträume für Qatar Airways sperren. Und obendrein wollen sie laut einem Bericht der Zeitung «The National» auch katarischen Schiffen verbieten, durch ihre Hoheitsgewässer zu kreuzen. Der Aktien-Leitindex der Börse von Doha brach am Montag daraufhin ein. An den internationalen Rohölbörsen legten die Kurse zunächst zu, gaben dann aber wieder nach. Katar stellt einen Anteil von unter zwei Prozent an der weltweiten Ölförderung.

Zu eng an den Iran angelehnt

«Wir sehen hier den Versuch von Saudi-Arabien und anderen Staaten, Katar in seine Schranken zu weisen», sagt Eckart Woertz, langjähriger Chefökonom des Wirtschaftsforschungsinstituts Gulf Research Center aus Dubai, dem «Spiegel». Das kleine Land habe sich in den Augen der Nachbarn zu eng an den Iran angelehnt und sie immer wieder verärgert: Etwa indem es die Volksaufstände des arabischen Frühlings, die Muslimbrüder in Ägypten oder die Palästinenserorganisation Hamas unterstützte. «Jetzt wird probiert, Katar wirtschaftlich unter Druck zu setzen», sagt Woertz.

Ob dies gelingen wird, ist allerdings fraglich. «Solange die anderen Staaten keine komplette Seeblockade ausrufen, wird Katar nicht komplett abgeschnitten», sagt Woertz. So können die gigantischen LNG-Tanker über iranische und/oder omanische Gewässer den Golf verlassen und Katars flüssiges Erdgas in die Welt verschiffen. Und Qatar-Airways-Maschinen können über den iranischen Luftraum ihren Heimatflughafen Doha erreichen oder von dort aus abfliegen.

Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Die Versorgung könnte allerdings teuer werden. Und Geld ist selbst in Katar nicht mehr im Überfluss vorhanden. Um seine gigantischen Infrastrukturprojekte und die Fussball-WM zu finanzieren, hat der Staat sich an den internationalen Finanzmärkten verschulden müssen. «Wenn der diplomatische Konflikt länger anhält, ist es gut möglich, dass die Risikoprämien für katarische Staatsschulden steigen», sagt Woertz. Katar müsste seinen Gläubigern bei der Schuldenaufnahme dann höhere Zinsen bieten.

«Das vorläufige Ergebnis des Schwerttanzes»

Und was geschieht mit den Beteiligungen bei VW, der Deutschen Bank oder Glencore? Solange es keine internationalen Sanktionen gegen Katar gibt, können die Araber mit ihren Anteilen machen, was sie wollen. «Sollte Katar künftig einmal dringend Geld brauchen, ist es schon möglich, dass man dann Anteile versilbert», sagt Woertz. «Das wird aber nicht so schnell geschehen. Ich sehe noch keine Notverkäufe kommen.»

Wie es mit Katar weitergeht, hängt vor allem von der Reaktion der anderen Staaten auf den Boykott der von Saudi-Arabien geführten Koalition ab. Bislang haben sich der Jemen, die Malediven und eine der drei Interimsregierungen des vom Bürgerkrieg erschütterten Libyen angeschlossen. Ein Mitarbeiter des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani deutete an, die Eskalation sei das Ergebnis des jüngsten Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Saudi-Arabien. «Was hier geschieht, ist das vorläufige Ergebnis des Schwerttanzes», twitterte er. Saudi-Arabiens Herrscher sehen sich durch den Trump-Besuch gestärkt, bei dem sie mit Trump Waffenlieferungen für mehr als hundert Milliarden Dollar vereinbarten.

Katars Herrscher haben nun zwei Möglichkeiten: Entweder kehren sie dem Iran den Rücken. Oder sie suchen jetzt erst recht ganz enge Bande mit Teheran.

Alle Weltmeisterschaften in Katar

 Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

«Islamischer Staat», Chemie- und Nuklear-Waffen: Wie real ist die Gefahr?

Amerikas Schattenkrieger jagen «IS»-Anführer

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

«Schwangere dürfen nicht verkauft werden»: So grausam regelt der «IS» den Umgang mit den Sex-Sklavinnen

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
37Alle Kommentare anzeigen
37
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • marcog 06.06.2017 17:27
    Highlight Die Party ist vorbei, jetzt kommt der grosse Katar.
    9 3 Melden
  • D(r)ummer 06.06.2017 15:28
    Highlight ExxonMobil, aha. Tillerson wird seine Expertise zum besten geben können.
    10 0 Melden
  • Fabio Kunger 06.06.2017 14:41
    Highlight South-Pars ist das grösste Gasfeld der Welt und wird vom Iran und Katar angezapft. Beide beanspruchen eine Pipeline durch Syrien, dies ist der Hauptgrund für den Krieg in Syrien. Eine Annäherung der beiden Staaten wäre für ein gemeinsames Projekt sinnvoll. Die Saudis akzeptieren dies auf keinen Fall, darum diese scharfe Reaktion gegen Katar.
    20 2 Melden
  • Macanderrr 06.06.2017 14:22
    Highlight Villeicht merken sie jetzt das man geld nicht essen kann...🤔
    9 5 Melden
  • Hades69 06.06.2017 14:12
    Highlight Und wie wurde es? Durch investigativen Journalismus? *lol*
    6 2 Melden
  • Dr. Atom 06.06.2017 12:32
    Highlight Ich könnte Kotzen!
    Da wird in allen Ländern gemordet in Namen eines strengen Glauben und niemand von den Moslemischen Ländern tritt öffentlich auf und verurteilt diese Taten.
    Jetzt gibt sogar Katar indirekt zu, dass sie diese Taten für Gut heissen.
    Zum Kotzen ist das
    5 34 Melden
    • Marco Marti 06.06.2017 14:37
      Highlight Lol, nur mal zur info: Terroristen = extremisten = böse - das sind die Saudis - Sunniten die den Wahabismus/Salafismus fördern, extremisten schaffen... schioten wie die Iraner sind nich die Terroristen und der IS schon har nicht, im gegenteil werden diese zumeist Opfer Sunnitischem Terrors. Wenn Katar also offen den Iraner nicht den Saudis beisteht, ist das ein statement GEGEN den Terrorismus... Keine ahnung wieso die Saudis immer als Gut gesehen werden. Lies mal bissel was die so machen... Zudem stieg der Ölpreis natürlich sofort, kuwaits selbstgebastelte "Krise" zeigt also schon gute Bilanz
      16 4 Melden
    • Marco Marti 06.06.2017 16:26
      Highlight Oha ich meine natürlich die schiiten haben nichts mit dem is zu tun. nicht der IS sind keine terroristen 😂
      9 1 Melden
  • Anded 06.06.2017 12:19
    Highlight "der 2022 die Fussball-WM veranstalten soll" - Lol, seid Beginn dieser "Katar-Krise" habe ich gar nicht daran gedacht, dass da theoretisch noch eine Fussball WM wäre in 5 Jahren...
    7 7 Melden
  • pun 06.06.2017 12:15
    Highlight Kein Mitleid mit den herrschenden Sklaventreibern aus Katar, keine Sympathie mit der verlogenen Saudischen Königfamilie. Aber wenn es Krieg gibt, wird natürlich vor allem die Zivilbevölkerung leiden.
    86 4 Melden
  • FrancoL 06.06.2017 12:01
    Highlight Da wird gut orchestriert die ganze Welt verarscht. Die Saudis sollen da weniger Dreck am Stecken haben?
    Vermutlich die Sicht des Dealers DT.
    90 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2017 12:31
      Highlight FrankoL, DT hat den Deal von BO mit den Saudis abgeschlossen.
      14 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2017 12:32
      Highlight FrancoL, OB und DT haben das selbe Ketteli von den Saudis erhalten.

      15 6 Melden
    • FrancoL 06.06.2017 13:43
      Highlight Schön dass Du von Ketteli auf Verhandlungen schliessen kannst.
      Ich denke Obama war weit weniger gern gesehen als DT, denn Obama hat ja versucht den Iran etwas besser ins Boot zu nehmen und das wird trotz Ketteli den Saudis nicht gefallen haben.
      Bilder können auch täuschen und sollten die Logik vor Ort nicht in die falsche Richtung schlagen.
      27 6 Melden
  • Arneis 06.06.2017 11:53
    Highlight Die Saudis im hoch!

    Die Amis gaben wohl grünes Licht. Somit ist auch klar, das der unter Obama begonnene Annäherungsprozess an den Iran ad Acta gelegt wurde.
    Objektiv betrachtet eine riesen Chance für Europa eine offene Hand zu bieten.
    75 2 Melden
  • Ökonometriker 06.06.2017 11:44
    Highlight Rechnet doch bitte mit dem nominellen BIP, nicht mit einem Kaufkraftbereinigten. Diese Bereinigungen sind nicht brauchbar, da sie qualitative Unterschiede, Immobilienpreise usw. ausschliessen.
    Also, gem. IMF hat Katar das weltweit fünfthöchste BIP pro Kopf.
    24 1 Melden
  • felixJongleur 06.06.2017 11:43
    Highlight Liebes Watsonteam, ein Interview mit Ulrich Tilgner wäre nun genial!!
    50 1 Melden
  • opwulf 06.06.2017 11:40
    Highlight Es geht um den Iran - jede Wette! Qatar war relativ gemässigt in seiner Sprache mit dem Iran! Saudi will sie daher abstrafen und gleichzeitig dient es ihnen und Trump als Sündenbock wie von Kushner beabsichtigt (Bibi connection) - da er diesen Waffendeal mit den Saudis abgeschlossen hat! Dieser war bei vielen Amis sehr unbeliebt, nicht aber bei den ganzen Lobbies! Wäre zu wünschen, wenn sich der sonstige Westen, nach den gemässigten Wahlenresultaten im Iran, einen Schritt auf sie zu gehen würde!
    54 2 Melden
  • beaetel 06.06.2017 11:37
    Highlight Sündenbock gesucht - Sündenbock gefunden.
    Das lenkt praktischerweise von vielen und vielem a
    anderem ab ...
    52 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 06.06.2017 11:19
    Highlight Ich bin versucht, die Saudis als eine der grössten Geiseln der Menschheit zu bezeichnen. Es dring rein gar nichts positives aus diesem Land mit ihren grenzenlos dekadenten Führern. Höchste Zeit für die Energiewende ohne Öl und Gas um diesen Staaten von steten Öl-Geldluss abzuschneiden.
    81 4 Melden
    • Schweizer Bünzli 06.06.2017 13:40
      Highlight Trotzdem verkaufen sowohl die USA wie auch die Schweiz den Saudis Waffen.
      28 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 06.06.2017 13:54
      Highlight @Follbescheuert: korrekt, und es ist eine Schweinerei!
      30 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.06.2017 11:11
    Highlight Amerika verkauft die Waffen für Milliarden den Saudis, diese liefern einen Grossteil dem IS und jetzt ist Katar der Schuldige?

    Geht nicht ganz auf. Neben den Emiraten, der einzig "normale" Staat dort.
    66 5 Melden
  • Triple 06.06.2017 10:59
    Highlight Mal schauen wie lange es dauert bis SA Katar okkupiert und das ganze von der UNO gutgeheissen oder stillschweigend akzeptiert wird.
    32 3 Melden
  • Echo der Zeit 06.06.2017 10:42
    Highlight Der Wunschtraum von Waffenverkäufer Trump - Krieg zwischen den Saudis und dem Iran. Trump hat den Iran als Unterstützer des IS genannt - ob wohl die an der Seite von Assad gegen den IS kämpfen - da sieht man wie gefährlich Trump ist - der möchte in Sachen Dummheit die Bush Regierung noch übertrumpfen. Was Obama mit Diplomatie mit dem Iran erreicht hat Zerstört Trump innert Kurzer Zeit. Die Extremisten/Nationalisten haben wieder das Sagen, hüben wie drüben - schlechte Zeiten.
    55 2 Melden
  • efrain 06.06.2017 10:33
    Highlight Ach Watson.. kannst du uns nicht besser
    über die Hintergründe dieser Entwicklungen erhellen? - Für mich kommt das alles aus blauem Himmel.

    Wie hat sich diese Eskalation angebahnt? Gab es Forderungen, ein Ultimatum? Was ist die Beweislage für die Anschuldigungen? Worum geht es wirklich?
    Um Terrorbekämpfung kann es den Saudis ja nicht wirklich gehen. ;)
    35 3 Melden
  • blueberry muffin 06.06.2017 10:24
    Highlight Und die Saudis beschuldigen gerade Katar damit, den IS zu finanzieren...

    Was für ein Witz.
    63 2 Melden
  • atomschlaf 06.06.2017 10:09
    Highlight Wenn ausgerechnet die Saudis Katar Unterstützung des Terrorismus vorwerfen, dann muss ja was faul sein...
    46 3 Melden
  • Asmodeus 06.06.2017 10:02
    Highlight Scheint so als würde sich Saudi Arabien vergrössern wollen.

    Irgendwo muss man ja die Waffen einsetzen die man den Amis abkauft. Können nicht alle dem IS geschickt werden.
    204 8 Melden
    • Schweizer Bünzli 06.06.2017 10:42
      Highlight Auch aus der Schweiz werden Waffen an Saudi-Arabien geliefert.
      32 2 Melden
    • mrmikech 06.06.2017 12:03
      Highlight Viele von diese waffen werden auch in Europa landen, wo IS wächst. Trump (und die Saudis) hassen nicht nur Iran sondern auch die EU...
      15 6 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 06.06.2017 10:00
    Highlight Jetzt muss also Katar als Sündenbock dieser stinkreichen Golfstaaten als Terrorfinancier hinhalten? Ernsthaft?


    174 4 Melden
    • Posersalami 06.06.2017 10:12
      Highlight Wieso Sündenbock? Da geht es ganz pragmatisch um Geopolitik und nichts anderes. Es gibt nunmal keine befreundeten Staaten, es gibt nur überlagernde Interessen zwischen Staaten und in diesem Beispiel ist diese Schnittmenge eben zu klein geworden. SA will den Iran unbedingt klein halten und Katar hat da eben nicht mehr mitgemacht, also müssen die jetzt bluten.

      Aber im Prinzip trifft es da nicht den falschen, von Katar aus ist viel Geld zu Extremisten geflossen. Diese Sanktionen werden daran freilich wenig ändern..
      16 2 Melden
    • Pisti 06.06.2017 10:35
      Highlight Terrorfinanzierer sind die alle dort auf der arabischen Halbinsel. Katar hat wohl einfach die falschen finanziert.
      28 0 Melden
  • Butschina 06.06.2017 09:56
    Highlight Als ob Katar der schlimmste Staat in der Region wäre...
    169 2 Melden
    • Schweizer Bünzli 06.06.2017 10:43
      Highlight Saudi-Arabien ist mindestens genauso schlimm, erhält aber Waffen aus den USA und der Schweiz.
      30 1 Melden
    • Butschina 06.06.2017 14:15
      Highlight Genau. Nur die eigenen Beziehungen zu sich selbst können sie schlecht kappen.
      5 0 Melden

CSI-Sieger Pius Schwizer über Handel und harte Bandagen: «Mir wurde das Pferd praktisch unter dem Arsch weggenommen»

Seit einigen Jahren pumpen Investoren aus dem arabischen Raum immense Geldsummen in den internationalen Pferdehandel. Weltklasse-Reiter und Pferdehändler Pius Schwizer erklärt, was hinter den Millionendeals steckt, warum er diesem Trend auch kritisch gegenüber steht und was er von geklonten Pferden hält.

10 Millionen da, noch ein paar Millionen mehr dort. Wenn es der Pferdesport in die grossen Schlagzeilen schafft, dann geht es meist um viel Geld. Der Reitsport wird in den Medien oft als der Sport beschrieben, der von den Reichen angeführt und bestimmt wird.

Aber: Wie hat das Geld den Sport wirklich verändert und welchen Einfluss haben reiche Investoren aus Katar und Saudi Arabien auf den internationalen Pferdehandel? Wir haben uns kurz vor dem CSI Zürich mit dem Weltklasse-Reiter und …

Artikel lesen