International

Immer mehr Leute lassen McDonald's links liegen. Bild: PICHI CHUANG/REUTERS

Fritten und Burger sind out: McDonald's-Umsatz und -Gewinn geht den Bach runter

23.07.15, 16:00 23.07.15, 17:21

Von April bis Juni haben erneut weniger Konsumenten zu den Fritten und Burgern der weltgrössten Burger-Kette McDonalds gegriffen. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um zehn Prozent auf 6.5 Milliarden Dollar. Der Gewinn sackte im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1.2 Milliarden Dollar ab, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Anleger hatten noch schlechtere Zahlen erwartet - die Aktie stieg vorbörslich leicht.

«Die Ergebnisse sind enttäuschend», räumte Konzernchef Steve Easterbrook ein, der den Spitzenjob im März vom glücklosen Don Thompson übernommen hatte. Es gebe aber erste Anzeichen für eine Besserung. Easterbrook hatte im Mai einen Sanierungsplan vorgestellt, der die Trendwende bringen soll.

Stellenabbau

Die Kosten für diesen Umbau trugen laut der Fastfood-Kette zum Gewinnrückgang in diesem Quartal bei. Im Rahmen der Sanierung sollen Stellen gestrichen, die Unternehmensstruktur verändert und mehr Filialen in das Franchise-System eingegliedert werden. Zuletzt standen die Betriebe in den Händen von Lizenznehmern besser da als die von McDonald's betriebenen Restaurants.

Darüber hinaus testet der Burger-King-Rivale eine Vereinfachung seiner Menüs sowie ein Frühstücksangebot rund um die Uhr. Bereits im laufenden Quartal sollen diese Schritte Früchte tragen: McDonald's stellt ein Umsatzplus auf vergleichbarer Basis in Aussicht.

Imageproblem

McDonald's hat schon länger Imageprobleme und kämpft fast rund um den Globus mit sinkenden Verkäufen. Vor allem im US-Heimatmarkt und Asien tut sich der Fast-Food-Riese schwer. In den USA, dem Mutterland des schnellen Essens, ist ein Trend hin zu gesundheits- und umweltbewussterem Fastfood im Gang. Davon profitieren höherpreisige Ketten wie Chipotle Mexican Grill oder Panera Bread, denen es gelingt, sich erfolgreich als Bio-Anbieter zu vermarkten.

Ein Lichtblick ist Europa, wo der Absatz dank gestiegener Nachfrage in Grossbritannien und Deutschland zuletzt zulegte. Europa ist für die Amerikaner der wichtigste Umsatzmarkt. (whr/sda/dpa/reu)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Silas89 24.07.2015 11:17
    Highlight Eigentlich haben sie es rechtzeitig bemerkt. 2009 wurde das Rot im Logo durch Grün ersetzt und das wurde mit der ökologischeren Ausrichtung begründet. Aber sie haben auch anderes verschlafen. Burger King wirkt auf mich nicht ökologischer aber wesentlich attraktiver.
    0 0 Melden
    600
  • blueberry muffin 23.07.2015 17:27
    Highlight Sollten sich mal Green MC Donalds Schweiz ansehen. ;)
    0 0 Melden
    600

Chocolat Frey bangt um Prestige-Auftrag der Swiss – 238 Tonnen stehen auf dem Spiel

Bisher hat die Migros-Tochter Chocolat Frey die Swiss-Schokolade produziert. Das könnte sich ändern.

Sie sind das kleine Etwas, das die Swiss auszeichnet: Die rot-weiss verpackten Schokoladentäfelchen, welche die Flight Attendants vor der Landung den Passagieren verteilen. Pro Jahr sind es 17 Millionen Stück à 14 Gramm. In den letzten zweieinhalb Jahren produzierte die Migros-Tochter Chocolat Frey die Täfelchen. Sie erhielt 2014 den Auftrag mit dem Zückerchen, dass sie ihr Logo auf der Rückseite der Schoggi platzieren durfte. Diese prominente Platzierung ist werbemässig Gold wert, kommen …

Artikel lesen