International

May kritisiert Uber-Verbot in London als «unverhältnismässig»

29.09.17, 02:16 29.09.17, 06:37

Die britische Premierministerin Theresa May hat den Lizenzentzug für den Fahrdienstvermittler Uber in London kritisiert. «Ich halte ein pauschales Verbot für unverhältnismässig», sagte May dem Sender BBC.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan habe mit einem Federstrich 40'000 Jobs aufs Spiel gesetzt und das Leben von 3.5 Millionen Uber-Nutzern beeinträchtigt. Vergangene Woche hatte die Londoner Verkehrsbehörde TfL angekündigt, die zum Monatsende ablaufende Betriebserlaubnis des Fahrdienstvermittlers nicht zu verlängern. Sie warf Uber Versäumnisse bei der Meldung gravierender Straftaten und der Zuverlässigkeitsprüfung der Fahrer vor.

Uber geht gegen die Entscheidung vor

May sagte dazu, das Unternehmen müsse die Sicherheitsprobleme lösen. Aber es müsse Wettbewerbsgleichheit herrschen zwischen Uber und dem Taxigewerbe. Ihr BBC-Interview gab sie wenige Tage vor dem Jahrestreffen ihrer Konservativen Partei am Sonntag. Bürgermeister Khan gehört der Labour-Partei an, die sich im britischen Parlament in der Opposition befindet.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat sich bei den Londonern entschuldigt für Fehler in der Uber-App. Zugleich kündigte er aber an, gegen die Behördenentscheidung vorzugehen. Bis über den Einspruch entschieden ist, kann das Unternehmen seinen Dienst mit den rund 40'000 Fahrern weiterbetreiben. Uber vermittelt Mitfahrgelegenheiten per App über das Internet. Damit greift der Konzern aus dem kalifornischen Silicon Valley vor allem das klassische Taxi-Geschäft an. In vielen Ländern steht Uber deshalb in der Kritik. (sda/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Alterssturheit 29.09.2017 10:59
    Highlight Well done Mr. Khan !
    7 5 Melden
    • opwulf 29.09.2017 11:07
      Highlight Tolle Stadt und ein toller Mayor!
      5 0 Melden
  • meine senf 29.09.2017 10:29
    Highlight Wenn Thatcher das noch hätte erleben dürfen ... Modelle wie Uber wären für sie wohl ein feuchter Traum gewesen.
    4 2 Melden
  • Meinungsvielfalt 29.09.2017 08:18
    Highlight May soll einfach still sein, was Ihre Politik noch anrichten wird steht in keinem Verhältnis zum Entscheid des Mayors von London.
    Uber hat ein katastrophales Management und hat einige wirklich dumme Entscheidungen getroffen. Die Idee ist aber einfach und brillant und wird überleben.
    15 14 Melden
    • opwulf 29.09.2017 10:59
      Highlight Meinungsvielfalt als Nick und dann kommt von dir der Spruch "May soll einfach still sein" - momol :D
      Und dann sich noch als Medium betätigen, welche(r) uns schon jetzt sagen kann was May's Politik alles noch anrichten wird! Ich fasse zusammen: Ein durch und durch antidemokratischer, Glauben als Tatsachen darstellender Kommentar welcher ein assoziales Geschäftsmodel in den Himmel lobt! I beg to disagree in ziemlich allen Punkten! Es lebe die Meinungsvielfalt! Danke :)
      10 1 Melden
    • Meinungsvielfalt 29.09.2017 12:41
      Highlight In einzelnen Punkten hast du natürlich recht. Ich bin kein Medium und weiss nicht was die Zukunft bringen wird. Meiner Meinung nach bringt es England gravierende Probleme ein.

      Der Grundgedanke von Uber ist kein asozialer, er wurde einfach an falsche Werte gekoppelt. Was mit der Struktur und den Personen des Unternehmens zu tun hat.

      Fürwahr andere Ansichten, was ich stets als Geschenk erachte. So soll es ja auch funktionieren
      4 2 Melden
    • opwulf 29.09.2017 16:51
      Highlight Meinungsvielfalt: Sehr sympathische Antwort! Bei Uber bin ich mir einfach nicht sicher wie dieses Arbeitsmodel in einer Solidargesellschaft wie der Unsrigen, ihren Anteil trägt? Ich bin für Unternehmertum und einen kreativen Unternehmergeist, aber eher nach liberaler anstatt neo-liberaler Denkweise! Jedoch lasse ich mich gerne eines Besseren belehren...
      4 0 Melden

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