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Ein Schiff in der Stadt statt des Elefanten im Raum: Touristenansammlungen sind aus Venedig gar nicht mehr weg zu denken.  Bild: imgur

Dürfen wir auf Reisen gehen, auch wenn wir damit die Welt zerstören?

Irgendwas geht da nicht auf: Bis 2030 will die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) die Zahl der jährlich verbuchten Reisen verdoppeln. Gleichzeitig verfolgt sie aber das Ziel, die Armut zu bekämpfen und den Klimawandel zu stoppen.

01.02.17, 17:34 02.02.17, 14:30
Jovin Barrer
Jovin Barrer

Ob mit dem Rucksack auf Identitätssuche oder auf Pauschalreise im all-inclusive Bunker: Die Welt bereist zu haben, ist ein Ideal, mit dem sich die breite Masse identifizieren kann. Auslandsreisen füllen unsere Fotoalben, reichern den Lebenslauf mit Weltgewandtheit an und bringen kaufkräftige Kundschaft dazu, ihr Geld in Entwicklungsländern auszugeben. Bis heute gilt, wer reist, tut sich und den Leuten vor Ort Gutes.

Denn fast kein anderer Wirtschaftssektor schliesst so viele Menschen mit ein, wie es der Tourismus tut. Er macht zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts aus und gilt in vielen Entwicklungsländern als wichtigster Wirtschaftszweig. Global gesehen geht jeder elfte Arbeitsplatz auf die Kappe des Tourismus.

Und dennoch bleibt bei vielen Urlaubern ein fader Nachgeschmack auf dem Gaumen der persönlichen Ethik zurück. Zu Recht! 3,4 Tonen CO2 pro Passagier schleudert es beispielsweise auf der Flugstrecke Zürich-Bangkok retour in die Atmosphäre hinaus. Und das Essen dort: so sündhaft billig! Preise, die fast genauso tief sind, wie die oft nicht eingehaltenen Mindestlöhne des Hotelpersonals.

Wachstum allein ist noch kein Nachhaltigkeitsprogramm

Bis zum Ende der nächsten Dekade wollen die Vereinten Nationen (UNO) den Klimawandel dämpfen und die Armut überwinden. Das wurde 2015 mit der Verabschiedung der «Agenda 2030» so entschieden. Doch ohne Neugestaltung der Tourismus-Branche bleibt diese Vision reine Zukunftsmusik. Aus diesem Grund stellt die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) im Auftrag der UNO das Jahr 2017 unters Licht des «nachhaltigen Tourismus».

Für die Erfüllung dieser 17 Nachhaltigkeitssätze will die UNO bis 2030 sorgen.

Agenda 2030

Nach intensiven Verhandlungen unter Einbeziehung breiter Kreise aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft wurde die Agenda 2030 als internationaler Zukunftsvertrag im September 2015 von Staats- und Regierungschefs verabschiedet. Mit den Worten: «Wir sind entschlossen, die kühnen und transformativen Schritte zu unternehmen, die dringend notwendig sind, um die Welt auf den Pfad der Nachhaltigkeit und der Widerstandsfähigkeit zu bringen», verpflichtete sich die UNO in den folgenden 15 Jahren eine sozial gerechtere und nachhaltigere Welt zu verwirklichen.

via fairunterwegs

In ihrem Positionspapier zum «Jahr des nachhaltigen Tourismus» schreibt die UNWTO: 

«Die Gewinne des Tourismus breiten sich in der ganzen Wirtschaft und Gesellschaft aus. [...] Jeder einzelne Tourist bedeutet mehr Arbeitsplätze und Geschäftsmöglichkeiten.»

tourismus - Handel treiben, Entwicklung fördern und Menschen verbinden

Der Tourismus sei ein Entwicklungsmotor, der im Stande sei, «Armut zu bekämpfen, Biodiversität und kulturelle Traditionen zu bewahren und der es vermag, Brücken zwischen Gastgebern und Besuchern zu bilden» – so hoch romantisch propagiert die UNWTO die Bedeutung des Fremdenverkehrs und stützt sich dabei nur auf eins: Zahlen.

Zahlen, die wirtschaftlich rentieren und deshalb rechtfertigen sollen, dass ein reiner Wachstum an sich bereits als nachhaltige Entwicklungshilfe verkauft werden kann.

Auf 1.6 Millionen Einheimische kommen in Barcelona pro Jahr 30 Millionen Touristen. Die Katalanen sind frustriert, viele sind sich ihrer Abhängigkeit dennoch bewusst. Der Tourismus macht 14 Prozent der städtischen Wirtschaftsleistung aus. bild: flickr/ amy

«Betrachtet man den Tourismus lediglich anhand seiner wirtschaftlichen Kennzahlen, ignoriert man den riesigen Widerspruch, der sich zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit eröffnen kann.»   

Christine Plüss
Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung, Basel

Das schöne Wort «Entwicklung» ist schliesslich aber nicht nur der Wirtschaft vorenthalten. Mit den steigenden BIPs der Feriendestinationen schnellen auch Umweltverschmutzung, Wasserknappheit und die Vermögensschere in die Höhe. «Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz ist dann eben eine Rechnung, die rein numerisch nicht aufgehen kann», meint Christine Plüss, Geschäftsführerin des Arbeitskreises «Tourismus & Entwicklung» in Basel gegenüber watson. «Letztlich geht es nicht um das nationale BIP eines Reiselandes, sondern um die einzelnen Löhne und die Lebensumstände der Menschen vor Ort.»

In ihrem «kritischen Kommentar zum UN-Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung» schreibt sie: 

«Kein Wort verliert die UNWTO darüber, wie sie mit den inhärenten Widersprüchen zwischen dem von ihr prognostizierten Wachstum und den damit einhergehenden Wirkungen umgehen will – auf globaler Ebene mit der Klimaerwärmung und dem Verlust der Artenvielfalt, auf lokaler Ebene mit dem ‹Dichtestress› und dem Ressourcenverschleiss bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten für die Einheimischen.»

Faktisch will die UNWTO bis 2030 die Zahl der der jährlich verbuchten Reisen gegenüber den 900 Millionen von 2010 auf 1,8 Milliarden aufblasen. Die Gefahren, welche dies gerade für das Klima, aber auch bezüglich sozialer Gerechtigkeit birgt, werden grosszügig ignoriert. 

bild: shutterstock

Türkei oder Balkonien?

«Um die Welt nicht weiter zu zerstören, müsste man konsequenterweise auf der Stelle aufhören zu existieren. Aber dann hätte man nichts mehr von dieser ‹verbesserten› Welt», scherzt Plüss im Interview.

Auf dem Internetportal «fairunterwegs» schreibt Plüss über nachhaltigen Tourismus.

«Wir müssen nicht den Tourismus an sich, sondern sein unkontrolliertes Wachstum boykottieren.»

Christine Plüss
arbeitskreis tourismus & entwicklung, basel

Den Urlaub in der Türkei beispielsweise einfach zu streichen, sei aber genauso ignorant, wie Luxusferien mitten im Krisengebieten zu buchen, pointiert die Tourismusexpertin und Historikerin deutlich. «Obwohl ich die autokratische Erdogan-Regierung zu hundert Prozent missbillige, wäre das für mich kein Grund, nicht in der Türkei zu urlauben», führt sie aus. Den Türkinnen und Türken sei viel mehr geholfen, wenn die Nachfrage nach fairem und nachhaltigem Tourismus im Land steigt.

Was ist fairer Tourismus und wie geht das? – Fünf Punkte zum reinen Gewissen

1. Faire Beziehungen
Die Angebote, die ich in den Ferien in Anspruch nehme, halten die Menschenrechte ein, auch wenn das der Staat an sich nicht tut. Hier können Tourismus-Labels für Klarheit sorgen.
2. Die lokale Bevölkerung profitiert
Pension vor Hilton: Kleinere Hotels und Pensionen tendieren dazu, lokale Produkte und Arbeitskräfte einzusetzen. Kleine Betriebe halten ihre Angestellten tendenziell länger und bezahlen meistens faire Löhne.
3. Umweltschutz
Lässt sich ein Flug nicht vermeiden, ist der Gang zum zeitgenössischen Beichtstuhl der Klimakompensation eine Überlegung wert. Den Flug nach Thailand kann man schon ab 98 Franken kompensieren. Das Geld geht an Klimaprojekte in Schwellenländer, wo Infrastrukturen nachhaltig erneuert werden und die Zivilgesellschaft auf einen nachhaltigeren Energiehaushalt sensibilisiert werden. Wo Trinkwasser knapp ist, sollte man auf üppige Grün- und Poolanlagen verzichten.
4. Preis und Wert
Locken Sonderangebote zu Bedingungen, die fast zu gut sind, um wahr zu sein, dann bleibt unter dem Strich in der Regel kaum mehr Geld für Umweltschutz und faire Löhne.
5. Respekt
Wer weder Respekt gegenüber den Leuten vor Ort, noch vor der Umwelt aufbringen kann, richtet mehr Schaden als Nutzen mit seiner Reise an. Als Tourist sollte man sich seinem Privileg, neue Teile der Welt zu bereisen, bewusst sein. Eine vorhergehende Beschäftigung mit der Kultur, die einen an der Destination erwartet, ist Pflicht.

Auch wenn es sich so bedeutende Organisationen wie die UNO auf die Fahne schreiben, für Gerechtigkeit zu sorgen und sie sich öffentlich für eine Dämpfung des Klimawandels einsetzten, liegt die Verantwortung für einen nachhaltigen Tourismus immer noch in den Händen aller Reisenden – also auch bei dir.

Dark Tourism – die Perversion, sich am Leiden der Vergangenheit zu ergötzen:

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User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
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  • Qwerty 02.02.2017 14:48
    Highlight Verstehe den Gegensatz "Wachstum vs.
    Nachhaltigkeit" nicht wirklich.
    1 7 Melden
    • Qwerty 03.02.2017 20:05
      Highlight An die Blitzer: Informiert euch doch mal über die Definitionsvielfalt der "Nachhaltigkeit "
      0 1 Melden
    600
  • thunder 02.02.2017 11:25
    Highlight Ich flog im Dezember in die Karibik. Dieses Jahr werde ich 3x nach London fliegen. Einmal auf die Färöer, einmal nach Lettland, einmal nach Lisabon und am Schluss noch 2 Wochen nach Thailand. Zudem habe ich noch ein schweres Motorrad gekauft (nebst meinem 3 Liter Kombi). so what!
    9 19 Melden
    • Rodge 02.02.2017 14:01
      Highlight Yay! Warum können nicht alle so ein wie du?
      11 0 Melden
    • zsalizäme 02.02.2017 16:28
      Highlight @thunder
      Coole Typ! Moll. Bravo.
      12 0 Melden
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  • rodolofo 02.02.2017 09:06
    Highlight Die Frage kommt etwas spät...
    Weil, das wurde ja bereits gemacht!
    Also sollten wir uns vielleicht fragen, wo denn die "Nachhaltigen Touristen" tatsächlich sind!
    Und hier fällt das Scheinwerferlicht plötzlich und überraschend auf die oft beschimpften MIGRANTINNEN!
    MigrantInnen reisen an einen weit entfernten Ort und wollen (als Gäste, die bleiben) ihre neue Umgebung mit den auf sie zuerst kurios erscheinenden Sitten und Bräuchen möglichst gut kennenlernen!
    Später dann, wenn sie in ihren Sommerferien zurück reisen in ihre frühere Heimat, berichten sie dort den Leuten, was sie alles erlebt haben.
    5 9 Melden
    600
  • luchs 01.02.2017 23:38
    Highlight Dürfen wir einen König haben?
    4 5 Melden
    • bfm 02.02.2017 09:54
      Highlight Haben wir bereits - zumindest einer, der sich dafür hält.
      1 2 Melden
    600
  • bfm 01.02.2017 23:02
    Highlight Die Tendenz, Menschen aufgrund einzelner, meist zusammenhangsloser Fakten zu beurteilen, finde ich ziemlich widerlich. Ich esse Fleisch, besitze zwei Autos, habe mehrere Kinder und fliege mit der Familie einmal pro Jahr auf die Balearen. Allein aufgrund dieser Fakten bin ich in den Augen vieler hier ein rechtsextremes Monstrum.
    Nur: Die ganze Familie hat ein GA, insgesamt fahre ich weniger als 4'000 km Auto pro Jahr, wohne in einer Blockwohnung, obwohl ich mir ein Häuschen auf dem Land leisten könnte, wähle nie und nimmer SVP und nur selten FDP, esse mit der Familie sehr oft fleischlos ....
    13 7 Melden
    • SeKu 02.02.2017 04:57
      Highlight Wenn sie fliegen nützt alles fleischlos Essen und GA kaufen nichts. Um einen Flug zu kompensieren braucht es viele Jahre ohne Fleisch und mit GA. Immer auf die Relationen achten!
      18 10 Melden
    • bfm 02.02.2017 07:34
      Highlight quod erat demonstrandum.
      Man hat in einem Teilbereich genau nach gewissen Vorstellungen zu leben, sonst "nützt alles nichts" ...
      4 6 Melden
    • SeKu 02.02.2017 10:50
      Highlight Nein, dass sind einfach Fakten. Es macht mehr Sinn bei 99% des CO2 zu sparen als bei den restlichen 1%. Nützt nichts und man quält sich nur.
      5 2 Melden
    • Rendel 03.02.2017 00:35
      Highlight Klar nützt wenig Auto fahren, wenig Fleisch essen was, sie könnten aber noch besser werden, wenn sie in der Schweiz Urlaub machen. Den Kommentar mit dem rechtsextrem find ich komplett daneben. Irgendwie ist der entlarvend. ^^
      1 3 Melden
    600
  • Wehrli 01.02.2017 22:10
    Highlight Ok, ihr habt mich überzeugt! Ich geb meine Senatorkarte zurück!
    8 0 Melden
    600
  • Wehrli 01.02.2017 22:04
    Highlight Nein dürft ihr nicht! Sonst klaut ihr meinen Sitzplatz, ihr Jammerlappen!
    10 1 Melden
    600
  • Max Dick 01.02.2017 21:23
    Highlight Der Flugverkehr macht genau 2% des weltweiten CO2 Ausstosses aus, und davon macht wohl Tourismus nochmals den geringeren Part. Habe also nicht die geringsten Gewissensbisse bei meinen jährlichen zwei interkontinentalreisen sowie all den kontinentalflügen.
    16 43 Melden
    600
  • r3to34 01.02.2017 20:50
    Highlight Irgendwas kann mit der Bildstrecke (oder deren Titel) nicht stimmen. Meistbesucht? Gar nicht gewusst, dass man heutzutage mit einem Gross-U-Boot die Titanic besuchen kann...
    9 1 Melden
    600
  • whatthepuck 01.02.2017 20:46
    Highlight Solange wir keine ressourcenschonenderen Fortbewegungsmöglichkeiten entwickelt haben, dürfen wir nicht, wenn wir nachhaltig handeln möchten. Nachhaltigkeit in dem Sinne, dass wir auch zukünftigen Generationen ein würdiges Leben auf diesem Planeten zugestehen wollen. Andernfalls handeln wir schlicht asozial gegenüber unseren Nachkommen.

    Nachhaltig mit unserem Planeten umzugehen, ist eine Aufgabe der Menschheit - und keine Frage des politischen Couleurs.

    Denke aber je länger je mehr, dass das menschliche Hirn schlicht nicht fähig ist, sämtliche Dimensionen seines Handelns zu begreifen.
    23 5 Melden
    600
  • Denverclan 01.02.2017 19:43
    Highlight Also ich soll auf das Reisen verzichten, aber Kriege, Militäraktivitäten auf der ganzen Welt, Laswagenkollonnen von Süd nach Nord, Arbeitsreisen nach Übersee, Politikerreisen in der ganzen Welt.......usw. Hört auf, keiner ist besser, komplex, komplex......Die Liste lässt sich beliebig verlängern!!!!!!!!
    28 18 Melden
    • nanana 02.02.2017 03:10
      Highlight In dem Artikel wird nirgends gesagt, sie sollen aufs Reisen verzichten...
      3 2 Melden
    • Denverclan 02.02.2017 06:45
      Highlight Aber wieder einmal ein schlechtes Gewissen provoziert. Die Welt ist so komplex und niemand kann von sich behaupten er trage nichts zum Untergang bei, ob freiwillig oder gezwungen. Es gibt leider nur diesen einen Weg, der Weg des Chaos und der Unberechenbarkeit. Wir können uns winden wie wir wollen, die Zukunft können wir nicht planen, nur chaotisch beeinflussen. Wir sind uns selbst ausgeliefert, der Krönung der Schöpfung. Ein Wunder dass wir noch existieren, bei soviel Zufall und sprachlich wie kulturellen Unterschieden. Nur, wie lange noch, die Bevölkerung wächst und wächst....
      6 3 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 01.02.2017 19:39
    Highlight Ich darf, die Grünen nicht.
    37 22 Melden
    • Platon 01.02.2017 20:59
      Highlight Nein niemand darf und die Grünen erst recht nicht...
      19 7 Melden
    600
  • blobb 01.02.2017 19:27
    Highlight Das muss doch jeder für sich selber entscheiden. Ich würde nie jemanden verurteilen, der mit seinem hart erarbeiteten Geld, für eine Woche Ferien um die halbe Welt fliegt.
    Ich persönlich würde es eher nicht tun, weil für mich bei einer Reise der Weg wichtiger als das Ziel ist.
    Was ich pervers finde (Nicht von den Reisenden sondern von den Reiseanbietern) sind Flüge innerhalb von Europa für fünfzig Stutz und die Bahn ist drei mal so teuer.
    57 6 Melden
    600
  • Lowend 01.02.2017 19:19
    Highlight Es ist typisch, dass speziell jene, die gegen Ausländer hier in der Schweiz kämpfen, selber das Gefühl haben, überall auf der Welt willkommen zu sein und darum das Reisen quasi als Grundrecht der reichen, elitären Schicht, der sie angehören, empfinden und in ihrer grenzenlosen Arroganz meinen die dann noch, dass sie den Menschen dort etwas Gutes tun, weil sie ihnen Devisen bringen.
    55 43 Melden
    • Maett 01.02.2017 19:32
      Highlight @Lowend: wer kämpft denn so gegen Ausländer? Ich erlebe es, dass viele Bürger gegen die Anzahl der hier lebenden Ausländer vorgeht (mit dem demokratischen Stimmrecht), aber gerade besonders gegen Touristen (was Schweizer im Ausland in Ihrem Beispiel sind), hat kaum jemand was, oder erleben Sie das anders?

      Und ich kenne nur wenige, die das Gefühl haben, einer elitären Schicht anzugehören, zum von Ihnen aufgezählten Klientel gehören die aber eher nicht, Sie erinnern mich eher an Sie und Ihr hier oft zur Schau getragenen Weltbild.
      31 8 Melden
    • Lowend 01.02.2017 20:15
      Highlight Es ist reine Propaganda, wenn Unterstützer von fremdenfeindlichen Parteien rhetorisch fragen, wer fremdenfeindlich sein soll, denn dazu reicht bei denen meist ein Spiegel.
      12 18 Melden
    • E7#9 01.02.2017 21:41
      Highlight @Lowend: Also empfindest du ausländische Touristen konsequenterweise auch als grenzenlos arrogant, besitzen sie doch tatsächlich die Frechheit als Feriendestination die Schweiz zu berücksichtigen. Wie andere Länder auch gibt sich Schweiz so unverfroren selber auch noch die grösste Mühe für Touristen attraktiv zu sein. Und was am schlimmsten ist, ich wage es kaum auszusprechen: Devisen. Was für ein Teufelszeug. Schlimmer als jede Krankheit.
      15 4 Melden
    600
  • Kimelik 01.02.2017 18:47
    Highlight Hehe ich finde das sowieso lustig, ich werde von "grün" denkenden Menschen angefaucht, weil ich für mein Hobby das Auto brauche (zur Arbeit gehts mit dem Velo oder selten mal Zug), die selben fliegen dann zwei bis drei Mal im Jahr in die Ferien nach Südost Asien. Aber ich darf meine 3000 km mit dem Auto im Jahr nicht fahren (und das meist auch noch zu 2. oder noch mehr im Auto). So was ist doch krank... Nur so zum nachdenken, wenn einer in Zürich wohnt und in Bern arbeitet, fährt er ca. 250km am Tag. Ergibt 55'000km und einen CO2 Ausstoss der einem Transatlantkflug entspricht (gem. SBB).
    49 6 Melden
    • Rendel 01.02.2017 19:26
      Highlight Ja, es kommt auf die Gesamtbilanz an. Da gibt es nur wenige Schweizer, die ihren Fussabdruck auf 1 bringen. (Ich gehöre auch nicht dazu.)
      Da sind die Entwicklungsländer viel besser.
      19 2 Melden
    • bfm 01.02.2017 23:08
      Highlight @ Rendel: Es gab vor Kurzem mal einen "Fussabdruckrechner" - ich habe ihn zweimal ausgefüllt. Einmal so wie ich wirklich lebe, Resultat: ca 2.8 Fussabdrücke, einmal als stationärer Eremit in einer ungeheizten Höhle, der sich vegan - falls überhaupt - ernährt, Resultat: immer noch 1,2 Fussabdrücke. Mit andern Worten, um den Ansprüchen gewisser Umweltphilosophen gerecht zu werden, bleibt nur der Suizid (aber bitte ohne Kremation!).
      Ich denke, um das Überleben des Planeten zu sichern, braucht es etwas differenziertere Methoden.
      6 6 Melden
    • Kimelik 02.02.2017 06:55
      Highlight Danke bfm.
      4 0 Melden
    • Rendel 02.02.2017 17:56
      Highlight Die Rechner im Netz sind sehr vereinfacht. Sie geben aber einen Richtwert. Es geht auch nicht um Philosophie, sondern um Naturwissenschaft.
      3 0 Melden
    600
  • Joe924 01.02.2017 18:22
    Highlight Wer nur zu Fuss oder mit dem Velo reist entdeckt dafür die Schönheit der Schweiz, und da gibt es viel zu entdecken. Ist günstig, man braucht kein Fitness Abo mehr und lernt sein Land besser kennen. Auch Italien und Frankreich sind nicht weit.. Wer seine Komfortzone mal verlassen möchte, hier gibts Inspiration: http://www.bikewanderer.com
    65 3 Melden
    • Wehrli 01.02.2017 22:07
      Highlight Und es erst noch mehr Platz im Flugi für mich .. also ... husch husch aufs Bike!
      8 11 Melden
    600
  • bykevin 01.02.2017 18:17
    Highlight Die UNWTO hätte mit drr bekämfung von Armut scho viel früeher anfangen sollen…!
    8 4 Melden
    • Mr. Spock 01.02.2017 18:46
      Highlight Leider geht es der UNWTO eher um das noch reicher machen... einzig mit mehr Reisenden lässt sich an der Armut nichts ändern. Beispiel Jamaika: montegobay ein idyll im paradies. Luxus resort neben 5 sterne komplex... aber die allgemeine Bevölkerung kassiert nicht wirklich, da weite Teile Jamaikas als zu "gefährlich" für Touris eingestuft sind... also gibt man sein Geld aus, wo die involvierte Investoren wollen. Oder direjt pauschal in der Schweiz. Mehr Touris nicht gleich mehr Wohlstand...

      P.s. Jamaikas Backcountry ist das wahre Highlight!!!
      15 1 Melden
    600
  • Karl Müller 01.02.2017 18:04
    Highlight @Bildstrecke: Wer ein ehemaliges Konzentrationslager besucht, ist also "ein Perverser, der sich am Leiden der Vergangenheit ergötzt"? Interessante Sichtweise ...
    61 4 Melden
    • Jol Bear 01.02.2017 20:29
      Highlight ... und man stelle sich vor, dieselbe Person hätte eine Schwäche für McDonald's-Food, wäre Fan von RB Leipzig, führe täglich alleine im Auto zur Arbeit, hätte eine Kapuzenjacke mit Pelzkragen... Wir wüssten zwar noch nahezu rein gar nichts über diese Person, aber die Ächtung im Namen der political correctness wäre Tatsache.
      10 2 Melden
    • Wehrli 01.02.2017 22:07
      Highlight Wir verzeihen alles, ausser den RB Leipzig!
      5 2 Melden
    600
  • Farson 01.02.2017 18:03
    Highlight Einfach gesagt, nein, interessiert aber eigentlich keine Sau - lässt sich gut mit der aktuellen "Pelzkragendiskussion" vergleichen. Bitzli traurig, aber eine Frage mit der sich dann die nächste Generation beschäftigen darf..
    38 10 Melden
    600
  • Thats_ok 01.02.2017 17:58
    Highlight Watson - news von und für Gutmenschen.
    43 75 Melden
    • karl_e 01.02.2017 19:10
      Highlight News von und für Schlechtmenschen findest Du z.B. in der Weltwoche.
      32 14 Melden
    • Knut Knallmann 01.02.2017 19:25
      Highlight Und jetzt? Was ist schlecht daran, gutes zu tun?
      15 7 Melden
    • Maett 01.02.2017 19:34
      Highlight @karl_e: "Schlechtmenschen" gibt es nicht, da auch "Gutmenschen" nur ein Kunstbegriff für Personen ist, die altruistische Neigungen auf Kosten anderer ausleben wollen.
      15 6 Melden
    • Knut Knallmann 01.02.2017 20:18
      Highlight Dem Gutmensch haftet etwas negatives an und ich frage mich wieso? Deshalb eine Frage zu deiner Aussage: Wie kann man auf Kosten anderer etwas gutes tun? Auf dieses Beispiel bezogen: Wem schadet es, dass ich faire, ökolgische Ferien buche?
      15 2 Melden
    • karl_e 01.02.2017 21:52
      Highlight Maett, wenn es Gutmenschen gibt, so darf man auch den Begriff Schlechtmenschen verwenden. Diese letzteres wollen nach der dir analogen Definitione ihre üblen Neigungen auf Kosten anderer ausleben. Bist du ein Beispiel dafür?
      13 4 Melden
    600
  • Toerpe Zwerg 01.02.2017 17:56
    Highlight Solange ich kann, reise ich. Auch mit dem Flugzeug.
    52 48 Melden
    • Pisti 01.02.2017 19:01
      Highlight Die Blitzer fliegen wohl nie! 👍😘
      25 16 Melden
    600
  • Aron777 01.02.2017 17:55
    Highlight Scheinbar weit sind wir gekommen, wenn die Linken ihre eigene inkohärenz erkennen.
    32 46 Melden
    • Lowend 01.02.2017 19:13
      Highlight Die Rechten haben es da einfacher, da raffgierigen Egoisten die Umwelt eh egal ist. Echt praktisch!
      33 12 Melden
    • Acacia 01.02.2017 19:16
      Highlight Uh uh uh, Fremdwort, deine generalisierte Meinung zu einer undefinierbaren Menge an Menschen muss deshalb richtig sein...
      10 3 Melden
    • Platon 01.02.2017 21:02
      Highlight Rechts ist eindeutig inkonsistenter...
      11 4 Melden
    • D(r)ummer 02.02.2017 08:42
      Highlight Lowend. Du Schubladisiert aber auch ein bisschen einfach. ;)
      3 4 Melden
    600
  • deleted_313800609 01.02.2017 17:53
    Highlight Ja, wie kann ich Ferien machen, ohne "schlechtes" Gewissen?

    Ganz einfach: Jeder in deiner Situation würde das gleiche machen.
    12 29 Melden
    • deleted_313800609 01.02.2017 18:05
      Highlight Aber nicht öffentlich zugebenen.
      16 10 Melden
    600
  • SVARTGARD 01.02.2017 17:42
    Highlight .
    10 18 Melden
    • Owl 01.02.2017 17:47
      Highlight Auf das Reisen werde ich nie verzichten. Ich fliege zwei Mal pro Jahr in die Ferne und das wird sich nicht ändern. Umwelt hin oder her.
      27 70 Melden
    • Aron777 01.02.2017 17:56
      Highlight Owl wie kannst du so egoistisch sein?!
      25 28 Melden
    • karl_e 01.02.2017 19:13
      Highlight Owl, es gibt ein hübsches englisches Sprichwort:
      If an ass goes a-travelling, there won't come back a horse. ;-)
      10 3 Melden
    600

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