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Er regierte mit eiserner Hand – Usbekistans Präsident Karimow ist tot

02.09.16, 19:27 03.09.16, 09:02

Bild: AP/POOL REUTERS

Der autoritäre Präsident der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Usbekistan, Islam Karimow, ist im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Das teilten das Staatsfernsehen Usbekistans sowie Regierung und Parlament in Taschkent am Freitag mit.

Der usbekische Langzeit-Herrscher war am vergangenen Samstag mit Hirnblutungen in ein Spital gebracht worden. Dies hatte in dem Land mit 32 Millionen Einwohnern Angst vor möglichen Unruhen ausgelöst.

Karimow war bereits 1989 in der Zeit der Sowjetunion als Politiker der Kommunistischen Partei an die Spitze der damaligen Sowjetrepublik Usbekistan gerückt. Nach der Unabhängigkeit 1991 wurde er zum Staatschef gewählt. Seither führte er sein Land mit harter Hand.

Zuletzt wurde er im März 2015 mit mehr als 90 Prozent der Stimmen für ein weiteres fünfjähriges Mandat wiedergewählt. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) äusserte jedoch Zweifel an der Rechtmässigkeit der Wahl. (sda/dpa/afp)

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  • Beobachter24 03.09.2016 13:57
    Highlight Leider gibt es in Uzebkistan diverse sehr radikale islamistische Gruppierungen - u.a. al-Qaeda, Taliban oder Hizb ut-Tahrir. Der mit "mit eiserner Hand" regierende Karimow vermochte diese einigermassen unter Kontrolle zu halten.
    Nach dem Tod Karimow ist zu befürchten, dass der radikale Islamismus wahhabitischer Prägung in Usbekistan noch weiter erstarken wird.

    Man darf auch gespannt sein, ob die NATO versuchen wird erneut eine Basis zu bauen. (Die NATO hatte in Uzb. mehrere Basen, wurde von Karimow jedoch wieder rausgeschmissen.)

    "Karimov’s death opens the way for ISIS", http://goo.gl/jpqUJV
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  • Stachanowist 02.09.2016 21:13
    Highlight Das könnte heikel werden. Karimov hat keinen Nachfolger bestimmt oder aufgebaut, zumindest nicht offiziell. Seine Tochter Gulnora regiert ein riesiges Wirtschaftsimperium, ihre Mutter und Schwester befinden sich im halboffenen Konflikt mit ihr. Im innersten Machtzirkel gibt es mehrere Anwärter auf die Macht. Die kirgisische Minderheit fürchtet, dass sich Karimovs Nachfolger mit ethnischer Gewalt gegen Kirgisen "beliebt" machen möchte. Auch unvergessen: das Massaker von 2005 an Protestierenden. Eine explosive Mischung.

    Man hoffe auf eine friedliche Machtübergabe und bestenfalls gar Reformen.
    8 0 Melden
    • Radiochopf 02.09.2016 22:55
      Highlight Hoffe ebenfalls, dass es einen friedlichen Regierungswechsel gibt.. Ein Machtvakum ist immer sehr gefährlich.. Da Usbekistan noch Bodenschätze hat, könnten plötzlich andere Länder noch auf dumme Ideen kommen...
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