International

Die Männer kamen in der umkämpften Stadt Marawi bei einem Luftangriff ums Leben. Bild: FRANCIS R. MALASIG/EPA/KEYSTONE

«Friendly Fire» –Philippinische Luftwaffe tötet elf eigene Soldaten

01.06.17, 11:24 01.06.17, 11:49

Auf den Philippinen hat die Armee im Kampf gegen islamistische Rebellen aus Versehen mindestens elf eigene Soldaten getötet. Die Männer kamen in der umkämpften Stadt Marawi bei einem Luftangriff ums Leben, der eigentlich Aufständischen galt.

Das teilte das philippinische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Ausrufung des Kriegsrechts über die Philippinen-Insel Mindanao vergangene Woche bereits auf mehr als 140.

«Nicht richtig koordiniert»

Verteidigungsminister Delfin Lorenzana bestätigte den fehlgeschlagenen Angriff in der Hauptstadt Manila mit den Worten: «Das ist traurig. Aber manchmal passiert so etwas.»

Sieben weitere Soldaten wurden verletzt. Bei dem Angriff waren nach seinen Angaben zwei Flugzeuge im Einsatz. Die erste Maschine habe ihr Ziel getroffen, die zweite jedoch die eigenen Leute. Lorenzana sagte, möglicherweise sei «nicht richtig koordiniert» worden. Unklar sei, ob der Fehler vom Piloten oder am Boden gemacht wurde.

Zehntausende geflohen

Die Stadt auf Mindanao - etwa 800 Kilometer südlich von Manila - ist seit Dienstag vergangener Woche zwischen Regierungstruppen und Rebellen heftig umkämpft. Von den eigentlich mehr als 200'000 Einwohnern sind Zehntausende geflohen.

Auf Anordnung von Präsident Rodrigo Duterte gilt für die gesamte Insel mit mehr als 20 Millionen Bewohnern das Kriegsrecht. Er drohte auch schon damit, das Kriegsrecht auf das ganze Land auszuweiten.

120 Rebellen getötet

Die Kämpfe hatten mit einem Versuch der Regierungstruppen begonnen, in Marawi einen berüchtigten Anführer der Terrorgruppe Abu Sayyaf festzunehmen. Daraufhin holten die Aufständischen Verstärkung herbei.

Nach Regierungsangaben wurden inzwischen 120 Rebellen getötet, darunter auch Kämpfer aus Saudi-Arabien und Tschetschenien. Die Islamisten behaupten, mehrere Dutzend Zivilisten in ihrer Gewalt zu haben. (whr/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Kein Schamgefühl – dieses Trump-Getue von CC macht alles nur noch schlimmer

Cassis muss in der Europapolitik liefern – und den Beschuss von rechts aushalten

Extrem hässliche Menschen erzählen uns, wie es ist, extrem hässlich zu sein

Ständemehr als Stolperstein: Bei der AHV-Reform wird um jeden Swing State gekämpft

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Sexismus live in der Sendung? Nicht mit dieser CNN-Moderatorin 

Brooke Baldwin ist eine erfahrene Journalistin. Die CNN-Moderatorin arbeitet seit 17 Jahren auf dem Beruf und hat in dieser Zeit unzählige Personen interviewt. Was sie aber während einer Liveschaltung am Freitag erlebt hatte, war selbst für Baldwin ein Novum. Ein Unrühmliches, notabene.

Baldwin moderiert eine Liveshow zur Debatte um die ESPN-Moderatorin Jemele Hill, die in einem Tweet den US-Präsidenten Donald Trump als «White Supremacist» bezeichnet hatte, als der zugeschaltete …

Artikel lesen