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Leo Varadkar im Hoch. Bild: Aidan Crawley/EPA/KEYSTONE

Irland hat seinen ersten schwulen Parteichef

02.06.17, 19:56 02.06.17, 20:34

Der neue Chef von Irlands konservativer Fine-Gael-Partei, Leo Varadkar, ist gleich in zweierlei Hinsicht ein Pionier. Zum einen wird er mit seinen 38 Jahren der bisher jüngste Premierminister seines Landes. Zum anderen wird er auch der erste offen schwule Taoiseach, wie der Regierungschef auf Irisch heisst.

Noch bis 1993 waren im katholisch geprägten Irland homosexuelle Beziehungen strafbar. Als Sohn eines indischen Einwanderers und einer irischen Mutter gilt Varadkar als Mann des Wandels, der die Interessen der progressiven Stadtbevölkerung vertritt. Dies hat er schon in seinem bisherigen Amt als Sozialminister deutlich gemacht.

Simon Coveney hat das Nachsehen. Bild: NICOLAS BOUVY/EPA/KEYSTONE

Varadkar interessierte sich schon früh für Politik. Noch während seiner Schulzeit an einer Privatschule in der Nähe von Dublin wurde er Mitglied der konservativen Partei Fine Gael und blieb auch als Student am Trinity College Dublin politisch engagiert.

Varadkar wurde 2004 in West Dublin in den Rat gewählt und wurde drei Jahre später, im Alter von nur 28 Jahren, Parlamentsabgeordneter für den Wahlkreis. Mit seinem Ehrgeiz und seinem furchtlosen Auftreten machte der wortgewandte Politiker bald die Parteigrössen auf sich aufmerksam.

2011 wurde Varadkar zum Verkehrsminister ernannt. Von 2014 bis 2016 war er Gesundheitsminister. Seit Mai 2016 hat er das Sozialressort inne. Seine politische Ausrichtung bezeichnet er selbst als «sozial- und wirtschaftsliberal» - links in sozialen Fragen, rechts, wenn es um die Wirtschaft geht.

Als Aktivist unterstützte Varadkar 2015 die erfolgreiche Kampagne für die Homo-Ehe in Irland. Seine Anhänger hoffen, dass er sich auch für eine Lockerung des strengen Abtreibungsrechts einsetzen wird. (sda/dpa)

Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • P. Enis 02.06.2017 22:49
    Highlight Wen interessierts?!
    Müssen wir noch immer darüber berichten, ob schwul oder nicht, scheissegal. Bei Ueli Maurer schreibt niemand er sei Hetero.
    19 33 Melden
    • Fabio74 02.06.2017 23:32
      Highlight Ja wir müssen drüber schreiben. Solange gegen Minderheiten gehetzt wird, solange Vorurteile da aind und solange die gleichen Rechte und verweigert werden
      15 8 Melden
    • Erasmus von Ottendamm 03.06.2017 06:22
      Highlight Eigentlich unwichtig ja, aber sieht man als Kontrast die vielen Konservativen im Land, ist es durchaus nennenswert.
      13 1 Melden
    • P. Enis 03.06.2017 13:45
      Highlight Ich geb euch beiden recht. Hoffentlich erleben wir noch eine Zeit, in welcher jeder so sein kann wie er will ohne eine spezielle Nennung zu erwarten.
      2 0 Melden
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  • Asparaguss 02.06.2017 21:47
    Highlight Links in sozialen Fragen, rechts in wirtschaftlichen. Das Kaufe ich einem alten Patron ab der sein Vermögen riskiert, aber nicht Macrons und der Schwulen-Popkults. Wird ein Konservativer Wirtschaftsmanager seine Angestellten Gewinnbeteiligen nach dem Motto: Arbeit ist das wichtigste? Arbeit, Boden, Kapital. Alles zu vereinen ist unglaubwürdig.
    10 17 Melden
    • blueberry muffin 02.06.2017 23:41
      Highlight Sonst noch einen Schuss?
      6 3 Melden
    • JFH 03.06.2017 00:16
      Highlight Es würde mich interessieren, wenn Sie dies genauer schildern könnten.
      5 0 Melden
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  • Mnemonic 02.06.2017 21:21
    Highlight Gut so.
    19 4 Melden
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  • elivi 02.06.2017 20:43
    Highlight Irland hat sich schon einige dunkle kapitel in ihrer geschichte... Leider hägen diese zu oft mit religion zusamme
    18 15 Melden
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  • Pana 02.06.2017 20:15
    Highlight Trump würde sich im Grab umdrehen.

    Also wenn er tot wäre. Und Ire.
    35 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.06.2017 23:18
      Highlight Nun, irre ist ja Trump schon mal.
      Vielleicht klappts auch noch mit dem tot in nützlicher Frist...
      5 4 Melden
    • Ehringer 03.06.2017 00:37
      Highlight Weder tot noch Ire, dafür leider lebendig und irre.
      5 2 Melden
    • Knuddel 03.06.2017 06:00
      Highlight Ach, wäre das schön...
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Dschihadisten greifen türkisches Restaurant in Burkina Faso an ++ Mindestens 18 Tote

Mehrere Männer haben am Sonntagabend in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou ein Restaurant gestürmt und zahlreiche Personen getötet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden zwei Angreifer erschossen.

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