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Die Messerattacke ereignete sich an einem Strand in dem beliebten Ferienort Hurghada am Roten Meer. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Zwei Deutsche bei Messerattacke an ägyptischem Badestrand getötet

15.07.17, 08:07 15.07.17, 15:53

In Ägypten hat ein Angreifer in einer Hotelanlage im Urlaubsort Hurghada am Roten Meer zwei Menschen mit einem Messer getötet und mehrere Urlauber verletzt. Bei den Erstochenen handelt es sich um zwei deutsche Frauen. Sie lebten offenbar schon länger in dem Land.

Die beiden Frauen hätten dauerhaft in dem Badeort gelebt, sagte deren Bekannter und ehemalige deutsche Honorarkonsul Hurghadas, Peter-Jürgen Ely, am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur DPA. Eine Bekannte von ihm habe die Frauen nach der Tat identifiziert. Er bestätigte Angaben des ägyptischen Staatlichen Informationsservices (SIS).

Inzwischen hat auch das deutsche Auswärtige Amt den Tod der zwei deutschen Touristinnen bestätigt: «Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind», teilte eine Ministeriumssprecherin am Samstag in Berlin mit.

Das Amt erklärte: «Nach allem, was wir wissen, sollte die Tat ausländische Touristen treffen – ein besonders hinterhältiger und verbrecherischer Akt, der uns traurig, bestürzt und wütend zurücklässt.» Mitarbeiter der Deutschen Botschaft Kairo seien vor Ort und stünden mit den ägyptischen Behörden in Kontakt. Mit Blick auf die Opfer fügte die Sprecherin hinzu: «Unser tiefempfundenes Beileid gilt in diesen schweren Stunden ihren Familien und Freunden.»

Auch die vier Verletzten der Messerattacke sind Ausländer. Die Agentur Interfax berichtete unter Berufung auf das russische Konsulat, dass eine russische Frau verletzt worden sei. Das tschechische Aussenministerium bestätigte, dass eine 36 Jahre alte Landsfrau bei der Messerattacke am Bein verletzt worden sei. Das Aussendepartement (EDA) in Bern hatte am Freitagabend keine Kenntnis von Schweizer Opfern.

Das Ministerium in Berlin verurteilte den Angriff. «Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste», erklärte ein Sprecher. «Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden.»

Angreifer handelte offenbar im Auftrag des IS

Der Angreifer soll der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehört haben. Er habe mit den Extremisten über das Internet in Kontakt gestanden. Von ihnen habe er den Auftrag erhalten, Ausländer anzugreifen, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Samstag aus Sicherheitskreisen in Kairo.

Es handelt sich demnach um einen Studenten aus dem Norden Ägyptens. Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gab es zunächst nicht.

An Hotelstrand geschwommen

Die Messerattacke ereignete sich an einem Strand in dem beliebten Ferienort Hurghada am Roten Meer. Der Angreifer sei von einem öffentlichen Bereich aus an den Hotelstrand geschwommen und habe mit dem Messer mehrere Touristengruppen angegriffen, hiess es in einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums.

Die ägyptische Nachrichtenseite «Al-Masry Al-Youm» zitierte den Manager des Hotels «El Palacio». Demnach soll der Angreifer zunächst an einem benachbarten Hotelstrand Urlauber attackiert haben, bevor er zum Strand seiner Anlage weitergeschwommen sei. Dort sei er von Sicherheitsleuten und Gästen überwältigt worden.

Fotos im Internet zeigten, wie der überwältigte Angreifer auf einem Karren liegend durch den Garten einer Hotelanlage gezogen wurde. Auf einem anderen Foto, das ägyptische Medien verbreiteten, lag eine blutverschmierte Touristin mit Bikini und Sonnenbrille auf einem Sofa in einer Hotellobby.

Polizisten beschossen

Hurghada ist neben Scharm el Scheich das grösste ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Seit den 1980er Jahren sind mehr als 250 Hotelanlagen in dem früheren Fischerdorf entstanden. Hurghada gilt als wichtigstes Ziel für Taucher am Roten Meer.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 durch die Armee unter Kontrolle des heutigen, autoritär regierenden Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi kommt es in Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Sicherheitskräfte und Touristen.

Vor zwei Jahren stürzte eine russische Passagiermaschine kurz nach dem Start aus dem Ferienort Scharm el Scheich über der Sinai-Halbinsel ab. Bei dem Unglück starben alle 224 Menschen an Bord. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behauptete später, das Flugzeug mit einer Bombe in einer Getränkedose zum Absturz gebracht zu haben.

Kurz vor der Attacke auf die Feriengäste in Hurghada hatte es in der Nähe der Hauptstadt Kairo noch einen weiteren Zwischenfall gegeben. Maskierte griffen mit Maschinengewehren einen Kontrollpunkt der Polizei an und töteten dabei fünf Polizisten, wie es aus Sicherheitskreisen hiess. Der Angriff ereignete sich in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich von Kairo. (viw/sda/dpa/afp/reu)

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  • pachnota 15.07.2017 14:14
    Highlight Religion schadet.
    Währe toll, wenn dies bei uns, den Gutmenschen, wieder in,s Bewustssein steigen würde.
    8 13 Melden
    • Rendel 15.07.2017 16:38
      Highlight Sie instrumentalisieren auch JEDEN Artikel für ihren Fremdenhass.
      9 5 Melden
    • pachnota 15.07.2017 17:42
      Highlight @Rendel
      Du verstehst mich falsch und interpretierst daher jede Menge dummes Zeugs in mich hinein.

      Religion schadet...sollte dir eigentlich auch klar sein.
      Und wo du jetzt "Fremdenhass" entdeckt haben willst...
      würdest du mir bitte mitteilen wollen?

      Ansonsten muss ich deinen Kommentar als übelste Trollerei abbuchen.
      Danke
      5 9 Melden
    • Rendel 15.07.2017 18:03
      Highlight Wir wissen noch gar nichts über die Motive des Täters, darum instrumentalisieren sie.
      4 3 Melden
    • pachnota 16.07.2017 16:24
      Highlight rendel
      Der Täter ist religiös motiviert.

      "Der Angreifer soll der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehört haben"

      Steht oben im Artikel.
      0 0 Melden
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