International

Die türkische Polizei durchkämmt das Gelände rund um den Flughafen
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Eine Tote bei Explosion auf Istanbuler Flughafen

23.12.15, 19:19 24.12.15, 06:16

Bei einer Explosion auf dem zweitgrössten Istanbuler Flughafen ist eine Frau ums Leben gekommen. Die Detonation in der Nacht zum Mittwoch war so stark, dass fünf Flugzeuge beschädigt wurden, wie Verkehrsminister Binali Yildirim sagte. Die Ursache war unklar.

Der Flughafenbetreiber Malaysia Airports sprach sogar von mehreren Explosionen im Bereich des Vorfelds, wo die Maschinen abgestellt waren. Die Polizei verschärfte laut Nachrichtenagentur Anadolu die Sicherheitsvorkehrungen. Bewaffnete Beamte kontrollierten die Eingänge und durchsuchten Fahrzeuge. Die Polizei äusserte sich nicht dazu.

Die Explosion auf dem Flughafen Sabiha Gökcen auf der asiatischen Seite Istanbuls ereignete sich nach Angaben der Billig-Fluglinie Pegasus kurz nach 2 Uhr Ortszeit. Durch die Detonation in einer abgestellten Maschine der Fluggesellschaft sei eine Frau einer Putzkolonne tödlich verletzt worden.

Keine Passagiere im betroffenen Bereich

Passagiere waren nicht im von der Explosion betroffenen Bereich, wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete. Nach zwei Stunden sei der Flugbetrieb normal fortgesetzt worden, teilte die Flughafengesellschaft mit. Die Sicherheit sei gewährleistet, sagte Minister Yildirim. Alle internationalen Standards würden erfüllt.

Bis Ende November flogen über Sabiha Gökcen rund 26 Millionen Passagiere. Der Atatürk-Hauptflughafen auf der europäischen Seite der Bosporus-Metropole fertigt mehr als doppelt so viele Passagiere ab.

In der Türkei werden immer wieder Bombenanschläge von Kurden-Rebellen, linken Gruppen oder Islamisten verübt. Seit einigen Monaten ist die Sicherheitslage besonders angespannt: Im Südosten des Landes ist der drei Jahrzehnte alte Konflikt mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK wieder aufgeflammt.

In den Nachbarstaaten Syrien und Irak unterstützt das türkische Militär den internationalen Kampf gegen die radikalislamische «IS»-Miliz. (jas/sda/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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