Islamischer Staat (IS)

IS-Vormarsch

Katar kritisiert Ägypten wegen Luftangriffen auf die IS-Terrormiliz

19.02.15, 11:33

Wegen Unstimmigkeiten über die ägyptischen Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen hat Katar seinen Botschafter aus Kairo zurückgerufen. Der Botschafter sei «zu Beratungen» zurückgerufen worden, teilte die Regierung in Doha mit.

Ein Vertreter des katarischen Aussenministeriums sagte am Donnerstag laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur QNA, Doha habe verärgert auf eine Stellungnahme des ägyptischen Gesandten bei der Arabischen Liga, Tarik Adel, reagiert. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Keine Gespräche geführt

Laut dem in Doha ansässigen Fernsehsender Al-Dschasira hatte Ägypten Katar in der Debatte um die Luftangriffe die Unterstützung von Terroristen vorgeworfen. Auch ägyptische Medien berichteten dies. Demnach reagierte Adel mit der Äusserung auf die Vorbehalte Katars gegenüber den ägyptischen Luftangriffen gegen den IS.

Das katarische Aussenministerium stellte klar, dass es Vorbehalte gehabt habe, weil «vor einem einseitigen militärischen Angriff gegen ein anderes Mitgliedsland» der Arabischen Liga Gespräche geführt werden müssten.

Am Montag hatte die ägyptische Luftwaffe mutmassliche Stellungen der Dschihadisten in Libyen bombardiert. Damit reagierte Kairo auf die Tötung von 21 koptischen Christen durch IS-Kämpfer in dem nordafrikanischen Land. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • zombie1969 19.02.2015 13:02
    Highlight Die Frage der Führungsmacht in den islamischen Ländern wird sich in den nächsten 5 Jahren klären. Der Ölpreiskrieg, das Russland-Türkei-Abkommen und das wilde Stampfen der Russland, Iran und US-Strategen im Nahen Osten zeigt, dass hier die Grossmächte USA, China und Russland und die Mittelmächte
    EU, Saudi Arabien, Iran und die Türkei hart aufeinanderprallen.
    Die bevölkerungsreichen islamischen Länder Ägypten, Algerien und Pakistan werden genau beobachten und dann entscheiden, wer die islamische Führungsmacht werden soll bei den Sunniten. Der Iran ist und bleibt die Schutzmacht der Schiiten.
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