Japan

Gefährlicher Tropensturm

Taifun «Phanfone» nimmt mit Regen und Sturm Kurs auf Tokio

05.10.14, 15:57 05.10.14, 16:42

Ein gewaltiger Tropensturm zieht in die Richtung von Japans Hauptstadt Tokio. Taifun «Phanfone» näherte sich am Sonntag dem Inselstaat und schickte kräftigen Regen und Sturm voraus. Die Wetterbehörde warnte vor Erdrutschen, anschwellenden Flüssen und hohen Wellen sowie Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 215 Kilometern pro Stunde.

Auch das Formel 1-Rennen in Japan versank im Regen – Vorboten des Megasturmes Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Die Wetterbehörde ging davon aus, dass «Phanfone» am frühen Montag in der Region südlich der Hauptstadt Land erreichen und Tokio und Umgebung treffen werde.

Die Vorboten des Unwetters forderten bereits erste Opfer. Auf der Insel Okinawa wurde eine 58-Jährige vermisst, die womöglich von hohen Wellen mitgerissen wurde, wie die Zeitung «Ryukyu Shimpo» berichtete.

In den Wellen Okinawas verschwanden auch drei amerikanische Soldaten, die an einem Strand die raue See fotografieren wollten, wie der Sender NHK berichtete. Einer von ihnen sei gerettet worden. Zudem suchten die Behörden nach einem Surfer, der an der Küste südlich von Tokio verschwunden ist.

Formel-1-Rennen abgebrochen

Wegen des Taifuns fielen rund 200 Flüge am Sonntag aus. Weitere 100 für Montag geplante wurden laut NHK gestrichen. Heftige Niederschläge behinderten auch das Formel-1-Rennen in Suzuka. Der Grosse Preis von Japan wurde erst unterbrochen und schliesslich abgebrochen, weil die Fahrer nichts mehr sahen und Streckenabschnitte unter Wasser standen.

Die Ankunft von «Phanfone» unterbrach zudem den Bergungseinsatz am kürzlich ausgebrochenen Vulkan Ontake. Die Wetterbehörde warnte davor, dass sich die ausgespiene Asche auf dem Berg bei starkem Regen in Schlammlawinen verwandeln und so die Einsatzkräfte gefährden könnte.

Nach dem plötzlichen Ausbruch des Vulkans am vergangenen Samstag gelten immer noch mehr als zehn Menschen als vermisst. Nachdem weitere Leichen am Wochenende geborgen wurden, muss mittlerweile von mehr als 50 Toten ausgegangen werden. (sda/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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