Katze

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7 Tipps, wie du einer scheuen Katze die Angst nehmen kannst

Publiziert: 15.11.16, 16:01 Aktualisiert: 15.11.16, 16:55

Hält man eine Katze, erwartet man einen neugierigen, aufgeschlossen und im besten Fall total verkuschelten Zeitgenossen im Haushalt zu haben. 

Entgegen dem medialen Katzen-Bild, das uns die Tiere als aufmerksamkeitslüsterne und furchtlose Kreaturen verkauft, sind unsere Samtpfoten doch eigentlich von scheuer Natur.

Häufig ist ihr anfängliches Misstrauen ein Reflex ihres natürlichen Fluchtinstinkts. Für alle Katzenbesitzer kann ein scheues Verhalten ihres Hautiers jedoch sehr frustrierend sein.

Man macht sich Vorwürfe und fragt sich, ob man dem Tier nicht geben kann, was es für ein geborgenes Gefühl benötigt.

Um diese Frustration zu verhindern, stellen wir euch heute 7 Tipps vor, die eurer Katze die Angst nehmen und für eine reibungslose Angewöhnungsphase sorgen können.   

Geduld, Ruhe und Diskretion wahren

Zieht ein neues Kätzchen bei uns ein, so ist Ruhe und Diskretion das A und O. Zumindest für die ersten paar Tage sollten wir dem Stubentiger Zeit lassen, sich selber zu erkunden und ihn nicht mit einer Armada von neuartigen Reizen bombardieren. 

Laute Geräusche wie zuschlagende Türen oder hektische Bewegungen sollten während dieser Phase möglichst vermieden werden. 

Sobald die Mieze ein gewisses Vertrauen zu uns aufgebaut hat, verträgt sie Lärm und Unruhe viel besser, da sie weiss, dass sie sich dadurch nicht bedroht fühlen müssen. 

Bei einigen Katzen geht diese Empfindlichkeit jedoch nie richtig weg, was ihren Besitzern viel Geduld und Rücksicht abverlangt.  

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Freiräume und Rückzugsorte schaffen

Einer ängstlichen Katze sollten stets genügend Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten eingeräumt werden. Wichtig ist dabei auch, dass diese von uns Menschen respektiert werden. 

Als Katzenversteck dienen die verschiedensten kleinen Örtchen. Sei es eine Lücke im Sofa, ein Plätzchen im Wandschrank oder natürlich eine schön hergerichtete Kartonschachtel – bloss wohl muss dem Stubentiger sein.

Oft kommt es vor, dass sich Katzen in einem neuen Umfeld Stunden bis Tage lang verstecken wollen. Dabei ist zu bedenken, dass auch in dieser Zeit der Zugang zu Wasser, Futter und dem Katzenklo gewährleistet ist.   

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Beruhigende Sprache einsetzen

Wie bei vielen Situationen im Leben ist Kommunikation das beste Werkzeug zur Problembewältigung. Da wir jedoch unseren Sprachhintergrund nicht direkt mit unseren Samtpfoten teilen, dürfen wir bei ihnen nicht an Worten kleben, sondern müssen auf Stimmlage und Mimik achten.

Um unsere Katze zu beruhigen und um die Bindung zu ihnen zu intensivieren, helfen lange Gespräche. Dabei sollten wir drauf achten möglichst langsam, ruhig und tief zu sprechen.

Ein kurzes Augenblinzeln kann deinem Haustier vermitteln, dass du es gut mir ihm meinst. Man geht davon aus, dass Blinzeln für Katzen eine Art Lachen symbolisiert.  

Beachte allerdings, dass du deiner Mieze nicht starr in die Augen blickst. Das soll gemäss Tierethnologen Angriffslust signalisieren.

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Gemeinsame Spiele fördern die Bindung

Katzen haben nicht nur einen natürlichen Flucht- sondern auch einen Jagdsinn. Zu einer artgerechten Miezenhaltung gehört deshalb auch neckisches Spielen mit dazu. 

Selbst eine scheue Katze kann diese Methode aus der Passivität locken und die Bindung zu ihr steigern. Zudem gewinnen ängstliche Katzen durch Spielen oft sehr viel Selbstvertrauen.  

Eine Katzenrute eignet sich für diese Zwecke ideal. bild: wikihow

Vorsichtige Berührungen

Es ist sehr nachvollziehbar, dass man eine verängstigte Katze am Liebsten streichelnd trösten möchte. Doch scheue Miezen sollte man keines Falls zu Nähe zwingen, sondern ihnen viel mehr die Zeit, die sie um sich zu öffnen brauchen, geben.

Zugleich mögen es viele Katzen überhaupt nicht von Menschen hoch gehoben zu werden. Das raubt ihnen jegliche Gelegenheit zur Flucht und verursacht so grossen Stress.

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Liebe geht durch den Magen

Die Nahrungsaufnahme ist für jedes Lebewesen das Nadelöhr der Existenz. Und weil bei einer Hauskatze der Besitzer auch gleichzeitig der Ernährer ist, nehmen wir hier eine Art göttliche Funktion ein, die wir uns zum Vorteil machen können.  

Schau zu, dass du die Mahlzeiten deiner Katzen routinieren kannst, damit sie sich punkto Essen vollstens auf dich verlassen kannst. 

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Zudem steigert es die Verbundenheit zwischen Mensch und Tier, wenn du deine Katze dir aus der Hand fressen lässt.

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Falls alle Stricke reissen, kann die Medizin helfen

Falls dich deine Katze trotz aller Bemühungen noch immer ablehnt, ist ein Gang zum Tierarzt nicht verkehrt. 

Dort kann herausgefunden werden, ob das Umfeld oder die Wohnung für eine Miezekatze ungeeignet ist und entsprechende Massnahmen vorgeschlagen werden. 

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Falls du deiner Katze den Veterinärsbesuch ersparen möchtest, gibt es auch eine rezeptfreie und ganz sichere Methode, das Wohlbehagen deiner Katze zu steigern.

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Katzenpheromone sind ein wahres Wundermittel für stressbehaftete Katzen. Der Zerstäuber für die Steckdose ist in jeder Tierhandlung erhältlich und übernimmt praktischerweise sowohl die Verteilung als auch die Dosierung der Glückshormone im ganzen Raum.

Die Aufnahme dieses Stoffes, den Katzen auch selbst auf natürliche Weise ausdünsten, gibt den Stubentigern ein Gefühl der Geborgenheit, wodurch sie automatisch zugänglicher werden. 

Bonus-Tipp

Lade für deine Katze die Catson-App runter und zeige ihr, wie dusslig glücklich andere Miezen sind.

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Noch mehr informatives: Diese 14 Nahrungsmittel und Pflanzen können für deine Katze oder deinen Hund tödlich sein

(jin)

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Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
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