Libyen

79 Tote

General Khalifa Haftar speaks during a news conference at a sports club in Abyar, a small town to the east of Benghazi. May 17, 2014. The self-declared Libyan National Army led by a renegade general told civilians on Saturday to leave parts of Benghazi before it launched a fresh attack on Islamist militants, a day after dozens were killed in the worst clashes in the city for months. Families could be seen packing up and driving away from western districts of the port city where Islamist militants and LNA forces led by retired General Haftar fought for hours on Friday, killing at least 43 people. REUTERS/Esam Omran Al-Fetori (LIBYA  - Tags: CIVIL UNREST MILITARY POLITICS)

Libyscher Ex-General Chalifa Haftar in Erklärungsnot. Bild: X02867

Libysche Regierung wirft früherem General Haftar Putschversuch vor

18.05.14, 01:06 18.05.14, 01:30

Nach heftigen Gefechten mit dutzenden Toten zwischen Kämpfern des früheren libyschen Generals Chalifa Haftar und radikalen Islamisten in der östlichen Stadt Bengasi wirft die Regierung in Tripolis Haftar einen Putschversuch vor.

Haftar und seine Unterstützer agierten abseits staatlicher Legitimation und versuchten einen Staatsstreich, hiess es in einer am Samstag im Staatsfernsehen verlesenen gemeinsamen Erklärung von Regierung, Parlament und Armee. Wer sich an den Aktivitäten beteilige, werde strafrechtlich verfolgt werden.

Eine Gruppe ehemaliger Rebellen unter dem Kommando Haftars hatte am Freitag in Bengasi mit Unterstützung von Kampfflugzeugen Unterkünfte der islamistischen Bewegung «Brigade des 17. Februar» beschossen. Unter wessen Kommando die Maschinen standen, ist unklar.

Schauplatz des Kampfes in Bengasi. Bild: X02867

Nach jüngsten Regierungsangaben aus der Nacht zum Sonntag wurden mindestens 79 Menschen getötet und mehr als 140 weitere verletzt.

Haftars Gruppe nennt sich selbst «Nationale Armee». Die Gruppierung gab an, einen gross angelegten Einsatz gestartet zu haben, «um Terroristengruppen aus Bengasi zu spülen». Der libysche Generalstab bestritt die Beteiligung regulärer Truppen an den Kämpfen.

Bengasi ist fast täglich Schauplatz von Gewalt. Auch für den Angriff auf das US-Konsulat am 11. September 2012 macht Washington Islamisten verantwortlich. Dabei waren der Botschafter Chris Stevens und drei weitere US-Bürger getötet worden. (kad/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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