Libyen

«Sicher und wohlauf»

Brite nach fünf Monaten Geiselhaft in Libyen wieder frei

05.10.14, 06:10 05.10.14, 09:00

Nach rund fünf Monaten Geiselhaft in Libyen ist ein britischer Lehrer wieder frei. David Bolam sei «sicher und wohlauf» zu seiner Familie zurückgekehrt, teilte das Aussenministerium in London in der Nacht zum Sonntag mit.

Der Lehrer einer internationalen Schule war im Mai in Bengasi gekidnappt worden, von wem, wurde nicht mitgeteilt. Die Stadt wird zum Grossteil von Islamisten kontrolliert. Ein US-Lehrer von derselben Schule war im Dezember erschossen worden.

Über die Hintergründe der Geiselnahme sowie der Freilassung gab es am Sonntag zunächst keine offiziellen Angaben. Die in Syrien und im Irak kämpfende Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hatte am Freitag ein Video veröffentlicht, auf dem eine zweite britische Geisel, Alan Henning, enthauptet wurde. Die Tat sorgte weltweit für Empörung. (viw/sda/afp)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

«Es herrschen chaotische Zustände»: Libyen hindert Schweizer Piloten an Seenotrettung

Die libysche Übergangsregierung ändert internationale Gesetze auf eigene Faust, die EU schickt Geld zur Aufrüstung der Küstenwache, Seenotretter werden verhaftet. Der Pilot Fabio Zgraggen sagt im Interview, er wisse nicht, wie lange er mit seinem Flugzeug noch nach Flüchtlingen auf dem Mittelmeer suchen kann.

Im August dieses Jahres kamen 90 Prozent weniger Flüchtlinge über das Mittelmeer als im August 2016. Freut Sie das?Fabio Zgraggen: Natürlich sind wir froh, wenn die Flüchtenden nicht aufs Meer müssen. Aber wenn sie zurück in die libyschen Flüchtlingslager gebracht werden, wo schlimme humanitäre Zustände herrschen, ist das sehr besorgniserregend für uns. Weil wir genau wissen, dass diesen Menschen so nicht geholfen wird. Sondern dass sie zurück in Folter und Ausbeuterei gebracht werden.

Was hat …

Artikel lesen