Luftfahrt

Die Gedenkstätte für die Opfer des Unglücks.
Bild: Getty Images Europe

Germanwings-Absturz: Todespilot Lubitz führte ein Glückstagebuch

Andreas Lubitz litt unter Depressionen, als er im März die Germanwings-Maschine abstürzen liess. Vor dem Unglück hatte der Pilot eine Psychotherapie begonnen - und protokollierte regelmässig sein Befinden.

18.09.15, 14:07

Ein Artikel von

Der Germanwings-Co-Pilot Andreas Lubitz hatte sich wegen Depressionen im Januar dieses Jahres in Psychotherapie begeben. Dies geht aus Vermerken der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hervor, «Spiegel» einsehen konnte.

Als Teil der Therapie führte Lubitz demnach ein sogenanntes Glückstagebuch, in dem er seinen Gemütszustand mit Worten und auch mit Smileys dokumentierte. An einer Stelle notierte er: «Im Grossen und Ganzen alles okay.»

Andrea Lubitz.
Bild: STRINGER/REUTERS

Vier Medikamente zugleich

Der behandelnde Psychiater verschrieb ihm laut den Vermerken ein Mittel gegen Schlafstörungen und bat den Patienten darum, dies mit der Flugmedizin-Abteilung seines Arbeitgebers abzuklären. Später stellte der Arzt offenbar ein Rezept für das Antidepressivum Mirtazapin aus.

In den letzten Wochen vor dem Absturz der Germanwings-Maschine dürfte Lubitz insgesamt vier Psychopharmaka konsumiert haben. Bei der Hausdurchsuchung fanden die Ermittler neben Mirtazapin drei weitere Medikamente, die bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Lubitz hatte einen Germanwings-Airbus am 24. März in den französischen Alpen zum Absturz gebracht; alle 150 Menschen an Bord starben.

Der Absturz von Germanwings 4U9525 in Frankreich

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Weitere Verzögerung – Berliner Flughafen BER eröffnet nicht vor Herbst 2019

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER verzögert sich einem Zeitungsbericht zufolge um ein weiteres Jahr.

Der Berliner «Tagesspiegel» berichtete am Montag unter Berufung auf interne Dokumente, dass die Verantwortlichen inzwischen von einer Eröffnung im Herbst 2019 ausgingen. Allerdings gelte auch dieser Termin wegen der zahlreichen Probleme am BER keinesfalls als gesichert.

Wie die Zeitung weiter berichtete, stellt die Verzögerung um mindestens ein zusätzliches Jahr die Finanzplanung …

Artikel lesen