Luftfahrt

Luftverkehr

Fluglotsenstreik sorgt für Chaos im italienischen Luftverkehr

06.09.14, 17:51

Weit über 100 Flüge von und nach Italien sind am Samstag wegen eines Streiks der Fluglotsen in dem Land gestrichen worden. Am Flughafen Rom-Fiumicino fielen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mehr als 50 Verbindungen aus, Europas grösste Billig-Airline Ryanair meldete 96 gestrichene Flüge.

Für insgesamt vier Stunden legten die Mitarbeiter der italienischen Flugsicherung Enav am Nachmittag im ganzen Land ihre Arbeit nieder. Auch mehrere Flüge der Swiss von und nach Italien fielen deshalb aus.

Lange warteschlangen

Am Flughafen Catania in Sizilien wurden laut Ansa insgesamt 42 Verbindungen gestrichen, in Venedig waren es 20, im norditalienischen Bergamo 37. Insgesamt beteiligten sich etwa 35 Prozent der dazu aufgerufenen Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen, wie die Enav am Abend nach dem Ende des Streiks mitteilte.

Italiens grösste Fluggesellschaft Alitalia hatte bereits zuvor angekündigt, Flüge zu verschieben, um die Auswirkungen zu reduzieren. Zudem wurden betroffene Passagiere vorab kontaktiert und über Alternativen informiert.

Dennoch bildeten sich vor den Informationsschaltern vielerorts lange Warteschlangen. Dutzende Flüge waren verspätet, Reisende mussten teils mehrere Stunden warten.

Grössere Maschinen und verschobene Flüge

Bei der britischen Fluggesellschaft Easyjet, die wie Ryanair ebenfalls vor erheblichen Verspätungen warnte, fielen bis zu 60 Flüge aus. In einer Stellungnahme hiess es: «Wir tun, was wir können, um die Auswirkung für unsere Kunden so klein wie möglich zu halten, und wir bieten jedem, der in dieser Zeit nach oder von Italien fliegt, an, den Flug ohne Gebühr auf einen anderen Tag umzubuchen.»

Eine British-Airways-Sprecherin sagte, die Fluglinie setze wo möglich grössere Flugzeuge ein und habe Flüge verschoben, um die Folgen des Streiks gering zu halten. Die Airlines empfahlen ihren Passagieren, sich über die jeweilige Website regelmässig über den Status ihres Fluges zu informieren. (sza/sda/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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