Luftfahrt
epa04327219 A Fly Romania aircraft taking off from Ben Gurion Airport, in Lod, Israel, outside Tel Aviv, 22 July 2014. Reports state that carriers including US and Europe choose to cancel flights for up to 36 hours following security concerns over Israel and the Hamas hostilities raging in the Gaza Strip. A rocket launched from the Gaza Strip exploded on 23 July 2014, several kilometers from the Ben Gurion terminal.  EPA/ABIR SULTAN

Der Ben-Gurion-Flughafen wird derzeit von einigen Airlines nicht mehr bedient. Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

Nahost-Konflikt

Raketen auf Ben-Gurion-Flughafen abgefeuert

Im Gaza-Konflikt gehen die Bemühungen um eine Feuerpause weiter. Ungeachtet dessen feuerte die radikalislamische Hamas nach eigenen Angaben drei Raketen auf den Ben-Gurion-Flughafen nahe Tel Aviv ab.

25.07.14, 13:00 25.07.14, 13:18

Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, starteten die Raketen vom Typ M75 nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ). Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien «über Tel Aviv» abgefangen worden.

Gleichzeitig wurden am Freitagmorgen bei einem israelischen Luftangriff der Sprecher der militanten Gruppe Islamischer Dschihad und sein Sohn getötet, teilten Vertreter der Regierung in Gaza mit. Damit sei die Zahl der Toten im Gazastreifen auf 804 gestiegen. Die israelische Luftwaffe zerstörte nach palästinensischen Angaben am Freitag zudem das Haus des Hamas-Führers Salah Bardawil in Chan Junis im Süden des Gazastreifens. Dabei habe es aber keine Verletzten gegeben. 

Swiss fliegt derzeit nicht nach Tel Aviv

Mehrere Fluggesellschaften verlängerten am Freitag den Stopp ihrer Flüge Richtung Tel Aviv, so dass Lufthansa, Swiss, Germanwings, Austrian Airlines und Brussels Airlines Tel Aviv derzeit nicht anfliegen. Die Hamas bezeichnet das Flugverbot als «grossen Sieg». 

Tauziehen um Waffenruhe

Die israelische Führung will nach Angaben aus Regierungskreisen am Freitag über eine Feuerpause im Gaza-Konflikt beraten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde deswegen das Sicherheitskabinett zusammenrufen, hiess es in Jerusalem. 

Erwogen werde ein Stopp der Kämpfe gegen die Hamas für sieben Tage, um humanitäre Hilfe in den Gazastreifen bringen und dort Leichen bergen zu können. In dieser Zeit werde die Armee jedoch fortfahren, die Tunnel im Grenzgebiet des Gazastreifens zu zerstören. (whr/sda)

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