Musik

Das waren noch Zeiten: Die Boyband East 17, Brian Harvey steht ganz links.  Bild: Redferns

Brian Harvey gegen die Regierung

Ex-«East 17»-Star verlangte den britischen Premier zu sprechen – und drohte mit einem Weihnachts-Hit

Brian Harvey, Ex-Frontmann der Boyband East 17, hat am Amtssitz von David Cameron eine eigentümliche Performance abgeliefert.

22.10.14, 14:34

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Auch Popstars werden älter. Und manche werden sonderlich. Den Beweis trat der mittlerweile 40-jährige Brian Harvey, einst Frontmann der britischen Boygroup East 17, am Montag in London an: Vor dem Amtssitz des Premierministers hatten sich einige Occupy-Aktivisten versammelt, darunter der ergraute Sänger.  

 «Ihr werdet alle zu meinem Nummer-1-Hit an Weihnachten tanzen.»

Brian Harvey

Und nochmal Brian Harvey in jungen Jahren. Die weisse Mütze trägt er aber heute noch gern. Bild: Redferns

Einen Energydrink in der Hand, die weisse Mütze tief ins Gesicht gezogen, verlangte Harvey, David Cameron zu sprechen. Er müsse dringend mit dem Parteiführer der Konservativen über «seinen Fall» sprechen, soll er gesagt haben. In der Hand hielt der Sänger einen weissen Aktenordner. «Er schrie, in dem Ordner befänden sich Beweise dafür, wie viel Geld ihm die Regierung gestohlen habe», twitterte ein Augenzeuge. Dann habe Harvey noch gerufen: «Ihr werdet alle zu meinem Nummer-1-Hit an Weihnachten tanzen.»

Ein Versprechen oder eine Drohung? Brian Harvey «stürmt die Downing Street» vermeldete der «Mirror», auch die anderen britischen Boulevardblätter berichteten über das «bizarre» Verhalten des Musikers. Der wurde – wenig überraschend nach seinem seltsamen Auftritt –allerdings nicht zum Prime Minister vorgelassen.

Keine Zeit für Popstars: Premierminister David Cameron in der Downing Street. Bild: AP

«Ecstasy kann dich zu einem besseren Menschen machen.»

Brian Harvey

Harvey hat es nicht so mit den Behörden. Im Jahr 2011 hatte er erklärt, Grossbritannien sei ein Polizeistaat. 1997 sorgte er mit der Behauptung, es sei «cool» Drogen zu nehmen, für Furore. «Ecstasy kann dich zu einem besseren Menschen machen», sagte er damals. Ein PR-GAU, der seinen vorübergehenden Ausschluss aus der ohnehin zerstrittenen Band zur Folge hatte.

Harveys Leben nach der Bandauflösung war ein stetes Auf und Ab. So wurde er 2001 in Nottingham mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Er soll unter Depressionen gelitten und zwei Suizidversuche unternommen haben. 2005 musste er nach einem Autounfall ins Krankenhaus. Er soll sich selbst überfahren und sich dabei einen Arm gebrochen haben.

Einige Fans machen sich inzwischen ernsthaft Sorgen um den ehemaligen Popstar. Einer twitterte: «Ich hoffe, #BrianHarvey ist in Ordnung, sein heutiges Verhalten ist ein bisschen besorgniserregend.» 

(ala)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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