Nordkorea

Soldaten an der Militärparade anlässlich des 105. Geburtstags des Staatsgründers. Bild: HOW HWEE YOUNG/EPA/KEYSTONE

Nordkoreas neuer Raketentest geht schief

16.04.17, 01:51 16.04.17, 09:56

Nordkorea hat am Sonntag einen neuen Raketentest unternommen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab in Seoul berichtete, scheiterte der Raketentest allerdings.

Das Verteidigungsministerium in Seoul erklärte am Sonntag, Nordkorea habe am Morgen versucht, «einen unbestimmten Raketentyp vom Bereich Sinpo in der südlichen Provinz Hamkyong aus zu testen, aber wir vermuten, dass der Abschuss gescheitert ist». Das Ministerium analysiere den Raketentest, um weitere Details zu erfahren.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte das Scheitern eines neuen nordkoreanischen Raketentests. Nordkorea habe anscheinend versucht, eine ballistische Rakete abzufeuern, diese sei jedoch «fast sofort explodiert», sagte ein Sprecher des US-Pazifik-Kommandos am Samstag (Ortszeit) in Washington. Die Rakete sei in der Nähe von Sinpo abgeschossen worden.

Weltweit war befürchtet worden, dass die nordkoreanische Führung anlässlich des 105. Geburtstags des Staatsgründers Kim Il Sung eine Rakete oder sogar eine Atomwaffe testen könnte.

Bei einer Militärparade in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang waren am Samstag 56 Raketen verschiedener Bauart präsentiert worden, darunter möglicherweise auch eine neue ballistische Interkontinentalrakete.

Die Militärparade in Pjöngjang. Bild: AP/KRT VIA APTN

Symbolisches Säbelrasseln

Der Konflikt um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm hatte sich zuletzt verschärft. US-Präsident Donald Trump drohte, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China nicht den Druck auf seine Verbündeten in Pjöngjang erhöhe.

Washington kündigte an, wegen der Gefahr aus Nordkorea «militärische Optionen» zu prüfen. Vergangene Woche schickte die US-Armee einen Flugzeugträger und mehrere Kriegsschiffe zur Koreanischen Halbinsel.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verschärft seit einiger Zeit die Provokationen gegen den Westen. (sda/dpa/afp)

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Galghamon, 3.12.2016
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  • Gummibär 16.04.2017 14:06
    Highlight Ganz herzlich gratuliere ich seiner Exzellenz, dem glorreichen General der vom Himmel abstammt, dem Oberster Führer der Nation, der Leuchtenden Juche-Sonne, dem Führer der Partei und des Volkes, dem Großen Unbesiegbaren und Immertriumphierenden Marschall, dem Lieben Vater des Stechschritts, dem Lenkenden Stern des 21. Jahrhunderts, dem Erlöser und Höchsten Verkörperung der Revolutionären kameradschaftlichen Liebe und dem Ewigen Generalsekretär der Partei zur triumphalen Detonation seines (M)Arschflugkörpers.
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    • kleiner_Schurke 16.04.2017 14:22
      Highlight Etwas mehr Respekt hätten ich an dieser Stelle schon erwartet!
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  • Beobachter24 16.04.2017 08:41
    Highlight Mein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Verteidigungsministerien der USA und deren Vasallen und der Medien, welche derartige News Minuten später verbreiten, könnte geringer nicht sein.

    Vielleicht gab es wirklich einen erneuten Test, vielleicht ist aber auch nur eine Garküche explodiert.

    Kim Jong-un ist ein Diktator, aber saublöd ist er nicht.
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  • Sämuu 16.04.2017 08:29
    Highlight Also ich weiss nicht wie Ihr das sieht aber das Bild oberhalb "Die Militärparade von Pjöngjang" sieht mir stark nach Fake aus, photoshop lässt grüssen😉🙈
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  • Der Tom 16.04.2017 08:25
    Highlight Hier mein Kondolenzschreiben: 🤦‍♂️ 💣🚀💩💩
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  • kleiner_Schurke 16.04.2017 08:01
    Highlight Die armen Raketenjungs, die das verbockt haben. Das wird ein übles Wochenende für die. Wenn ich daran denke was passiert ist, als uns in der RS mal ein Sackmesser abhanden gekommen ist... da haben 160 Mann sämtliches militärische und private Material auf den Platz getragen und dann wurde dieses Messer gesucht bis die Finger geblutet haben. Wahrscheinlich werden die nun die alten Raketen hervorkramen müssen, die ganz ganz grosse Zerlegung durchführen, alles auf Hochglanz polieren und wieder zusammensetzen. Vorteil für die Welt: die Dinger funktionieren dann wahrscheinlich nicht mehr...
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  • Linus Luchs 16.04.2017 07:40
    Highlight Diese Rakete hat zwar versagt, aber im grossen Arsenal, über das die nordkoreanische Armee verfügt, werden doch einige dabei sein, die funktionieren. Seoul liegt nahe an der Grenze. Kim Jong Un ist ein grössenwahnsinniger und skrupelloser Narzisst. Trump ist ein diplomatischer Analphabet. Diese Konstellation ist unheimlich gefährlich. Um die Katastrophe zu verhindern, ist jetzt vor allem China gefragt.
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  • rodolofo 16.04.2017 06:46
    Highlight Pfffft...
    Ein Rohrkrepierer.
    Und das ausgerechnet am Geburtstag des allseits geliebten Führers!
    Liebt ER uns jetzt noch?
    Jetzt, wo wir ihm mit unserer Unfähigkeit so eine Schande angetan haben?
    Bitte Haltung bewahren und weder lachen, noch grinsen, oder prusten!!
    Und bitte auch keine beleidigenden Karikaturen ins Notizbüchlein kritzeln!
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    • Moti_03 16.04.2017 09:13
      Highlight Soviel wie du immer über "führer" schreibst, könnte man meinen du sehnst dich nach einem Führer. Du weisst immer alles am besten, schon mal daran gedacht dass die nordkoreaner dies nicht wollen? Die Haben aber keine Wahl! Ich finde dein Post wieder einmal absolut daneben, egal wie es gemeint ist.
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    • Frau Dr. Holla die Waldfee 16.04.2017 09:32
      Highlight Er wird die vorgeblich Verantwortlichen foltern und hinrichten lassen. Irgendwer muss ja schuld sein.
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    • pamayer 16.04.2017 09:50
      Highlight Pure Poesie! Danke.
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  • Benji Spike Bodmer 16.04.2017 04:18
    Highlight Einerseits finde ich es sehr amüsant, dass der Test derart in die Hose ging. Ein wenig beruhigt das schon.

    Aber andererseits habe ich tiefes Mitleid mit den armen Schweinen, die diesen Fehlschlag (und den damit verbundenen eingebildeten Gesichtsverlust des koreanischen "Gröfaz") vermutlich mit dem Leben bezahlen müssen...
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  • Tatwort 16.04.2017 02:19
    Highlight Um 6:20 koreanischer Zeit soll der Test stattgefunden haben. Bereits kurz vor acht Uhr - also weniger als zwei Stunden später - melden alle Medien, dass dieser Test in die Hose gegangen sei. Das ist insofern spannend, als die Kette der Vorfälle so aussieht:
    - Ein südkoreanischer Militär sagt, er vermute, ein Raketentest sei gescheitert
    - Nur Minuten später "bestätigt" ein US-Militär, dass eine Rakete abgeschossen worden sei. Er habe aber keine Ahnung, was für eine.
    Eineinhalb Stunden später wissen alle Medien, was da in die Luft flog?
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    • Max Havelaar 16.04.2017 06:13
      Highlight Naja, einerseits könnte die Meldung vom missglückten Raketenstart wirklich eine "Beruhigungspille" sein, andererseits gibt es Satelliten und Drohnen, die nach Auswertung der Daten einen Raketenstart und dessen Verlauf bestätigen können.
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    • Spi 16.04.2017 13:29
      Highlight Genau und es sind mit Sicherheit viele Linsen auf Nordkorea gerichtet und die zeichnen alles auf.
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