Panorama
Choi Sang-hwan, South Korean Coast Guard police officer, is surround by relatives of passengers aboard the sunken ferry Sewol in the water off the southern coast as they demand for faster rescue operation, at a port in Jindo, South Korea, Thursday, April 24, 2014. Divers made their way deeper Thursday into the submerged wreck of a ferry that sank more than a week ago as the death toll continues to rise and relatives of the missing passengers pressed the government to finish the grim task of recovery soon. (AP Photo/Ahn Young-joon)

Angehörige bedrängen Choi Sang Hwan in Jindo: Suche nach Antworten. Bild: AP/AP

Wut nach Fährunglück

Angehörige der Opfer zerren Beamten der Küstenwache aus seinem Büro

Sie bedrängten den Vizechef der Küstenwache und warfen den Verantwortlichen Lügen vor: Nach dem Fährunglück in Südkorea haben Angehörige der Vermissten erneut ihrem Zorn Ausdruck verliehen. Sie fordern eine intensivere Suche.

24.04.14, 22:21

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Seoul - Nach dem Fährunglück in Südkorea haben die Angehörigen der Vermissten erneut ihrem Zorn Ausdruck verliehen. Etwa 20 Menschen zerrten den Vizechef der Küstenwache, Choi Sang Hwan, aus seinem Büro und bedrängten ihn. Sie warfen ihm lautstark vor, die Unwahrheit über Rettungs- und Bergungsaktionen zu sagen. Der Beamte wurde festgehalten, bis Mitarbeiter ihm halfen.

In einer improvisierten Diskussionsrunde wurden den Verantwortlichen vor Ort, darunter auch der Fischereiminister und der Chef der Küstenwache, Kim Seok Kyun, scharfe Fragen gestellt. Die Angehörigen wollten unter anderem wissen, warum nicht auch nachts gesucht werde und warum Zivilisten nicht die Einsatzkräfte unterstützen dürften. «Wir machen unsere Arbeit und uns geht es genau wie Ihnen», entgegnete Kim. «Wir versuchen alle Ausrüstung zum Einsatz zu bringen, die wir haben.» Freiwillige Taucher würden die Arbeiten eher behindern, hiess es.

Die Fähre «Sewol» war vor einer Woche mit 476 Menschen an Bord gekentert und gesunken. Mehr als 170 Insassen wurden gerettet, darunter der 69-jährige Kapitän und zwei Drittel seiner Besatzung. Die Zahl der bestätigten Todesopfer beträgt inzwischen 175. Die Bergungs- und Rettungsaktionen dauern an, aber für die Vermissten besteht kaum noch Hoffnung.

Die Hintergründe der Tragödie sind noch nicht aufgeklärt. Eine mögliche Ursache des Unglücks: Eine abrupte Kursänderung könnte dazu geführt haben, dass Ladung verrutschte und das Schiff in Schieflage geriet. Laut einem südkoreanischen Fernsehsender hatte die Besatzung zwei Wochen vor dem Unglück ein technisches Problem an der Ruderanlage festgestellt und eine Reparatur beantragt. Diese habe aber nie stattgefunden. Der Kapitän und mehrere Crewmitglieder wurden verhaftet. Sie sollen die Evakuierung verzögert und die Passagiere im Stich gelassen haben, weil sie frühzeitig das Schiff verliessen. (hut/AFP/AP)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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