Papst

Fettnäpfchen im Heiligen Land

Mit diesen Gesten hat sich Papst Franziskus keine Freunde gemacht

26.05.14, 15:45 26.05.14, 18:52

Papst Franziskus hat am letzten Tag seiner Reise ins Heilige Land an der Klagemauer in Jerusalem gebetet. An der heute heiligsten Stätte für Juden verharrte er am Montag in stiller Einkehr und steckte einen Zettel in eine der Ritzen zwischen den Quadern.

Für Juden ist dies ein Ort, der ihren historischen Anspruch auf das Land repräsentiert. Anschliessend legte Franziskus einen Kranz am Grab von Theodor Herzl nieder.

Franzikus am Grab von Theodor Herzl. Bild: EPA/ISRAELI GOVERNMENT PRESS OFFICE 

Herzl ist der Begründer des modernen Zionismus und damit ein Symbol für die Rückkehr der Juden nach Israel. In palästinensischen Kreisen war diese Geste auf Kritik gestossen.

Zuvor hatte der Papst den wegen Aufrufen zur Gewalt umstrittenen Grossmufti von Jerusalem getroffen, was in Israel missfiel. Der Pontifex nutzte das Treffen zu einem Appell.

Der Papst mit dem Grossmufti von Jerusalem, Mohammed Hussein.  Bild: Reuters

Er forderte Muslime, Christen und Juden zum gemeinsamen Einsatz «für Gerechtigkeit und Frieden» auf. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erinnerte daran, dass sich alle drei monotheistischen Religionen von ihrem gemeinsamen Erzvater, dem Propheten Abraham, ableiten.

Am Montag stehen zudem ein Besuch der zentralen Holocaust-Gedenkstätte sowie Unterredungen mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres und Regierungschef Benjamin Netanjahu auf dem Programm. Zum Abschluss ist eine Messfeier im Abendmahlsaal auf dem Zionsberg vorgesehen. Am späten Abend wird Franziskus im Vatikan zurück erwartet.

Papst Franziskus mit Simon Peres. Bild: Reuters

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Donald 26.05.2014 17:23
    Highlight Genau richtig was er macht. Man muss einfach einmal die Grenzen sprengen. Diese Leute reden ja gar nicht miteinander, sie bekämpfen sich lieber. Alle blicken zurück, aber es geht nach vorne! Toll, dass er so ein Risiko auf sich nimmt und übrigens auch die anderen Religionsvertreter, die beteiligt sind.
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  • Adonis 26.05.2014 16:36
    Highlight Frage: Gäbe es keine Religionen, hätten wir frielichere Zeiten...? Ich glaube "ja"! Die Grössten Probleme gehen Hand in Hand mit Armut und Religion zusammen.
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    • Dreamer 26.05.2014 17:50
      Highlight Früher ja, heute nicht mehr ausschliesslich. Meiner Meinung nach ist unser Finanz-/Wirtschafts-/Machtsystem genau so an Weltproblemen beteiligt.
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    • Horny 26.05.2014 19:44
      Highlight Die Religion, egal welche, ist doch ein reines Machtinstrument. Zum einen wird das Volk durch Religion in eine Art Zivilisierungssystem kanalisiert, und auf der Anderen Seite ist die Religion mit ihren Glaubenskriegen die Ursache der meisten Kriege in der Welt. Ich persönlich denke, dass es vermutlich egal ist, ob es Religionen gibt, denn wenn nicht, hätten vermutlich Kaiser und Könige das Sagen, etwas einfach anders wäre.
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