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Hochzeitsfoto von Sheryl Sandberg und David Goldberg. bild: facebook/sheryl sandberg

Facebook-CEO Sheryl Sandberg nimmt auf Facebook Abschied von ihrem Mann und rührt die Community zu Tränen

07.05.15, 13:53 07.05.15, 14:21

Mitgefühl ist eine Zahl: über 350'000 Likes. Unter denen, die so ihr Beileid äussern, sind auch Mark und seine Schwester Randi Zuckerberg und Arianna Huffington. Sheryl Sandberg hat sich nämlich auf Facebook von ihrem Mann verabschiedet, von David Goldberg, der am Wochenende nach elf gemeinsamen Jahren unerwartet plötzlich gestorben ist. Er wurde in einem Luxusressort von einem Laufband katapultiert. 

Sheryl Sandberg, seit 2008 Geschäftsführerin der Facebook Inc., wandte sich jetzt mit einem langen Trauerbrief an ihre Gemeinde. Also, an ihre Facebook-Community. Und diese reagierte mit einer kollektiven Gefühlsbekundung. 

Man kann sich fragen, ob digitale Trauer unaufrichtiger ist als direkt geäusserte. Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch einfach die Übersetzung einer herkömmlichen Abdankungszeremonie ins Internet. Denn auch zu einem Gottesdienst in einer Kirche finden sich immer viel mehr Leute ein, als bloss jene, die der Trauerfamilie wirklich vertraut sind. Die virtuelle Realität ist auch eine Realität. Und das Echo auf Sheryl Sandbergs Brief beeindruckend und berührend.

Auszüge aus Sheryl Sandbergs Trauerbotschaft

«Ich traf David vor fast zwanzig Jahren, als ich nach L.A. zog. Er wurde mein bester Freund. Er zeigte mir zum ersten Mal das Internet ...»

«Wir erlebten elf Jahre voller Freude, voll der tiefsten Liebe, glücklichsten Ehe und wahrhaftigsten Partnerschaft, die ich mir vorstellen konnte.»

«Dave war mein Fels. Wenn ich mich aufregte, blieb er ruhig. Wenn ich mir Sorgen machte, sagte er, alles wäre okay. Wenn ich unsicher war, wusste er eine Lösung.»

«Als wir heute die Liebe meines Lebens zu Grabe trugen, beerdigten wir nur seinen Körper. Sein Geist, seine Seele, seine unglaubliche Grosszügigkeit sind noch immer mit uns.»

«Nichts wird mehr gleich sein – aber die Welt ist besser dank der Jahre, die ich mit meinem geliebten Mann erlebte.» 

(sme)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Radiochopf 07.05.2015 14:59
    Highlight n den letzten 2-3 Tagen liest man von diesem sicherlich tragischen Tod mehr in den Medien als von den 10'000 Toten in Nepal.. Hauptsache Facebook macht wieder Werbung für sich.. schlimm ist diese Art und Weise
    7 2 Melden
    • Simone M. 07.05.2015 15:33
      Highlight Da geb ich dir vollkommen Recht, was Nepal und den Werbeeffekt betrifft. Leider. Das Verrückte ist ja, dass dieser so eng mit FB verknüpfte Todesfall tatsächlich viel näher an den FB-Usern ist als jede Nachrichtenmeldung. Auf FB lebt ein nicht zu unterschätzen grosses Stück von ihnen selbst, mit Nepal verbindet sie nichts. Dass die geäusserten Emotionen authentisch sind, bezweifle ich keinen Moment lang.
      9 1 Melden
  • Bowell 07.05.2015 14:39
    Highlight WTF?! "Er wurde in einem Luxusressort von einem Laufband katapultiert." Kann mir das jemand genauer erklären?
    6 1 Melden
    • Simone M. 07.05.2015 15:09
      Highlight Es klingt ja leider furchtbar komisch, ist aber einfach nur furchtbar: Es spickte ihn rückwärts vom Laufband, er fiel auf den Kopf und starb an der Kopfverletzung.
      4 1 Melden
    • droelfmalbumst 07.05.2015 16:15
      Highlight hört sich stark nach final destination an...
      7 2 Melden

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