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Kasparow wird nicht Präsident des Welt-Schachverbandes

11.08.14, 18:45
FILE - In this Tuesday, Sept. 22, 2009 file photo, former chess world champion Garry Kasparov, right, and Anatoly Karpov, left, play an exhibition rematch in Valencia, Spain. Kasparov is hoping to oust the head of the World Chess Federation in a bitter contest on the sidelines of an international tournament in Norway. Kasparov, a vocal critic of Russian President Vladimir Putin, is challenging Kirsan Ilyumzhinov, a wealthy businessman known to be supported by the Russian president. (AP Photo/Alberto Saiz, File)

Garri Kasparow hat die Wahl zum Präsidenten des Weltschachverbandes nicht gewonnen. Bild: Alberto Saiz/AP/KEYSTONE

Der russische Oppositionelle und Schachgrossmeister Garri Kasparow wird nicht Präsident des Weltschachverbands (Fide). Der 51-Jährige ist mit dem Versuch gescheitert, die Führung des Verbandes zu übernehmen.

In einer hochgradig politisierten und chaotischen Abstimmung setzte sich am Montag der langjährige russische Amtsinhaber Kirsan Iljumschinow mit grosser Mehrheit gegen den einstigen Schachweltmeister durch. Bei der Wahl am Rande der Schachweltmeisterschaft im norwegischen Tromsö erhielt der für seine Kritik am Kreml bekannte 51-jährige Kasparow nur 61 der 175 Stimmen.

Iljumschinow, der seit 1995 an der Spitze des Weltschachverbands steht und als Mann des Kremls gilt, wurde mit 110 Stimmen für vier Jahre wiedergewählt. «Ich werde mich für das Schachspiel einsetzen und mein ganzes Leben dem Fide widmen», sagte der 52-Jährige nach seiner Wahl.

Der Wahlkampf war durch gegenseitige Vorwürfe der Korruption und der illegalen Einflussnahme geprägt. Zudem bezichtigte Kasparow seinen Gegenspieler, der früher Präsident der russischen Teilrepublik Kalmückien war, Vasall von Russlands Präsident Wladimir Putin zu sein. (pma/sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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