Schweiz

SBB bauen hunderte Stellen ab: Jährlich sollen 550 Millionen Franken eingespart werden

05.11.15, 09:59 05.11.15, 12:00

Die SBB stellen die Weichen für die Zukunft: Neben der bereits bekannten Streichung von rund 900 Stellen bis 2020 will das Unternehmen weiter sparen. Vor allem in der Verwaltung, beim Vertrieb und Material ist ein Abbau geplant. Gleichzeitig gibt es auch neue Stellen.

Mit dem am Donnerstag lancierten Programm «RailFit20/30» wollen die SBB ihre Kosten sowie Angebots- und Betriebskonzepte überprüfen, wie das Bahnunternehmen mitteilte. Zusammen mit dem Beratungsunternehmen McKinsey werde bis im nächsten Sommer über definitive Massnahmen entschieden.

Einbezug der Sozialpartner

Die Eckwerte sind schon definiert: Die SBB wollen bis 2020 mindestens 550 Millionen Franken pro Jahr einsparen. Hintergrund seien stark steigende Kosten wegen neuer Angebote, neuer Infrastrukturanlagen wie der Durchmesserlinie und wegen zusätzlicher Unterhaltsarbeiten.

«Ein zusätzlicher Stellenabbau dürfte notwendig sein», schreiben die SBB. Dabei würden alle Stellen unter die Lupe genommen. Stellenreduktionen sollen gemäss Gesamtarbeitsvertrag und unter engem Einbezug der Sozialpartner umgesetzt werden, möglichst über natürliche Fluktuationen und Pensionierungen.

Neue Stellen

Zur Bewältigung der Verkehrszunahme, des zusätzlichen Unterhalts und vieler Ausbauten werden aber auch Stellen aufgebaut, beispielsweise beim Lokpersonal, bei Ingenieuren oder bei Lernenden.

Für 2030 und darüber hinaus nimmt das Unternehmen eine notwendige Kostenreduktion von 1.75 Milliarden Franken pro Jahr an. Die Kosten pro Personen- und Tonnenkilometer anderer Verkehrsträger wie Fernbusse oder selbstfahrende Fahrzeuge dürften laut den SBB hingegen mittel- bis langfristig markant sinken. Preise sollen deshalb künftig möglichst moderat oder gar nicht mehr steigen.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, wollen die SBB nebst Kostensenkungen auch Investitionen in attraktive Angebote erhöhen und die Auslastung steigern. (whr/sda)

So sieht der neue SBB-Hochgeschwindigkeitszug aus

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  • Gelöschter Benutzer 06.11.2015 14:47
    Highlight Man müsste nicht in dieser Weise sparen. Aber das Geld liegt dummerweise nicht beim "Fussvolk", sondern bei jenen, die es zur finanziellen (Selbst-) Optimierung entlassen wollen:
    In den USA tragen 10% der Reichsten 35% MEHR zum Steueraufkommen bei, in der Schweiz rund 10% WENIGER. In der Schweiz erhalten 10% der Reichsten 25,5% des Schweizer Gesamteinkommens - ihr Steueranteil: 20,9%; in den USA sind dies 45,1% (NZZ-Artikel "Wie viel die Reichen zahlen", Nov. 2011).
    Da ist nichts zu holen, da es "verschiedene Kässeli" sind? Wirklich?

    > http://www.bestimmt.ch/?p=1549
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  • Nightghost 05.11.2015 17:48
    Highlight https://www.sbb.ch/sbb-konzern/ueber-die-sbb/zahlen-und-fakten/personal.html
    Wasserkopf Abbau ?
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  • dnsd 05.11.2015 13:38
    Highlight Ich verstehe nicht wieso in der Schweiz jeder in den Zug einsteigen darf auch wenn er kein Billet hat und erst danach mit viel Aufwand kontrolliert werden soll... mehr als 50% der ausgestellten Bussen werden ja sowieso nicht bezahlt: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23322729
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  • branchli1898 05.11.2015 12:14
    Highlight Ausbau der Stellen bei Lernenden, für was, wenn die Stellen danach weggespart werden?
    3 1 Melden
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  • karl_e 05.11.2015 11:46
    Highlight Mit McKinsey wird alles gut!
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    • MaxM 16.11.2015 00:00
      Highlight Swissair haben sie ja umfassend helfen können.
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  • Bijouxly 05.11.2015 10:59
    Highlight super - vor allem in der verwaltung. auch gut, dass neue stellen geschaffen werden, dort wo sie gebraucht werden. endlich mal ein schritt in die richtung, die heilige kuh sportlicher zu machen.
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  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 10:47
    Highlight Dass bei dem Betrieb mal ausgemistet wird, wurde auch Zeit. Jedoch bezweifle ich stark, dass hier am richtigen Ort gehobelt wird. Auch wird es sicherlich keine Preisreduktion geben und an eine moderate Preiserhöhung glaube ich erst wenn ich sie sehe. Und zum Thema Wettbewerbsfähig? Welcher Wettbewerb? Zwischen ÖV und Privatfahrzeug? Auslastung? Noch mehr Leute in bereits volle Züge stecken? Oder noch mehr Züge auf der selben Strecke mit kürzeren Umstiegszeiten? Meine Verbindungen haben jetzt schon Verspätungen, weil sie das Einfahren von anderen Zügen (keine Anschlüsse) abwarten müssen...
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  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 10:34
    Highlight Komisch, keiner scheint einen Fachkräftemangel zu haben
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  • hello world 05.11.2015 10:17
    Highlight Endlich....
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  • dockyard____ 05.11.2015 10:02
    Highlight durch den Abbau werden die Preise bestimmt nicht tiefer.
    Gewinnsteigerung ist wohl eher das Ziel
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    • goschi 05.11.2015 11:44
      Highlight Es steht nichts von Preissenkungen, sondernd davon, dass weitere Preissteigerungen vermieden werden sollen, das ist nicht das gleiche.

      Und wohin geht denn der Gewinn der SBB?
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