Schweiz

«Gefährlich für Dritte»: Boi-Mörder Kris V. bleibt im Gefängnis in Lenzburg

Das aargauische Verwaltungsgericht hat per Urteil entschieden, dass die fürsorgerische Unterbringung von Kris v.O. in der JVA Lenzburg aufrechterhalten bleibt. Es bestätigte damit das Urteil des Familiengerichts Baden vom 1. Juli 2016.

12.08.16, 09:24 12.08.16, 14:18

Kris V. wird in der JVA Lenzburg untergebracht. bild: kapo AG

Das aargauische Verwaltungsgericht bejahte in seinem Entscheid vom 9. August 2016 erneut die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung. Es begründet dies namentlich mit der − gegenwärtig noch unbehandelten – schweren Persönlichkeitsstörung von Kris v.O., der daraus resultierenden Gefahr für Dritte sowie seiner dringenden Therapiebedürftigkeit.

Diese Begründung hat inzwischen auch das Bundesgericht mit Urteil vom 11. Juli 2016 vollumfänglich bestätigt.

Höchststrafe im Jugendrecht

Kris V. hatte 2009 in Sessa TI die damals 17-jährige Boi mit einem Holzscheit erschlagen, damals war er selber erst 16 Jahre alt. Aufgrund ausgewerteter Handy-Daten hatte die Polizei den Schweizer im August 2009 zum Verschwinden der Jugendlichen befragt. Ihre Überreste wurden später im Juni 2010, zehn Monate nach dem Verschwinden, in Sessa aufgefunden. Wenig später wurde der Jugendliche an seinem Wohnort im Aargau verhaftet.

Das Jugendgericht Baden verurteilte den Aargauer 2013 wegen Mordes zur Höchststrafe im Jugendrecht. Er wurde zu einem Freiheitsentzug von vier Jahren und zu einer geschlossenen Unterbringung verurteilt. Weil die jugendstrafrechtlichen Massnahmen bis zum Erreichen des 22. Altersjahres befristet sind, wurde der Mann im Frühling 2015 auf Antrag der Jugendanwaltschaft fürsorgerisch untergebracht.

Dagegen wehrte sich der Mörder auf dem Rechtsweg, es folgte ein Hin und Her. Im Februar wies das Aargauer Verwaltungsgericht die Beschwerde des Mannes gegen die fürsorgerische Unterbringung ab.

Das könnte dich auch interessieren:

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Obamas geniale Antwort auf Rassisten schlägt alle Twitter-Rekorde

Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in sieben Akten

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Zum 40. (angeblichen) Todestag: ELVIS LEBT! 20 handfeste Beweise dafür

Was ist der hohlste Traumjob der Welt? Influencer!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Slant 12.08.2016 11:46
    Highlight Weiss man eigtl. wieso die Mutter dem Mörder geholfen hat zu fliehen?
    5 3 Melden
    600

800'000 neue Leser von Luzern bis Wil: Blochers BaZ kauft Lokalzeitungs-Imperium auf

Mit 800'000 Lesern in den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn und Zürich ist der Zehnder Verlag der König unter den Lokalverlagen. Nun hat die BaZ Holding AG das Zeitungsimperium aufgekauft, wie diese in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Die BaZ installiert Rolf Bollmann als neuen CEO.

Die BaZ Holding AG steht unter der Kontrolle von Alt Bundesrat Christoph Blocher, der die «Basler Zeitung» auf stramm konservativen Kurs brachte und so zum Beispiel Markus Somm als Chefredaktor einsetzte. Heute …

Artikel lesen