Schweiz

Zwischen zwei Sattelschleppern eingeklemmt: «Ich dachte, jetzt ist es vorbei»

Bei einem Auffahrunfall wurde ein 53-jähriger Autofahrer zwischen zwei Sattelschleppern eingeklemmt. Wie durch ein Wunder erlitt er nur leichte Verletzungen – und kam mit dem Schrecken davon.

22.05.17, 10:24 22.05.17, 10:38

Der Albtraum jedes Autofahrers. Bild: Kapo AG

Am Donnerstag ist es in Untersiggenthal zu einem spektakulären Auffahrunfall gekommen: Ein Opel Astra wurde zwischen zwei Sattelschleppern eingeklemmt und zusammengedrückt. Der 53-jährige Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt – und kann es selber kaum glauben: «Es ist ein Wunder, dass ich noch hier bin», sagt er gegenüber Blick.

Eigentlich habe er nur Blumen für seinen Balkon kaufen wollen, als er gegen 12.45 Uhr Untersiggenthal passierte. «Vor einem Rotlicht gab es eine Kolonne», erinnert er sich. Vor ihm sei ein Sattelschlepper gewesen. Auch den Rückspiegel habe er im Auge behalten. «Ich weiss, was passieren kann. Wie beim Gotthardtunnel, als auf diese Art eine Familie und kürzlich ein Chauffeur starben.»

Dass er sich jedoch selbst einmal in einer ähnlich lebensgefährlichen Situation wiederfinden würde, hätte er zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Bis er durch den Rückspiegel beobachtete, wie ein Lastwagen auf ihn zuraste. Fürs Aussteigen blieb ihm keine Zeit. «Als ich den LKW ganz nahe sah, dachte ich: Jetzt ist es vorbei!»

Autolenker im Lastwagen-Sandwich (19. Mai 2017)

Der Alptraum eines jeden Autofahrers. In Untersiggenthal kam es zu einem Sandwich-Unfall. Der Lenker musste verletzt von der Feuerwehr befreit werden. Video: © TeleM1

«Ich bekam Angst, dass gleich alles brennt»

Obwohl der LKW-Fahrer mit voller Wucht auf die Bremse trat, krachte das tonnenschwere Fahrzeug ins Heck des Opels. «Das war heftig – auch der zweite Aufprall in den LKW vor mir», beschreibt er die Szene gegenüber der Zeitung. Die Wucht war derart gross, dass sogar der vordere Sattelschlepper ein Stück nach vorne geschoben wurde und damit zwei davor stehende Autos zusammen drängte.

Der Opel Astra dazwischen wurde zusammengedrückt, die Scheiben barsten. «Ich war angegurtet, sonst wäre ich rausgeflogen», sagt der 53-Jährige. Als er sein Auto verlassen wollte, merkte er, dass er eingesperrt war: Beide Türen klemmten. «Ich bekam Angst, dass gleich alles brennt.»

Der Unfallfahrer eilte ihm zu Hilfe und entschuldigte sich. Gemäss Polizei hatte er zu spät erkannt, dass die Kolonne zum Stillstand kam. Auch Polizei, Ambulanz und Feuerwehr waren rasch vor Ort, um den 53-Jährigen aus seinem Opel zu bergen. Im Spital dann die erlösende Diagnose: Er hat lediglich Kratzer und Prellungen erlitten. Der Schock vom Unfall bleibt jedoch: «Ich sehe immer wieder, wie der LKW in mich reinfährt.» (aargauerzeitung.ch)

Aktuelle Polizeibilder: Mehrere 100'000 Franken Schaden beim Grillieren

Das könnte dich auch interessieren:

Auf Facebook sind sie schon lange Sieger – wie die AfD ein digitales Wahlvolk züchtete

Er zwang Bundesrat Berset in die Knie: So tickt Andri Silberschmidt

«American Apparel»-Gründer so: «Mit Mitarbeiterinnen zu schlafen, ist unvermeidlich»

Glastüren kommen direkt aus der Hölle – wie sonst sind diese Fails zu erklären?

Die fantastische Story, wie dieser Herr den Knie-Protest der Footballer erfand 

10 Tricks, wie die Game-Industrie uns Gamer abzockt

«Sieg Heul!» – die heftigsten Reaktionen zu den Bundestagswahlen

Frauke Petry zum Rücktritt aufgefordert ++ Merkel übernimmt Verantwortung

Aufstand der «Hurensöhne» – jetzt gehen sie gegen Trump auf die Knie

Die Reformgegner werden ihren «Sieg» noch bereuen: Es droht die totale Blockade

Jajaja jetzt wird wieder Dani Huber gequizzt

Kein Schamgefühl – dieses Trump-Getue von CC macht alles nur noch schlimmer

Cassis muss in der Europapolitik liefern – und den Beschuss von rechts aushalten

Extrem hässliche Menschen erzählen uns, wie es ist, extrem hässlich zu sein

Ständemehr als Stolperstein: Bei der AHV-Reform wird um jeden Swing State gekämpft

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Kahlschlag bei Rockwell Automation in Aarau: 250 Arbeitsplätze in Gefahr

Im Aargau droht rund 250 Angestellten der Verlust des Arbeitsplatzes. Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz meldet, die Firma Rockwell Automation überlege sich, rund die Hälfte der etwa 500 Stellen in der Schweiz abzubauen.

Rockwell selber will diese Zahlen vorerst nicht bestätigen. Man plane zwar Änderungen der Produktionsstrategie, schrieb das Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung. Teil dieser Anpassung sei die schrittweise Verlagerung der Produktion von Aarau an andere Standorte.

Man …

Artikel lesen