Schweiz

Aargauer soll für Angriff mit Auto auf Jogger 7,5 Jahre in den Knast

06.10.15, 09:23

Ein Jogger wurde durch den Angeklagten verletzt.
Bild: HEINZ-PETER BADER/REUTERS

Ein Autofahrer, der im August 2013 in Hallwil AG mutwillig einen Jogger angefahren hat, soll für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat ihn wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft gemäss eigenen Angaben vom Dienstag dem 27-jährigen Schweizer vor, er sei nach einer verbalen Auseinandersetzung in schneller Fahrt auf die beiden Jogger losgefahren. Die beiden sprangen rechts und links von der Fahrbahn ins angrenzende Wies- und Ackerland.

Der Beschuldigte lenkte das Fahrzeug nach links, folgte einem der beiden ausweichenden Jogger und erfasste ihn dabei frontal. Als Kollisionsgeschwindigkeit wurde bei den Untersuchungen ein Wert zwischen 45 km/h und 54 km/h ermittelt.

Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Wann sich das Bezirksgericht Lenzburg mit dem Fall beschäftigt, steht noch nicht fest. Der Angeklagte ist derzeit auf freiem Fuss. Im Falle einer Verurteilung zur einer Freiheitsstrafe wird ihm die Untersuchungshaft angerechnet.

(sda)

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  • Angelo C. 06.10.2015 10:38
    Highlight Man fragt sich, wieso man einen derart Gestörten, dessen unbedingte Haftstrafe problemlos absehbar und der Fall ermittlungstechnisch völlig klar ist, bis zur Gerichtsverhandlung auf freiem Fuss belässt 😠!? Haftgründe sind nebst Flucht- und Kollisionsgefahr mindestens ebenso sehr die sog. Wiederholungsgefahr, wobei Letzteres bei einem derartig übertrieben reagierenden Straftäter und Wüterich durchaus im Bereiche des Denkbaren liegt.
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  • M2020 06.10.2015 09:47
    Highlight Der hat ja einen flick ab. Knast? Nicht eher Psychi? Es herrscht Krieg auf Schweizer Strassen. Armselig.
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  • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 09:35
    Highlight Was ich mich frage, was passiert während und nach dem Knast mit diesem, in meinen Augen schwer gestörten, Person?
    Jemand wegen einer verbalen Auseinandersetzung über den Haufen zu fahren. Manchmal frage ich mich ob man mit solchen Menschen nicht was sinvolles anfangen könnte.
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    • Petrarca 06.10.2015 10:10
      Highlight Klar könnte man. Aber dann hören wir wieder Sprüche wie "und wer denkt an die Opfer!?" oder "Schluss mit Kuscheljustiz!", weil solche Massnahmen dann gewisse Kreise auch nicht bezahlen wollen und stattdessen lieber auf Strafe (bzw. Rache) setzen. Natürlich sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass bei diesem Typen etwas grundlegendes nicht in Ordnung ist und dieses Problem mit ein paar Jahren Gefängnis nicht gelöst sein wird. Aber der (Ausnahme-)Fall Carlos hat ja wunderprächtig gezeigt, wie kurzsichtig gewisse Teile der Bevölkerung und Medien in diesen Belangen so sind.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 15:55
      Highlight Du verstehst mich falsch. Gerade "carlos" zeigt dass diese Art von Thatapie Fragwürdig ist. Denn wenn solch ein Sondersetting ein Leben lang durchgezogen werden müsste ist es schlicht unnütz. Und bei Carlos hat es scheinbar nicht angeschlagen. Das einzig richtige ist, dass diese Untherapierbaren eingewiesen/eingesperrt (nenn es wie du willst) werden und für ihren Unterhalt selbst aufkommen müssen.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 15:57
      Highlight Ps. Er könnte auch somit die Therapie selbst finanzieren. Bei Carlos wurde, sofern nur die hälfte stimmt, zu weit gegangen.
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    • Petrarca 06.10.2015 16:44
      Highlight Carlos Therapie sollte bestimmt nicht lebenslänglich dauern und verlief bis zur Schlammschacht gut, zeigte Wirkung. Dann wurde sie abgebrochen. Es hatte durchaus angeschlagen, wurde aber nie zu Ende gebracht. Was erwartet man da schon? Man kann Leute in einem Rechtsstaat nicht einfach lebenslänglich einsperren. Im Fall Carlos gab es keine Grundlage bzw. kein Verbrechen, für das er ein Lebenlang eingewiesen hätte werden können. Was ist Dir also lieber? Ein teures Sondersetting oder einfach zuwarten, bis Carlos einen Grund fürs Wegsperren liefert? Wer denkt nun hier an die (potentiellen) Opfer?
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 18:01
      Highlight Hmm zugegeben, ich besitze keine tieferen Infos zum Fall Carlos . Jedoch glaube ich nicht an einen Erfolg wenn er weiterhin Leute bedrohte und Zimmer Verwüstete. Hier scheint es, basierend auf den Berichten, um eine Person zu handeln, die nach dem Sondersetting sofort zurück in sein bisheriges Muster verfiel. Ich habe persönlich solche Personen im Freundeskreis, bei denen solch ein Sondersetting (Beschäftigungstherapie) nur so lange funktioniert, solange es fortgesetzt wird. Und bei solchen Menschen Geld zu verschwenden ist Schwachsinn. Soweit geht meine Empathie nicht. ...
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 18:05
      Highlight Wenn die schon Aufwendig therapiert werden müssen, dann sollten sie diese auch wie normale Menschen auch mit finanzieren müssen. Carlos ist in meinen Augen ein Beispiel für einen guten Ansatz, wo viel Schief gelaufen ist, auf allen Seiten.
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    • Petrarca 06.10.2015 18:34
      Highlight Ich schätze, dass man solche Dinge den Experten überlassen sollte. Und wenn die einen Nutzen sehen, dann vertrau ich denen. So wie ich dem Statiker vertraue, dass meine Wohnung nicht irgendwann über mir zusammenbricht;) Und was die Kosten betrifft: Müssen dann Menschen mit (geistigen) Behinderungen für Ihre verursachten Kosten auch (mit) aufkommen? Wenn wir davon ausgehen, dass mit einem Typen wie Carlos "etwas nicht stimmt", dann müssen wir konsequenterweise auch davon ausgehen, dass er dafür nur bedingt selbst verantwortlich ist. Eine sichere, gesunde Gesellschaft kostet nun mal halt.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 20:33
      Highlight Das mit den Experten gebe ich Dir recht. Das Problem ist, dass der Statiker ziemlich gut berechnen kann wann und ob das Haus einstürzt und was man dagegen tun kann. Bei der Psyche von Menschen sieht es leider schon wieder anders aus.
      Das Argument mit anderen Behinderten Kranken ist mir auch durch den Kopf. Das ist eine Frage der Verhältnismässigkeit. Wenn zB ein Mensch einen Unfall verursacht, weil er nicht in der Lage war wegen seiner Behinderung korrekt zu reagieren muss und das wird er ja auch, anders behandelt werden, als einer der "Vorsätzlich" handelt...
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 20:40
      Highlight Weil in seinem wirren Kopf eine Sicherung durchgeknallt ist. Hier ist die Gefahr dür solche Ausraster zu hoch. Ich denke die 7.5 Jahre sind gerechtfertigt. Dazu gehört eine Therapie die am Ende aussagt ob die Gefahr besteht dass sich das wiederholt. Sollte die Gefahr nicht gebannt sein, sollte er eine Therapie besuchen sollen, die wie bei einer normalen Krankheit zum Teil von einer Krankenkasse, zum Teil von ihm bezahlt wird (Selbstbehalt). Das Agressionspotential hat sicherlich nicht seit dem "Umfall" existiert. So sehe ich auch ihn in der Verantwortung Präventiv zu handeln.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 20:41
      Highlight Was er nicht gemacht hat. Dafür darf der Täter meiner Meinung nach bluten.
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