Schweiz

Hochspannungsleitung war doch Grund für den Super-Puma-Absturz 

02.10.16, 10:19 02.10.16, 13:40

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

Der Unfall mit dem Super-Puma der Armee vom vergangenen Mittwoch nahe des Gotthard-Hospizes mit zwei Toten ist auf die Kollision mit einem Kabel zurückzuführen. Nun wird abgeklärt, ob mit der Leitung alles in Ordnung war.

«Nach heutigem Stand der Untersuchung war die Kollision mit dem Kabel ursächlich für den Absturz», bestätigte der Sprecher der Militärjustiz, Tobias Kühne, der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des SonntagsBlicks.

Vermutungen, erst der Absturz des Helikopters habe das Stromkabel heruntergerissen, haben sich damit nicht bestätigt. Die Armee hatte bereits zuvor bekannt gegeben, dass es keine Hinweise auf einen technischen Defekt als Ursache gegeben habe.

Beim Absturz waren die beiden Milizpiloten mit den Jahrgängen 1966 und 1977 ums Leben gekommen. Zudem wurde ein Flugbegleiter schwer verletzt.

Die schwersten Unfälle mit Armee-Helikoptern

Verteidigungsminister Guy Parmelin stellte sich in einem Interview trotz der Unfallserie bei der Luftwaffe hinter deren Chef Aldo Schellenberg. Dieser geniesse für den Moment sein volles Vertrauen, sagte Parmelin in einem Interview des «SonntagsBlicks».

Er sei ein guter Luftwaffenkommandant. «Ich habe überhaupt keinen Grund, ihn zu entlassen. Es liegen keine fundamentalen Fehler seinerseits vor», sagte Parmelin weiter.

Schellenberg habe schon vor den Unfällen interne Untersuchungen angestossen, ob und wo allenfalls die Sicherheit noch weiter verbessert werden könne.

Parmelin zeigte auch Verständnis für die Tränen Schellenbergs nach dem Helikopter-Absturz. «Ich verstehe diese Emotionalität voll und ganz. Das Gegenteil hätte mich gestört. Vielleicht kannte er ja die Opfer persönlich», sagte er weiter.

(sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie das Bedingungslose Grundeinkommen das Leben dieses Finnen verändert hat

So rechtfertigt Trump sein Schweden-Debakel

Pünktlich zum Semesterstart: Der ehrliche Stundenplan für faule Studenten

Bei WhatsApp gibt's jetzt auch «Status-Updates»

Dämonen in deinem Bett – Willkommen im lebendigsten aller Albträume, der Schlafparalyse

Trump ernennt neuen Nationalen Sicherheitsberater

Facebook lässt dich bald selber filtern, ob du Gewalt oder nackte Haut sehen willst

«Stalkscan» – dieses Online-Tool bringt Facebook-User ins Schwitzen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Catloveeer, 19.12.2016
Die beste App ever! Einfach 🔨
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4 Kommentare anzeigen
4
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Benot 02.10.2016 17:15
    Highlight Verstanden. Die Hochspannungsleitung war der Grund für den Super-Puma-Absturz. Böse Hochspannungsleitung.
    Und ich dachte schon, es wäre die mangelnde Aufmerksamkeit / Professionalität der Milizpiloten gewesen. So ein paar Witze über die komischen Ausländer der OSZE Delegation.
    Alles klar. Kein Anlass, irgendwas zu überdenken. Weiter so wie bisher.
    2 8 Melden
    • herschweizer 02.10.2016 17:40
      Highlight Die Leitung war nicht böse sondern unter 25m somit nicht registriert... verstanden? Diese wurde offensichtlich übersehen. Menschen machen nunmal Fehler, Ihnen ist sicher auch irgendwann mal ein Missgeschick mit einem Fahrzeug widerfahren oder? Oder vielleicht ein Glas umgekippt obwohl sie das nicht gewollt haben. Beim Helikopterfliegen sind diese Missgeschicke wesentlich dramatischer und teurer. Zudem werden die Angehörigen noch mit ihren despektierlichen Kommentaren beschäftigt
      5 0 Melden
    600
  • John Smith (2) 02.10.2016 13:25
    Highlight Der Grund war dann wohl doch eher nicht der Mast sondern das Kabel.
    11 0 Melden
    • Philipp Dahm 02.10.2016 13:40
      Highlight Stimmt, das ist ungenau. Titel wurde angepasst, Danke für den Hinweis!
      10 0 Melden
    600

Kriegsmaterial: Schweizer Exporte nach Afrika haben 2016 um 207 Prozent zugenommen

Die Schweiz hat im vergangenen Jahr zwar weniger Rüstungsgüter exportiert als im Vorjahr. Schweizer Unternehmen lieferten für 411.9 Millionen Franken Kriegsmaterial in 70 Länder. Das ist der tiefste Wert seit 2006. Südafrika ist nach Deutschland zum zweitgrössten Kunde der Schweiz geworden.

Gegenüber 2015 entspricht dies einem Rückgang von 7,8 Prozent. Das geht aus der am Dienstag publizierten Statistik zur Ausfuhr von Kriegsmaterial vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hervor.

Etwas mehr …

Artikel lesen