Schweiz

Kommt der Gripen doch noch? Die Schweden wollen mit ihrem Flieger noch einmal an den Start. Bild: KEYSTONE

Trotz Volks-Nein: Saab will es mit dem Gripen nochmals wissen

Gripen-Hersteller Saab will trotz Abstimmungs-Nein nochmals an den Start. Die Schweden sind zuversichtlich, den engen Zeitplan einhalten zu können.

11.01.17, 05:57 11.01.17, 07:03

Henry Habegger / Aargauer Zeitung

Die Sache kommt in einem dummen Moment für den Gripen-Hersteller Saab. Eben jetzt, da in der Schweiz der nächste Versuch zur Kampfjet-Beschaffung anläuft, beschuldigt die brasilianische Staatsanwaltschaft den Ex-Präsidenten Luiz Inacio da Silva der Korruption. Lula soll 2013 gegen Bezahlung nachgeholfen haben, dass die Regierung von Dilma Rousseff den Gripen E als neuen Kampfjet wählte. Im Gegenzug soll Lulas Sohn von einer für Saab arbeitenden PR-Agentur rund 700'000 Euro erhalten haben. Die Regierung Rousseff entschied jedenfalls 2013, 36 Gripen-Kampfjets zu kaufen.

Mit seinem Saab-Einsatz hätte Lula eine Kehrtwende gemacht. Denn noch als Präsident hatte er sich für den französischen Jet Rafale starkgemacht. Aber solche mysteriösen Schwenker sind im Milliardengeschäft Kampfjets nicht unüblich. In Österreich wurde Saab Opfer eines derartigen Manövers; am Schluss siegte der Eurofighter.

Saab ist zuversichtlich

Gripen-Hersteller Saab lässt sich nicht beirren durch den Gegenwind. Auch in der Schweiz nicht.

Erst 2014 lehnte das Schweizer Stimmvolk den Kauf von 22 Kampfjets des schwedischen Herstellers ab. Aber jetzt, da der neue Verteidigungsminister Guy Parmelin einen neuen Kampfjet-Anlauf nehmen will, möchte Gripen wieder dabei sein, wie Recherchen der «Aargauer Zeitung» zeigen.

Rustan Nicander, Chef von Saab Schweiz und südliches Europa, sagt: «Die Schweiz ist und bleibt ein Schlüsselmarkt für Saab. Wir sind bereit, zu offerieren. Und wir sind zuversichtlich, den Gripen E innerhalb des neuen Schweizer Zeitplans zu liefern, sofern die Schweiz sich dafür entscheidet.»

Grüne fordern Kampfjet-Stopp

Verteidigungsminister Guy Parmelin verzichtet, wie er gestern mitteilen liess, «definitiv auf einen Teilbereich des Führungsinformationssystems Heer». Es funktioniere in Teilbereichen nicht richtig. Von den ursprünglichen Investitionen von 700 Millionen Franken müssten «schätzungsweise 125 Millionen abgeschrieben werden». Prompt forderten gestern die Grünen, auch bei den Kampfjets einen Marschhalt einzulegen: «Bis die Probleme im Beschaffungswesen behoben sind», verlangt Nationalrat Balthasar Glättli. (hay)

Die Schweden wollen es also noch einmal wissen. Obwohl der Gripen E, den das Volk 2014 nicht wollte, auch heute noch nicht fertig entwickelt ist. Das dürfte zum Problem werden, denn gemäss Fahrplan von Bundesrat Parmelin soll die neue Evaluation in der Schweiz bereits 2018 beginnen. 2020 ist der Typenentscheid geplant, schon ab 2025 sollen die neuen Kampfjets geliefert werden.

Für Saab wird es eng. Gemäss Rustan Nicander wird der neue Gripen E zwischen 2019 und 2026 an die schwedische Luftwaffe ausgeliefert. Ebenfalls ab 2019 erhalte Brasilien den neuen Gripen.

Nicander gibt sich trotzdem zuversichtlich. «Das Gripen-E-Programm ist auf Kurs und die Produktion läuft.» Seit Mai 2016, als der Gripen E feierlich enthüllt wurde, «machte das Programm grosse Fortschritte», sagt er. Validierungen und Prüfungen wie etwa Tests in Simulatoren seien durchgeführt worden, die Bodentestphase sei voll am Laufen. Man habe den neuen Gripen in Simulatoren und auf dem Prüfstand so weitgehend und zuverlässig geprüft, dass die eigentlichen Flugtests später als üblich vorgenommen werden könnten. Die Flugtestphase beginne noch im Jahr 2017.

Steigt Bern auf Deal ein?

Nicander bleibt dabei, dass der Gripen E für die Schweiz ein gutes Geschäft wäre: Ein Jet, der die neueste Technologie zu vernünftigem Preis biete. Offen ist, ob sich die Politik in Bern auf seinen solchen Deal einlässt. Sicherheitspolitiker verlangen nach einem Flugzeug, das bereits bei Luftwaffen im Einsatz ist und erprobt ist.

Was die Korruptionsaffäre in Brasilien betrifft: Lula weist die Vorwürfe zurück. Saab betont, dass die brasilianische Justiz «keinerlei Vorwürfe gegen Saab oder irgendwelche Angestellte von uns» erhoben habe. Man arbeite indessen vollumfänglich mit den Behörden zusammen, «um ein ehrliches und korrektes Geschäft basierend auf Qualität und Preis» sicherzustellen. 

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  • w'ever 11.01.2017 12:10
    Highlight mal abgesehen davon was man von den schweizer luftwaffe haltet. wäre es nicht besser, einfacher und günstiger, die bemannte luftwaffe fallen zu lassen und in flugdrohnen zu investieren?
    6 9 Melden
    • 7immi 11.01.2017 15:20
      Highlight einfacher und günstiger ist es sicher nicht. zumal es noch keine entsprechenden systeme gibt. für den luftpolizeidienst ist zudem der mensch vor ort von vorteil, um die lage besser zu analysieren und zu kommunizieren.
      ausserdem darf die schweiz gar keine kampfdrohnen besitzen gemäss nato-regelung. auch bezüglich abfluggewicht gibt es limiten.
      in sachen aufklärung setzt man aber schon länger auf drohnen (ranger, seit den 90ern im einsatz). dies wird demnächst durch die elbit hermes 900 ersetzt.
      6 1 Melden
    • w'ever 11.01.2017 16:32
      Highlight das wir gemäss nato keine kampfdrohnen besitzen dürfen aber kampfjets schon, find ich ein wenig komisch. aber ok
      danke für die aufklärung
      0 0 Melden
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  • Froggr 11.01.2017 11:39
    Highlight Wir hätten die Möglichkeit gehabt den Gripen zu kaufen. Dieser ist zwar nicht auf dem höchsten technischen Stand, dafür aber verhältnissmässig billig. Tja jetzt wirds halt teurer. Die Russen haben extrem gute Kampfflugzeuge im Sortiment. Wäre sicherlich ein Versuch wert.
    6 14 Melden
    • Teslanaut 11.01.2017 13:20
      Highlight Super Idee ;-) und wenn die Luftwaffe einen Russenjet über unserem Luftraum kontrollieren möchte, legen sie in Moskau den Schalter um, und der Russenkampfflieger bleibt am Boden stehen. Fragen sie mal die Ukrainer, warum ihre SU27 und MIG's beim Einmarsch der Russen auf der Krim und Ostukraine am Boden blieben ..... Nebenbei erwähnt hat der Gripen letzten Sommer beim NATO-Manöver in Schweden bewiesen dass er dem Eurofigther, der Raffale und den Ami-Fliegern ebenbürtig ist.
      2 4 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 11.01.2017 15:54
      Highlight Ich habs bereits weiter unter bezüglich Suchoi beschrieben:
      "Suchoi ist mit unseren Systemen nicht wirklich kompatibel. Es hat schon einen Grund, warum man ein Flugzeug aus der "westlichen" Welt will.
      Ein Kauf würde sich nicht Lohnen, da du dann noch x-Mehrkosten hast, um die Suchoi kompatibel zu machen."
      3 1 Melden
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  • amore 11.01.2017 11:23
    Highlight Ein neuer Kampfjet ja. Aber einer, der etwas taugt, in der Währung eines F-35. Lieber mehr Geld investieren, dafür aber einen Top-Flieger erhalten. Und der Reissbrettflieger Gripen ist weit weg von einem Top-Flieger.
    8 18 Melden
    • 7immi 11.01.2017 12:05
      Highlight inwiefern taugt der gripen nichts? die f35 ist ein reines jagdflugzeug mit tarnkappentechnik. wir brauchen ein mehrzweckflugzeug, wobei die tarnkappentechnik unwichtig und viel zu teuer ist.
      ausserdem ist der gripen kein reissbrettflugzeug, sondern fliegt bereits. er baut auf seinem vorgänger auf mit kleinen anpassungen. ist etwa so, als würde man bei vw zweifeln, dass der neue golf funktioniert.
      lokheed martin hat bisher noch nicht offeriert, somit steht die f35 (noch) nicht zur debatte.
      11 0 Melden
    • Bowell 11.01.2017 12:21
      Highlight Der F-35 ist eher vom Kaliber F/A-18. Es macht keinen Sinn die verhältnismässig kleine F-5 mit einem so grossen (und vor allem teuren) "chlapf" zu ersetzen.
      2 3 Melden
    600
  • pedrinho 11.01.2017 11:22
    Highlight zum brasiliengeschaeft
    die bundespolizei hat mit ihrer untersuchung "zelotes" handfeste beweise, dass bestechungsgelder an mindestens zwei personen bezahlt wurden.

    zur saab:
    auch gelder beim suedafrikageschaeft 1999 wurden scheinbar auf ch-bankkonten als bestechung nachgewiesen.

    Ich bin dafuer, dass firmen, welche nachweisbar "nachhelfen" als anbieter ausgeschlossen werden.
    Firmen, die vorsaetzlich das geld jedes buergers (steuergelder) stehlen haben kein recht weiter beruecksichtigt zu werden.
    10 2 Melden
    600
  • Aged 11.01.2017 10:22
    Highlight Stealth-Überschall Drohnen. Mein Tipp.
    5 16 Melden
    600
  • Braun Pascal 11.01.2017 10:04
    Highlight Sprechen hier jetut all die, die damals nein gestummen haben? Also ich wollte damals den grippen genau aus diesem grund das der tiger nur scjon 10 jahre älter ist als ich lebe und die F/A18 sind auch scjon lange im einsatz, vlt kommen sie uns ja mit dem Preis entgegen für das umrüsten und so.
    9 3 Melden
    600
  • dnsd 11.01.2017 09:00
    Highlight Können wir nicht einen Pilatus Jet umrüsten/umentwickeln für die Luftpolizei? Mehr brauchts nicht und das Geld bleibt im Land.
    12 29 Melden
    • Hoppla! 11.01.2017 10:39
      Highlight Hmm, an welches Flugzeug im momentanen Angebot der Pilatus Flugzeugwerke hast du gedacht? Ich sehe hier kaum Möglichkeiten bzw. da können wir gleich auf einen Deltasegler zur Luftüberwachung zurückgreifen.
      13 3 Melden
    • Bowell 11.01.2017 12:29
      Highlight Meinst du die PC-24 die bergab und mit Rückenwind knapp 800km/h fliegt? Idealerweise sind Flugzeuge für die Luftpolizei schneller als die zivilen (und militärischen) Flugzeuge, die es zu kontrollieren gilt.
      8 0 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 12:35
      Highlight PC-7, PC-9 und PC-21 wären theoretisch geeignet jedoch haben sie nur Turboprop-Triebwerke und sind somit nur etwa gleich schnell wie ein modernes Passagierflugzeug, wenn sich das zu kontrollierende Objekt also nicht auf dich zu bewegt kannst du es nicht einholen und somit auch nicht kontrollieren.
      4 2 Melden
    • Kimelik 11.01.2017 16:58
      Highlight Genau genommen sind die PC Flieger um einiges langsamer:
      PC-24 Topspeed 784km/h
      PC-21 Topspeed 685km/h
      PC-9 Topspeed 593km/h
      PC-7 Topspeed 556km/h
      ein A321 hat z.B. 871km/h
      ein A380 hat z.B. 958km/h
      Ganz zu schweigen von der Dienstgipfelhöhe. Die einzige Möglichkeit mit einem PC Flugzeug wäre, mit Sidewinderraketen ausstatten und alle die nicht antworten abschiessen... ist aber blöd wenn das Funkgerät kaputt ist.

      Das Thema ist eh lächerlich, wir brauche einfach einen Mehrzweckkampfflugzeug das Supercruise beherrscht... und nicht zu teuer sowie zu alt ist...
      4 1 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 17:37
      Highlight @Kimelik, danke fürs recherchieren.
      2 1 Melden
    • dnsd 11.01.2017 18:21
      Highlight In einem Jahrzehnt kriegen die das mit so viel Kohle hin. Wir brauchen garantiert kein Kampfflugzeug... Für was auch...
      1 3 Melden
    • Kimelik 11.01.2017 22:08
      Highlight Genau die entwicklung des Pc-24 kostet über 0.5 Milliarden, das einzelstück 9mio ist abe. Weit weg von einem Kampfjet. Die entwicklung dauert schon knapp 10 Jahre. Aber wenn dnsd es sagt dann schafft Pilatus natürlich die Entwicklung eines Kampfjets in 10 Jahren und der Preis ist auch suf dem Niveau der PC24 nicht zu schweigen von der Waffentechnik. Sorry das ist lächerlich, sei doch ehrlich und sag, dass du die Luftwaffe für überflüssig hälst, das wäre ehrlicher als hier unsinn zu verbreiten.
      4 1 Melden
    • dnsd 11.01.2017 23:49
      Highlight Ja komplett überflüssig - brauchen nur was günstiges für Luftpolizeiliche Aufgaben...
      1 1 Melden
    • Kimelik 12.01.2017 07:12
      Highlight Ja das wäre dann so 30 grippen 😂😉 Für Verteidigung bräuchten wir an die 50-100 F-35 oder äquivalent.
      3 1 Melden
    600
  • Bolly 11.01.2017 07:25
    Highlight Ich frage mich, 2026? Echt jetzt? Ist die Technik bis dahin nicht total veraltet? 9 Jahren, auch wenn früher...kann so vieles passieren. Und das der nicht mal ganz fertig sein sollte. Würde mich als Pilot (ich bin keiner) nicht positiv stimmen mich da rein zu setzen. Alleine Gripen, tönt für uns wirklich nach Grippe. Hust, 👩🏻‍✈️👨🏻‍✈️.
    22 18 Melden
    • _kokolorix 11.01.2017 07:59
      Highlight Der FA 18 ist 1978 erstmals geflogen, da erinnere ich mich genau, weil ich als kleiner Bub schon die Flug Revue las. In Dienst gestellt wurde er bei uns 1997!
      Ich verstehe warum Zweifel bestehen ob Saab das überhaupt schaffen kann und ob wir nicht etwas völlig inausgereiftes bekommen.
      12 3 Melden
    • 7immi 11.01.2017 08:03
      Highlight @bolly
      ist sie nicht. in den nächsten 9 jahren wird wahrscheinlich kein neues flugzeug auf den markt kommen. ausserdem sind die 9 jahre vernachlässigbar bei der anschliessenden nutzungsdauer von 20-30 jahren (ausmusterung ab 2051). die luftfahrt ist nicht so schnelllebig. einzig die avionik wird sich verbessern. diese upgrades sind aber inbegriffen und werden entsprechend nachgerüstet. betreffend flugzeugzelle wird sich aber nichts ändern.
      20 0 Melden
    • Raembe 11.01.2017 08:30
      Highlight Naja unsere aktuellen Kampfjets, sind um einiges älter als der Gripen E, in 2026.
      11 0 Melden
    • Bijouxly 11.01.2017 11:59
      Highlight Man kann doch nicht sagen, man kauft etwas technisches nicht, weil es in 10 Jahren veraltet sein wird. Dann dürften wir ja gar nichts mehr kaufen!
      5 0 Melden
    600
  • Psychonaut1934 11.01.2017 07:02
    Highlight Wir brauchen kein Spielzeug, wir brauchen richtige Kampfjet. Uns einen Papierflieger verkaufen zu wollen, ist schlichtweg eine Frechheit von Saab. Suchoi 35 Super Flanker wäre was. Sucht mal nach Su35 Cobra Manöver, unheimlichen wendig.
    16 44 Melden
    • 7immi 11.01.2017 07:36
      Highlight @psychonaut
      was genau macht denn das flugzeug zu einem papierflieger? und was ist schlecht an diesem flugzeug? papierflieger hiess er übrigens nicht wegen den leistungen, sondern weil die version sich noch in entwicklung befand. aber schön rumgepoltert.
      41 7 Melden
    • JohnDoe 11.01.2017 08:11
      Highlight Wir brauchen keine Luftwaffe, wir haben keinen genúgenden Luftraum. Und den vorhandenen kann mann auch vom boden Verteidigen (gg wen auch immer)
      5 26 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 11.01.2017 08:25
      Highlight Suchoi ist mit unseren Systemen nicht wirklich kompatibel. Es hat schon einen Grund, warum man ein Flugzeug aus der "westlichen" Welt will.
      Ein Kauf würde sich nicht Lohnen, da du dann noch x-Mehrkosten hast, um die Suchoi kompatibel zu machen.
      21 1 Melden
    • flugsteig 11.01.2017 08:55
      Highlight Eine Su-35 ist ein Langstreckenabfangjäger, kaum oder gar nicht fähig Bodenziele anzugreifen. Ganz und gar nicht was wir brauchen. Ausserdem geben die Russen nur eine abgespeckte Version in den Export und zu guter letzt, das Cobramanöver das jeder immer bemüht um als Experte zu erscheinen ist nicht viel Wert. Was denken Sie denn was passiert nach der Vollbremsung. Das Flugzeug "steht" in der Luft, unfähig sich schnell auszurichten oder auszuweichen. Der Flieger basiert auf einem hervorragenden aber doch 50 Jahre alten Entwurf. Auch mit vielen Nachrüstungen einfach nicht mehr Zeitgemäss.
      19 2 Melden
    • Raembe 11.01.2017 09:17
      Highlight Zum Glück ist John Dee nicht der Verteidigungsminister.
      11 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 15:10
      Highlight @flugsteig

      Bodenziele tun hier nichts zur Sache, die CH Luftwaffe darf garkeine Bodenziele angreifen und die Ausrüstung dafür wurde und wird nicht angeschafft, was auch Sinn macht bei einer Verteidigungsarmee. Beim Rest gebe ich dir recht.
      0 2 Melden
    • Kimelik 11.01.2017 17:07
      Highlight Ich weiss nicht, was alle haben, die SU-35 kostet trotzdem 65mio$ und dies ist nicht die Vollkostenrechnung, welche beim Gripen gemacht wurde. Welcher zwischen 44 und 55 mio$ kostet (Preis / Flugzeug) äquivalent zum obigen Preis einer SU-35 und das um ein par Linienflieger zu kontrollieren...

      Der Gripen ist das was alle in der Schweiz eigentlich wollen... ein günstiges modernes Flugzeug, eines unabhängigen Landes. Das Stimmvolk ist bei der Abstimmung aber der Linken (Armeeabschaffung) und der Lobby (Eurofighter/Rafale) aufgesessen... Auch das Stimmvolk kann durch eine Lobby gedreht werden.
      3 0 Melden
    • Kimelik 11.01.2017 17:17
      Highlight @INo Heisenberg:
      Deine Aussage zum Verbot meines Wissens nach falsch...

      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Aus-Schweizer-FA18-sollen-Kampfbomber-werden/story/22799824

      Die Luft-Boden Fähigkeit wurde einfach nicht gekauft um Geld zu sparen.
      2 0 Melden
    600
  • pamayer 11.01.2017 06:56
    Highlight Dauert die Affäre zwischen unserem Ueli und der schwedischen Verteidigungsministerin noch an, oder muss einfach wieder mal zur inneren Sicherheit bestochen werden?
    Kein Drehbuchautor kann sich so viel Gemauschel leisten, da die Story dadurch unverständlich.
    Zum Glück haben wir unsere Politiker.
    10 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 07:28
      Highlight Ueli?
      19 1 Melden
    600
  • Max Havelaar 11.01.2017 06:29
    Highlight Schliessen wir doch wieder ein paar Schulen, oder sparen auf Kosten von Handicapierten. Dann können wir bestimmt ein paar Gripen kaufen /Sarkasmus off
    60 31 Melden
    • 7immi 11.01.2017 07:40
      Highlight man könnte alternativ auch die lebenszeit der fa18 erhöhen auf 7000 h, dies wäre aber finanziell absoluter schwachsinn. solange der auftrag der armee die luftraumsicherung ist, braucht es nunmal jets...
      33 3 Melden
    • Max Havelaar 11.01.2017 13:00
      Highlight Nein, alternativ könnte man die FA18 ausmustern und nicht mehr ersetzen, da eine Sicherung des Flugraumes in der kleinen Schweiz gar nicht möglich ist.
      1 1 Melden
    • 7immi 11.01.2017 15:12
      Highlight dafür müsste man zuerst die verfassung ändern und einem anderen land die aufgabe übergeben, was garantiert nicht günstiger ist. der schweizer luftraum ist nicht gross, richtig. dafür aber sehr dicht und komplex. luftraumverletzungen kommen häufig vor und sind entsprechend gefährlich. man braucht also eine luftwaffe, die frage ist nur welche...
      1 1 Melden
    • Max Havelaar 11.01.2017 16:24
      Highlight Ja, bräuchte es. Luftraumverletzungen kommen oft vor? Keine Ahnung. Nur wie wird dieser entgegengewirkt? Nehmen wir mal an die Piloten haben 5 Minuten, bis sie in der Luft sind, was jetzt wohl eine sehr zuversichtliche Schätzung ist. Bis die oben sind, ist das andere Flugzeug schon über alle Berge. Den Luftraum in der Schweiz schützen zu wollen ist wie eine Seepolizei auf einem Weiher einzusetzen.
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