Schweiz

Bundesrat Parmelin präsentiert den neuen Chef der Armee – es ist der Walliser Philippe Rebord

Publiziert: 16.09.16, 13:59 Aktualisiert: 16.09.16, 15:54

Divisionär und neuer Chef der Armee Philippe Rebord. Bild: KEYSTONE

Im März dieses Jahres wurde das Ende der Ära Blattmann an der Spitze der Armee bestätigt. Für Verteidigungsminister Guy Parmelin und Blattmann sei der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Armeespitze gekommen, hiess es damals. Ab April 2017 werde ein neuer Mann die Geschicke der Armee lenken.

Nun ist klar, wer dies ist: der Walliser Philippe Rebord. Letzten April ernannte der Bundesrat Rebord bereits zu Blattmanns Stellvertreter und machte ihn damit zu einem Favoriten für dessen Nachfolge. Ebenfalls im Rennen war Heereskommandant Daniel Baumgartner.

Der 58-Jährige kommt aus Bovernier VS und Lausanne VD und führt seit letztem Jahr die Höhere Kaderausbildung der Armee in Luzern. In dieser Funktion ist er auch für die Militärakademie an der ETH Zürich verantwortlich. Ein hochrangiger Offizier attestiert ihm eine «hohe Sozialkompetenz».

Rebord hat an der Universität Lausanne Geschichte, Geographie und Französisch studiert. 1985 trat er beim Instruktionskorps der Infanterie in die Armee ein. Nach einem Studienaufenthalt am Collège interarmées de défense in Paris wurde Rebord Stabschef der Generalstabsschulen und im Jahre 2000 Kommandant der Panzerabwehrschule in Chamblon VD.

2001 wurde er Projektleiter «Rekrutierung Armee XXI». Von 2004 bis 2008 war Rebord dann Kommandant Rekrutierung innerhalb des Personellen der Armee. Auf den 1. Januar 2009 ernannte ihn der Bundesrat zum Kommandanten der Infanteriebrigade 2 und beförderte ihn zum Brigadier. 2014 folgte die Beförderung zum Divisionär und die Ernennung zum Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee/Chef Stab Operative Schulung.

Das Rätselraten hat ein Ende: Parmelin hat einen neuen Armeechef. Bild: KEYSTONE

Rebord wird eine «hohe Sozialkompetenz» attestiert. So setzt sich Rebord etwa dafür ein, dass welsche und Tessiner Soldaten ihren Militärdienst möglichst immer in ihrer Muttersprache leisten können. In einer Rede vor der waadtländischen Offiziersgesellschaft charakterisierte er sich kürzlich als jemand, der gerne Klartext spricht. Er sei überzeugt, dass es unter Offizieren keine Tabuthemen geben dürfe.

Dieses Motto lebt Rebord auch in der Öffentlichkeit: Zum Beispiel, als er vor fünf Jahren den Sicherheitspolitischen Bericht des Bundesrates in einem Zeitungsinterview kritisierte und sagte, er hätte sich «einen visionäreren Bericht gewünscht». Oder als er 2006 einem Journalisten erklärte, wer an der Aushebung den Intelligenztest nicht bestehe, könne immer noch in den Zivilschutz. (aeg/sda/az)

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10 Kommentare anzeigen
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600
  • Platinum 16.09.2016 17:28
    Highlight Ist Rebord nicht Waadtländer?
    1 0 Melden
    • Fendant Rüpel 16.09.2016 18:10
      Highlight NEIN, stammt aus Bovernier VS und wohnt in Fully VS, wurde nun nachträglich im Bericht korrigiert
      2 0 Melden
    600
  • Roaming212 16.09.2016 15:00
    Highlight Ein Russe neuer Armeechef? Wenn das mal gut kommt^^
    12 9 Melden
    • Luca Brasi 16.09.2016 17:20
      Highlight Na, der General Guisan hat ja auch im Alleingang Hitlerdeutschland abgewehrt. ;)
      7 0 Melden
    600
  • Lord_Mort 16.09.2016 14:53
    Highlight Da hat Rebord wohl was verwechselt mit dem Intelligenztest und dem Zivilschutz. Er meinte eigentlich, wer den Intelligenztest nicht besteht, kommt in die MP RS und kann dort lernen, wie man Sprengstoff verliert...und Handgranaten...und vielleicht auch noch andere Dinge... Wer weiss das schon so genau.
    21 25 Melden
    • reaper54 16.09.2016 15:24
      Highlight Nimand mag die MP aber trotz allem war es die Durchdiener Infanterie die es verbaut hat. Solche lügen rauszulassen ist schon ziemlich unterste Schublade.
      16 5 Melden
    600
  • Theor 16.09.2016 14:38
    Highlight Gleich Geschichte UND Geografie? Bei diesen Karrierechancen ist es ein Glücksfall für die Schweizer Armee, dass Herr Rebord bei einer Karriere bei derselbigen entschied.

    Und nach dem Seitenhieb noch ein etwas ernsterer Kommentar: Noch nie von ihm gehört, aber schlechter als Blattmann kann man es wohl nicht machen?
    18 15 Melden
    • Soli Dar 16.09.2016 15:02
      Highlight Stimme zu, Blattmann hinterlässt wortwörtlich einen Scherbenhaufen. So mancher Schuss ging bei seiner Armee nach hinten los:-) sofern die Munition überhaupt auffindbar war...
      14 4 Melden
    • Kimbolone 16.09.2016 15:53
      Highlight Zähl doch mal auf, was Blattmann so schlecht gemacht haben soll. Und dabei bitte nicht Dinge, die ihm Politik und Departementsvorsteher diktiert haben. Ich bin gespannt.
      16 4 Melden
    • Theor 16.09.2016 16:10
      Highlight - Dank seiner "Bedrohungskarte" von Europa durften Schweizer Diplomaten und Botschafter auf Entschuldigungstour gehen

      - Vergabe von Beratungsaufträge ohne
      Ausschreibung

      - "dieser widerliche Kerl" /"Betriebsunfall" Zivildienst / Besorgt euch Notvorräte

      - Grippen-Beschaffung vergeigt

      - Schweizer Armee völlig falsch ausgerichtet (Hallo Panzertruppen im Cyberterror-Zeitalter mit Drohnen und Hackangriffen)

      Das Einzige was fehlt, ist eine zivilrechtliche Entgleisung. Aber das hat ja schon sein Vorgänger mit dem monatelangen Stalking seiner Exfrau abgehakt.
      9 1 Melden
    600

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