Schweiz

Aus Trauer und Respekt: Guy Parmelin sagt Fliegerschiessen auf der Axalp ab

30.09.16, 20:54 01.10.16, 15:50

Nach den zwei schweren Flugunglücken mit drei Toten innerhalb von vier Wochen hat Verteidigungsminister Guy Parmelin das Fliegerschiessen auf der Axalp im Berner Oberland abgesagt. Die Obduktion der beiden Opfer des Super-Puma-Absturzes am Gotthard war am Freitag beendet.

Das Fliegerschiessen hätte am 12. und 13. Oktober stattfinden sollen. Dem Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sei die Absage des jeweils von zahlreichen Flugbegeisterten verfolgten Anlasses nicht leichtgefallen, teilte das Departement am Freitagabend mit.

Dieses Jahr findet keine Luft-Show auf der Axalp statt. Bild: KEYSTONE

Aus Rücksicht und Respekt gegenüber den drei toten Piloten und dem schwerverletzten Flugbegleiter habe sich Parmelin aber zur Absage entschieden. Der Kommandant der Luftwaffe Aldo Schellenberg sagte gleichzeitig die mit der Fliegerdemonstration verbundenen Trainingsschiessen vom 11. bis 13. Oktober auf der Axalp ab.

Tote Piloten den Familien übergeben

Am Mittwoch war ein Super-Puma der Luftwaffe in der Nähe des Gotthard-Hospizes abgestürzt. Beide Piloten kamen beim Unglück ums Leben. Die Opfer waren beide Milizpiloten und hatten nach Angaben der Militärjustiz die Jahrgänge 1966 und 1977.

Beim 50-jährigen Unglückspiloten handelte es sich um einen Familienvater und Stadtrat aus Illnau-Effretikon ZH, wie die Gemeinde bereits am Donnerstag mitgeteilt hatte.

Am Freitag gab der Untersuchungsrichter die beiden Leichen nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung frei. Die Gutachten zur Untersuchung stehen noch aus, wie Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Leichen würden in die Obhut der Familien übergeben.

Bundesrat Parmelin entschied sich aus Respekt gegenüber den drei toten Piloten und dem schwerverletzten Flugbegleiter zur Absage. Bild: KEYSTONE

Die Räumungsarbeiten auf dem Gotthard wurden gemäss Armeesprecher Christoph Brunner am Freitag abgeschlossen. Der Abzug der schweren Geräte, die für den Abtransport des Wracks nötig waren, könne unter Umständen noch einige Tage dauern. Die alte Tremola-Passstrasse, die direkt durch das Absturzgebiet führt, ist nach Angaben der Tessiner Kantonspolizei seit Freitagnachmittag wieder offen.

Vor Monatsfrist stürzte ein Kampfjet vom Typ F/A-18 im Sustengebiet auf einem Trainingsflug ab. Die F/A-18 zerschellte auf einer Höhe von rund 3300 Metern über Meer in der Nähe des Gipfels Hinter Tierberg. Der Pilot – ein 27-jähriger Waadtländer – verlor dabei sein Leben.

Die Flugsicherung Skyguide hatte für das Flugzeug eine zu tiefe Flughöhe von 10'000 Fuss (rund 3050 Meter über Meer) angeordnet. Beide Unglücke sind noch Gegenstand von Untersuchungen der Militärjustiz. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Ich habe mein Zuhause mit einer Videokamera überwacht – ein Erfahrungsbericht

Fail, aber geil: 40 der lustigsten Photobombs, seit es das Internet gibt

«Back to the 90s»: Nintendo lanciert Super Nes neu

Champions League nicht mehr im SRF

SBB lancieren neue Ticket-App, die dir folgt

Freisprüche für Luzerner Polizeichefs

#ShitHappens! MMA-Kämpferin macht den Ring voll – und reagiert danach grandios

Eine Moschee für Schwule und unverhüllte Frauen? So liberal sind Schweizer Islam-Vertreter

13 Fun Facts über die kleinsten Staaten der Welt

«Qualifying offer» von Minnesota – Niederreiter erhält Angebot zur Vertragsverlängerung

Politologe: «Die SVP will mit der Kündigungs-Initiative gar nicht unbedingt gewinnen»

FIFA-Bericht enthüllt, wie Millionen bei einer 10-Jährigen landeten

Assad will offenbar erneut Chemiewaffen einsetzen

Wie sieht Eminem eigentlich gerade aus? «Sexy as fuck», sagen die einen ...

Grossbritanniens Regierung steht: May unterzeichnet Abkommen mit DUP

Loeb greift an: Diese 4 Dinge musst du über die Nestlé-Heuschrecke wissen

So schön feiert die Fussball-Nati von Curaçao ihren ersten Titelgewinn

Kein Geld für teure Ferien? 13 Dinge, die du im Sommer in Züri unternehmen kannst

Die «Ehe light» ist gut – doch zuerst müssen wir die «echte Ehe» für Homosexuelle öffnen

Vater fährt 2200 Kilometer, um den Herzschlag seiner Tochter in fremdem Mann zu hören

15 grossartige Memes zum Wochenende, die leider viel zu sehr auf dich zutreffen

«Ich hasse geizige Menschen! S*******!»

Cyber-Attacke auf britisches Parlament – und besonders ein Politiker nimmt's mit Humor

«Trennt euch!» – warum er will, dass du Schluss machst, und damit völlig falsch liegt

Fies! Wie Kinder-Pools in der Werbung aussehen vs. die bittere Realität

Todes-Schlepper vor Gericht

Über LinkedIn und MySpace: Russische Hacker stehlen Daten britischer Politiker

Federer und Bencic spielen erneut beim Hopman Cup +++ Williams kontert McEnroe-Kritik

Über 2100 Bootsflüchtlinge dieses Jahr ums Leben gekommen

So viel kostet das Surfen im Flugzeug

Gefahr auf dem Golan – Israel unterstützt syrische Rebellen und riskiert die Eskalation

Schweizer Wirtschaft profitiert von Aufschwung im Ausland

Wow! Diese Eule kann schwimmen

Verbraucht, verlacht, verlassen: Was mit denen passiert, die sich mit Trump einlassen

7 Grafiken, die jede Schweizer Frau bei der nächsten Lohnverhandlung dabei haben sollte  

Diese kleine Kunstgeschichte des Badens bringt dich ins Schwitzen

Zu heiss fürs iPhone? Heute wird's brenzlig

Wenn du diese Umrisse von Berühmtheiten nicht erkennst, klauen wir dir deinen Schatten

Sie haben einfach nie den Durchbruch geschafft: Die grössten Produkte-Flops der Geschichte

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Männer, je öfter, desto besser! Fleissig ejakulieren senkt das Prostatakrebs-Risiko

Zuerst schmeisst Le Pen ihren Vater aus der Partei, nun fordert dieser ihren Rücktritt

Sean Spicer – irgendwie vermissen wir ihn jetzt schon

Mit iOS 11 kommen die Killer-Apps für Shopping-Fans und Einkaufs-Muffel

Raucher und Trinker sollen selber zahlen – Entsolidarisierung im Gesundheitswesen?

Uber-Chef Travis Kalanick tritt zurück

Rap-Ikone Prodigy von «Mobb Deep» ist tot

Scheinbeschäftigung: In Frankreich rollen reihenweise Köpfe von Macrons Ministern

So geht Apples Security gegen iPhone-Leaks vor

Sportlerpics auf Social Media: Rio Ferdinand ist eine krasse Maschine

«Wir werden mit frischem Hass zurückkommen»: Bye Bye «Circus HalliGalli»

Marco Streller hat's per WhatsApp eingefädelt – Cristiano Ronaldo wechselt zum FC Basel! 

Welches Land suchen wir? Wenn du Nummer 1 nicht weisst, sind die Ferien gestrichen!

Frauenhaut verboten! 23 absurde Album-Cover-Zensuren aus Saudi Arabien

Quizz den Huber! Bist du schlauer als unser schlauster Mitarbeiter?

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

«Leute, die Anglizismen benutzen, gehen mir sooo auf den Sack!»

Verloren auf dem Meer des Unwissens: Rettet den Geschichtsunterricht!

History Porn – Showbiz Edition Teil III!

Liebe Karnivoren, lasst die Vegi-Wurst in Ruhe!

Sag mir doch einfach, dass du mich scheisse findest

EU schafft jetzt die Roaming-Gebühren ab – darum zahlen Schweizer nun gar mehr

Medikamente neu interpretiert – Teil 2!

20 Gründe in Bildern, warum du deinen Bart nicht abrasieren solltest

Dress like a «Goodfella»: So geht der perfekte Mafia-Look – vom Hut bis zum Hemdkragen

Ein Abend im Luxus-Restaurant: So sieht ein Menü für 400 Franken aus

Starkoch Gordon Ramsay kriegt Filet auf einem Dachziegel serviert ... und ist sprachlos

Macron-«Tsunami» bei Parlamentswahl: Der Durchmarche

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
Beste News App der Schweiz! Mit Abstand!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9 Kommentare anzeigen
9
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Spooky 01.10.2016 04:50
    Highlight Er soll gescheiter herausfinden, was passiert ist, anstatt irgendetwas abzusagen.

    Würde den Angehörigen weiterhelfen.
    4 16 Melden
    • herschweizer 01.10.2016 09:13
      Highlight Der Pilot ist in ein Kabel geflogen das nicht registriert war weil es unter 25m hoch war. Die f18 hatte von der PRIVATEN Firma Skyguide falsche Höhenangaben übermittelt bekommen. Ist Andacht ihrer Meinung jetzt nicht angebracht?
      5 3 Melden
    • Ton 01.10.2016 10:57
      Highlight Herschweizer, der Pilot ist IFR immer für seine Obstacle/Terrain clearance verantwortlich, ausser auf Radar Vectors.
      6 1 Melden
    • Homes8 01.10.2016 11:50
      Highlight Wer wegen eines Unfalls den Schwanz einzieht soll Zuhause bleiben.
      Grad wegen Unfällen sollte man üben, üben , üben
      5 2 Melden
    • herschweizer 01.10.2016 15:06
      Highlight Gut üben kann man auch ohne Publikum. Es geht ja darum wie "die Presse" das kommentiert
      1 1 Melden
    • Fumo 03.10.2016 08:22
      Highlight "Herschweizer, der Pilot ist IFR immer für seine Obstacle/Terrain clearance verantwortlich, ausser auf Radar Vectors."

      Du verwechselst das was mit V(isual)FR.
      Im I(nstrumental)FR verlässt man sich auf die Angaben und die Instrumente.
      0 0 Melden
    600
  • DoMeBE19 30.09.2016 22:23
    Highlight Fehler im Titel: Parmlin 😊 --> Parmelin
    7 0 Melden
    • Lukas Blatter 30.09.2016 22:44
      Highlight @DoMeBE19: Schuldig im Sinne der Anklage 🙈 Habs natürlich sofort korrigiert. Danke für den Input!
      3 2 Melden
    • herschweizer 01.10.2016 09:14
      Highlight Mir schlägt die Auto Korrektur auch immer Parmesan vor
      7 1 Melden
    600

Spontaner Einfall: Bundesrat Parmelin donnerte über Bern, eskortiert von zwei Kampfjets

Bundesrat Guy Parmelin wollte einmal wissen, wie es ist, wenn zwei Armeejets ein Passagierflugzeug eskortieren. Deshalb beschloss er am Mittwoch auf der Rückkehr von einem Arbeitstreffen in Berlin, für sein eigenes Flugzeug den Luftpolizeidienst auszulösen.

Begleitet von zwei F/A-18-Kampfjets der Schweizer Armee flog Parmelin am späteren Mittwochnachmittag über die Stadt Bern. Danach landete sein Flugzeug auf dem Regionalflughafen Bern in der Nähe von Belp. Das berichtete am Donnerstagmittag …

Artikel lesen