Schweiz

Die Informationsveranstaltung wurde nach wüsten Szenen vorzeitig beendet. Bild: KEYSTONE

Urner Regierungsrätin: «Ich habe noch nie so viel Groll und Hass erlebt»

Nach dem Eklat wegen des geplanten Asylzentrums schiebt die zuständige Vertreterin der Kantonsregierung den Schwarzen Peter anderen Politikern zu und ist sich selber keiner Schuld bewusst.

06.08.16, 12:12 06.08.16, 15:23

Nach dem Eklat an der Infoveranstaltung zum geplanten Asylzentrum in der Urner Berggemeinde Seelisberg am Donnerstag hat sich Regierungsrätin Barbara Bär schockiert über das Verhalten der Dorfbevölkerung geäussert. Zudem kritisiert sie das Verhalten des Gemeinderats.

Sie habe nach dem Anlass nicht gut und nicht viel geschlafen, sagte die Urner Sozialdirektorin in einem Interview mit der «Neuen Urner Zeitung» vom Samstag. So viele Emotionen, Groll und Hass habe sie in 20 Jahren als Exekutivpolitikerin noch nie erlebt.

Die Urner Regierungsrätin Barbara Bär steht vor dem Hotel Löwen in Seelisberg, das zu einem Asylzentrum mit bis zu 60 Plätzen umfunktioniert werden soll. Bild: KEYSTONE

Vorwurf: «Stimmung noch angeheizt»

Es habe sich um eine inszenierte Verweigerung gehandelt, sagte die Freisinnige. Man habe ihr gar keine Chance geben wollen, sachlich zu informieren, Gerüchte aus der Welt zu schaffen und Lösungen zu präsentieren.

Bär kritisierte das Verhalten von Gemeinde- und Parlamentsvertretern. Diese hätten die Stimmung noch angeheizt, statt zu versuchen die Wogen zu glätten.

Kritik an der Informationspolitik der Regierung liess Bär nicht gelten. Der Gemeindepräsident sei frühzeitig über das Vorhaben vor der Inspektion der Unterkunft und vor der Vertragsunterzeichnung informiert worden. Die Infoveranstaltung sei zusammen mit dem Gemeinderat vorbereitet worden.

Dieser hätte sich nach Ansicht von Bär frühzeitig überlegen können, wie man die Bevölkerung einbeziehen respektive wie man die Sache kommunizieren könnte, um Verständnis für die Pflichten des Kantons zu wecken und verträgliche Lösungen aufzugleisen.

Die Veranstaltung wurde auf Vorschlag des Gemeindepräsidenten Karl Huser-Lüönd abgebrochen. Bild: KEYSTONE

Wohl weniger als 60 Leute

Rechtlich kann die Gemeinde die geplante Asylunterkunft im Hotel Löwen für gegen 60 Asylbewerber nicht verhindern. Die Regierungsrätin will nun mit dem Gemeinderat und der Interessengruppe «Vernünftige Asyllösung für Seelisberg» an einen Tisch sitzen und Verhaltens-Spielregeln definieren.

Die Urner Regierung will ab Mitte Oktober Asylsuchende in Seelisberg einquartieren, wie Bär sagte. Die maximale Zahl müsse aber nochmals überdacht werden. Das Rote Kreuz erhalte in Seelisberg die Möglichkeit, vielleicht fünf, vielleicht zehn Leute einzuquartieren, sobald andernorts kein Wohnraum mehr vorhanden sei.

Die Asylsuchenden werden laut dem Konzept des Kantons an 365 Tagen rund um die Uhr betreut. Für die Sicherheit ist eine erhöhte Polizeipräsenz im Dorf vorgesehen. Für die Bevölkerung wird eine Hotline eingerichtet.

Eine Begleitgruppe soll zudem Beschäftigungsmöglichkeiten für die Asylsuchenden zum Wohl der Allgemeinheit prüfen.

(dsc/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Anerkennungsberater 07.08.2016 22:12
    Highlight Wieso werden solche Zentren eigentlich immer auf dem Land eingerichtet und nicht in der Stadt? Dort ist der Widerstand doch weniger gross und es gibt mehr Linke mit Verständnis. Ich hoffe nur das dieses Verständnis dann auch praktisch überzeugt...
    8 4 Melden
    • Anam.Cara 08.08.2016 10:42
      Highlight Im Kanton Uri gibt es keine Städte. Und trotzdem müssen der Kanton auch eine Anzahl Asylsuchender aufnehmen.
      4 3 Melden
    600
  • R&B 07.08.2016 09:36
    Highlight Wer bezahlt die Kosten von Asylanten in Asylzentren? Die Gemeinde, der Kanton oder der Bund?
    7 8 Melden
    • R&B 07.08.2016 19:46
      Highlight Hätte lieber Mal eine Antwort statt Blitze...
      4 6 Melden
    • Fabio74 07.08.2016 21:45
      Highlight Solange die Abklärungen laufen der Bund
      2 5 Melden
    • wasylon 08.08.2016 08:22
      Highlight Der Bund zahlt die ersten 5 Jahre eine Pauschale pro Asylsuchenden. Z.B für die Unterkunft 400.-
      6 0 Melden
    • R&B 08.08.2016 11:46
      Highlight Danke für die Antworten. Habe mich eigentlich gestern schon bedankt, aber es hat es wohl nicht durch die Zensur geschafft 😂
      3 0 Melden
    • R&B 08.08.2016 13:21
      Highlight Eigentlich müssten die Gemeinden wirtschaftlich von Asylzentren profitieren, weil dadurch neue Arbeitsplätze entstehen und die Asylanten verpflegt werden müssen, was zu mehr Lebensmittelkäufen in dieser Gemeinde führen sollte. Somit würden vor allem kleine Gemeinde spürbar davon profitieren.
      2 2 Melden
    • Spooky 08.08.2016 19:10
      Highlight @R&B
      Genau so ist es. Das nennt man Asylindustrie. Die Seelisberger würden von dieser Asylhotellerie nur profitieren. Reparaturen, Unterhalt, Elektroanlagen, Kücheneinrichtungen - viel Arbeit für einheimische Handwerker. Und dann die Nahrungsmittel - Coop, Migros (ich weiss nicht, was es in Seelenberg hat). Der Arzt, der Zahnarzt, das Strandbad (falls es eins in der Nähe hat). Sobald die Seelisberger begreifen, dass sie nur profitieren können, werden sich die Gemüter beruhigen.
      2 2 Melden
    600
  • Spooky 06.08.2016 21:35
    Highlight In Seelisberg wurde ein Bär gesichtet.
    10 12 Melden
    • Fabio74 07.08.2016 21:46
      Highlight und einen Haufen Angsthasen
      4 9 Melden
    600
  • bangawow 06.08.2016 17:47
    Highlight 365 Tage, rund um die Uhr betreut, erhöhte Polizeipräsenz, Hotline – wer zieht da ein? Lord Voldemort?
    56 3 Melden
    • Zarzis 06.08.2016 23:22
      Highlight Das muss halt sein um die Asylanten vor der Bevölkerung zu schützen!
      Oder glauben Sie, die machen das die Bevölkerung vor nicht vorhandenen Gefahren zu schützen?

      Achtung Provaktive Aussage:
      Prozentual sind weniger Asylanten Kriminell als SVP Politiker! Also kann von den max. 60 Asylanten nicht viel Gefahr ausgehen. Vorallem wenn man sie auch Beschäftigt.
      Denn Unbeschäftigte Manner sind weltweit ein Problem. 2-3 Tage nichts tun und die ganz dummen Ideen kommen. Da ist die Nationalität total egal!
      29 42 Melden
    600
  • karl_e 06.08.2016 17:47
    Highlight Das haben die armen Seelisberger nun davon, dass sie solch eine architektonische Todsünde in ihrem Dörfchen erlaubten. Das rächt sich nun.
    14 27 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 06.08.2016 17:15
    Highlight Wenn die Welt einer Richterin (Gehalt > 200'000 pro Jahr) und Sozialdirektorin (Gehalt > 300'000 pro Jahr) auf die Welt derjenigen trifft, die für 15 Fr. pro Stunde im Migros an der Kasse sitzen und jeden Rappen drehen müssen, um die Rechnungen der Krankenkasse oder der Steuer bezahlen zu können auf einander prallen. Dafür erklärt ihnen Frau Bär, dass sie gar nichts zu melden und Entscheide des Kanton gefälligst zu bejubeln haben. Kann es wirklich erstaunen, wenn Leute in dieser Situation einen etwas giftigeren Ton anschlagen?
    66 26 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 18:14
      Highlight Ach der Arme Wutbürger ist so Frustriert und einsam in all seiner Wut voller Pein Schlägt er auf den nächst schwächeren ein - die Schwarzen kommen einfach so ob wohl Milch und Honig in Afrika aus dem Brunnen kommt, so Lacht der wohlgenährte Araber im Schweizer Luxushotel - ach die Schweizer sind so Naiv ich Fütter sie mit Geld und sie fallen hin - Der Afrikaner soll schuften und Leiden und sich dann fürs Flüchten entscheiden - am Besten in die Schweiz denn da Hocken sie mit seinem Geld.
      22 50 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 18:54
      Highlight @Schurke - Afrika wird ausgebeutet von Grosskonzernen/Ländern - grosses Geschäft auch mit seltenen Erden/Mineralien mit denen auch Computer hergestellt werden - die dann Menschen ersetzen an der Migro Kasse (Self-Scanning).
      22 30 Melden
    • kleiner_Schurke 06.08.2016 21:33
      Highlight @Echo der Zeit
      Mein Kritik am Verhalten der Regierungsrätin in ein Afrika-Bashing um zu deuteln, wow. Gratulation, das hätte ich nicht gedacht das jemand so eine Idee haben könnte. Mein Familie lieber Echo der Zeit, hat einen Flüchtling aufgenommen. Wie viele beherbergt du derzeit so?
      35 5 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 22:26
      Highlight @Schuke - Ihre Familie in Ehren - Asche auf mein Haupt (hab zuerst gelesen - meine Familie liebt Echo der Zeit).
      3 15 Melden
    • Zarzis 06.08.2016 23:16
      Highlight Kleiner_Schurke
      Wenn Sie ja so neidisch sind auf die Gehälter von denen, ja warum Kandidieren Sie dann nicht für so ein Amt!

      Dann wären doch andere auf Sie neidisch, ist dass nicht besser?

      Aber Glauben Sie mir diese Arbeiten, sind hart, aufreibend, undankbar undsehr Zeitintensive.

      Vorallem wenn dann eine Gemeinde Verwaltung einem Torpediert!
      Ein Dorf und so eine sache geht nicht als Gerücht durch Dorf, LOL, So ein Dorf gibt es auf der ganzen Welt nicht!
      Da weiss jeder alles über den anderen und tratscht es auch mit jedem!
      14 25 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:21
      Highlight Die LEute im Kanton Uri hätten es in der Hand ihrer Regierung die Löhne zu kürzen, wenn es sie stört. Wobei dies eine Nebelpetarde der Frustrierten ist.
      Seit jeher haben Bürgerliche die Mehrheit im Land. Diese reden von Selbstverantwortung. Wenn die Verkäuferin unzufrieden ist, soll sie sich weiterbilden..
      Aber auch als Verkäuferin neidisch auf Leute zu sein, die noch weniger haben? Dann stimmt definitiv was nicht mehr
      14 23 Melden
    600
  • Stichling 06.08.2016 13:45
    Highlight Ja, ja, Frau Regierungsrätin Bär, das Regieren ist eine schöne Sache, nicht wahr? Wenn nur das doofe Volk nicht wär!
    93 81 Melden
    • SemperFi 07.08.2016 11:20
      Highlight Offensichtlich kennen Sie die Verhältnisse in Kleinkantonen nicht. Als Mitglied einer Exekutive auf Kantons- oder Gemeindestufe sind sie in stetigem direktem Kontakt mit der Basis. Da schaut man nicht aufs Volk herab, sondern ist Teil desselben.
      10 10 Melden
    600
  • wasylon 06.08.2016 13:40
    Highlight Warum soll diese Asylunterkunft eigentlich nur Männer bewohnt werden? Bei einer besseren Durchmischung währe sicher auch der widerstand kleiner.
    66 17 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 14:55
      Highlight Vermutlich ist die Überzahl junger Männer derart gross, dass gar nicht überall eine Durchmischung möglich ist.
      80 11 Melden
    • wasylon 06.08.2016 16:01
      Highlight Vermutlich schon. Frau Bär wird hier auch renitente Asylsuchende platzieren. Warum sonst braucht es 365T/ 24Std Betreuung und verstärkte Polizei Präsenz. Für wie sie jetzt sagt für vielleicht 10 Bewohner.
      49 15 Melden
    • Zarzis 06.08.2016 23:10
      Highlight Diese Massnahme verstehe ich als Beruhigun gspille für die Bevölkerung und als Schutz der Asylanten, vor der Bevölkerung.
      Und wie es hier aussieht, hat die Gemeinde nichts getan um Aufzuklären. Hat den eigenen Wählern nichts, oder sogar falsches gesagt. Damit die Stimmung angeheizt wird.
      Sorry, eine Gemeinde von 600, soll ausser der Gemeinde Verwaltung niemand was gewusst haben bis zum Flyer?
      Sorry, in einer solchen Gewmeinde was ja jeder wenn der Nachbar nicht zuhause geschalfen hat oder wer am Stantag zu tief ins Glas geschaut hat!
      Nicht Gewusst! Sorry 100% Unglaubwürdige aussage
      18 15 Melden
    • wasylon 07.08.2016 00:18
      Highlight @Zarzis: Gemäss Gemeindepräsident wurde er am 14. Juni informiert das Frau Bärs Leute den Löwen besichtigen würden. Am 28. Juni wurde er informiert, dass das Objekt für gut befunden wurde und gemietet wird. Bis er das Konzept und mögliche Anzahl Flüchtlinge bekommen hat, sind sicher auch ein paar Tage vergangen. Am 21. Juli kam der Flyer. Alles also sehr kurzfristig. Nicht zu vergessen, das sind alles Milizpolitiker, die noch einen anderen Job haben.
      8 7 Melden
    • SemperFi 07.08.2016 11:24
      Highlight Die Zeit vom 14. Juni bis zur Versammlung mit der Regierungsrätin hätte auch für Milizpolitiker füglich gereicht, den Dialog aufzunehmen, wenn es die Gemeinde gewollt hätte.
      6 4 Melden
    • wasylon 07.08.2016 13:37
      Highlight @SemperFi: Das ist die Aufgabe der Frau Regierungsrätin. Man kann die Menschen nicht vor vollendete Tatsachen stellen und meinen, sie würden es einfach schlucken.
      6 4 Melden
    • legis 07.08.2016 14:32
      Highlight Auch in Deutschland hat damals niemand was gewusst. Kann das zwar überhaupt nicht nachvollziehen, scheint aber effektiv ein Problem zu sein! *Achtung Sarkasmus*
      2 3 Melden
    600
  • atomschlaf 06.08.2016 13:39
    Highlight So geht's eben, wenn man gegen statt für das eigene Volk regiert!
    80 70 Melden
    • Amadeus 06.08.2016 15:03
      Highlight @atomschlaf:
      Der Kanton Uri MUSS 0,5 Prozent der Asylbewerber von 2015 übernehmen und für deren Betreuung und Unterbringung sorgen (ca 200 Personen). Die Unterbringungskapazitäten in gemieteten Wohnungen sind erreicht oder sogar in absehbarer Zeit überschritten. Der Kanton hat das Hotel Löwen in Seelisberg angeboten bekommen. Darum hat man sich dafür entschieden.

      Es geht also nicht darum, am Volk vorbeizuregieren. Der Kanton erfüllt einfach seine Aufgaben.
      46 44 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 16:15
      Highlight @Amadeus: Das Grundproblem liegt selbstverständlich nicht beim Kanton Uri und auch nicht bei Frau Bär, dies ist mir auch klar.
      Das Grundproblem liegt beim Bund, der immer noch à discretion Asylgesuche entgegennimmt - ohne jegliche Rücksichtnahme auf die resultierenden negativen Auswirkungen in Kantonen und Gemeinden.
      Es ist nun an Frau Bär und ihren Regierungsratskolleginnen und -kollegen (auch aus anderen Kantonen) diesen Druck von unten nach Bern weiterzuleiten, damit die Aufnahmepolitik und die relevanten Gesetze endlich verschärft werden.
      42 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.08.2016 16:25
      Highlight 0,5 % sind zuviel.
      34 20 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:23
      Highlight @atomschlaf: Und was ist die Lösung des PRoblems? Obergrenzen? Und dann schieben wir die Leute hin und her?
      Während wir weiter mit Katar, den Saudis und Konsorten Big Business machen und einen Haufen Geld mit Waffen und anderem verdienen?
      Aber die Kehrseite dieser dreckigen Politik, die wollen wir nicht.
      18 20 Melden
    • Zarzis 06.08.2016 23:36
      Highlight 0.5% sind zuviel?

      Okay, letes Jahr war eines der höchsten.
      Da waren es 50 000, 1% ist 500 Personen, also sind 0.5%, ganze 250 Personen! Wahnsinn, sieht man bei so einer Menschen Flut noch Irgendwas vom Kt. Uri?
      Muss man die nicht gleich Stapeln?
      Nur als Vergleich, es Fahren Täglich ca. 3500 Lastwagen durch den Kanton. Das ist viel schlimmer als die 250 Flüchtlinge.
      Zusätzlich hat nicht die Neat 600mio Mehrkosten gehabt, da die Urner Bevölkerung eine Luxus Version der Tunneleinfahrt wollte?
      Aber max. 250 Flüchtlinge sind zuviel.
      Sorry diese Aussage ist echt zum Kotzen
      23 25 Melden
    • atomschlaf 07.08.2016 03:47
      Highlight @Fabio: Sorry, not our business.
      D.h. momentan schon noch, aber es sind endlich die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, dass nicht mehr.
      Oder willst Du als Linker(?) tatsächlich das Sozialhilfe-System an die Wand fahren?
      Ich will es nicht!
      16 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.08.2016 17:55
      Highlight also nur sich aus der verantwortung stehlen? war ja klar. aber das öl nehmen wir, gell! ;)
      1 1 Melden
    600
  • demokrit 06.08.2016 13:31
    Highlight Eine typische Politikerin. Erst vollendete Tatsachen schaffen und danach null Einsicht. So funktioniert unsere Demokratie halt einfach nicht.
    93 91 Melden
    • Amboss 06.08.2016 13:42
      Highlight Doch. Genau so funktioniert Politik: Dass nämlich übergeordnete Interessen durchgesetzt werden können, man aber Gelegenheit bietet für Anpassungen, Optimierung und Information.


      Es kann auch nicht ein einzelner Bauer den Bau der Beat verhindern, weil er Land verliert, das übergeordnete Interesse geht vor.
      Aber der Bauer wird rechtzeitig orientiert und er wird entschädigt für diese Enteignung.
      60 53 Melden
    • E. Edward Grey 06.08.2016 13:42
      Highlight Denke auch das so eine Situation nicht am Sachthema entzweit sondern aus der Art der gegenseitigen Kommunikation herrührt. Dachte allerdings bislang dies sei typisch für Deutschland, nicht die Schweiz.
      13 19 Melden
    • SemperFi 06.08.2016 13:50
      Highlight Haben Sie den Artikel gelesen? Die Gemeinde wurde rechtzeitig informiert, hat aber nichts unternommen. Was hat das mit Fakten schaffen zu tun!
      55 38 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 14:31
      Highlight @Amboss: Worin besteht das übergeordnete Interesse der Schweizer Bevölkerung an der alljährlicher Aufnahme zehntausender Migranten?
      81 46 Melden
    • apollocombat 06.08.2016 14:35
      Highlight Bei den rechten wohl nicht... aber die rechten sind nicht das volk !!
      33 42 Melden
    • Angelo C. 06.08.2016 14:50
      Highlight atomschlaf : kurz und bündig das Wesentliche auf den Nenner gebracht!

      Anzufügen wäre, wo das Interesse unserer Bevölkerung liegen soll, vor Allem eritreeische Wirtschaftsflüchtlinge und Dienstverweigerer, vorab nicht integrierbare, berufslose Analphabeten die (samt Familiennachzug) unseren Sozialämtern - denen schon mittelfristig das Geld ausgehen wird - zu mehr als 80% lebenslänglich auf der Tasche liegen werden.

      Wer das allen Ernstes befürwortet, hat keine Ahnung von den langfristigen Konsequenzen!

      Man könnte allenfalls für die linken Befürworter exklusiv den Zehnten wieder einführen.
      73 39 Melden
    • Amadeus 06.08.2016 15:06
      Highlight @atomschlaf
      Die übergeordneten Interessen bestehen darin, dass der Kanton Uri Flüchtlinge aufnehmen muss. (nicht kann oder darf...er muss). Genau wie jeder andere Kanton.
      26 35 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 16:17
      Highlight @Amadeus: Und genau dieses selbstzerstörerische "aufnehmen müssen" muss endlich aufhören.
      Die gesetzlichen Grundlage können und müssen geschaffen werden.
      36 16 Melden
    • Amboss 06.08.2016 18:17
      Highlight @atomschlaf: Ein funktionierendes Asylwesen ist ein Mosaiksteinchen unseres Wohlstands.
      Deshalb ist es ein übergeordnetes Interesse.
      16 23 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 18:32
      Highlight @Amboss: Kannst Du mir in 600 oder weniger Zeichen erklären, inwiefern die massenweise Aufnahme kaum gebildeter Migranten zu unserem Wohlstand beiträgt?
      28 12 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 19:47
      Highlight @atomschlaf - "Mosaiksteinchen unseres Wohlstands" Einer von vielen - Eine Starke Gesellschaft Trägt die Schwachen - Eine Schwache nicht - Eine Starke Gesellschaft schaft Wohlstand. Eine Starke Gesellschaft basiert nicht auf egoismus sondern bedient sich der einbindung aller, und dazugehört ein funktionierendes Asylwesen - In diesem Fall hätte man die Seelisberger Besser vorbereiten müssen - auf den einfall von halb Afrika.
      13 26 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 19:52
      Highlight @Echo der Zeit: Ja, eine starke Gesellschaft trägt die Schwachen.
      Jene Schwachen, die zu unserer Gesellschaft gehören.

      Nicht jene "Schwachen", die ungefragt hier anklopfen, um sich ins gemachte Nest zu legen, weil sie in der Schweiz von der Sozialhilfe viel besser leben als zuhause mit harter Arbeit.
      35 13 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 21:13
      Highlight Das Hauptproblem ist, das diese Menschen in ihren Herkunftsländer keine Chance haben. Wir werden den Druck auf die Festung Europa - es gibt ihn schon seit 30 Jahren, aber er wurde immer auf die leicht schulter genommen - nie beherrschen können, wenn wir uns nicht enerisch um die Frage der gesellschaftlichen Mordernisierung in den Herkunftsländern kümmern. Das wird uns die nächsten 50 Jahre beschäftigen. Europa muss erkennen dass es für Einwanderungsfragen nicht nationale sondern übernationale Lösungen braucht.
      14 20 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 21:31
      Highlight @Echo der Zeit: Wie willst Du Dich als Aussenstehender um eine gesellschaftliche Modernisierung in den Herkunftsländern kümmern? Gegen stark verwurzelte Religion und jahrhundertealte archaische Traditionen?
      Dies wäre - wenn überhaupt - wohl höchstens mit einer Art neuem Kolonialismus möglich.

      Was den Druck auf Europa angeht, müsste endlich mit einer modernen Grenzsicherung begonnen werden, was, vielleicht mit der Ausnahme von Spanien, von der EU seit Jahren sträflich vernachlässigt wird. Wäre die Aussengrenze gesichert, würde kaum einer nach nationalen Lösungen schreien.
      27 7 Melden
    • SemperFi 06.08.2016 21:52
      Highlight @atomschlaf: Die Schweiz ist keine Insel. Sie beschwören da eine 50er-Jahre-Edelweiss-Schweiz. Wir (auch die Seelisberger) nehmen die Annehmlichkeiten der Globalisierung gerne an, da müssen wir auch die Kehrseite annehmen.
      16 18 Melden
    • Amboss 06.08.2016 21:54
      Highlight @atomschlaf: ja ich kann Dir erklären, wie das zu unserem Wohlstand beiträgt.

      1. E s zeigt das, das unser Rechtssystem stabil ist, die Verfahren korrekt laufen, auch wenn's nicht nur angenehm ist.
      Wer will schon in Ungarn investieren? - man weiss nie, Was Orban gleich vor hat - in allen Bereichen.

      Zweitens ist es ein Konjunkturpaket. Das Steuergeld wird direkt ausgegeben zu lokalen Anbietern zB von Nahrungsmitteln.

      Drittens: Man kann sie auch ausbilden. Die Italiener, später die Albaner waren auch ungebildet - und arbeiten jetzt auf der Bank oder sonstwo.
      15 17 Melden
    • Amboss 06.08.2016 22:00
      Highlight @atomschlaf (2): versteh mich nicht falsch. Ich bin kein Träumer.
      Es ist ein schwieriges Thema.
      Aber die Lösung ist nicht einfach strengere Gesetze, wie du das siehst.
      Das löst kein einziges Problem, wie du es glauben magst... Es muss etwa gehen, wie in der Drogenpolitik (vier-Säulen Modell), falls du dich erinnern magst.

      Da hat man auch gemerkt, dass es nix bringt, einfach die Drögeler zu bestrafen.
      Man muss da mehrschienig Vorgehen. Integration, Ausbildung, etc... . Aber auch viel, viel "Repression" (Kontrolle, Abweisen...)
      12 9 Melden
    • Echo der Zeit 06.08.2016 22:01
      Highlight Die Integration ist eine Riesenaufgabe. Wie gesagt steht Europa seit 30 Jahren unter Migrationsdruck. Das Integrationsproblem wurde vernachlässigt, weil sich die Politik aus pragmatischen Gründen immer nur mit dem unmittelbar Drinnglichen beschäftigt. In Frankreich stellt sich die Integrationsfrage seit dem Ende des Algerienkriegs zu beginn der Sechziger. Die Schweiz hat hingegen eine Chace, vernüftig mit dem Poblem fertigzuwerden. Aber es ist auch hier eine Riesenaufgabe.
      11 9 Melden
    • demokrit 06.08.2016 22:08
      Highlight @SemperFi: "Die Gemeinde wurde rechtzeitig informiert, hat aber nichts unternommen." - Das stimmt nur teilweise. Die besagte FDPlerin hat sich entschlossen, die Tatsachen den Dörflern über einen Flyer unter die Nase zu reiben, statt erst einmal mit ihnen zu reden. Sie sollten sich Ihre Meinung nicht aufgrund, dieser Mini-Watson-Meldung bilden. Ausserdem: Was hätte die Gemeinde eigentlich machen können?
      11 7 Melden
    • demokrit 06.08.2016 22:15
      Highlight @Amboss: "Genau so funktioniert Politik: Dass nämlich übergeordnete Interessen durchgesetzt werden können." - Da scheinen Sie unser politisches System aber schlecht zu kennen, bei uns funktioniert alles möglichst nach dem Prinzip der Herrschaftslosigkeit und dem Subsidiaritätsprinzip. Der umgekehrte Weg, also Selbstherrliches Verhalten, wie es die Dame an den Tag gelegt hat, wird hierzulande nicht belohnt. Ihr Vergleich mit übergeordneten Interessen ist Unsinn. Übergeordnetes Interesse wären möglichst geringe Asylbewerberzahlen, nur schon aufgrund einer Minimierung der Terrorgefahr.
      13 6 Melden
    • E. Edward Grey 06.08.2016 22:18
      Highlight @SemperFi: informieren ist Information (einseitig), nicht Kommunikation (bilateral).

      Zur restlichen Debatte: wir haben sehr wohl etwas mit den Flüchtlingen zu tun: Profit aus Waffengeschäften, Profit aus Geldgeschäften mit Diktatoren, Konsum billiger Güter (schaut in die Labels eurer Kleider), Raub von Ressourcen. Alles verbandelt mit einer verfehlten Auslandspolitik. Die Flüchtlingskrise ist was wir damit ausbaden.

      Die Herausforderung dabei ist nicht nochmals auf die Schwachen einzutreten, sondern die wahren Schuldigen zu erkennen und in die Pflicht zu nehmen.
      13 8 Melden
    • demokrit 06.08.2016 22:25
      Highlight "Zweitens ist es ein Konjunkturpaket. Das Steuergeld wird direkt ausgegeben zu lokalen Anbietern zB von Nahrungsmitteln." - *lach* Du weisst aber schon, dass ein Platz den Steuerzahler im Jahr 26'000.- kostet. Schön, wen ein minimaler Teil davon in Coop und Migros fliessen (wahrscheinlich ist eher Aldi), die Hälfte fliesst aber über das Hawala-System ins Ausland ab. "Die Italiener, später die Albaner waren auch ungebildet" - Die wollten aber auch noch arbeiten. Heute überwiegt leider stark eine Erwartungshaltung.
      15 7 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 22:30
      Highlight @Echo der Zeit: Einverstanden.
      Die Schweiz hat die Integration bisher m.E. gut hingekriegt. Wir haben auch keine Ghettos wie in Frankreich.
      Das geht aber gut, nur solange das Fuder nicht überladen wird, d.h. solange nicht zuviele nicht oder schwer integrierbare Personen ins Land gelassen werden. Die hohe Sozialhilfequote der Eritreer ist m.E. ein Alarmzeichen, dass die Lage schon am Kippen ist!
      21 4 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 22:32
      Highlight @Grey: Wenn ich auf die Labels meiner Kleider schaue, dann kommen die fast ausnahmslos aus Europa, der Türkei oder Asien.
      Aus Arabien und Afrika ist da nix dabei!
      17 4 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 22:38
      Highlight @SemperFi: Nein, die Schweiz ist keine Insel, aber wenn Europa keine ernsthaften Schritte zur Grenzsicherung und zur Eindämmung der illegalen Migration unternimmt, dann müssen wir eben auf nationaler Ebene handeln.

      Die Zunahme der illegalen Migration ist übrigens nicht Folge der Globalisierung sondern primär Folge der besseren Kommunikationsmöglichkeiten (Internet, Smartphones, Social Media) und des nahezu gänzlich fehlenden europäischen Grenzschutzes. Oder warum glaubst Du, dass jede Menge Illegaler über Italien einreisen und fast keine mehr über Spanien?
      21 6 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:27
      Highlight @Atomschlaf: Weil die Spanier den Marokkaner Geld zahlen, damit diese die Drecksarbeit machen und Mirgranten abhalten nach Spanien zu gelangen und weil die Exklaven Melilla und Ceuta abgesicherter als Ostberlin sind.
      Zum zweiten verlagert sich der Strom von Westafrika zum Nahen Osten und Ostafrika, da ist die Türkei bzw Lybien einfacher.
      So viel Ahnung sollte man halt schon haben
      10 15 Melden
    • Zarzis 06.08.2016 23:29
      Highlight @Atomschlaf
      Sagen Sier es doch ganz Offen, Sie wollen in die DDR!
      Einen Super schönen Grenzzaun mit Todeszohne und Selbstschuss Anlagen. Da geht Ihnen doch gleich das Herz auf!

      Ihr Traum, den Sie hier nicht Aussprechen getrauen, heisst, Bewaffnete Familien Väter die auf Verzweifelte Menschen Schiessen sollen, das Sie denen ihr kleines Glück auf ein Anständiges Leben vergönnen. Der einzige Unterschied von denen und Uns ist, am Falschen Ort zur Falschen Zeit Gebohren zu sein.
      Zusätzlich, was sagt die SVP zu allen IV / AL Bezieher in der Schweiz. Zeigt Eigeninitiative! Afrikaner, ihr aber Nicht!
      11 17 Melden
    • SemperFi 06.08.2016 23:30
      Highlight @atomschlaf: Eben, Globalisierung. Dazu gehört auch die Kommunikation. Europa ist auch keine Insel. Solange es dieses Armutsgefälle gibt, solange gibt es Migrationsströme. Da kann keine Mauer, keine Frontex und keine Massenrückschaffung was daran ändern. Das ist ein einfaches Naturgesetz.
      9 7 Melden
    • Amboss 06.08.2016 23:52
      Highlight @zarzis: Ich hab atomschlaf in einer früheren Diskussion auch schon gefragt, ob er derjenige sein wolle, der dann auch Menschen tötet.
      Er hat nicht geantwortet.
      Ist halt einfacher, auf gewisse Fragen nicht einzugehen.
      11 5 Melden
    • Amboss 07.08.2016 00:04
      Highlight Demokrit, ich kenne unser System bestens. Der Kanton macht alles korrekt.

      Und auch wenn es dir nicht passt, übergeordnetes Interesse ist es dennoch. Es haben auch nicht alle Freude z.B. an einer neuen Autobahn und dennoch besteht ein übergeordnetes Interesse.
      8 5 Melden
    • E. Edward Grey 07.08.2016 01:13
      Highlight @Zarzis: Sinngemäss gebe ich Ihnen Recht, der Vergleich hinkt leider etwas. Der "antiimperialistische Schutzwall" der DDR war trotz gegenteiliger Propaganda nach Innen gerichtet, nicht zur Abwehr von aus Westen kommenden Eindringlingen.
      3 5 Melden
    • atomschlaf 07.08.2016 04:06
      Highlight @SemperFi: Wenn Europa die Grenzen schützen würde und nicht jeden, der "Asyl" brabbeln kann, reinlassen würde, dann hätten wir die aktuellen Probleme nicht!
      13 9 Melden
    • SemperFi 07.08.2016 09:11
      Highlight @atomschlaf: 48000 km Küsten, 9400 km Landgrenzen, 460 Flugplätze. Es wäre nett, wenn Sie die Worthülse "Grenzen schützen" mal konkretisieren könnten. Wer schützt was womit mit welchem Auftrag? Aber da kann ich wohl lange warten. Wie die Schweiz den Auftrag "Grenzen zu" lösen soll, hat die SVP ja auch noch nicht herausgefunden. Es ist einfach, Forderungen zu stellen, ohne Lösungen anzubieten.

      Zum Glück können wir heute diese Aufgabe noch an die von vielen so gehasste EU delegieren.
      7 8 Melden
    • Echo der Zeit 07.08.2016 13:22
      Highlight @atomschlaf - Wenn Europa die Grenzen schützen würde und nicht jeden, der "Asyl" brabbeln kann, reinlassen würde - Ihre Argumentation ist erbärmlich und weltfrend - nach ihrer Argumentation müsste alle zehn Meter ein bewaffneter Soldat an der Grenze stehen, der alles Fremde über den Haufen schiesst - und auch dann wird die Migration weiter gehen. Ein positives Beispiel sehen wir in London. Der neue Bürgermeister Sadiq Khan ist gläubiger Muslim. Er ist Nachfolger von Boris Johnson. Er wurde gewählt und lebt vor, dass die Kompatibilität der Kulturen vorhanden ist.
      5 7 Melden
    • demokrit 07.08.2016 21:36
      Highlight @Amboss: "Und auch wenn es dir nicht passt, übergeordnetes Interesse ist es dennoch" - Bei den Bundesasylzentren (das hier ist ja keines, die Gemeinde soll massiv mehr Leute aufnehmen) schon eher, allerdings klappt auch da die Analogie zum Militär und Strassen nicht wirklich. Was übergeordnetes Interesse ist, entscheidet man gemeinhin immer noch an der Urne. Diese falsche Analogie hat man bereits bei der Asylgesetzrevision als schlechtes Argument ins Feld geführt.

      Echo: Gerade London ist eine Stadt, in der Sharia-Schlichter existieren, das müssen wir uns bestimmt nicht zum Beispiel nehmen.
      4 1 Melden
    • Amboss 07.08.2016 23:02
      Highlight @demokrit: Aber man hat genau auch demokratisch festgelegt, dass eben nicht über alle Fragen alle Instanzen abstimmen dürfen.

      Dass der Kanton bestimmen kann, wo die Asylbewerber untergebracht werden, auch ohne Abstimmung in der Standort-Gemeinde (Nebenbei: aus so einer Abstimmung könnte gut sich ein "ja" resultieren, im Fall), das hat nicht ein böser Diktator bestimmt.
      Sondern ist Ergebnis eines Prozesses: Wahlen, Abstimmungen Parlament auf mehreren Ebenen)
      3 2 Melden
    • demokrit 08.08.2016 00:02
      Highlight @Amboss: Nö, das hat man nie direkt-demokratisch festgelegt (genau wie man generell sehr wenig im Asylrecht überhaupt je demokratisch festgelegt hat). Man beschliesst einfach via Verordnugnsweg und verletzt den Verteilschlüssel ganz bewusst. Und mit Verlaub: 60 Leute auf 700 Einwohner sind ein Scherz.
      4 4 Melden
    • Amboss 08.08.2016 09:58
      Highlight @demokrit: Doch, hat man. Man hat direktdemokratisch der Regierung diese Möglichkeit gegeben.
      Politik ist nicht nur Asylwesen und nach deiner Logik müsste man wahrscheinlich täglich über 10-20 solcher Entscheide abstimmen.

      Und weshalb sind 60 Leute auf 700 Einwohner ein Scherz?
      4 4 Melden
    • demokrit 08.08.2016 10:27
      Highlight @Amboss: Bitte belege deine leeren Behauptungen. Beim Verordnungsweg, auf welchem heute die Beamten sehr viel erlassen, stimmt die Aussage ganz klar nicht, solche V. sind verfassungswidrig. Aber wir haben kein Verfassungsgericht, was völlig antidemokratisch ausgenutzt wird.

      Weil annähernd 10% völlig unverhältnismässig sind. Ich denke, du hast keine Ahnung von den praktischen Schwierigkeiten, Leute zu integrieren. Bei ca. 80% eines beliebigen Asylzentrums ist die Integration sowieso völlig illusorisch, dazu müsste man sich halt auch einmal persönlich ein solches von innen ansehen.
      3 2 Melden
    • Amboss 08.08.2016 10:48
      Highlight Mein Beleg ist ja vorhanden: Unser politisches System.
      Ich denke eher, du solltest belegen, was hier verfassungswidrig sein sollte.

      Der Parameter "Anzahl Asylbewerber zu Gemeindegrösse" ist völlig irrelevant. Ob das 20 oder 60 sind ist ziemlich wurscht.
      Denn mit dem Leben in der Gemeinde haben die nicht viel zu tun. Ausserdem ist Seelisberg ein langgezogenes Dorf. Viele wohnen so weit weg davon, die merken null und nichts.

      Viel aussagekräftiger wäre die Anzahl "Betroffener". Und die ist viel grösser, wenn zB ein Zentrum von 200 Bewohnern in einer dichtbebauten Ort von 4000 Leuten steht.
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  • DerHans 06.08.2016 13:29
    Highlight Was soll dieses Eindreschen auf die Dorfbewohner? Wie reagiert ihr, würde euer Vermieter an der Türe klingeln und euch vor vollendente Tatsache stellen, dass ihr eure Wohnung nun mit jemandem teilen müsst. Da läuft was gewaltig falsch in der Kommunikation und wie immer liegt es nur am rassistischen Pöbel, der ungebildet ist und kopflos irgendeiner Partei nachplappert. Da macht man es sich schon zu einfach. Und jetzt blitzt darauf los damit ihr euch besser fühlt als diese Hinterwäldler. Wie wäre es, wenn Zürich für 10% seiner Einwohnerzahl Asylsuchende aufnehmen müsste? Würden alle nur nicken?
    87 75 Melden
    • Amboss 06.08.2016 13:44
      Highlight Ääääähmmmm . Du musst den Text richtig lesen. Die ziehen nicht in Wohnungen von Seelisberger Bewohnern ein, sondern in ein altes Hotel, was nicht mehr in Betrieb ist....
      64 59 Melden
    • Gähn on the rocks 06.08.2016 13:47
      Highlight und was sollen jetzt deine pauschalen rundumschläge genau?
      37 43 Melden
    • SemperFi 06.08.2016 13:57
      Highlight Ein hinkender Vergleich: Mit meinem Vermieter habe ich einen Exklusiv-Vertrag für meine Wohnung. Mit der Gemeinde kann niemand einem Vertrag machen, der andere ausschliesst. Die Gemeinde hat ihre Pflichten zu erfüllen.
      Es muss niemand muss seine Wohnung teilen, es zieht nur jemand im Block nebendran ein.
      52 29 Melden
    • INVKR 06.08.2016 14:11
      Highlight Es muss aber niemand die Wohnung mit irgendwem teilen. Dieser Vergleich ist völlig verfehlt
      53 28 Melden
    • DerHans 06.08.2016 15:40
      Highlight War ja klar dass der Vergleich mit der Wohnung wortwörtlich genommen wird. Fehlt es euch an wahren Argumenten? Es geht darum dass man sich vor den Kopf gestossen und hintergangen fühlt. Die Obrigkeit hat entschieden, wärs ausbadet ist ihr eigentlich egal, solange es nicht sie selber betrifft.
      34 30 Melden
    • Amboss 06.08.2016 16:53
      Highlight @hans: Nein, die Argumente sind nicht ausgegangen. Aber was du bringst, ist der schlechteste Vergleich der Welt
      Die eigene Wohnung zu vergleichen mit einem Haus, was je nachdem mehrere hundert Meter weg ist, geht einfach nicht.

      Und die Obrigkeit war ja genau da, um zu erklären, prüfen, ob man optimieren kann, Anliegen aufzunehmen. Aber man hat sie vertrieben. Pech gehabt, wird der ENtscheid halt umgesetzt, ohne dass Anliegen gehört oder umgesetzt wurden
      20 20 Melden
    • Gähn on the rocks 06.08.2016 17:18
      Highlight 👍🏼 @amboss
      10 21 Melden
    600
  • Gähn on the rocks 06.08.2016 13:13
    Highlight Zum Fremdschämen. Und wie.
    Diese Seelisberger sind keine "echten" Schweizer.
    60 95 Melden
    • apollocombat 06.08.2016 14:37
      Highlight Wann ist man den ein echter schweizer ? Wenn man die svp wählt ?
      10 31 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 14:48
      Highlight Keine echten Schweizer sind jene, die Jahr für Jahr zehntausende Migranten in die Sozialhilfe einwandern lassen.
      67 49 Melden
    • Gähn on the rocks 06.08.2016 17:24
      Highlight beides falsch. echte schweizer sind für mich solche, die nicht die augen verschliessen vor den unglaublichen problemen, die im nahen und fernen osten bestehen. die, die nachdenken, diskussions- und kompromissfähig sind. die, die sich in die lage anderer, auch einer regierungsrärin, versetzen können. und die, die über ihren gartenhag hinaus sehen. wala. noch fragen?
      22 29 Melden
    • Orinoco 06.08.2016 20:22
      Highlight 👎 🖕@ Dr. Gähn. Sie bringen mich zum Gähnen. 😒🔫
      20 13 Melden
    • Gähn on the rocks 06.08.2016 21:28
      Highlight tja, von einem @esel erwarte ich nix anderes.
      11 21 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 21:40
      Highlight Von Frau Dr. Gähn auch nicht.
      19 11 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:29
      Highlight 1000 Herzen Frau Dr. Gähn
      12 13 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 06.08.2016 12:57
    Highlight Weiss gar nicht, was die haben. Das Asylzentrum soll ja im Dorf und nicht auf dem Rütli betrieben werden...
    47 67 Melden
    600
  • Echo der Zeit 06.08.2016 12:30
    Highlight Der Bürgenstock wird für 500 Mio. umgebaut - von Katar - auch sonst ist die Gegend voller reicher Ausländer - In Weggis Spazieren reiche Saudis mit ihren verhüllten Frauen rum - das Geld dieser Leute, wird gerne genommen - Gibt es überhaupt noch Hotels dort, die nicht irgendwelchen ausländischen Investoren gehören? Ach und Jetzt kommen junge Habenichtse - vom Schwarzen Kontinent, der vom Westen, den Chinesen, den Arabern, Ja von allen - geplündert und klein gehalten wird - nach Seelisberg. Die armen Seelisberger sind die wahren Verlierer der Globalisierung.
    114 62 Melden
    • Der Zahnarzt 06.08.2016 13:01
      Highlight Genau auch mein Gedanke: Es geht gar nicht darum a) unsere Kultur gegen eine fremde Kultur, b) Christen gegen Moslems etc. etc. sondern nur um Arm gegen Reich. - Wenn es sich um 60 reiche Saudis handeln würde, hätte der Dorfladen sicher schon Halal-Fleisch bestellt.
      114 50 Melden
    • maxi 06.08.2016 13:42
      Highlight Ist ja nachvollziehbar... Jemand der arbeitet und kohlebringt, ist angenehmer als leute die rumlungern theater machen und uns kosten...
      57 33 Melden
    • Der Zahnarzt 06.08.2016 14:28
      Highlight @maxi: Ja genau. Wer kostet ist unerwünscht, wer Geld bringt ist erwünscht. Welcome to capitalism!
      45 36 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:30
      Highlight @maxi: Genau wenn einer Geld bringt dann werden ihm die Füsse abgeleckt. und man kriecht ihm überall rein.
      Hat er kein Geld schlägt man die Türe zu
      Unser Wohlstand basiert nur auf der Tatsache, dass es einen Haufen Armut anderswo gibt
      8 9 Melden
    600
  • klugundweise 06.08.2016 12:25
    Highlight Vor längerer Zeit hatte Toni Brunner (ex SVP-Präsident) aufgerufen, Asylzentren zu bekämpfen.
    Die Saat geht auf!
    Ängste schüren, den Staat und seine Institutionen verspotten, Menschenrechte verhöhnen, Andersdenkende persönlich (unter der Gürtellinie) angreifen: das hat System und kommt aus der immer gleichen Ecke.
    114 73 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 13:42
      Highlight Druck von unten ist dringend notwendig, damit die unhaltbare Asylpolitik endlich ändert!
      Allerdings halte ich es für falsch und nicht zielführend, eine Regierungsrätin niederzuschreien.
      Viel sinnvoller ist es, die Bundes-Parlamentarier des Wohnkantons zu kontaktieren und Druck für entsprechende Vorstösse im Parlament zu machen.
      55 28 Melden
    • Stichling 06.08.2016 13:55
      Highlight Falsch. Dieses Tun kommt aus allen Ecken. Es tun es Menschen, die glauben, das eigene Unvermögen, überzeugende Argument zu nennen, mit Häme kompensieren zu können, was sie aber nur als taurige Figuren voller geifernder Machtgier aussehen lässt.
      Regierungsrätin Bär kommt zwar zauderhaft, aber unverkennbar in dieser Sache aus ebendieser Ecke gekrochen.
      8 41 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 13:58
      Highlight Die hiesige Bevölkerung hat keinerlei Nutzen aus der massenweise Aufnahme, grösstenteils ungebildeter Afrikaner und Araber. Die meisten sind nicht annähernd berufsfähig, was dann zu ruinösen Sozialhilfequoten von über 80 Prozent führt.
      Ein grosser Teil sind zudem Wirtschaftsflüchtlinge und eritreische Drückeberger und sind weder verfolgt noch vor Krieg geflohen, sondern einzig vor misslichen Verhältnissen, deren Gründe in ihrer eigenen Kultur und Mentalität liegen.

      Ist es da ein Wunder, dass die Steuern zahlende Schweizer Bevölkerung langsam aber sicher die Schnauze voll hat?
      52 25 Melden
    • cocorumo 06.08.2016 17:09
      Highlight Da gibts halt unterschiedliche Ansichten @atomschlaf. Sie suchen für sich offensichtlich immer einen Profit (da Sie immer von "bringt uns nichts" sprechen), andere machen auch gerne mal was für andere ohne einen materiellen Wert zurück zu erhalten. Akzeptieren Sie doch auch diese Einstellung, genauso wie ich Ihre akzeptiere.
      15 11 Melden
    • supremewash 06.08.2016 17:24
      Highlight @atomschlaf Kommentare wie deine kennen wir doch zur Genüge. Die dummen, faulen Afrikaner und Araber sind doch selber Schuld, dass sie in der Scheisse stecken und sollen lieber verrecken, als uns ehrliche Schweizer auch nur einen Rappen zu kosten. Ist doch alles nur rassistisches Gelaber von Leuten ohne Sinn für Solidarität und Mitgefühl (Ganz zu schweigen von wirtschaftlichen und geopolitischen Zusammenhängen). Sich dann aber noch so gerne als Verfechter abendländischer Werte aufspielen, wenns drum geht, Stimmung gegen Andersgläubige zu machen. Schande!
      14 19 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 17:50
      Highlight @supremewash: Worauf führst Du es zurück, dass asiatische Länder die früher von den Kolonialmächten genau so ausgebeutet wurden wie Afrika, heute wirtschaftlich massiv besser dastehen als die Länder in Afrika?
      Woran soll es denn sonst liegen, wenn nicht an der lokalen Kultur und Mentalität?
      22 9 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 18:02
      Highlight @cocorumo: Ich akzeptiere Deine Einstellung, aber solange ich als Mitglied der Solidargemeinschaft der Schweizer Einwohner und Steuerzahler die finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der gegenwärtigen Asylpolitik mittragen muss, werde ich mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass die Asylpolitik endlich massiv restriktiver wird.
      19 10 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:33
      Highlight @Atomschlaf: Ist halt einfach wohlgenährt den Hintern auf dem Sofa zu behaupten, was MEnschen ohne Perspektive auf ein anständiges Leben zu tun haben.
      Solange der Westen jedes dreckige Regime, das Geld bringt hofiert, solange wird es Menschen geben, die auf der Flucht sind um was neues anfangen zu können.
      Deine Freunde von der SVP sind an vorderster Front dabei, wenn es ums Geld verdienen geht, ob Saudis, oder Katari oder früher Gaddafi etc
      9 11 Melden
    • Stichling 07.08.2016 01:11
      Highlight @Fabio: Korrupte und ausbeuterische Regimes bestehen mit und ohne, dass Industrieländer mit ihnen diplomatische und wirtsch. Beziehungen pflegen. Du unterstellst dem "Westen" eine Schuld für etwas, das nicht in seiner Macht steht. Oder soll der "Westen" alle Unstaaten okkupieren und zu Kolonien machen, damit dort Recht und Ordnung durchgesetzt und so die Grundlagen von Prosperität geschaffen werden?
      3 5 Melden
    • atomschlaf 07.08.2016 03:59
      Highlight @Fabio: Die Leute kommen nicht, weil wir irgendwelchen Regimes hofieren, sondern weil die EU in verantwortungsloser Weise ihre Grenzen nicht schützt!
      4 6 Melden
    600
  • lily.mcbean 06.08.2016 12:24
    Highlight Mir tun die armen Teufel leid, die da einziehen müssen. Denen wird der blanke Hass entgegenschlagen...
    89 67 Melden
    • Talli 06.08.2016 12:56
      Highlight Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch gemässigtere Bürger in Seelisberg wohnen. Für mich sieht es so aus als seien gezielt Menschen mobilisiert worden.
      59 47 Melden
    • atomschlaf 06.08.2016 13:43
      Highlight Keiner von denen wurde gezwungen, in die Schweiz zu kommen. Es steht auch jedem frei, sein Asylgesuch zurückzuziehen und wieder auszureisen, wenn es ihm hier nicht gefällt.
      57 43 Melden
    • Stichling 06.08.2016 13:59
      Highlight Sie als "arme Teufel" zu bezeichnen ist rassistisch-xenophob und verrät Deine imperialistisch-christliche Arroganz gegenüber Menschen einer Dir fremden Herkunft.
      9 68 Melden
    • Lichtblau 06.08.2016 14:22
      Highlight An 365 Tagen rund-um-die-Uhr-Betreuung, verstärkte Polizeipräsenz im Ort und eine Hotline für die Bevölkerung: Ich weiss nicht, aber als Seelisberger würden mich diese Geplanten Massnahmen eher erschrecken als beruhigen.
      54 8 Melden
    • Fabio74 06.08.2016 23:34
      Highlight @Lichtblau: Würde man statt Vorurteile zu pflegen mit Flüchtlingen das Gespräch suche, bräuchte es weder Polizeipräsend noch Hotline
      10 10 Melden
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Die Schweizerische Volkspartei ist für ihre prägnanten Grafiken bekannt. Diese stehen im Ruf, die Wirklichkeit nicht immer ganz genau abzubilden. 2014 etwa fragte die SVP auf einem Werbeplakat: «Bald 1 Million Muslime?» Das brachte ihr eine Strafanzeige ein.

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