Schweiz

Auch in der Schweiz kommen immer mehr Flüchtlinge an.
Bild: KEYSTONE

39'000 Asylgesuche bis Ende Jahr erwartet: Bundesrat bewilligt zusätzliche Millionen für das Asylwesen

18.12.15, 13:53 18.12.15, 14:34

Die Zahl der Asylgesuche ist auch in der Schweiz gestiegen. Der Bundesrat hat deshalb am Freitag im Rahmen eines dringlichen Nachtragskredits zusätzliche Mittel im Umfang von rund elf Millionen Franken gesprochen.

Die Gelder seien zur Bewältigung der grossen Zahl von Asylgesuchen nötig, schreibt das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Verwendet werden sollen sie für Dolmetscherinnen und Dolmetscher, für die Informatikausstattung zusätzlicher Arbeitsplätze sowie die Zumiete von Unterkünften und deren Betriebskosten. Über den dringlichen Nachtragskredit entscheidet die parlamentarische Finanzdelegation.

Der Bundesrat hat das EJPD ausserdem ermächtigt, zur Bewältigung der Asylgesuche sein Personal befristet bis Ende 2016 um 75 Stellen aufzustocken. Die Finanzierung dieser Stellen könne durch Kredit-Verschiebungen innerhalb des Voranschlags 2016 abgedeckt werden, heisst es in der Mitteilung.

39'000 Asylgesuche bis Ende Jahr erwartet

Das Parlament hatte den Voranschlag in der Wintersession, die am Freitag zu Ende ging, verabschiedet. Die für das Asylwesen budgetierten Mittel basierten auf einer Zahl von 30'000 Asylgesuchen im kommenden Jahr. Bei der Beratung des Budgets war bereits klar, dass die Mittel nicht reichen würden. Die Mehrheit im Parlament war jedoch der Ansicht, das sei über Nachtragskredite zu regeln.

Das EJPD hält fest, im Vergleich zu Gesamteuropa verlaufe der Anstieg der Asylgesuchszahlen moderat. Auch die Schweiz habe aber in den letzten Monaten eine bedeutende Zunahme der Gesuche verzeichnet. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erwartet bis Ende Jahr insgesamt rund 39'000 Gesuche. Seit Jahresbeginn hat das SEM die Zahl der Unterkunftsplätze des Bundes von 2300 auf rund 5000 erhöht. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Angelo C. 18.12.2015 16:00
    Highlight Aber eben, keine Spur von Asylchaos, wie und wo auch 😉?!

    Solange noch jene weitere Messehallen in Zürich zur Verfügung stehen und Flüchtlinge (wie vor zwei Tagen berichtet) nicht obdachlos in Basler Parks herumirren, ist ja ganz offensichtlich alles in bester Ordnung....
    18 1 Melden
  • ferox77 18.12.2015 14:41
    Highlight Man muss aktiv Integration betreiben, das gilt für die Schweiz wie für Österreich und Deutschland. Insbesondere die Kulturschaffenden sind aufgerufen. Wo bleibt die öffentliche Aufführung einer der zahlreichen syrischen Opern, der afghanischen Klavierkonzerte, die Lesung aus dem reichen Fundus der eriträischen Dramen?
    Da die Mehrzahl der Schutzsuchenden Frauen und Kinder sind, könnten sich auch interkulturelle Chöre und Tanzgruppen bilden und Weihnachtslieder einstudieren, um den alten Menschen in ihren Pflegeheimen an Heiligabend eine Freude zu bereiten.
    Das wird man wohl noch hinbekommen!
    9 3 Melden
  • pachnota 18.12.2015 14:16
    Highlight Freude herrscht!
    17 2 Melden

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