Schweiz

Lebt streng nach dem Koran, hinterfragt ihn aber auch immer: Mohammed Mustafa Memeti. bild: andré albrecht

«Der Islam ist gefangen von Rückständigen» – Interview mit dem Berner Imam Mustafa Memeti

Der Berner Imam Mustafa Memeti ist zum wichtigsten Repräsentanten der praktizierenden Schweizer Muslime aufgestiegen.

Publiziert: 12.10.16, 08:55 Aktualisiert: 12.10.16, 14:19

Konrad Staehelin / Nordwestschweiz

«Wenn es um Fragen nationalen Interesses geht, macht die SVP vieles richtig. Ich bin für einen Inländervorrang. Und ich habe Mühe mit der Personenfreizügigkeit. Die Schweiz ist klein; wir sollten die Kontrolle haben.» Stammten die Worte aus dem Mund von Herr Meier oder Müller, sie würden keinen überraschen. Doch Mustafa Memeti ist Albaner und Imam, also Muslim. Die SVP hat sowohl Religion als auch Ethnie mehrfach gepiesackt. Memeti sagt darum auch: 

«Oft bin ich nicht mit der Partei einverstanden. Nur motzen, ohne Lösungen vorzuschlagen, geht nicht.»

Imam Mustafa Memeti

Memeti erscheint verspätet zum Interviewtermin. Das Freitagsgebet hat länger gedauert als geplant. Schauplatz ist die Moschee im Haus der Religionen in Bern. Vor zwei Jahren gegründet, beten hier Memetis Muslime im gleichen Gebäude wie Hindus, Christen oder Juden. Memeti hat von seiner Kanzel herab auf Albanisch, Arabisch und Deutsch gepredigt. Drei Mal das Gleiche, damit jeder der rund 200 Zuhörer mindestens eine Version versteht.

Wichtigster Vertreter der Moderaten

Als sich die Gemeindemitglieder verabschiedet haben, posiert er für den Fotografen. Ein Einziger betet noch, Mekka zugewandt, auf dem dicken roten Spannteppich, während ein anderer diesen ein paar Meter daneben schon staubsaugt. Memeti beherrscht das Spiel mit der Kamera längst. Neben den krass überrepräsentierten, weil schlagzeilenträchtigen Radikalen vom Islamischen Zentralrat IZRS haben Journalisten in den vergangenen Jahren kaum einem praktizierenden Muslim so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie Memeti. Er ist in der Öffentlichkeit der wichtigste Vertreter der Moderaten.

Aber was heisst hier schon Vertreter? Glauben, Herkunft, Ethnie: Die 350 000 Muslime in der Schweiz sind so heterogen wie eine Packung Smarties. Die grosse Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht. Für jene Minderheit, die regelmässig in die Moschee geht, spricht Memeti, auf Hochdeutsch, mit starkem Akzent.«Ich stehe hin, wo sich andere nicht trauen. Sie haben Angst, wissen nicht, was sie wollen.» Er sitzt jetzt in seinem Büro im Obergeschoss der Moschee. Auf dem Schreibtisch stapeln sich Bücher, Schriftstücke und Geschenke. Die Robe für die Predigt hat Memeti ausgezogen, trägt noch Jeans und Hemd. Und Socken, keine Schuhe. Wie im Gebetsraum sind diese hier nicht erlaubt.

«Ich stehe hin, wo sich andere nicht trauen. Sie haben Angst, wissen nicht, was sie wollen.»

Imam Mustafa Memeti

«Vor allem seine Tätigkeit im Haus der Religionen hat ihm zu Popularität verholfen. Viele Nichtmuslime machen ihre erste Erfahrung mit dem Islam mit ihm. So prägt er das Bild des Islams in der Schweiz stark», differenziert Hansjörg Schmid, Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft. «Ausserdem ist er bereit, Fragen des Zusammenlebens in einer pluralistischen Gesellschaft zu diskutieren. Andere Imame sind das nicht immer.»

Tatsächlich ist es nicht immer einfach, die Haltung von Vertretern praktizierender Muslime zu erfahren: Viele sind schlecht erreichbar oder wollen sich nicht äussern. Die Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS) druckst bei heissen Themen wie der Burka-Diskussion rum, statt Stellung zu beziehen. Die Union albanischer Imame, die knapp 40 Moscheen vertritt, musste sich schon gegen Vorwürfe wehren, radikalen Predigern aus dem Ausland eine Plattform zu bieten. Sie weist diese auf Anfrage «auf das Schärfste zurück.» Für Medienpräsenz ist das Stigma allerdings Gift. Sie schreibt: «Wir sind immer bereit und offen, unsere Positionen zu bestimmten Themen vorzubringen.»

Memeti ist dagegen omnipräsent: Vor zwei Wochen sprach er sich in der «Nordwestschweiz» für ein Burkaverbot aus. «Der Islam ist gefangen von Rückständigen», sagte er der Berner Zeitung letztes Jahr. «Der Heilige Krieg hat bei uns keinen Platz», dem Beobachter. Sätze wie diese gehen der Mehrheitsgesellschaft in Zeiten des Misstrauens runter wie Honig. Ein Vertreter des Islams, der denkt wie wir. Und es sogar ausspricht!

Die Sonntagszeitung bestimmte Memeti 2014 zu ihrem «Schweizer des Jahres». Der Treiber hinter den SVP-Bemühungen für ein Burkaverbot, Walter Wobmann, sagt: «Es ist sehr erfreulich, wenn sich diese Kreise gegen die Extremisten wehren. Leider ist er einer der wenigen moderaten Muslime, die das tun.»

Vorgespurter Weg

Während des Interviews liegen zwei Smartphones auf dem Tisch. Eines ist für den Alltag. Während des Gesprächs vibriert es immer wieder, Memeti nimmt nicht ab. Mit dem anderen ruft er täglich seinen 88-jährigen Vater an, der noch immer als Teil der albanischen Minderheit im Süden Serbiens lebt.

Memeti ist dort aufgewachsen. Der Grossvater war Imam, der Vater auch; der Weg war vorgespurt. Mit 13 schon schickten sie ihn fort, um sich ausbilden zu lassen. Die Reisen führten ihn durch den Nahen Osten und Nordafrika. Er studierte unter anderem an der als erzkonservativ berüchtigten Islamischen Universität Medina in Saudi Arabien Hadithologie: was vom Propheten überliefert ist.

Immer wieder zitiert er diesen. Doch seine Tochter, Sek-Lehrerin in Köniz, trägt kein Kopftuch. Er ass in seinem Leben nie Schweinefleisch, trank nie Alkohol und hatte nie ausserehelichen, «illegalen Geschlechtsverkehr». Doch wird im Café in der Moschee zwei Meter neben dem Gebetsraum viel geraucht.

Widersprüche? Sicher nicht. «Ich lebe streng nach dem Koran, hinterfrage ihn aber auch immer. Mohammed tat das auch. Deswegen bin ich so geworden, wie ich bin. Ich bin allen gegenüber tolerant, die auch tolerant sind.»

54 ist er mittlerweile und wirkt zufrieden. Seit bald 30 Jahren wohnt er in der Schweiz. «In Jugoslawien war die Situation politisch und ökonomisch schwierig.» Kurz vor Ausbruch der Kriege verliess er den Balkan. 

«Als ich das erste Mal einen Fuss in die Schweiz setzte, war ich fasziniert. Ich danke Gott bis heute, dass ich hier leben darf.»

Imam Mustafa Memeti

Mittlerweile arbeiten zwei der drei Kinder, der jüngste Sohn studiert Mathematik. Die Memetis sind längst angekommen, wohnen im Berner Vorort Ittigen unter Schweizer Nachbarn. Für alle anderen, die noch nicht ganz integriert sind, kämpft der Vater. «Ich will, dass eine Generation toleranter Muslime heranwächst. Ob es klappt oder nicht? Keine Ahnung.»

(aargauerzeitung.ch)

Diese Muslime distanzieren sich mit der Aktion «Not In My Name» vom «sogenannten Islamismus»

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Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
58 Kommentare anzeigen
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  • thunder 12.10.2016 17:37
    Highlight Der Islam gehört nicht in die Schweiz. Überall wo sich der Islam durchgesetzt hat, herrscht Chaos, Diktatur, Mord und Todschlag! Zeige mir ein islamisches Land, welches demokratisch und fortschrittlich funktioniert. Der Islam gehört in der Schweiz verboten. Für mich hat das Tolerieren des Islam auch nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Wenn sich nur 10% der Moslem in der CH radikalisieren, möchte ich dann die Reaktion der Toleranten sehen...und zum Schluss: Ich habe nichts gegen die Menschen, welche in unser Land kommen! Die sind mir alle willkommen, solange sie nicht diese Religion verbreiten
    32 51 Melden
    • deleted_807114855 12.10.2016 19:53
      Highlight Wenn ich Ihre Aussage mit denen von Memeti vergleiche, habe ich den Eindruck, dass Herr Memeti die Werte der schweizerischen Verfassung viel mehr befolgt als Sie.
      44 17 Melden
    • Fabio74 12.10.2016 22:05
      Highlight Falsch. Ein freies, liberales Land hat keine Religionen zu verbieten. Wir leben seit Jahrzehnten mit Moslems in diesem Land und haben wenig Probleme.
      Was du forderst, gleicht einer Diktatur à la Saudi-Arabien und dahin will ich nicht.
      Den Islam als solches gibt es nicht, und es gab tolerante und weniger tolerante Zeiten wie im Christentum auch.
      Wieviele moslemische Länder kennst du?
      20 11 Melden
    • MR .Z 12.10.2016 23:31
      Highlight Jaja so einer wieder... Vereinigte Arabische Emirate ist wie ich finde ein sehr gut funktionierendes Land.
      0 11 Melden
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  • rodolofo 12.10.2016 15:22
    Highlight Nicht traurig sein!
    Auch bei den Katholiken und den Reformierten vom Land hat es viele "Rückständige"...
    Aber solche Leute würden sich selber als "Traditionsbewusst" bezeichnen und einen trotzigen Stolz zeigen, der nicht mal gespielt ist!
    Jeder Mensch muss den Platz finden wo es ihm/ihr am Wohlsten ist. Vielen Jungen und auch Älteren ist es halt in "Gotteshäusern" und abgelegenen Dörfern nicht mehr so richtig wohl, weil die zu beengend und zu gestreng sind für ihren Geschmack.
    Die "Traditionalisten" können ja weiterhin in Kirchen und Moscheen gehen. Da hat doch überhaupt niemand etwas dagegen!
    10 34 Melden
    600
  • Hanslishans 12.10.2016 15:01
    Highlight Das Glück, dass wir in der Schweiz bisweilen haben ist, dass die sehr überwiegende Mehrheit der hier eingewanderten Moslems zwar dem Islam angehlrig sind, diesen jedoch in geringster bis keiner Weise leben, wie es ihnen ihr Prophet vorgelebt und diktiert hat. Dieses Feuer ist jedoch ein Feuer, dass sehr schnell entfachen kann.
    33 13 Melden
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  • Stipps 12.10.2016 12:58
    Highlight Praktizierung von "iham" und ihr beklatscht dies noch ... wie schon immer die Mehrheiten waren ... einfach.
    9 31 Melden
    • Fabio74 12.10.2016 22:06
      Highlight was willst du uns mitteilen?
      9 2 Melden
    • Stipps 13.10.2016 07:47
      Highlight Die Mehrheit geht der Täuschung auf den Leim, aber das passiert immer ... Lauf der Geschichte.
      3 10 Melden
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  • Angelo C. 12.10.2016 12:19
    Highlight Man darf Imam Mustafa Memeti freimütig attestieren, dass er einer der ganz wenigen Mullahs ist, der Klartext redet, sich überdies erstaunlich gut integriert hat.

    Man sieht und hört ihn ab und an auf SF DRS und er vertritt diese aufgeschlossenen Standpunkte schon seit Jahren, geniesst auch bei vielen moderaten Muslimen im Land grosses Ansehen.

    Bei Salafisten und Wahabiten zwangsläufig bedeutend weniger, da er sie stetig kritisiert und auch den IS aufs Schärfste verurteilt.

    Man sollte Memeti (in leitender Funktion) für das neue Ausbildungsprogramm in der Schweiz tätiger Mullahs einsetzen.
    46 6 Melden
    • Saraina 12.10.2016 16:43
      Highlight Mullahs gibt's bei den Schiiten, der Mann hier ist ein Sunnit. Er ist Imam, das heisst "Vorbeter". Mullahs sind Rechtsgelehrte.
      22 1 Melden
    • Angelo C. 12.10.2016 17:20
      Highlight Danke artig für die Belehrung 🤓!

      Mir geht es bei meinem Votum nicht primär um Detailfragen und Titel, sondern vor Allem darum, dass es bekanntlich in den Moscheen grössere Unterschiede bei Predigern gibt. Klar ersichtlich z.B. beim Vergleich zwischen dem Winterthurer sowie dem Embracher Imam, und dem moderaten Memeti in Bern.

      Und da uns hierzulande Muslime jedwelcher Couleur erhalten bleiben, ist es zweifellos wichtig, dass künftig des Deutschen mächtige Imame in der Schweiz ausgebildet werden, dies natürlich durch vorzugsweise moderate Kräfte, wie es z.B. ein Memeti seit Jahren vorlebt.
      15 3 Melden
    • Saraina 12.10.2016 22:39
      Highlight Gern geschehen. Die Ausbildung wird sicher einerseits durch Islamwissenschaftler - und nicht Imame - erteilt, und hoffentlich andererseits durch Personen, welche die Imame dazu befähigen als eine Art Sozialarbeiter die jungen Muslime bei ihrer Integration zu unterstützen. Es ist kaum anzunehmen, dass ein Salafist die Professur bekommt. In Winterthur gibt es mehrere Moscheen, diejenige, welche Sie meinen wird ihre Pforten freiwillig schliessen.
      2 2 Melden
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  • kleiner_Schurke 12.10.2016 12:05
    Highlight Das einzige was an Religion modern sein könnte ist, dass es sie nicht mehr gibt.
    27 34 Melden
    600
  • Dovahkiin 12.10.2016 11:56
    Highlight Ex-Jugoslawen. Anstatt Anstand und Dankbrkeit zu zeigen, und endlich in ihre Länder zurückzukehren, nützen sie die Grosszügigkeit der Schweiz aus rein egoistischen Gründen aus, bringen und predigen Rückständigkeit - und pervertieren so den Humanismus.
    Als Gipfel der Arroganz sprechen sie dann noch von "wir" und fordern Kontrolle. Obwohl sie nach 30 Jahren nur gebrochen Deutsch sprechen, werden sie sogar "Schweizer des Jahres".
    Mein Schweizer "Wir-Gedanke" aber, ist tot. Aber hey, hauptsache euer Neoschweizer Mischmaschtraum wird war... Immerhin Zufriedenheit und Freude für die und euch.
    33 86 Melden
    • Hanslishans 12.10.2016 15:01
      Highlight Perfekt formuliert.
      16 57 Melden
    • stef2014 12.10.2016 15:03
      Highlight Was ist dein Gegenvorschlag? Ethnische Aufräumarbeit mit all den Menschen, die nicht in (d)ein Idealbild eines reinen Schweizers passen? Ich hoffe, du hast deinen Stammbaum aufmerksam studiert, bevor du hier solches Zeugs von dir gibst. Und du sprichst dann ernsthaft von Pervertierung des Humanismus? Mich deucht sie belieben zu scherzen....
      45 10 Melden
    • Failai 12.10.2016 15:13
      Highlight 1) Neoschweizermischmaschtraum? Sorry du bist doch lächerlich. Jeder der hier lebt und ich als Teil der Schweiz sieht, darf von "wir" sprechen. Ich bin hier geboren, und auch wenn meine Grossmutter gebrochen Deutsch spricht und mein Vater Grammatikfehler macht ist die Schweiz meine Heimat. Auch nicht hier geborene finden hier ihre Heimat. Ich finds einfach lustig, dass wenn ein Schweizer seine Heimat irgendwie in Neuseeland findet das voll ok ist. Hast du eine ausserdem eine Ahnung wie viele Schweizer z.B. nach Lateinamerika geflohen sind als Wirtschaftsflüchtlinge?! Nimm dir ein Beispiel an
      45 9 Melden
    • Failai 12.10.2016 15:23
      Highlight 2)diesen Nationen!Denn in zb Brasilien ist es gleich ob dein Grossvater Schweizer war oder Deutscher oder Japaner. Du bist einfach Brasilianer fertig,ist egal ob schwarz oder weiss oder indigen oder was dazwischen. In der Schweiz hingegen hat man Ausländer sich immer wie Ausländer fühlen lassen,auch wenn sie schon Secondos sind. Und ich finde es extrem arrogant von dir wenn du darüber sprichst wie sie gebrochenes Deutsch sprechen. Ich will mal sehen wie gut du eine Sprache sprichst wenn du als Erwachsener in ein Land kommst und die Sprache nicht im geringsten mit deiner Sprache verwandt ist...
      39 10 Melden
    • Brummbaer76 12.10.2016 15:35
      Highlight Selten so ein Schwachsinn gelesen. Aber ja sollen alle gehen. Schweizer warten nur darauf, WCs zu Putzen, Abfall aufzulesen und auch Bauarbeiter haben wir zuhauf.
      Kenne viele Ex-Jugoslawen. Die Meisten Christen und überhaupt nicht Rückständig.
      Jetzt noch erklären zu wollen, das Jugoslawien ein Vielvölkerstaat mit verschiedenen Ethien war, würde glaube ich zu Anspruchsvoll werden.
      Nur soviel ein Slowene ist näher bei den Österreichern als bei einem Mazedonier.
      29 8 Melden
    • Dovahkiin 12.10.2016 16:31
      Highlight Mir tun die identitätslosen Neoschweizer auch leid. Sind aus egoistischem Opportunismus in die Schweiz gekommen - aber weils so viele sind geht nun die Schweiz bachab. Wenn es nur wenige wären, hätten die Kinder ja Schweizer werden können, aber wegen der Unverhältnismässigkeit, sind sie halt Neoschweizer. Nichts richtig, alles halb und immer auf sich selbst bedacht. Euer "wir" habt ihr freiwillig aufgegeben. Aus egoistischen Profitgründen. Umso wichtiger von unserem "schweizer wir" zu retten was noch geht. Aber ein gemeinsames "wir" habt ihr nur mit den auch neosuissen, neoliberalen lunken.
      12 41 Melden
    • stef2014 12.10.2016 16:49
      Highlight Wenn das "Schweizer wir" von Leuten mit deinen Ansichten definiert wird, sehe ich mich nicht sonderlich motiviert dieses noch zu retten.
      31 9 Melden
    • Dovahkiin 12.10.2016 17:20
      Highlight Keine Angst stef, wir wollen dich gar nicht, du musst zu den Neo"schweizern".
      7 23 Melden
    • Brummbaer76 12.10.2016 18:03
      Highlight Betreib bittte keine Ahnenforschung, es könnte heraus kommen das du Vorfahren aus dem Ausland hast. Dann müsstest du auch gehen.
      Ich zumindest kenne niemand dessen Vorfahren während dem Rütlischwur Programm hefte verkauft haben.
      P.S Auch die Schweiz ist ein Vielvölkerstaat. Alleine schon die verschieden Sprachen. Ein Rheintaler ist dem Vorarlberger näher als einem Genfer. Ja noch schlimmer ein Teil der Deutschweizer sind Allemannenischer Abstammung, den Deutschen näher als dem Ladinischen oder Rhätischen Bündnern. Shit. Den Schweizer als "reines" Volk gibt und gab es nie.
      21 4 Melden
    • Scenario 12.10.2016 19:46
      Highlight Kommt schon Leute, macht der Salamandra wenigstens das Leben hier auf watson nicht so schwer. Anscheinend leidet sie ja bereits Höllenqualen in der richtigen Welt... und das alles nur wegen den Ex-Jugoslawen...
      10 4 Melden
    • Gigle 12.10.2016 22:06
      Highlight So viel zu deiner Aussage 'Allerdings bin ich stark gegen Rassismus, Antisemitismus, Imperialismus und kein Nazi'. Naja.
      6 0 Melden
    • Fabio74 12.10.2016 22:09
      Highlight Erstens bestimmst mit Sicherheit du nicht, was wir wollen und was nicht. Zweitens: Schweizer ist wer das Schweizer Bürgerrecht besitzt. Migrationshintergrund hin oder her.
      Drittens: Das Land geht durch rechte Hetzpropaganda und die laufende Demontage der Institutionen durch die SVP vor die Hunde.
      Viertens: Es gab nie ethsich reine Schweizer, und ethisch reines braucht es auch nicht, ist nur Inzucht-gefährdet.
      14 3 Melden
    • Dovahkiin 12.10.2016 23:34
      Highlight Na ja Gigle. Ich gebs zu. Ich bin total gegen Immigranten. (Besonders balkanische.) Aber nicht von Herzen rassistisch. Eher durch Erfahrung geläutert.

      Fabio du gehörst ja gar nicht zum wir, du must auch zu den Neoschweizern. Natürlich könnt ihr glauben was ihr wollt, ist ja ein freies Land. Und selbstverständlich zählen nur die Papiere.
      3 15 Melden
    600
  • Evan 12.10.2016 11:33
    Highlight Ich habe genau einen haben Satz gelesen: "lebt streng nach dem Koran, hinterfragt ihn aber auch immer". 👏
    13 8 Melden
    600
  • Philipp Burri 12.10.2016 11:17
    Highlight Danke Watson. PS: Macht mich das jetzt zum SVPler, wenn ich den gut finde?
    20 1 Melden
    600
  • TheDude10 12.10.2016 11:09
    Highlight Es ist ja nichts neues, dass ideen die extremen religionsauslegungen und nationalkonservativer natur sind, aus sehr ählicher idiotischem gedankengut entspringen.
    Religion hat eine spirituelle daseinsberechtigung alles darüberhinaus ist schlecht für eine moderne Gesellschaft, wie wir sie anstreben.
    13 6 Melden
    • stef2014 12.10.2016 15:14
      Highlight Trotzdem folgen Millionen von Menschen der einen oder anderen "spirituellen" Richtung. Die Diskussion müsste somit bei der Frage ansetzen, wieso sie das tun. Wieso sie unbeweisbaren Mythen (sorry liebe Gläubiger für den blasphemischen Kommentar) blind folgen. Kein Mensch wird religiös geboren, er wird nur zu einem gemacht durch äussere Umstände.

      Eine Gesellschaft "wie wir sie anstreben" gibt es nicht. Noch nie gegeben. Ein kollektives "Wir" ist ebenfalls nur ein Mythos.
      6 0 Melden
    • TheDude10 13.10.2016 07:17
      Highlight Könnzen wohl die leude ihre Blize zu meinem komentar begründen. Im übrigen bin ich Atheist und Humanist.
      0 0 Melden
    600
  • Hanslishans 12.10.2016 10:41
    Highlight Part 2: " Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die gesetzliche Abgabe bezahlen, so laßt sie ihres Weges ziehen." (at tauba, 9.5)

    Zeigt mir den Moslem, der die Gültigkeit dieser Gesetze abstreitet?
    20 65 Melden
    • Cana5 12.10.2016 11:00
      Highlight «Der Islam ist gefangen von Rückständigen»

      Genau wie es das Christentum und Judentum zum Teil auch sind.

      Es ist deine Entscheidung, ob du immer nur das Negative in Allem siehst oder das Ganze auch mal von einer anderen Perspektive anschaust.
      58 15 Melden
    • TonyYeay 12.10.2016 11:04
      Highlight Ich weiss nicht welcher Salafist dir den einen "Lies" Koran in die Hand gedrückt. Stimmt überhaupt nicht.

      Der Koran verbietet sogar das Verfluchen der Polytheisten. Dies ist ein zeitloses und allgemeingültiges Verbot. Dieser Koranvers wird als die Grundlage für Religions- und Gewissensfreiheit interpretiert.

      24 20 Melden
    • Lorent Patron 12.10.2016 11:44
      Highlight Hanslihans: Wie Cana5 schon sagte, es ist deine Entscheidung.

      Was die Mehrheit der Muslime über dein radikales Gedankengut denkt, drücken hier über 120 Islamgelehrte aus:

      1. "Es ist im Islam verboten, bei der Rechtsprechung die Wirklichkeit der Gegenwart zu missachten."

      2. "ist Teil eines Hadith, der für eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort galt und seitdem nicht mehr.

      3. "Es ist verboten, auf diese Art und Weise, das Allgemeine und das Spezifische und das Bedingte und das Unbedingte zu vermischen."

      http://madrasah.de/leseecke/islam-allgemein/offener-brief-al-baghdadi-und-isis
      6 3 Melden
    • Wandtafel 12.10.2016 12:11
      Highlight Sooooo... Es ist wieder Zeit für "Wer holt die ekligsten Zitate des heiligen Buch anderer Religionen".

      Protipp: Auch die Bibel ist kein Buch das sie Ihren Kindern, falls Sie welche haben, vorlesen wollen.
      11 3 Melden
    • stef2014 12.10.2016 13:20
      Highlight Hansli, der Artikel beleuchtet hier aber eine Seite des Islams, der leider oft untergeht. Man kann zu nahezu jedem Thema eine negative Antithese entwickelt wenn man sie sucht. Mit deiner Argumentation erstickst du jede Aufklärungsbemühung schon im Keim. Lass ihm doch den Raum, seine Sicht der Dinge öffentlich zu machen, wenn dies zu einer differenzierten Analyse der heutigen Situation beiträgt. Wenn du dem nicht zuhören willst ist das deine Sache.
      12 3 Melden
    600
  • Hanslishans 12.10.2016 10:41
    Highlight Part 1: Wenn er so tolerant ist, wie er sich beschreibt, würde es mich doch Wunder nehmen, wie er die folgenden Hadithen umsetzt, die alle von "Gott höchstpersönlich" in den Wahnvorstellungen des "Propheten" eingegeben wurden und eine ewige Gültigkeit haben?

    "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden. Sie sind untereinander Freunde [ergänze sinngemäß: aber nicht mit euch]. Wenn ei­ner von sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen [ergänze: und nicht mehr zur Gemeinschaft der Gläubigen]. Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht" (5,51).


    31 66 Melden
    • AdiB 12.10.2016 12:49
      Highlight Hadithe sind nicht von gott gegeben. Nur das was im koran steht. Und im koran stehen suren. Hadithe sind umstritten, und sollten nur zur aufklärung gewiesser suren oder verhaltensweisen diennen. Sie beschreiben oft die worte oder handlungen des propheten. Und der prophet ist nicht gott. Im gegensatz zu den christen beten muslime nur zu gott und nicht zum propheten.
      15 5 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 12.10.2016 14:47
      Highlight '10.Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist.'

      Wenn du also gegen Sklaverei bist, dann verstösst du gegen das 10. Gebot. Wenn du findest das Weib und die Magt seien freie weibliche Menschen, dann auch.

      Soviel zu den Christlichen Werten, die die Grundlage unserer Gesellschaft bilden. Oder zu denen, die diese Märchen Wörtlich nehmen?
      9 6 Melden
    • Hanslishans 12.10.2016 14:58
      Highlight ok danke dir AdiB für die Aufklärung. Was würdest du denn von der folgenden Gottgegebenen SURE sagen?

      Sure 4, Vers 74: “Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das
      irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs
      Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.”

      Da haben wir die Motivation aller Selbstmordattentäter.
      2 10 Melden
    • Hanslishans 12.10.2016 14:59
      Highlight Und da noch einer meiner Lieblingssuren in diesem Kontext:

      Sure 4, Vers 89: “Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie
      ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen
      von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und
      so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo
      immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.”
      3 12 Melden
    • Maracuja 12.10.2016 15:47
      Highlight Wie er das umsetzt, zeigt er doch deutlich durch seine freundschaftliche, konstruktive Mitarbeit im Haus der Religionen. Wie heisst es doch in einem anderen Buch "An ihren Früchten (Taten) sollt ihr sie erkennen". Wie er Sure 5 Aya 51 (bei ihrem Zitat handelt es sich nicht um Hadithe) auslegt, müssten Sie ihn schon selbst fragen. Gemäss Kommentar in meiner Koranausgabe, hat "Freund" (wali) einen stärker vertragsmässigen als emotionalen Sinn.
      10 1 Melden
    • Hanslishans 12.10.2016 16:38
      Highlight You will not be able to use your remote control.

      "Wenn du also gegen Sklaverei bist, dann verstösst du gegen das 10. Gebot"

      Sorry evtl. liegt es an mir, aber kannst du mir bitteschön den Zusammenhang kurz erläutern?
      4 7 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 12.10.2016 16:59
      Highlight Klar: Du begehrst deines Nächsten Knecht, natürlich nicht für dich, sondern wegen der Freiheit des Knechts.

      Wichtig für das Verständnis sind die letzten Worte: 'noch alles, was sein ist'. Das heisst, die Adressaten der 10 Gebote _besitzen_ Frauen und Knechte.

      Jedenfalls, wenn man den Text so liest, wie du diese Suren und Hadithe liest. Nicht unbedingt, wenn man so liest wie Mustafa Memeti.
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    • AdiB 12.10.2016 18:21
      Highlight @hanslihans, vorneweg die 10 gebote und die totsünden gibts auch im islam und sind das oberste gebot. Zur ersten sure, diese sure kann man auch fürs einfache leben nehmen. Kurz gesagt wen du an allah (gott) glaubst und ohm vertraust dann kämpfe, es wird dir nichts geschenkt. Wer kämpft ob er falle oder siege und an gott glaubt der wird belohnt. Auch bezieht sich diese sure für den krieg. Hab keine angst vor feinden und dem tot.
      Und selbstmord ist eine totsünde. Es gibt einen unterschied im kampf zu sterben und wiessendlich sich töten um anderen zu schaden.
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    • AdiB 12.10.2016 18:29
      Highlight Zur zweiten sure. Ungläubige sind nur jene die nicht an gott glauben. An einen allmächtigen gott. Doch ist diese sure umstritten in der interpretation. Einige behaupten das gilt für die zeit wenn sie gottes zweote chance nicht nutzen, die 2 chance nach der letzten schlacht. Steht auch in der bibel. Andere widerrum behaupten, es gelte für alle zeit. Denn die verwirrung entsteht ab der zeile "ehe sie nicht auswanderten in allahs weg". Ich denke auch dass, das für die 2 chance steht und wenn sie nach all dem was geschehen ist immer noch gott den rücken kehren sollten wir sie erschlagen.
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  • pamayer 12.10.2016 10:28
    Highlight Wenn wir nur mehr mementis in der Schweiz hätten.
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    • Allblacks 12.10.2016 20:58
      Highlight Und weniger hanslihans-lis 👍🏻
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  • wonderwhy 12.10.2016 10:21
    Highlight Wo ist den nun das Interview?
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  • Confused Dingo #teamhansi 12.10.2016 10:09
    Highlight Wichtiges Zitat aus dem Artikel:
    Widersprüche? Sicher nicht. «Ich lebe streng nach dem Koran, hinterfrage ihn aber auch immer. Mohammed tat das auch. Deswegen bin ich so geworden, wie ich bin. Ich bin allen gegenüber tolerant, die auch tolerant sind.»

    Etwas das jeder Gläubige tun sollte.
    Interessantes Interview und Das Haus der Religionen ist, denke ich ein Schritt in die richtige Richtung. Öffentlich praktizierte Religion gehört in solche Gebäude. Es sollte in allen Städten ein solches Religionszentrum geben.
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    • DerWeise 12.10.2016 10:55
      Highlight Vielleicht sollte es in allen Städten einfach bessere naturwissenschaftliche Bildung geben, damit wir mehr Menschen haben, die sich an der Lösung von existenziellen Problemen unserer Gesellschaft beteiligen, anstelle solche, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben einem in allen Fragen rückständigen Buch zu folgen...

      Aber ja, wenn man Watson liest, kann man schon das Gefühl haben, die einzigen Probleme der Welt sind Trump, SVP, Putin und Islam(ophobie)
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    • Confused Dingo #teamhansi 12.10.2016 14:37
      Highlight @DerWeise
      Was du ansprichst, ist etwas, was nicht schlicht in jede Stadt, sondern in jede Schule gehört. Da bin ich bei Dir.
      Aber ich denke, eine gewisse Form von Glauben und Spiritualität, wird den Menschen immer begleiten, egal wie gut die Schulen und die Bildung auch sein wird, somit bin ich dafür, dass es Orte gibt, wo diese Zentralisiert werden, damit ein Austausch zwischen den einzelnen Fraktionen gibt.
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    • Hanslishans 12.10.2016 15:07
      Highlight DerWeise Da hast du die Feindbilder Watson's aber perfekt aufgereiht :)
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    • Fabio74 12.10.2016 22:11
      Highlight @der Weise: Bisschen sehr plump dein Kommentar.
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    • Confused Dingo #teamhansi 12.10.2016 22:38
      Highlight Ich möchte noch erwähnen dass zum typischen Feindbild, wehrlose Haie tötende CVPler und Gläubige aller Art gehören. Dazu Menschen die keine Katzen mögen, den Picdump nicht als Kunst verstehen und Star Wars als blödes Weltraummärchen (das esch nämli net Blöd A. Guinnes!). Öhm wo waren wir?
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Martin Steinegger: «Warum schon wieder einen Wechsel, wenn es funktioniert?»

Biels Sportchef Martin Steinegger sagt, warum er seinen Wunschkandidaten Lars Leuenberger vertröstet hat und wie es in Biel in der Trainerfrage weitergeht.

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