Schweiz

Zusammen gegen die Polizei – Richard und Felipe. bild: watson

Wie ein Zürcher Polizeieinsatz das Leben eines schwulen Paars für immer verändert hat 

Am Donnerstag müssen sich drei Polizisten vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Ihnen wird Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Die Geschichte des jahrelangen zermürbenden Kampfs eines schwulen Paars gegen die Justiz.

31.05.17, 19:36 01.06.17, 10:20

Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn Felipe an diesem Abend nicht aus Versehen in Lenzburg ausgestiegen wäre. Lenzburg, nicht Zürich. Ein Schloss, ein Bach, zwei Molassehügel, ein Bahnhof. Einfahrt des RE 4773 Richtung Wettingen, Abfahrt der S3 5.30 Uhr Richtung Zürich. Einsteigen bitte. Im Halbstundentakt in die grosse Stadt ennet des Albishügels.

Felipe hat getrunken. Viel getrunken. Abendessen bei Kollegen in einem Kaff nahe Olten. Ein Umtrunk. Es wird spät. 04.48 Uhr fährt der Zug nach Zürich. Alkohol, und was sonst noch? Nichts, es ist lange her.

In Olten auf dem Bahnsteig trifft Felipe auf zwei Jugendliche, Jan und Simon. Die drei quatschen miteinander, betrunken sind sie alle. Simon «stark angetrunken» (Zeugeneinvernahme vom 6. November 2014), Jan «gut angeheitert» (Zeugeneinvernahme vom 6. Oktober 2014), Felipe hat zwei Promille intus (Atemluftprobe Polizeiposten Hauptbahnhof Zürich). Von diesem Zeitpunkt an gehen die Aussagen auseinander.

Albisrieden, Frühling 2017, eine schmucklose Wohnung irgendwo im Garagen-Niemandsland zwischen Letzigrund und Koch-Areal. Felipe streicht jetzt über die Hand seines Partners. Richard zittert. Wenn er an der E-Zigarette zieht, ertönt ein heiseres Röcheln. Als ob jemand seinen letzten Atemzug machen würde.

Ich bin müde, Felipe. Ich kann nicht mehr.

Fast sechs Jahre haben sie gekämpft, Felipe und Richard. Sechs Jahre Emails schreiben, Übersetzungen anfertigen, Akten wälzen, Telefonate mit dem Anwalt, Vorladungen, Einvernahmen, Beweisanträge, Aussagen. Jetzt ist es soweit. Am Donnerstagmorgen um 8.30 Uhr werden Felipe und Richard am Bezirksgericht Zürich am Prozess gegen die drei Polizisten teilnehmen, denen Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung vorgeworfen wird. Das Opfer: Felipe.

Ich weiss nicht, ob ich kommen kann, Felipe.

Du musst!

Sechs Jahre wegen einer Tasche.

War es das wert?

Ich wünschte, es wäre nie passiert.

Puma 100cm x 80cm x 70cm rot und schwarz, Plastikstoff, Spanischer Reisepass, Hausschlüssel, Necessaire, Kleider, 3 DVDs, 2 weisse Badetücher mit Namensbeschriftung, Federcocp 3 Verschlüsse, oben, Seite und Unterseite.

Auf dem Polizeiposten Hauptbahnhof

Was im Zug zwischen Lenzburg und Zürich genau passiert ist, kann niemand mehr sagen. Wer kann sich schon an Geschehnisse erinnern, die fünfeinhalb Jahre zurückliegen? Fest steht, dass sich Felipe, Jan und Simon im gleichen Zug aufhielten. Felipe sagt, die Jugendlichen hätten seine Tasche geschnappt, sie geöffnet, damit herumgespielt. Sie versteckt. Jan und Simon sagen, Felipe habe sie belästigt, in Lenzburg schon, sei aufdringlich gewesen. Habe ihnen gegenüber erwähnt, dass er schwul sei, habe ihnen im Zug die Hand aufs Knie gelegt.

Einvernahme von Jan (6. November 2014):

Können Sie mir das genau beschreiben, welchen Eindruck er gemacht hat? 
Ich weiss nicht; wenn man einem sagt, er solle weggehen, dann geht eine Person auch weg. Er ist nach wie vor bei uns gehangen.

Felipe kann seine Tasche plötzlich nicht mehr finden, ist überzeugt, dass die Jugendlichen sie ihm gestohlen haben. Eine Mitfahrerin ruft noch im Zug die Polizei. Am Hauptbahnhof Zürich, Perron 24, warten sechs Beamte der Kantonspolizei. Drei uniformiert, drei in Zivil. Sie nehmen Felipe und die beiden Jugendlichen getrennt auf den Posten am Hauptbahnhof. Sachverhaltsabklärungen, Personenkontrolle, Effektenkontrolle bei Jan und Simon. Dann können sie nach Hause. «Die Verübung eines Deliktes gegenüber dem Geschädigten (konnte) nicht festgestellt werden» (zitiert aus der Anklageschrift).

Felipe soll auch nach Hause. Eine Anzeige könne er später erstatten, allenfalls. Erstmal den Rausch ausschlafen.

Felipe versteht nicht. Felipe, der Kolumbianer, der nach drei Jahren in der Schweiz auf dem Niveau B1/2 Deutsch spricht, Felipe, der stark alkoholisiert ist, Felipe, der seinen Pass nicht mehr hat, Felipe, der auch aufbrausend werden kann, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Felipe, der mit der Faust auf den Tisch haut, wenn er jetzt die Geschichte erzählt. Wieso werden die Jugendlichen entlassen? Sie haben doch seine Tasche geklaut? Felipe klingelt am Eingang des Postens, wird abgewiesen, klingelt noch einmal, geh nach Hause, du riechst nach Alkohol. Klingelt erneut – einmal zu viel.

Die Zivilpolizisten G. und S. zerren ihn laut Anklageschrift in den Posten, werfen ihn zu Boden. Handschellen, Fingerprintscan, Leibesvisitation, Atemlufttest. 2 Promille. Ab ins Abstandszimmer Nummer zwei. Felipe will mit Richard telefonieren, seinem Freund, eingetragene Partnerschaft seit 2008. Drückt die Ruftaste, einmal, zweimal, mehrmals. Er braucht seine HIV-Medikamente. Die Polizisten G., B. und S. erscheinen im Zimmer, werfen ihn erneut zu Boden, legen ihm Handschellen an und fesseln ihn, bäuchlings auf dem Boden liegend, an den Tisch.

Was für eine Demütigung, was für eine Entwürdigung, wie ein Hund ans Tischbein gekettet.

Skizze, angefertigt von Felipe G. bild: zvg

Hier gehen die Aussagen auseinander: Felipe sagt, die Polizisten hätten eine Decke über ihn geworfen, damit der Schlagstock keine Spuren hinterlässt. Hätten ihn als «dreckiges schwules Schwein» bezeichnet. Die Polizisten bestreiten die Schläge und die Fluchwörter. In der Anklageschrift sind Tätlichkeit und Beschimpfung nicht mehr aufgeführt.

Später wird Felipe ins Propog überführt, ins provisorische Polizeigefängnis an der Kasernenstrasse in Zürich. Um 18.30 Uhr wird er entlassen.

Diagnose des Universitätsspitals Zürich:

St.n. Tätliche Auseinandersetzung mit Tritten und Schlägen gegen das Gesicht und den Kopf.
Contusio capitis
Prellung der linken Hüfte
Prellung der linken Schulter
Prellung der rechten Hand

Wie eine Tunte

Wie ein Berserker habe er sich aufgeführt, sagen die Polizisten einmal in der Einvernahme.

Es war Sonntag. Ich war betrunken. Ich bin ein Latino, die beiden anderen sind Schweizer. Ich spreche spanisch, die Jugendlichen Schweizerdeutsch. Was denkst du denn, warum sie es getan haben?

Und du bist eine Tunte.

Ja, claro. Homophobie, Rassismus, Vorurteile. Das ist es. 

Die Polizisten haben in der Einvernahme behauptet, er sei gewalttätig gewesen, habe sich körperlich gewehrt.

Richard wedelt mit den Armen vor seinem Oberkörper.

Wie eine Tunte. Dabei kann er das gar nicht. Sich wehren.

Seitenblick zu Felipe.

Si, of course.

Langsam in die Paranoia

Felipe kommt 2008 nach Zürich. Das Studium in Cali, seiner Heimatstadt in Kolumbien, berüchtigt für sein brutales Drogenkartell in den 80er-Jahren, hat er abgebrochen. Er macht Kunst, malt Bilder. Abstrakte Gemälde. Geht zuerst nach Madrid. Die Sprache, die Mentalität. In Madrid klappt es nicht. Es ist 2007, auf dem Höhepunkt der Krise. Man kauft keine Kunst, wenn einem soeben das Auto gepfändet und der Job gekündigt wurde.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Am 6. März 2008. Wir hatten einen Meter Schnee, erinnerst du dich?

Ja, wir konnten die Tür zu deiner Wohnung nicht mehr öffnen.

Helles Lachen erfüllt den Raum. Eine Ahnung von Glück, ein bisschen Freiheit in einem selbstgewählten Gefängnis. 6 Überwachungskameras beobachten Tag und Nacht, was in der kleinen Wohnung im dritten Stock des anonymen Wohngebäudes vorgeht.

In den ersten drei Jahren war ich permanent in Panik. Wenn ein Polizeiauto vorbeifuhr, versteckte ich mich hinter einem Container. Ich wusste nicht, ob sie immer noch hinter mir her waren. Was sie mit mir vorhatten.

Richard schafft sich spezielle Computertools an, untersucht mit Wanzengeräten die ganze Wohnung. Er ist überzeugt, dass sein Computer gehackt wurde, seine Mails mitgelesen, seine Daten gelöscht. Richard, der Ex-Polizist, 10 Jahre Kapo, fünf Jahre Bundeskriminalpolizei. Einmal sogar vom Beobachter porträtiert. Vorzeigebeamter. Modellpolizist. Lang ist's her. Was für eine blöde Ironie.

Du verlierst komplett das Vertrauen, drehst durch. Wenn ein Handwerker vorbeigekommen ist oder der Sanitär, liess ich ihn nie aus den Augen, stand immer in seinem Rücken.

Ihr kämpft doch einen Kampf, den ihr gar nicht gewinnen könnt.

Ich muss Felipe im Glauben lassen, dass alles gut kommt.

Und du, Felipe?

Ich will nur Gerechtigkeit. Ist das zu viel verlangt?

Vielleicht.

Felipe und Richard reichen kurz nach dem Vorfall Anzeige ein. Der zuständige Staatsanwalt nimmt die Ermittlungen auf und stellt sie Ende 2013 wieder ein. Man habe untersucht, was man untersuchen konnte. Es kann nicht bewiesen werden, dass sich die Polizisten schuldig gemacht haben.

Termin bei Pierre Rosselet. Hoch über den Dächern der verwinkelten Gässchen der Zürcher Altstadt weht eine Regenbogenflagge im Wind. Die breiten Schultern des 56-Jährigen spannen das pinkfarbene Sommerhemd, an der Stirn treten die Adern hervor. Rosselet, Ex-Präsident von Pink Cross, kämpft seit Jahrzehnten als Anwalt für die Rechte von Schwulen. Die Einstellungsverfügung des Staatsanwalts ficht er an, geht vors Obergericht, bekommt Recht. Der Staatsanwalt muss nochmals ans Werk.

Der Staatsanwalt, das ist Christian Frei. Frei nimmt die Ermittlungen wieder auf, untersucht, befragt, sichtet – und kommt wieder zum Schluss, dass sich die Polizisten subjektiv keiner Straftat schuldig gemacht haben. August 2015, Verfahren eingestellt.

Rosselet, der sanfte Riese, zieht weiter, vors Bundesgericht, bekommt Recht. 22. Juni 2016. Die Staatsanwaltschaft muss die Untersuchung fortführen.

Staatsanwalt Frei sagt, die Privatklägerschaft, also Rosselet, Richard und Felipe, hätten sich auf die Polizei eingeschossen.

Rosselet sagt, wenn in der Schweiz gegen Polizisten ermittelt werden soll, verlaufen die Untersuchungen oft im Sand. «Die Staatsanwaltschaft als ermittelnde Behörde ist tagtäglich auf die Zusammenarbeit mit der Polizei angewiesen. Und dann soll sie plötzlich gegen ihre Kollegen ermitteln? Dass das nicht geht, liegt auf der Hand.» Revanchegelüste gegen die Polizei aber seien keine im Spiel.

Dass die Schweiz ein Problem bei der Ermittlung gegen Polizisten hat, hat auch schon die UNO festgestellt. Bereits 2011 forderte sie die Schweiz auf, eine unabhängige Instanz einzurichten, die sich um Fälle von Amtsmissbrauch kümmert, so wie in anderen Ländern auch.

Anklage auf Freispruch

Die Staatsanwaltschaft nimmt die Ermittlungen wieder auf, klagt schliesslich im Frühjahr 2017 wegen Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung. Und stellt den Antrag auf Freispruch. Die sogenannte Anklage auf Freispruch ist eine Besonderheit des Strafrechts. Sie findet vor allem dann Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht. « [...] wenn zwar eher ein Freispruch zu erwarten ist, eine Verurteilung aber nicht als unwahrscheinlich ausgeschlossen werden kann.» (Aufsatz Jürg-Beat Ackermann, Strafrechtsprofessor Universität Luzern).

Ein Staatsanwalt, so Frei, könne nicht gegen die eigene Überzeugung Anklage erheben. «Es ist legitim, dass die Staatsanwaltschaft in diesem Fall einen Antrag auf Freispruch stellt.»

Morgen Donnerstag ist Gerichtstermin. Der Staatsanwalt wird wohl nicht erscheinen. Anwalt Rosselet wird die Rolle des Anklägers einnehmen.

Felipe, Richard, was macht ihr, wenn das Gericht die Polizisten freispricht?

Dann gehen wir beide nach Hause. Vollgepumpt mit Benzos.

Die Kantonspolizei Zürich äussert sich nicht zu dem Fall.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Boniek 01.06.2017 10:03
    Highlight Die Ironie der Geschichte ist, dass das Ganze ausgelöst wurde, weil Felipe die Weigerung der Polizei nicht akzeptieren wollte, gegen die beiden Jugendlichen völlig unverhältnismässig vorzugehen (Festnahme oder gar Haft wegen des angeblichen Diebstahls einer Tasche).
    48 1 Melden
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  • strange 01.06.2017 10:00
    Highlight Ich warte auf den Zeitpunkt, an dem im Titel steht "Wie ein Zürcher Polizeieinsatz das Leben eines Paars für immer verändert hat" und es keinen mehr interessiert, welche Geschlechter die Partner haben.
    35 4 Melden
    600
  • Ohniznachtisbett 01.06.2017 09:36
    Highlight Bei dieser Geschichte ist so vieles unklar... Wurde die Tasche geklaut oder hat er sie verloren (was im Suff auch passieren kann)? Wenn gestohlen, dann von wem? Was passierte noch alles im Zug? Wie hat er sich gegenüber den Polizisten verhalten? Nur nervig oder auch mit Gewalt? Wie haben sich die Polizisten verhalten? Nur "notwendige Gewalt" zum Eigen- und Selbstschutz oder haben wir einen Fall von Polizeigewalt? Wie stark hat er sich gewehrt? Nach 5 Jahren und 2 Promillen... kaum nachvollziehbar. Und dann noch DIE Frage: Warum hat hier seine sexuelle Orientierung einen Einfluss?Unverständlich
    50 1 Melden
    • 1337pavian 04.06.2017 01:38
      Highlight Liest du den Artikel? Die Frage ist doch nicht, was die Bullen treiben, das ist halt selten wirklich löblich. Das liegt in der Natur dieses Berufes, der bisweilen als notwendiges Übel bezeichnet wird.

      Die beiden Jugendlichen im Zug hingegen repräsentieren doch eindeutig das homophobe Klima in diesem Land. Im Vollsuff wieder mal zu erkennen, dass dich keiner respektiert ist doch immer schön. Aber Benzos drüber.
      2 2 Melden
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  • karima 01.06.2017 08:55
    Highlight und zudem: manchmal ist es besser dinge hinter sich zu lassen.

    das ganze jahrelange drama mit justiz etc hat wohl nicht zur mentalen gesundheit von felipe beigetragen. ist wohl schlimmer als der vorfall (der sich im suff zugetragen hat und von allen beteiligten verschieden erzählt wird).

    kameras in der wohnung,,, besser zum psychiater oder ein jahr auszeit auf einer insel...

    25 1 Melden
    • 1337pavian 04.06.2017 01:36
      Highlight Was will er beim Psychiater? Hat ja schon Benzos..
      0 0 Melden
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  • karima 01.06.2017 08:48
    Highlight alle drei betreiligten waren betrunken. ging wohl etwas rund im zug, gegenseitig. ev auch übergriffig und sicher zu viel des guten.

    ob polizei nun wirklich so überzogen reagierte oder nicht wird das gericht entscheiden.

    ich bin gespannt auf das urteil.
    3 3 Melden
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  • john oliver 01.06.2017 08:46
    Highlight Mir ist dieser Artikel etwas zu reißerisch geschrieben als ob ich mir davon eine Meinung bilden könnte. Er liest sich eher wie ein Roman aller Truman Capote. Was soll der letzte Satz mit den Benzos? Vielleicht stimmt die Erzählung von Felipe, vielleicht wurde auch seine eigene Wahrnehmung durch Alk und mehr etwas verzehrt. Bin mir sicher, dass sich solche Misshandlungen von Seiten der Polizei immer wieder zutragen. Was hier konkret passiert ist wird man wohl nie mehr herausfinden.
    24 2 Melden
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  • nor 01.06.2017 08:40
    Highlight Ich hab keine Mühe die Geschichte zu glauben, welche das Opfer schildert. Ich wurde schon wegen weniger unverhältnismässig grob angepackt.
    8 22 Melden
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  • Caprice 01.06.2017 08:26
    Highlight Ich fand die Story nachvollziehbar bis zu dem Punkt mit den Wanzen und den Kameras. Damit wurde das Paar in meinen Augen komplett unglaubwürdig. Lässt sich für sie hoffen, dass sich der Richter davon nicht beirren lässt...
    18 1 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 01.06.2017 08:05
    Highlight Ganz grosses Kino.... Voll besoffen und keine Erinnerung mehr an das Geschehene..... Hör mir doch auf. Hat sich benommen wieder letzte Proll und hofft jetzt auf Verständnis weil er schwul ist.... Das typische Opferverhalten.... Nur weil ich anders bin als die andern werde ich schlimm behandelt.....

    Soll nicht saufen und zu Hause bleiben, wenn er sich nicht beherrschen kann.......
    101 28 Melden
    600
  • sansibar 31.05.2017 22:57
    Highlight Schade dass hier alles auf die Frage geleitet wird, ob das Opfer schwul ist oder nicht. Ist es deshalb schlimmer oder nicht, ihm eine Tasche zu stehlen? Ist es deshalb schlimmer oder nicht, wenn er den 2 Jugendlichen fälschlicherweise einen Diebstahl ankreidet? Fakt ist doch - es bewegen sich gewiss einige Beamte in Grauzonen, wenn sie ihre "Macht" ausüben. Und: wenn im Vollsuff gehandelt wird, wird die Ermittlung eines Tatbestands nicht einfacher...
    122 5 Melden
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  • elivi 31.05.2017 22:45
    Highlight Wth? Es gibt keine una hängige instanz um bei amtmusbrauch untersuchungen aufnehmen kann? Allein schon die tatsache, dass der fall 2 mal weitergrzogen werden musste und 2 mal recht bekommen hat.
    Das hätte nie soweit kommen sollen, und es ist etwas beunruhigend, dass in möglichen fällen von amtsmisbrauch niemand unabhängig ermitteln kann ....
    72 17 Melden
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  • Jazzdaughter 31.05.2017 21:40
    Highlight Die Polizei sollte kontrolliert werden, damit so etwas wie Machtmissbrauch in der Schweiz nicht vorkommt. Es gibt leider zu vieles was den Augen der Bevölkerung entgeht, hinter geschlossenen Türen geschieht und so gar nicht in das Bild des guten, ordnungsverschaffenden Polizisten, das wir Schweizer (fast schon etwas naiv) vom Ordnungsbeamten haben.
    Wie es doch so schön heisst, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
    44 19 Melden
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  • SomeoneElse 31.05.2017 21:27
    Highlight Warum gibt es davon keine Videoaufnahmen? Überall werden Kameras gefordert, wir werden durchleuchtet und überwacht, aber an diesen Orten gibt es nie Kameras... Das würde ja auch die Polizisten entlasten, wenn sie unschuldig sind.
    59 7 Melden
    • Knut Atteslander 01.06.2017 06:40
      Highlight Die war "zufalligerweise" ausgeschaltet, oder die Aufnahme wurde "aus Versehen" gelöscht. Kann man sich was aussuchen ;)
      17 24 Melden
    • BigE 01.06.2017 10:25
      Highlight Weil Gefängnisse und Einstellzellen auf Grund geltender Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte nicht überwacht werden dürfen!
      14 1 Melden
    600
  • chnobli1896 31.05.2017 21:11
    Highlight Theoretisch müsste es in diesen Zellen doch Kameras haben? Die Aufnahmen müssten doch Licht ins Dunkle bringen.
    59 12 Melden
    • BigE 31.05.2017 23:17
      Highlight Ist wegen Datenschutz nicht erlaubt
      30 6 Melden
    • Knut Atteslander 01.06.2017 06:41
      Highlight Jaja der Datenschutz ist schuld. Ou mann, als ob sich die selber bei einer Straftat filmen würden ;)
      11 18 Melden
    • Steampunk 01.06.2017 08:35
      Highlight Äh ja, Atteslander, der Datenschutz ist sehr wohl schuld..es gibt nun mal keine Kameras in Gefángniss- und Abstandszellen. So ist die Lage nunmal..unabhängig Ihrer Meinung zu Polizei...
      13 0 Melden
    • BigE 01.06.2017 10:26
      Highlight Zellen dürfen nicht kamaraüberwacht werden. Ist so. Eine Überwachung per Kamera darf nur auf richterliche Anordnung hin geschehen.
      10 0 Melden
    600
  • Ivan der Schreckliche 31.05.2017 20:49
    Highlight Krasse Geschichte, gut geschrieben, liest sich wie ein Krimi!
    27 89 Melden
    • Hierundjetzt 31.05.2017 21:57
      Highlight Dem kann ich beipflichten, William Stern schreibt packend. Pickt interessante Themen auf und charakterisiert die Protagonisten sehr gut.

      Der einzige, mein einziger, Wehrmutstropfen, er legt für meinen Geschmack zu stark das Gewicht auf das (vermeintliche?) Opfer.

      Der Schlusssatz mit dem Benzo ist dem Fall nicht zuträglich, das war jetzt sehr ungeschickt. In einem Prozess wird der Staatsanwalt darauf zurückkommen.
      38 8 Melden
    • andrew1 31.05.2017 22:09
      Highlight Dünkt mich eher überspitzt formuliert, reisserisch und parteisch. Aber eben geschmacksache. Etwa so wie das dauernde trump bashing. Klar äussert sich z.b die tagesschau auch kritisch über trump. Aber nie in so einem scharfen ton und so parteiisch. Btw ich bin auch nicht fan von ihm.
      72 6 Melden
    • Genital Motors 01.06.2017 07:02
      Highlight Was sind benzos ?
      9 0 Melden
    • nor 01.06.2017 08:37
      Highlight @GM
      Benzodiazepine sind Medikamente zur Beruhigung. Machen relativ schnell und stark abhängig.
      7 0 Melden
    • Hierundjetzt 01.06.2017 08:52
      Highlight Hab ich mich auch gefragt. Vielleicht muss ich doch mal am Sonntag Nachmittag ins Hive...
      2 0 Melden
    • moonshadow 01.06.2017 09:10
      Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Benzodiazepine

      Das sind psychotrope Substanzen, wirken angstlösend, sedierend, hyptnotisch. Werden in der psychiatrischen Medizin eingesetzt.
      3 0 Melden
    • St0llenTr0ll 01.06.2017 09:17
      Highlight @Genital Motors: https://de.wikipedia.org/wiki/Benzodiazepine. Wird als psychoaktive Droge benutzt
      3 0 Melden
    • Eteokles81 01.06.2017 09:36
      Highlight Genital Motors: Benzodiazepine. Starke Medikamente die psychoaktiv und tendentiell sedierend wirken.
      0 0 Melden
    • Alex_Steiner 01.06.2017 11:18
      Highlight @Genital Motors: Benzodiazepine... Wirkt entspannend und schlaffördernd.
      0 0 Melden
    • Genital Motors 01.06.2017 11:57
      Highlight Danke schön!
      1 0 Melden
    600
  • Hierundjetzt 31.05.2017 20:39
    Highlight Und warum schon wieder ist die sexuelle Orientierung wichtig für den Sachverhalt?

    Und warum untersucht ein ehemaliger Mitarbeiter des Fedpol seine Wohnung nach Wanzen? 🤦🏼‍♂️

    Tscheggs jetzt nicht so ganz 😳
    153 20 Melden
    • Hierundjetzt 31.05.2017 20:45
      Highlight Eh sorry, seine Wohnung nach Wanzen absuchen weil der Partner puff mit einem Stadtpolizist hat, vielleich ein ganz klein wenig übertrieben?

      Ihm ist schon bewusst das "Wanzen" 80ger Jahre sind?
      62 11 Melden
    600
  • atomschlaf 31.05.2017 20:35
    Highlight Eine unabhängige Instanz, die Fälle von Amtsmissbrauch untersucht, wäre längst überfällig. Heute ist es doch so, dass die Polizisten sich gegenseitig decken. (Was ich grundsätzlich auch gut finde, wenn diese füreinander einstehen, aber für solche Untersuchungen braucht es eine gewisse Distanz und Unabhängigkeit.)
    175 13 Melden
    • Randy Orton 31.05.2017 20:50
      Highlight Absolut. Eine unabhängige Instanz würde sowohl den Polizisten zu Gute kommen (Vorwürfe, dass sie sich selbst decken wären nichtig), aber auch den Opfer von Übergriffen.
      56 5 Melden
    • Skater88 31.05.2017 21:18
      Highlight Beweise dafür? Ach, brauchts ja keine.. Unfassbar diese Äusserungen. Es gibt überall schwarze Schafe - deswegen von einer Polizei welche sich gegenseitig deckt zu sprechen ist aber übertrieben.
      23 73 Melden
    600
  • Fidelius 31.05.2017 20:08
    Highlight Ich persönlich halte die Geschichte für total medial aufgebauscht. Besonders weil es sich um ein schwules Paar handelt. Auch die Tatsache, dass das angebliche Opfer stark alkoholisiert war und sich in seinen Aussagen widerspricht, lässt viele Zweifel offen. Das soll nicht heißen, dass Polizeigewalt in der Schweiz nicht vorkommt, aber in diesem Fall bezweifle ich dies. Im Zweifel für den Angeklagten...
    181 42 Melden
    • Randy Orton 31.05.2017 20:51
      Highlight Wie hat er sich denn die ganzen Verletzungen die im Spital dokumentiert wurden zugezogen?
      48 26 Melden
    • andrew1 31.05.2017 21:01
      Highlight Klar wenn jemandem nicht schwules mutmasslich​ so etwas passiert wäre würde es kein mensch kümmern. Ich kann mir denken dass er deutlich ein schlechteres benehmen an den tag gelegt hat und die polizei ein deutlich besseres. Zudem ist mit 2 promille die Urteilsfähigkeit stark getrübt. Vielleicht hat er es unter starkem alkoholeinfluss tatsächlich so wargenommen obwohl es deutlich weniger krass ist. Das gericht wird den Sachverhalt hoffentlich klären.
      61 15 Melden
    600
  • Hashtag 31.05.2017 20:04
    Highlight Also dreckiges schwules Schwein hat er verstanden, sonst nicht viel...

    Nein ich will nicht sagen es ist nicht passiert, aber warum hier auf Rassismus und Homophobie angespielt wird weiss ich nicht genau.
    157 36 Melden
    600
  • Chääschueche 31.05.2017 19:53
    Highlight Die Namen der Polizisten veröffentlichen. Der rest erledigt die allgemeinheit.

    Zeitungsartikel und Hass bzw. ablehnung sind schlimmer als das was das Gericht entscheiden wird, denn es wird wieder auf einen Freispruch hinauslaufen...und es passiert nichts.


    35 278 Melden
    • Hierundjetzt 31.05.2017 20:37
      Highlight Sagt einer mit dem Namen Chäschueche *oh the irony...

      Ernsthaft: schon mal überlegt, dass sich Felipe aus (berechtigter?) Wut und Ärger in eine Geschichte hineingesteigert hat, aus der er nicht mehr rauskommt? Die er so weiterverfolgen *muss* ansonsten er alles verliert?
      91 19 Melden
    • Genital Motors 31.05.2017 20:46
      Highlight Veröffentliche du aber dann bitte auch deinen namen. Den rest übernimmt die allgemeinheit.
      74 9 Melden
    • Jazzdaughter 31.05.2017 21:31
      Highlight Hineingesteigert? Wie erklären Sie sich denn die Verletzungen? Auf Hüfte etc? Hat er sie sich aus Frust selber zugefügt? Er wird ja wohl kaum bloss gestürzt sein, davon ist ja auch nirgends die Rede
      Ich denke, es ist sicher etwas dran an der Geschichte und es ist an der Zeit, dass die Polizei Kontrollinstanzen untersteht.
      15 23 Melden
    • andrew1 31.05.2017 21:52
      Highlight Solche reaktionen sind eben brandgefährlich. In Deutschland gab es viele fälle bei denen die Freundin den freund aus rache der Vergewaltigung bezichtigt hat. Bei ihm wurde dann widerholt eingebrochen, reifen zerstochen und er wurde verprügelt so das er ans andere ende des landes ziehen musste. Das anschliessende urteil war eindeutig unschuldig. Das leben dennoch zerstört aufgrund vorverurteilung und blindem hass. Kurz inne halten und sich fragen ob die geschichte überhaupt stimmt und sich fragen was wenn nicht wäre wichtig.
      32 2 Melden
    • The Destiny 01.06.2017 00:09
      Highlight Bei Körperlichen Zwangsmitteln kann eine Prellung schnell mal passieren wenn nich kooperiert wird.
      23 1 Melden
    • Chääschueche 01.06.2017 10:33
      Highlight @All
      Wieso sollte ich meinen Namen hier nennen? Habe ich was verbrochen? nicht das ich wüsste.

      Wie im Artikel beschrieben...Polizisten werden in der Schweiz zu wenig kontrolliert...das sagen ja verschiedene Personen und Vereinigungen...

      Wieso sollte er sich in etwas hereinsteigern, von dem er nichts hat?!
      Wir sind nicht in den USA...das höchste was der bekommt sind vielleicht ein paar 1000 Franken...
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Wenn Eltern ehrlich wären

Ja, liebe Mamis und Papis, ihr seid der Angelpunkt der Zivilisation. Denn jede Generation ist von der nächsten abhängig. Danke dafür. Auch wenn ihr nicht immer ehrlich seid. Wahrscheinlich sogar besser so, wenn man die folgenden Situationen betrachtet ...

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