Schweiz

Mit nackten Männern für Gerechtigkeit: Pop-Feministinnen wollen den Spiess umdrehen

Nackte Frauenkörper sind allgegenwärtig. In der Werbung, in Videoclips, als Tattoos oder auf Kleidung. Pop-Feministinnen fordern jetzt mehr Geschlechtergerechtigkeit und tun dies, indem sie leicht bekleidete Männer in Szene setzen. Genderexperten sehen in solchen Projekten aber wenig Potenzial.

12.07.17, 09:25 12.07.17, 16:25

Den Spiess umdrehen. Unter diesem Motto wollen Frauen für Gleichberechtigung sorgen. Nicht etwa, indem sie Lohnerhöhungen oder mehr Krippenplätze fordern. Nein, sie wollen, dass sich Männer ausziehen und in sexy Posen werfen. Halbnackte Frauenkörper gehören in der Öffentlichkeit seit vielen Jahren zur Normalität. Jetzt soll es auch normal werden, dass Männerkörper ästhetisch inszeniert werden.

Das dachte sich auch die Winterthurerin Laura Schneider. Zusammen mit Carol Rothenfluh gründete sie «Guys on Tops», ein Modelabel, auf denen Männer in witzigen sexy Posen auf T-Shirts abgebildet sind. Sie habe immer schon gerne bedruckte T-Shirts getragen, oft seien darauf gut aussehende Frauen abgebildet gewesen, sagt Schneider. «Mich störte, dass es nicht auch T-Shirts mit nackten Männerkörpern gab.» Sie durchforstete das Internet danach und wurde nicht fündig. Kurzerhand entschloss sie, selbst ein T-Shirt zu entwerfen.

Die Gründerin von «Guys on Top» auf einem der Sujets ihrer T-Shirts. bild: zvg

In ihrem Kollegenkreis stiess das Werk auf grossen Anklang. Auch bei Männern kommt Schneiders selbst bedrucktes T-Shirt gut an. Sie beschloss, daraus ein Geschäft zu machen. Inzwischen ist das Crowdfunding dafür erfolgreich abgeschlossen und Schneider hat genug finanzielle Mittel zusammen bekommen, um eine grössere Menge T-Shirts fair und nachhaltig zu produzieren und zu vertreiben. Ihr Projekt sieht Schneider als ein feministisches mit einem Augenzwinkern. Sie sagt: «Natürlich sind unsere T-Shirts nicht weltbewegend, aber wir kurbeln damit eine Debatte über stereotype Rollenbilder an. Mal aus einem anderen Blickwinkel.»

Halbnackte Männer sind heute gerade in der Werbung keine Seltenheit mehr. So wirbt derzeit das Internet-Warenhaus Siroop mit einem Mann ohne Shirt, der von Sirup übergossen wird. Darunter prangt der Slogan: «Siroop auf heisses Gerät».

Der Mann als Sexgerät. Die Werbung von Siroop. Bild: siroop

Auch der lasziv in die Kamera blickende David Beckham mit dicken Unterhosen ist der Frauenwelt wohl noch in guter Erinnerung.

Ein Poster von David Beckham in London. Bild: AP

Neu an solchen Bildern ist, dass Pop-Feministinnen der jüngsten Stunde damit der Geschlechterdebatte einen neuen Dreh geben wollen. Nebst Projekten wie demjenigen von Schneider werden Männer auch in anderen Kontexten leicht bekleidet als Statement für den Feminismus benutzt.

So inszenieren sich bekannte Popgrössen als starke Frauen auf der Bühne und untermauern ihre Botschaft mit tanzenden Männern in Unterhose.

Jennifer Lopez will im Videoclip zu ihrem Song «I Luh Ya Papi» für Geschlechtergerechtigkeit sorgen. Ihre Freundin sagt darin: «Warum werden andauernd Frauen objektiviert. Warum können nicht für einmal wir die Männer objektivieren?» Also werden halbnackte Männer in aufreizenden Posen aufgefahren. Sie putzen Autos und bespritzen sich dabei mit Schwämmen oder lassen sich von den feiernden Frauen Prosecco in die Badehosen fliessen.

Bei Projekten wie jenem von Schneider, bei Videoclips wie dem von Jennifer Lopez und Bildern wie dem von David Beckham wird klar: Es sind heute nicht mehr nur die Frauen, die als Objekte inszeniert werden.

Doch ist das tatsächlich eine feministische Errungenschaft? Und was bringt uns diese Entwicklung?

Experten sind kritisch. Nicolas Zogg von der Männerorganisation «Männer.ch» findet es problematisch, wenn Sexismus einfach umgekehrt wird und Männer auf ihren Körper reduziert und in ihrer Darstellung erniedrigt werden. «Ich finde es gleichermassen irritierend wenn Männer als Objekte dargestellt werden, wie wenn dies bei Frauen passiert. Damit leistet man keinen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit.»

Es könne nicht generell gesagt werden, dass mit der Darstellung von nackten Männern der Spiess umgedreht werde. Vielmehr würden die Körper der Männer objektiviert und das zunehmend muskulöse Körperideal reproduziert. Gleich wie bei Frauen bringe das auch die Männerwelt unter Druck.

Ein Sujet des Modelabels «Guys on Tops». bild: zvg

Bei den T-Shirts von Schneider sieht Zogg es weniger streng. Er sagt, die abgebildeten Männer würden hier nicht in erniedrigender Art und Weise abgebildet, sondern in witzigen und ästhetischen Posen, die ihre alltäglichen Rollenbilder umkehren oder infrage stellen. So posiert auf dem einen Bild beispielsweise ein Mann nackt in der Küche und giesst Milch in eine Schüssel. Auf einem anderen bedient ein nackter Mann eine bekleidete Frau, steht dabei jedoch. Der Grat zwischen humorvoller und ästhetischer Darstellung und problematischer Zuschreibung sei jedoch schmal.

«Vielleicht ist es im ersten Moment interessant, ein solches Bild anzuschauen und vielleicht kann es auch eine Debatte anstossen», sagt Zogg. Aber besonders hilfreich, um auf Geschlechterungleichheiten aufmerksam zu machen, seien solche Fotos vermutlich nicht.

Ähnlich schätzt dies auch Dominique Grisard ein. Sie ist Geschlechterforscherin an der Universität Basel. Sie sagt, zwar sei in den letzten zehn Jahren das Bild von Männlichkeit in Bewegung geraten und werde seither vielfältiger dargestellt. So inszeniere die Werbung nun auch Männer als Begehrensobjekte, wo nackte Haut und gar Emotionen gezeigt werden dürfe.

«Aber anders als Frauen können sie ihren Status als handelnde Subjekte bewahren. Ihre Stärke und Potenz verlieren sie nicht. Leicht bekleidete Frauen werden hingegen als Objekte wahrgenommen», sagt Grisard. Deswegen könne nicht von einer Ausbalancierung der Geschlechtergerechtigkeit gesprochen werden, wenn Männer leicht bekleidet posieren. 

Grisard findet, mit solchen Umkehrungen könne vielleicht für Irritation oder Belustigung gesorgt werden. Das sei nicht unbedingt schlecht, wenn man bedenkt, dass damit die Leute ein wenig zum Denken angeregt werden. Doch das Machtgefälle, das entsteht, wenn Frauen nackt dargestellt werden, könne nicht damit ausgehebelt werden, in dem dasselbe Prinzip auf Männer angewendet werde. 

Halbnackte Männer für Hillary Clinton

Video: reuters

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Pulo112, 20.12.2016
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  • Yallix 13.07.2017 00:20
    Highlight Ich warte schon sehnlichst darauf, bis endlich auch Salatköpfe in der Migros mit Nacktheit beworben werden - schliesslich sind Menschen/Kunden nichts anderes als durch nackte Haut manipulierbare Triebbündel, nicht wahr?
    1 1 Melden
    600
  • Vachereine 12.07.2017 23:39
    Highlight Was ist daran neu?
    0 4 Melden
    600
  • Hades69 12.07.2017 20:33
    Highlight Schade dass die Intelligenz aus dem Spiel gelassen wird.
    6 1 Melden
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  • Olaf! 12.07.2017 16:28
    Highlight Stört mich jetzt nicht so. Hauptsach meh blutt. Sind ja immernoch in Europa.
    15 0 Melden
    600
  • glüngi 12.07.2017 14:38
    Highlight Ich finde es witzig dass diese ganzen Pop-Feministinen nicht begreifen können das es uns Männer kein wenig kümmert ob wir jetzt ein paar Männer mehr als Sexobjekte in der Werbung sehen. Mann und Frau sind nicht gleich und sie denken nicht gleich. Irgendwann werden die dass begreifen.

    Auch Männer leiden an der Darstellung des idealen Mannes. Es gibt immer mehr Magersüchtige Männer tendenz stark steigend interessieren tut es niemand. Andere werden geschlagen und belästigt gar schlimmeres und sie getrauen sich nicht einmal zur Polizei zu gehen.

    Einfach alles umzukehren ist nur lächerlich.
    28 19 Melden
    • Fabio74 12.07.2017 17:39
      Highlight Naja wenn sich Männer nicht getrauen zur Polizei zu gehen, liegt das halt schon bei den Männern zuerst
      1 13 Melden
    • glüngi 12.07.2017 18:20
      Highlight jein. grundsätzlich liegt es am ende natürlich bei jedem selbst. jedoch wird uns durch die medien ein männerbild vorgelebt das keine schwächen zeigt, welches immer stark ist. oft vielleicht ein wenig verschlossen ist. ich denke das dies einen einfluss hat, genau wie in den medien mädchen immer vorgelebt wird das sie immer die "prinzessin" sind. vergleicht man dies mit früher sieht die gleichzeitige Entwicklung im zusammenhang zu dem was in den Medien gezeigt wird.

      Das heisst nicht das die Medien alleine Schuld sind, sie zeigen uns nur was gerade gesehen werden will.
      9 0 Melden
    • Fabio74 12.07.2017 22:05
      Highlight Die Frage ist, wie realistisch Medienbilder sind? Und warum so viele Angdt haben abzuweichen?
      Gut, viele sind unsicher und dann kommt die latente Angst kein Mann zu sein oder gar noch schwul zu sein.
      Aber 2017 sollten wir drüber sein.
      0 4 Melden
    • glüngi 13.07.2017 11:42
      Highlight das stimmt, ich denke es wäre an der zeit über dem zu stehen.

      jedoch ist das für viele nicht einfach. sie wollen auf keinen fall auffallen oder "anders sein" vielen fehlt der mut sich selbst zu sein und mögen nur was die masse mag.
      0 0 Melden
    • SemperFi 14.07.2017 11:52
      Highlight @glüngi: Ja was jetzt? Kümmert es "uns Männer nicht" oder "auch Männer leiden"? Das sind doch Verallgemeinerungen.

      Also ich leide nicht unter meinem Waschbärbauch und freue mich für meine Frau, wenn sie sich an einem Waschbrettbauch auf einer Plakatwand erfreut.
      2 0 Melden
    600
  • July 12.07.2017 14:22
    Highlight Die Vermutung liegt nahe, dass die Sexualisierung von Körpern nicht zu stoppen ist. Dafür ist Sex viel zu fest Bestandteil vom Mensch sein und entsprechend gefeiert - gerade im relativ tabulosen Europa. Die Sexualisierung auf beide Geschlechter auszuweiten entspricht also einer Art Gleichstellung und sollte mit Humor gesehen werden. Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg um dem krassen Einfluss aufs eigene Körperbild zu entgehen.
    29 3 Melden
    600
  • Darkside 12.07.2017 13:42
    Highlight Das Problem an dem ganzen Schwachsinn wird sein dass es den allermeisten Männern egal sein dürfte ob jetzt da ein paar nackte Typen in Werbung und Videos auftauchen.
    59 12 Melden
    • Ketsch 12.07.2017 15:39
      Highlight Und genau das stresst ja die Frauen :P
      18 1 Melden
    • Fabio74 12.07.2017 22:06
      Highlight Mich störts nicht. Mehr nackte Männer sind was tolles
      5 4 Melden
    600
  • happybeast 12.07.2017 13:33
    Highlight Wurde auch Zeit! Schaut uns Männer auch endlich mal einfach als Stück geiles Fleisch an! So solls doch sein. Meh Sex!
    72 3 Melden
    600
  • Señor Ding Dong 12.07.2017 12:35
    Highlight Also die Genderdiskussion ist hier doch nur angetackert worden, damit noch ein paar Leute mehr draufklicken, oder?
    40 2 Melden
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  • Str ant (Darkling) 12.07.2017 12:30
    Highlight Pop-Feministin guter Begriff und verdeutlicht ja auch gleich das ihnen mehr Popularität statt "common sense" am Herzen liegt.
    39 18 Melden
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  • HunterCH 12.07.2017 12:24
    Highlight Als Denkanstoss: Führt das Abbilden von perfekten Männerkörpern bei Männern ebenfalls zu Magerwahn und Essstörungen? Ich rede aus Erfahrung: Essstörungen, extremes Training im Gym, Kalorienzählen, kein Mut, oben ohne ins Schwimmbad zu gehen..... Und kämpfe immer noch damit. Betrachtet mal die Männerkörper in Werbung und TV. Nur redet man ständig über die Frauen. ;-) Betrifft aber beide Geschlechter. :-) Jetzt kommen einige Frauen auf die Idee, den Spiess umzudrehen und mit den Männern das zu machen, was sie selber beim eigenen Geschlecht kritisieren? XD
    67 16 Melden
    • strange 12.07.2017 12:50
      Highlight Stimmt. Bei uns Frauen gibt es ja mitlerweile eine Tendenz in Richtung "normalere" Körper. Body-positiv Bewegung etc.. Bei den Männern ist davon nichts zu spüren. Das Männerideal der Mode- und Filmindustrie ist so krass übertrieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auf (junge) Männer genau so verunsichernd wirkt, wie der Schlankheitswahn auf junge Mädchen. Wenn wir von Sexismus, Schönheitsidealen etc sprechen, müssen wir endlich beide Geschlechter einbeziehen.
      41 8 Melden
    • dath bane 12.07.2017 13:09
      Highlight Und immer ist der Mann in der Werbung gross. Kleine Männer kommen schlicht nicht vor. Der Mann muss auch automatisch grösser sein als die frau. :(((
      33 4 Melden
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  • Karl33 12.07.2017 12:23
    Highlight so richtig geht diese feministische aktion nicht auf:

    entweder man findet körper einfach schön und nicht sexistisch, dann sind männer- aber auch frauenkörper in werbung etc ok.

    oder man findet es sexistisch, und engagiert sich dagegen. gegen blutte frauen und männer.


    33 18 Melden
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  • Z024 12.07.2017 12:19
    Highlight wollte nur die bildli anschauen!
    42 2 Melden
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  • Spielverderber 12.07.2017 12:16
    Highlight Gopferdelli!! Bin selbst Nudist, von klein auf. Frage mich, ob solche Themen zurzeit das wichtigste ist?

    Wird die Gesellschaft wirklich immer blöder und degenerierter.
    20 19 Melden
    600
  • Pain_in_the_ass 12.07.2017 12:12
    Highlight Dumme/oberflächliche Menschen sehen darin eine gute Sache (Mittel zum Zweck). Alle anderen erkennen den Widerspruch. Zum Einen missbrauchen diese "Feministinnen" den Feminismus für ihr Marketing und zum Anderen führt dieses Verhalten zu einer noch oberflächlicheren Gesellschaft. So wird wird nicht die Würde beider Geschlechter gefördert, sondern nur die des Mannes herabgesetzt. Ein Shirt mit nacktem Männeroberkörper ist zwar nicht schlimm, aber die Motivation, die dahintersteckt, ist absolut destruktiv.
    30 20 Melden
    • strange 12.07.2017 12:45
      Highlight Word!
      14 16 Melden
    600
  • Chantal Harriet 12.07.2017 11:31
    Highlight Bei guysontops werden die Männer in "witzigen und ästhetischen Posen, die ihre alltäglichen Rollenbilder umkehren oder infrage stellen" dargestellt. Ein gelungenes Projekt, welches man mit einem Augenzwinkern auffassen soll.
    Es ist doch eine gute Sache wenn Feminismus nicht mehr nur als ein unsexy Randphänomen wahrgenommen wird! Und das anstossen einer Debatte darüber, weshalb Frauen eher objektifiziert werden und was in diesem Fall eine Umkehrung der Geschlechter bewirkt, ist positiv.
    38 50 Melden
    • Bene86 12.07.2017 13:16
      Highlight @Chantal: Schon mal daran gedacht, dass es sehr oft die Frauen selbst sind, welche sich ganz freiwillig zum Objekt degradieren lassen?
      21 20 Melden
    • optional 12.07.2017 16:30
      Highlight word!

      viele frauen investieren viel zeit und geben viel geld dafür aus, um genau mit diesen mitteln ein ziel zu erreichen - auch wenn sie es selbst nicht merken ("das tue ich nur für mich" gnihihihi klar...).

      wenn frauen einen auf prinzessin machen, wenn sie etwas wollen (kopf leicht schräg und immer schön blinzeln) - werden sie genau so wahrgenommen.

      und ich muss anmerken, dass dies bei den jüngeren generationen noch viel verreckter ist.
      12 12 Melden
    600
  • strange 12.07.2017 11:26
    Highlight Die Werbung von Siroop ist einfach nur sexistisch. Wenn eine Frau abgebildet wäre, hätte es sicherlich eine Empörungswelle gegeben. Als ich das Plakat zum ersten Mal sag war für mich klar, dass ich nie dort bestellen werde. Einfach nur billig.
    60 46 Melden
    • Karl33 12.07.2017 12:23
      Highlight werden auch frauen so in dieser werbung gezeigt. finde es konsequent, dass männer und frauen verwendet werden.
      19 5 Melden
    • HunterCH 12.07.2017 12:25
      Highlight Danke.
      4 1 Melden
    • el_chef 12.07.2017 12:30
      Highlight Tja..
      22 1 Melden
    • strange 12.07.2017 12:45
      Highlight Naja zwischen "Beauty" und "Gerät" besteht schon noch ein Unterschied. Da kann man ja gleich "Stück" sagen. Ich find beides einfach nur billig. Sex ist der einfachste Weg um Aufmerksamkeit zu erlangen. Wer sonst nicht überzeugen kann, muss es halt so versuchen.
      25 26 Melden
    • suchwow 12.07.2017 12:58
      Highlight @strange: musst du nicht arbeiten?

      Was ist daran sexistisch, Flüssigkeit (in Anlehnung an Sirup) über jemanden zu leeren und noch ein Wortspiel zu machen?

      Hast du echt keine andere Probleme? Ich beneide dich!
      17 21 Melden
    • strange 12.07.2017 13:06
      Highlight @Suchwow kennsch Ferie? Aber du musst ja auch nicht arbeiten und hast auch keine relevanten Probleme, wenn du dich darüber aufregen kannst, dass andere sich für ein Thema engagieren, dass du selbst für unwichtig haltest.
      12 16 Melden
    • gusg 12.07.2017 15:36
      Highlight @suchwow & el_chef: Der Mann wird als Objekt bezeichnet, nämlich als "das heisse Gerät". Die Frau wird als "Beauty" bezeichnet, also als eine Schönheit. Das ist definitv nicht das Gleiche.
      9 3 Melden
    • suchwow 12.07.2017 18:56
      Highlight @gusg:

      Bügeleisen = Gerät (hättest du eine Frau genommen, hättest du "heisses Teil" schreiben können)
      Schminkzeug = Beautyprodukt (hättest du einen Mann genommen, hättest du "Schönling" schreiben können)

      Wie gesagt: Es ist ein Marketinggag, dass man als Unternehmen (Siroop) z.b. eben Sirup über jemanden giesst und ein Wortspiel macht.

      @strange: ich rege mich eigentlich nur über die Absurdität auf, welche momentan herrscht. Da kommt mir eigentlich nur dieses Bild in den Sinn...
      2 5 Melden
    • gusg 12.07.2017 19:51
      Highlight @suchwow: Genau, man hätte. Hat man aber nicht. Das ist doch genau der Punkt. Hätte man für das Bügeleisen eine Frau mit dem Spruch "siroop auf heisses Teil" abgebildet, würde dies von den meisten als sexistisch erkannt werden.

      Nur ums klarzustellen. Mir ist es egal. Ich fühle mich davon weder angegriffen, noch verletzt. Ich weise einfach darauf hin, dass die Auslegung von den "Genderexperten" nicht konsequent ist.
      7 2 Melden
    600
  • Damien 12.07.2017 11:25
    Highlight >"Genderexperten"


    97 9 Melden
    • HunterCH 12.07.2017 12:26
      Highlight Müsste eigentlich "Gender specialists" heissen, der obligatorische Hipster-Anglizismus wurde vergessen. XD
      30 0 Melden
    • andrew1 12.07.2017 12:51
      Highlight Fachspezialist gender, mittleres kader. Brauchts in jeder unternehmung(ironie). 😂
      21 0 Melden
    600
  • derEchteElch 12.07.2017 11:20
    Highlight Habe kein Problem damit, ich stehe zu meinem CrossFit 🏋 Körper..

    Im Sommer trainieren wir oft mit freiem Oberkörper. Wenns den Frauen gefällt, verschwitzten Muskelpaketen an Seilen hochklettern, Reckstangen rumturnen und beim Olympischen Gewichtheben zuzusehen dürfen sie das gerne tun 😎

    Ich habe nichts dagegen 😏
    21 60 Melden
    • Hashtag 12.07.2017 12:08
      Highlight Der Kommentar läuft wohl unter Selbstinszinierung...

      Ich glaube wir sollten hier keine Genderdebatte führen, sondern woher die Fixierung auf den perfekten Körper kommt und was diese mit uns macht.
      19 2 Melden
    • HunterCH 12.07.2017 12:27
      Highlight Bewrib dich bei der Dame, vielleicht suchen sie noch Models. ;-)
      18 1 Melden
    • derEchteElch 12.07.2017 14:02
      Highlight @Hashtag absolut. Es ist auch ein CF Klischee, auf das ich anspiele 😉
      0 0 Melden
    • Hoppla! 12.07.2017 14:18
      Highlight Fixierung auf "perfekten" Körper? Weil es ansehlich ist. Egal ob Mann oder Frau.

      "Schönheit" ist faszinierend.
      3 1 Melden
    • Captain obvious 12.07.2017 15:29
      Highlight Crossfit...Pfui. Fitness ist das einzigwahre. Wir Gymbesucher sind nicht solche Lauchgestalten, wie ihr Crossfitter. (Für die, dies nicht verstehen: Dieser Kommentar enthält ein Augenzwinkern;))
      4 3 Melden
    600
  • andrew1 12.07.2017 11:04
    Highlight Dann soll ich mich jetzt auch fürchterlich aufregen wenn männer als Objekte wahrgenommen werden und in einem video oben ohne sind? Nope ist mir einfach vollkommen egal. Man muss nicht immer so verklemmt, hyper korrekt und pingelig tun. Dafür gesunden menschenverstand einsetzen. Dann fühlt man sich im Alltag auch weniger gestört.
    65 6 Melden
    600
  • dondor 12.07.2017 11:01
    Highlight "Aber anders als Frauen können sie ihren Status als handelnde Subjekte bewahren. Ihre Stärke und Potenz verlieren sie nicht."
    Ich bin neugierig. Eher Philosoph denn Sophist - und als solcher nimmt es mich wunder wie man zu solch einer Aussage kommen kann. Rein gar nichts ist definiert! Frauen(alle?), Status(was genau ist das?), handelnde Subjekte(???), der Rest ist nicht ernster. Ich bitte um Aufklärung.
    50 4 Melden
    600
  • Stichelei 12.07.2017 10:54
    Highlight Wirklich bedenklich ist nicht die Darstellung von Männern als nackte (Sex)objekte. Jeder vernünftige Mensch wird da abstrahieren können. Was mich nervt ist das zunehmende Auftreten von völlig vertrottelten Halbschlauen in der Werbung.
    39 0 Melden
    • Enttabuisierte Zone 12.07.2017 13:39
      Highlight "Was mich nervt ist das zunehmende Auftreten von völlig vertrottelten Halbschlauen in der Werbung." Und in der US-Politik, liesse sich noch anfügen.
      5 1 Melden
    600
  • samy4me 12.07.2017 10:48
    Highlight Diese Gender-Debatte ist, so wie sie geführt wird, etwas vom aller dümmsten was die Welt im Moment zu bieten hat. "Schönheitsideale" gab es schon immer und wird es immer geben, für Männer und für Frauen. Als wäre es etwas neues, dass das weibliche Geschlecht (verallgemeinert) auf Muskeln steht. Diese Shirts sind doch den Bericht nicht wert, sie soll die doch einfach produzieren und vertreiben, no Problem, deswegen fühlt sich Mann nicht als Objekt.

    Es scheint in dieser elendigen Debatte vergessen gegangen zu sein, was wirklich wichtig ist. Gleichstellung und Gleichberechtigung auf JEDER Ebene.
    43 7 Melden
    600
  • atomschlaf 12.07.2017 10:40
    Highlight Mehr leicht bekleidete Männer in der Werbung?
    Find ich gut! 😎😋
    35 9 Melden
    • andrew1 12.07.2017 12:50
      Highlight Dann kann ich dir die serie "sense 8" ans herz legen. Ist zwar eine actionserie mit toller story aber etwas nackte haut ist auch dabei. Obwohl mir die anfangszene in s01e01 besser gefällt 😁
      4 1 Melden
    600
  • elmono 12.07.2017 10:38
    Highlight Hoffentlich hatte die Lopez Jennifer und die T-Shirt Dame mit all den Männermodeln auch Sex. Denn so machen wir Männer das mit den weiblichen Objekten. Gleichstellung für alle.
    36 7 Melden
    600
  • Luca Brasi 12.07.2017 09:53
    Highlight "Leicht bekleidete Frauen werden hingegen als Objekte wahrgenommen", sagt Grisard.

    Schön, dass sich Frauen wie Frau Grisard anmaßen zu wissen, dass Menschen leicht bekleidete Frauen als Objekt sehen und Männer nicht. Sagt viel über die Haltung der Wissenschaftlerin zu ihren leicht bekleideten Geschlechtsgenossinnen und wenig über die tatsächliche Haltung von Männern zu Frauen.
    144 65 Melden
    • gusg 12.07.2017 10:10
      Highlight Vor allem wenn wie in der Werbung von siroop der Mann wortwörtlich als Objekt bezeichnet wird (das heisse Gerät).
      57 48 Melden
    • Enttabuisierte Zone 12.07.2017 10:35
      Highlight Ich würde zu behaupten wagen, dass das mit der Objektivierung von halb bekleideten Frauen schon zutrifft, wobei es natürlich auf die Darstellung ankommt. Aber die Behauptung, die Männer könnten im Gegensatz zu den Frauen ihren Status als handelnde Subjekte bewahren, trifft doch offensichtlich nicht zu. Auch halbnackt dargestellte Männer werden objektiviert, und damit degradiert.

      Man schaue sich doch nur einmal das Bild mit dem halbnackten Mann in der Küche an.
      38 25 Melden
    • Holla die Waldfee 12.07.2017 11:25
      Highlight Sorry Luca, aber diesmal liegt du falsch. Es ist ein weltweites Problem, dass Frauen eher als Objekte und Männer eher als Personen wahrgenommen werden.
      Dass das überwiegend so ist, bedeutet nicht, dass Frauen niemals als Personen oder Männer niemals als Objekte wahrgenommen werden.

      Dazu gibt es längst mehrere Studien. Auf die Schnelle hab ich das hier gefunden:
      https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article108619670/Frauen-werden-primaer-als-Sexobjekte-wahrgenommen.html

      Ich denke allerdings nicht, dass man hier durch eine Umkehrung eine Verbesserung erreichen kann.
      24 35 Melden
    • dondor 12.07.2017 11:46
      Highlight @Holla: echt jetzt. Hab die "Studie" angeschaut und komme zum Schluss, dass die Operationalisierung psychologischer Experimente fragwürdigst ist.
      Das ist kein Wissen, das ist richtiges Meinen und das ist ein Unterschied.
      30 14 Melden
    • Holla die Waldfee 12.07.2017 14:06
      Highlight @dondor: echt jetzt. Hab deutlich gesagt, dass das nur eine von mehreren und die ist, die ich auf die Schnelle gefunden habe.
      Du lieferst kein Wissen, sondern Meinung und das ist ein Unterschied.
      (Googeln soll helfen!)
      2 7 Melden
    • dondor 12.07.2017 15:50
      Highlight Beziehe mich auf die Studie die du vorschlägst. N ist sehr klein, erstens. Dann wird willkürlich, aus dem Inversionseffekt abgeleitet, dass dieser bei Menschenbildern auch Gültigkeit habe. Weshalb? Die Schlussfolgerung - also gilt; Frau = Objekt weil sie Zerstückelt auch wahrgenommen wird, respektive weil sich Probanden daran erinnern. What the ... . Und sowas nimmst du ernst. Sehr unkritisch. Passt in unsere Zeit. Infotainment über alles.
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Anonyme Quellen und Behauptungen: So entstand Mörgelis Afrikaner-Story in der «Weltwoche»

«Afrikaner in der Schweiz – die Fakten» verspricht die neuste Titelgeschichte der «Weltwoche». Doch ein genauer Blick auf den Artikel von Ex-SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli zeigt: Fakten sind im Text Mangelware. Die Stimmungsmache gegen schwarze Menschen stützt sich auf unbelegte Behauptungen und zweifelhafte Zitate ab. Wir präsentieren: 2 anonyme Quellen, 7 Fakten und 10 unbelegte Behauptungen.

Bekannt war er als eine der schärfsten Zungen im Parlament, bis ihn die Zürcher 2015 abwählten: Christoph Mörgeli musste sich ein neues Betätigungsfeld suchen – und fand dies bei der «Weltwoche». Chefredaktor Roger Köppel beförderte Mörgeli vom Kolumnisten zum regelmässigen Autor.

Diese Woche lieferte Mörgeli die Titelgeschichte. Unter dem Titel «Die Schwarzen kommen» befasst er sich mit der «rasch wachsenden Zahl von Afrikanern» in der Schweiz – die beiden Begriffe «Schwarze» und …

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