Schweiz

Die tragische Komik unserer Schul-Zukunft. bild: watson

Wenn du gleichzeitig lachen und weinen willst, dann guck dir einfach den «Lehrplan 21» an

Der «Lehrplan 21» ist ein Graus. Man kann sich zwar wunderbar über diese sogenannten Kompetenzen amüsieren, aber eigentlich sollte man zutiefst verstört sein. Denn er bedeutet die Bildungs-Zukunft unserer Kinder. 

16.03.15, 07:41 16.03.15, 15:07

Nicht nur der Chefredaktor des «Beobachters» kriegt wegen des «Lehrplans 21» Depressionen. Allen Lehrern, die ich kenne (und das sind viele), geht es ebenfalls so.

Acht Jahre lang haben 200 Fachleute daran ­gearbeitet, dass alle Deutschschweizer Schulkinder zum ersten Mal die gleichen Lernziele erhalten. Millionen von Franken wurden hineingebuttert, um den klassischen Schulstoff durch sogenannte «Kompetenzen» zu ersetzen. 

Auf fast 500 höchst kafkaesken Seiten werden (und die sind gekürzt worden!) 363 Kompetenzen beschrieben, die einem Lachkrämpfe bescheren, während aus den Augen literweise dicke Tränen der Verzweiflung tropfen. Denn wenn hier etwas wirklich gut gelungen ist, dann ist es die bestmögliche Verschleierung der Lerninhalte. Also auf, lasst uns die Absurdität dieses bürokratischen Monsterplans in 18 ausgesuchten Beispielen feiern.

1. Sport: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können verantwortungsbewusst auf verschiedenen Unterlagen gleiten, rollen und fahren.»

So eben nicht! gif: imgur

«... können schnell, rhythmisch, über Hindernisse, lang und sich orientierend laufen.» 

Ja, so was Ähnliches hätte ich wohl auch gemacht. gif: giphy

«... können vielseitig weit und hoch springen.»

Und der Gewinner in der Kategorie «vielseitiges Springen» iiiiiiiiist ... gif:annewizorek

«... können ihren Körper wahrnehmen.»

Zwangsläufig nimmt man seinen Körper wahr, wenn ein Teil davon eingeschlafen ist. gif: imgur

«... können sich mit dem Körper und mit Materialien ausdrücken.»

Nichts geht über einen ordentlichen Körperausdruck. bild: imgur, bearbeitung watson

2. Deutsch: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können erste Erfahrungen mit den drei Hauptwortarten Nomen, Verb und Adjektiv sammeln.»

Ein Schüler des 1. Zyklus (neu für die Primarstufe 1 und 2) sollte jetzt nicht unbedingt wissen, was ein Nomen ist, aber Erfahrungen sollte er damit schon haben. GIF: WATSON

«... können erste Erfahrungen mit den Begriffen Präsens, Präteritum und Perfekt sammeln.»

Im 2. Zyklus (neu für die 3. bis 6. Primarstufe) müssen die Schülerinnen und Schüler nicht wissen, wie man Zeitformen anwendet, aber Erfahrungen mit den Begriffen sollten schon drin liegen. Antonio zum Beispiel hat eine Erfahrung im Perfekt gesammelt. bild: ver imagenes, bearbeitung watson

«... können sich aktiv an einem Dialog beteiligen.»

Definition von Monolog: Wenn einer sich passiv an einem Dialog beteiligt.  bild: imgur

«... können zusammengesetzte Nomen in ihre Stämme zerlegen.»

gif: giphy, bearbeitung watson

3. Fremdsprachen: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können ihre Aufmerksamkeit auf sprachliche Vielfalt richten.»

Nur Aufmerksamkeit darauf richten, nicht gleich dreinhauen! bild: gamona

«... können die ästhetische Wirkung von Hörtexten entdecken und beschreiben.»

Beim Hörverständnis ist die Ästhetik das A und O. gif: waston

4. Natur, Mensch, Gesellschaft: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können Erfahrungen mit Bewegungen und Kräften beschreiben und einordnen.»

Erstaunlich, was? Ordne mal diese Kraft ein. Bild: giphy

«... können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.»

Schätze mal ein, was hier der Mr. Bean treibt. gif: giphy

5. Hauswirtschaft / Ernährung: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können Nahrung kriterienorientiert auswählen.»

Wie kann das ein Kindergrössen-Softgetränk sein? Naja, es hat etwa das Volumen eines zweijährigen Kindes in flüssiger Form.  bild: imgur

6. Musik, Bewegung: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können sich singend in der Gruppe wahrnehmen und ihre Stimme im chorischen Singen differenziert einsetzen.»

Differenziert hab ich gesagt, nicht tupfgleich! bild: awkwardfamilyphotos

«... können ihren Körper sensomotorisch differenziert wahrnehmen, einsetzen und musikbezogen reagieren. Sie können sich zu Musik im Raum und in der Gruppe orientieren.»

Zu deutsch: Party machen. (Aber nicht zu viel Alkohol trinken, weil dann geht das mit dem Sensomotorischen vielleicht nicht mehr so gut.)  gif: reactiongifs

7. Bildnerisches Gestalten: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... können Bilder wahrnehmen, beobachten und darüber reflektieren.»

Hallooo?!? Das ist Rembrandt! Jetzt beobachtet. Und reflektiert! bild: reddit

8. Mathematik: Die Schülerinnen und Schüler ...

«... verstehen und verwenden Begriffe und Symbole. Sie lesen und schreiben Zahlen.»

Hai, da hat sich aber jemand Mühe gegeben, ganz viele Symbole und Zahlen aufzuschreiben. Rechnen kann dann ein anderer. bild: psu 

Wenn du noch nicht genug hast, kannst du dir hier den ganzen «Lehrplan 21» ansehen. 

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  • Gelöschter Benutzer 01.04.2015 17:06
    Highlight Ich finde diesen Vorgaben super. Das sind klare Leitlinien, die dem Lehrpersonal aber noch individuellen Freiraum lassen. Sowas hätte ich mir für meine Schulzeit gewünscht.
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  • Schlauch 16.03.2015 22:27
    Highlight Liebe Anna,

    ich kenne vom Lehrplan 21 nur die Sätze, die du hier publiziert hast, und ich muss dir sagen, dass sie mir allesamt einleuchten. Zugegeben, ich musste manmach auch zwei Mal lesen, aber so ist das bei solchen Texten.

    Gruss
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  • MissesLiese 16.03.2015 20:50
    Highlight Könnte mit dem neuen Lehrplan auch bei uns zum Standard werden
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  • Horseman 16.03.2015 14:58
    Highlight 200 Fachleute mit dem Auftrag, zu harmonisieren; 8 Jahre Arbeit für den Versuch, es allen Recht zu machen - eine echte Herausforderung. Kein Wunder, wenn das Ergebnis den Eindruck von realitätsferner Bürokratie hinterlässt.
    Mir scheint aber, dass nicht der Lehrplan, die Arbeit der Fachleute absurd ist, sondern der politisch-verstaubte und bürokratisch-eidgenössische Furz dahinter, alles und jedes reglementieren zu wollen, unbedingt Durchschnittlichkeit zu zelebrieren.
    Individualität, Überlebensfähigkeit, Begabungen können sich aber nur dort entwickeln, wo Raum ist, dies zu leben, zu erfahren.
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    • eiSat 17.03.2015 19:18
      Highlight Und was hindert uns daran? Ein Lehrplan?!?
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  • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 14:54
    Highlight Ich bin kein Pädagoge, aber für mich machen diese Kompetenzziele durchaus Sinn. Die Formulierungen hören sich natürlich etwas seltsam an, aber wie will man so etwas beschreiben? Man muss eine Messbarkeit für die geistige und körperliche Entwicklung definieren um Kinder darin zu unterstützen.
    Wenn darüber berichtet wird, dass viele Kinder nicht einmal mehr den Purzelbaum beherrschen, empört sich die Gesellschaft ebenfalls. Soll man dies nun den Kindern beibringen oder nicht?
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    • Horseman 17.03.2015 10:58
      Highlight Fräulein ist eine kluge Frau!
      Ein gutes Statement aus einer gesunden Distanz und mit Überblick ... :-)
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  • alex DL 16.03.2015 13:20
    Highlight Wieso kümmert es eigentlich niemanden wirklich, was da passiert?
    Weil die breite Öffentlichkeit den Protagonisten wenig Sympathie entgegenbringt:
    Feindbild Eltern: Eltern sind übermotivierte Ehrgeizlinge, die ihren Kindern die Kindheit rauben.
    Feindbild Kinder: es scheint gesellschaftlich anerkannt, das Kinder heute Terroristen, Schlaftabletten, Hyperaktivisten, Verhätschlungsopfer sind, deren Eltern bei der kleinsten Dissonanz mit dem Anwalt drohen.
    Feindbild Lehrer: Auf das Ansehen eines Kanalreinigers zurückgefallen, steht der Lehrer für viele als weinerliches, überfordertes Resultat falscher Bildungspolitik da.
    Ein Aufschrei einer der Parteien scheint darum nur Vorurteile zu bestätigen.
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  • posti 16.03.2015 12:59
    Highlight Zum Glück war ich vor diesem Lehrplan in der Schule. Ich habe jar gar keine der Sport oder Musik Kompetenzen, hat trotzdem für die ETH gereicht. Unter diesem Lehrplan wäre ich vermutlich in eine Sonderschule geschickt worden.
    31 16 Melden
    • P hilip 16.03.2015 19:45
      Highlight ETH hin, ETH her - keine Sport oder Musik kompetenzen zu haben ist nichts womit ich angeben würde...
      30 10 Melden
    • 1337pavian 02.06.2015 13:52
      Highlight So läuft's aber ziemlich häufig. So ist das mit dem Neid:
      Wer ihm verfällt, der frönt im Endeffekt dem Nihilismus.
      Wird das zur gänigen Handhabe von Selbstwertproblemen braucht man früher oder später einen Führer, der einem den Weg in den Abgrund weist, auf den man unbewusst zusteuert.
      Die Lösung heisst dann Vernichtung. Kleine Lektion in vom Hundertsten in's Tausendste gelangen. Nichts zu danken.
      1 0 Melden
    • 1337pavian 02.06.2015 17:58
      Highlight "Gähnig" sollte das heissen, nicht gänig. Offensichtlich: Notfalls geht auch "gängig".
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  • herschweizer 16.03.2015 12:27
    Highlight ui der böse Boulvard hat ganz undifferzierte giv's publiziert aberaber ;-)
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    • 1337pavian 02.06.2015 13:54
      Highlight Grammatikpolizei auf dem Plan:

      "GIF" heisst die Abkürzung
      UND
      das Plural-s steht immer ohne Apostroph!

      Vielleicht versuchst du's nochmal in der Schule!
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    • herschweizer 03.06.2015 17:11
      Highlight dann lies doch mal zwischen den Zeilen wir es der boy thut... prolo
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  • herschweizer 16.03.2015 12:19
    Highlight wäre doch noch ganz nett wenn kinderlose Individuen sich stiller verhalten könnten
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    • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 14:46
      Highlight Genau, Kinderlose sollen mit ihren Steuern die Familien unterstützen, Schulen und Kindergärten finanzieren, aber gefälligst ruhig sein. Schliesslich haben sie keinerlei Kontaktpunkte mit Kindern und sind alle nichtswissende Plapperlis. Wer fällt alles unter kinderlos? Auch Eltern deren Kinder erwachsen sind? Diese kritisieren die heutigen Methoden oftmals ebenso.
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  • Lowend 16.03.2015 10:36
    Highlight Mit den braunen Wölfen heulen, oder sich im Sumpf der Polemik suhlen ist offensichtlich einfacher, als konstruktive Kritik zu üben und daher könnte man über die Kompetenzen der Autorin auch sehr einfach einige platte Witze machen. Ist aber nicht lustig und darum lasse ich es bleiben.
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    • Anna Rothenfluh 16.03.2015 18:04
      Highlight Ich freue mich aber über die sehr konstruktive Kritik, dass du die potentielle Kompetenz besitzt, platte Witze über mich machen zu können.
      25 6 Melden
    • Lowend 16.03.2015 18:37
      Highlight Humor wäre die Kunst, über sich selber zu lachen. Scheint aber schwieriger zu sein, als auszuteilen sehr geehrte Frau Rothenfluh, denn ihr Artikel funktioniert leider nur, weil sie auf der Bugwelle der SVP-Initiative gegen den Lehrplan 21 surfen und ist daher eher dem Wellenreiten, denn einer konstruktiven Kritik an diesem zugegeben sperrigen Grundlagenpapier gewidmet. Hoffe, die Kritik ist konstruktiv genug für ihre Ansprüche, so dass sie nach einer Zeit der Reflexion ihre Schlüsse daraus ziehen können, aber natürlich nicht müssen, was mich dann aber leider in meiner Kritik bestätigen würde.
      19 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 19:39
      Highlight Finde es schön, dass es Leute gibt, welche alles, was nicht ihrer Meinung entspricht, gleich mit der SVP verbinden. BTW: Geschwollene Ausdruckssprache macht es nicht besser.
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    • Lowend 16.03.2015 20:20
      Highlight Gähn, schon wieder eine(r) der nur auf die Person hauen kann, aber nicht auf den Inhalt eingeht, aber dieser Artikel funktioniert nun einmal nur durch die wiederholten Worthülsen von euch Super-Schweizern gegen den Lehrplan21, sonst wüssten die meisten hier nicht mal, dass es dieses Papier gibt. Wer dass nicht begreift soll doch vor dem motzen das Hirn einschalten. Direkt genug?
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    • Gelöschter Benutzer 17.03.2015 02:03
      Highlight Was sollte der Inhalt in diesem Fall für eine Rolle spielen? Ich stellte nur die Aussage in den Raum, das Andersdenkende von Ihnen stets angegriffen werden. Meines Erachtens geht dies auch auf "nur auf die Person hauen", aber was weiss ich schon? :)
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    • 1337pavian 02.06.2015 13:56
      Highlight "Was sollte der Inhalt in diesem Fall für eine Rolle spielen?"

      Politiker detected. Geh, lass dich aufstellen.
      Achtung dabei: Nicht vor Wänden.
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  • boxart 16.03.2015 09:59
    Highlight Liebes Watson Team, liebe Anna, liebe Genossen und Genossinnen,
    ich vermute das Weinen kommt davon, dass die SVP bereits Anfangs 2014 Kritik zum Lehrplan 21 und einen Übungsabbruch gefordert hat.
    Das Lachen kommt bestimmt von den den amateurhaften Karikaturen und sinnlos blöden GIFs.
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    • Anna Rothenfluh 16.03.2015 11:08
      Highlight ...
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  • Bowell 16.03.2015 09:31
    Highlight Es ist sicher nicht einfach einen Lehrplan niederzuschreiben, deshalb masse ich mir nicht an das Ganze zu kritisieren. Wobei ich aber zugeben muss, dass es teilweise ziemlich nach Steiner-Schule tönt, was man dann eigentlich als schlechte Kritik auffassen könnte. Ich hoffe mein Kommentar war schwammig genug.
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  • qumquatsch 16.03.2015 09:30
    Highlight Ob der Lehrplan 21 nun grossartig ist, oder eben nur grosser Mist, möchte und kann ich nicht beurteilen - dazu fehlt mir "Kompetenz". Ich möchte trotzdem anmerken, dass zumindest die gebrachten Beispiele in keinster Weise so absurd sind, wie der Artikel suggerieren möchte. Diese "Kompetenzen" müssen nun mal nicht dem Schüler vorgelesen, sondern beigebracht werden, wobei der Lehrer schon in der Lage sein sollte diese zu verstehen.
    Schade muss sich hier Watson über etwas lustig machen, was im Grunde sehr sinnvoll ist, wenn auch (dem Hörensagen nach) verbesserungsbedürftig in gewissen Teilen.
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  • windfall 16.03.2015 08:53
    Highlight Ich bin selber Lehrer und muss auch immer wieder über diese Kompetenzen schmunzeln. Der Lehrplan ändert jedoch nicht so viel am Status Quo, da er lediglich die Lernziele sämtlicher Kantone in einige, schwammig formulierte Überkompetenzen transkribiert, um es ja allen recht zu machen. Oder zumindest ist das der Eindruck, den ich von diesem Projekt habe. Schade, dass diese, an sich sinnvolle Harmonisierung nun wegen dieses Kompetenzenchaos überall zerrissen wird.
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  • Der Tom 16.03.2015 08:51
    Highlight Grundsätzlich sage ich der Precht hat recht mit seiner Kritik am Bildungssystem. Aber wir haben nun mal dieses System und die Experten mussten ein Konzept erstellen, welches diesem System entspricht. Da haben sich eine menge Experten über mehrere Jahr Gedanken darüber gemacht. Es gibt bestimmt für alles eine gute Erklärung wenn man die komplexen Zusammenhänge und Vorgaben kennt. Man sollte jetzt nicht über dieses Konzept lachen, sondern Precht lesen und über das Bildungssystem diskutieren.
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  • _5am_ 16.03.2015 08:40
    Highlight Was auch immer diese Experten zu sich genommen haben, etweder mehr von diesem Stoff oder ganz damit aufhören. Der neue Lehrplan liest sich wie ein LSD-Trip.
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  • mal! 16.03.2015 08:37
    Highlight Weshalb regt man sich so darüber auf? Irgendwie muss man das ja niederschreiben, wenn man es verbindlich machen will. Dann tönt das halt stellenweise doof. Was ich viel schlimmer finde, als diese zu Papier gebrachte Bürokratie, ist die Tatsache, dass viele Kids offensichtlich Grundlegendes nicht mit ihren Eltern lernen, wie zum Beispiel einen vollständigen Satz zu sprechen oder ein simples Lied zu singen. Alle, die den Lehrplan kritisieren und selbst Kinder haben, sollten vielleicht zuerst über ihre eigenen Bücher...

    TV, Tablet und MSN sind nicht die besten Babysitter...
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  • MM 16.03.2015 08:26
    Highlight Man kann den Lehrplan 21 zurecht kritisieren. Aber auf den (gesuchten) komischen Formulierungen herumreiten und den Artikel mit netten GIFs zu illustrieren finde ich etwas gar einfach.
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    • Anna Rothenfluh 16.03.2015 13:03
      Highlight Das verstehe ich. Nur ist es so, dass schon genug ausführlich darauf herumgeritten wurde, also wollte ich einfach mal eins zu eins aus dem Lehrplan zitieren. Vielleicht kann man so mehr Leute erreichen, und vor allem solche, die an diesem Thema vorher überhaupt nicht interessiert waren.
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    • MM 16.03.2015 18:12
      Highlight Das ist natürlich ein Punkt. Ich muss gestehen, ich gehöre auch dazu.

      Ich habe mich nur kurz durch die Webseite geklickt. Die meisten Formulierungen ergeben für mich aber durchaus Sinn. Das kann auch daran liegen, dass ich mich zuerst auf die Naturwissenschaften und erst später auf die Geisteswissenschaften gestürzt habe (meine Interessen halt...). Da sind Formulierungen wohl einfacher.

      Ich bin der Meinung, dass eine gewisse Vereinheitlichung (wie bei den Universitäten) heutzutage nötig und dieser Versuch gar nicht so misslungen ist. Schwammig formulieren, um doch noch Freiheiten zu lassen.
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  • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 08:13
    Highlight 363 über 9 Jahre verteilt, ergibt bei rund 38 Schulwochen pro Jahr etwas mehr als eine zu erlernende Kompetenz pro Woche. Und die schwammigen Formulierungen der Kompetenzen ermöglichen eine Anpassung an das Niveau der Schüler und lassen den Lehrern gewisse Freiräume, trotzdem erfolgt damit endlich eine Harmonisierung in der Deutschschweiz (was die Anschaffung passender Lehrmittel erleichtert). Aber es ist wie immer mit Lehrplänen, man kann schreiben was man will, die Kritik der Politik und gewisser Lehrer kommt bestimmt.
    45 3 Melden
    • eiSat 17.03.2015 19:31
      Highlight Hast du es auch an die eth geschafft?
      2 1 Melden
    • 1337pavian 02.06.2015 13:58
      Highlight An der ETH ist doch jetzt ernsthaft tote Hose...
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  • samy4me 16.03.2015 08:11
    Highlight Über Beziehungen von Menschen und Räumen nachdenken? What?
    27 12 Melden
    • 1337pavian 02.06.2015 18:09
      Highlight Ist etwas hoch gegriffen, wie so vieles aber: Gut so!.
      Vielleicht ein kreativer Hinweis richtung Benedikt Loderer, dessen faszinierendes Gelodere am Thema Verdichtung weithin kursiert. Der ist ja ein ebenso weithin berüchtigter Didakt und Weltversteher, kein schlechtes Vorbild, so müsste man meinen, und Deutsch kann er auch.
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