Schweiz

Internet-Zensur an der Uni Fribourg? Warum dir ein «Ständer» zum Verhängnis werden kann

Wer auf dem Netz der Uni Fribourg auf den falschen Seiten surft, macht sich verdächtig. Das Rektorat der Hochschule setzt auf einen neuen Software-Filter, der gewisse Webseiten blockiert. Dabei geraten nicht nur pornographische Inhalte ins Visier, sondern auch politischer Extremismus oder Copyright-Verletzungen.

14.03.17, 18:03 15.03.17, 11:20

Vergangenen Freitag loggt sich Daniel in der Aula der Universität Fribourg ins Uni-interne WLAN ein. Der Politikwissenschaftsstudent forscht im Rahmen eines Seminars zu Aufständen in autokratischen Regimes. Dafür will er das bekannte Tor-Netzwerk nutzen, eine Software zur Verschlüsselung digitaler Kommunikation. Der Zugriff auf die Website wird ihm jedoch verweigert – Torproject wird von der Uni Fribourg als sicherheitsgefährdend eingestuft.

Am gleichen Abend geht Daniel zuhause über das VPN der Universität ins Netz. Er will sein Fahrrad reparieren lassen und sucht nach einer Velowerkstatt. Als er die URL fahrraddoktor.ch ins Suchfeld eingibt, erscheint die gleiche Meldung:

«Access to the web page you were trying to visit has been blocked in accordance with UniFr policy.»

bild: zvg

Die Website wird als «adult» eingestuft – pornografisch. Ein hinreichend absurder Vorwurf, handelt es sich doch tatsächlich um eine – wenn auch noch in der Entstehung begriffene – Webseite eines Velo-Mechanikers. 

Von Malware bis Extremismus

Den Beschluss, gewisse Zugangsbeschränkungen im Uni-Netz zu installieren, fasste das Rektorat der Uni Fribourg vor mehr als einem Jahr. Eine Firewall der «neuen Generation» erlaube die Blockierung von gewissen Webseiten, schreibt Rektorin Astrid Epiney im Dezember 2015 in einem Communiqué an die Studierenden und Mitarbeiter der Universität. Damit soll der «Datenverkehr, der Malware enthält (z. B. kontaminierte Webseiten) sowie der Zugang zu Webseiten von spezifischen Kategorien» verunmöglicht werden. Neben Malware, also Schadprogrammen, die Computerviren übertragen, filtert die Uni nach mindestens fünf weiteren Kategorien:

- Adult (Pornographie)
- Hacking
- Proxy-avoiders-and-anonymizers
- Copyright-Infringement
- Extremism

Gleichzeitig werden Informationen über die User gespeichert, darunter die angesteuerte URL, das Datum, IP-Adressen, sowie je nach Fall der Benutzername. Nach sechs Monaten werden die Daten vernichtet.

Der Politikwissenschaftsstudent Daniel ist fiktiv, Beispiele und Konsequenzen sind real. Wer an der Uni Fribourg gewisse Webseiten ansteuert, steht schnell vor einer Schranke. Bis hierhin und nicht weiter.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Sommer 2014. Damals wurde bekannt, dass die Universität Zürich auf ihrem Netz einen sogenannten Pornofilter einsetzt. Der Filter beliess es aber nicht bei pornographischen Websites, sondern setzte etwa auch den Mamablog des «Tages-Anzeiger» auf den Index. Nach wütenden Protesten der Studentenschaft und kritischen Artikeln in der Presse krebste die Universität schliesslich zurück.

Zensurvorwurf gegen die Universität

Aus der Ecke der kritischen Jurist*innen ertönen nun happige Vorwürfe an die Adresse der Uni-Leitung: Die Universität Fribourg betreibe eine «Netzzensur nach saudischen und chinesischen Massstäben», schreibt die linksgerichtete Hochschulgruppe in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit dem Chaos Computer Club. Die Zugangsbeschränkungen der Universität würden mutmasslich Grundrechte wie etwa den Schutz der Privatsphäre oder die Meinungs- und Informationsfreiheit verletzen.

«Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen.»

Anwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili

Florian Dietschi von den kritischen Jurist*innen Fribourg/Bern sieht in der Massnahme der Uni-Leitung eine klare Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit: «Es geht nicht an, dass der Staat mit Hilfe privater Unternehmen vorschreibt, auf welchen Seiten geforscht werden darf und auf welchen nicht.» Zudem sieht er die Gefahr einer Nonchalance beim Surfen: «Wenn die Uni Seiten wie Torproject sperrt, die zu sicherem Surfen anleiten, dann torpediert sie jegliche Bemühungen um Netzsicherheit. Das Argument der Universität, mit den Zugangsbeschränkungen mehr Sicherheit zu gewährleisten, wird so ad absurdum geführt.»

Medienrechtsanwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili beurteilt die Zugangsbeschränkungen der Uni Fribourg kritisch: «Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen». Allerdings gelten die Zensurmassnahmen nicht absolut. Ob der Zugriff auf eine Website, die nicht gegen strafrechtliche Bestimmungen verstösst, blockiert werden soll, sei im Einzelfall zu prüfen.

Die Universität Fribourg weist den Zensur-Vorwurf von sich. Als staatliche Institution habe man Fürsorgepflichten zum Schutze ihrer Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit zu wahren, sagt Marius Widmer, Leiter der Medienstelle. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden dabei respektiert. Auch die «Einzelfälle» habe man im Blick, versichert die Universität Fribourg. «Alle NutzerInnen können jederzeit eine Neubeurteilung verlangen, wenn ihrer Meinung nach eine Seite fälschlicherweise blockiert wird», betont Mediensprecher Widmer.

Ob es sich dabei wirklich nur um Einzelfälle handelt, ist unklar. Wie die Beispiele des Torproject und der Fahrrad-Reparatur zeigen, ist der Software-Filter der Uni fehleranfällig. Auch andere unverdächtige Webseiten bleiben im Filter hängen, darunter etwa die Seite eines Jung-Branchenverbands im Raum Basel oder das Portal einer Barfuss-Community. 

In der Fehleranfälligkeit der Filtersoftware sieht Medienrechtsanwalt Martin Steiger das Hauptproblem. Es sei durchaus möglich, einen solchen Filter rechtskonform auszugestalten. «Das heisst aber noch lange nicht, dass er den beabsichtigten Zweck erfüllt.» Die Massnahme der Universität zeige vielmehr die Hilflosigkeit im Umgang mit kritischen Informationen und Schadsoftware im Netz.

Weiter als die anderen

Mit der Einführung der Netzsperre geht die Uni Fribourg einen Schritt weiter als andere Schweizer Hochschulen. «Die Universität Basel nutzt wie andere Schweizer Hochschulen die Kobik-Filterliste gegen Kinderpornografie», schreibt die Uni Basel auf Anfrage. Weitere Massnahmen seien weder aktiv noch geplant. Bei der Uni Bern tönt es ähnlich: «Aktuell kategorisiert oder blockiert die Universität Bern keine Webseiten». Es seien auch keine solchen Schritte geplant.

Auch die Uni Zürich beabsichtigt keine über die Kobik-Filterliste hinausgehenden Beschränkungen – der Shitstorm nach der Einführung des Pornofilters sitzt der Uni wohl noch immer tief in den Knochen. Einzig die Universität Luzern wendet ein ähnliches System an: «Wir blockieren spezifische IP-Adressen, wenn wir wissen, dass von diesen aus Malware verteilt wird», gibt die Medienstelle Auskunft. Eigene Filter werden hingegen nicht eingesetzt.

Zur Praxis der Uni Fribourg will keine der angeschriebenen Universitäten Stellung nehmen. Man äussere sich nicht zum Vorgehen anderer Hochschulen, heisst es unisono.

Software einer US-Firma?

Welche Software die Universität Fribourg zur Filtrierung einsetzt, ist nicht klar. Hernani Marques, Computerlinguist und Mitbegründer des Chaos Computer Clubs Schweiz, vermutet ein Programm der auf Cyber-Security spezialisierten US-Firma Palo-Alto-Networks. Entsprechende Tests hätten das mit «99-prozentiger Wahrscheinlichkeit» ergeben. Die Universität Fribourg liess eine entsprechende Anfrage unbeantwortet.

Auch auf die Frage, ob die Firewall der Universität gegen die Richtlinien des internationalen Hochschulnetzwerkes Eduroam verstösst, will die Universität keine Antwort geben. Eduroam ist ein internationales Hochschulprojekt, das Studenten ermöglicht, das WLAN von Partneruniversitäten kostenfrei zu nutzen. Die Uni Fribourg ist Teil des Eduroam-Netzwerkes.

«Es gibt verhältnismässigere Mittel, um die Sicherheit im Netz zu gewährleisten.»

Medienrechtsanwalt Martin Steiger

Regeln anstatt Blockade

Für Hernani Marques steht fest: Der regulierte Internetzugang an der Uni Fribourg beeinträchtigt nicht nur die Forschungsfreiheit, er öffnet auch dem Missbrauch Tür und Tor: «Mit der Überwachung der Internetuser wendet die Uni eine Methode an, die sonst nur in autoritären Staaten praktiziert wird». Der Chaos Computer Club fordere deshalb die Abschaffung der Blockade.

Anstatt gewisse Seiten zu blockieren, plädieren Steiger und Marques für eine Art Gentleman's Agreement zwischen der Uni und den Studenten: «Es gibt verhältnismässigere Mittel, um die Sicherheit im Netz zu gewährleisten.» Steiger verweist auf die üblicherweise vorhandenen Richtlinien, die die BenutzerInnen des Uni-Netzes auf gewisse Regeln verpflichten. «Wird dagegen verstossen, so kann die Uni die betreffenden BenutzerInnen zur Verantwortung ziehen.»

The Big Picture

Die Offensive der Netzaktivisten kommt nicht von ungefähr. Bei der Verhandlung des neuen Geldspielgesetzes entschied das Parlament vergangene Woche, zum ersten Mal überhaupt eine schweizweite Netzsperre einzuführen. Damit soll der Zugang zu ausländischen Casinos blockiert werden. Und weitere Sperren sind in Planung: Noch in diesem Jahr will der Bundesrat über Anpassungen des Urheberrechts und des Fernmeldegesetzes entscheiden.

Die Erotik der Fahrradreparatur

Wieso die Filtersoftware der Uni Fribourg die Website fahrraddoktor.ch in die Schmuddelecke versorgt hat, darüber kann nur spekuliert werden. Möglicherweise wurde dem Mechaniker die semantische Nähe zwischen Fahrrad- und Porno-Vokabular zum Verhängnis: «Montageständer» tönt für einen Software-Algorithmus offenbar eher nach erigiertem Glied als nach Reparaturwerkzeug – ein Schreibfehler («Lust» anstatt «Luft») liess bei der Filtersoftware die Porno-Alarmglocken wohl endgültig schellen. 

bild: screenshot

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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  • http://bit.ly/2mQDTjX 20.03.2017 10:59
    Highlight Während der CCC-CH mit falschem Zensur-Alarmismus herum tobt, beschäftigen sich richtige Netzpolitik-Aktivsten an der Uni Konstanz und ETHZ nüchtern und sachlich mit realer Zensur. Ohne infantilen Radau werfen sie Licht auf die staatliche Unterdrückung der Opposition:

    "Weltweit versperren Regierungen politischen Gegnern den Internet-Zugang."
    https://www.technologyreview.com/s/602310/governments-around-the-world-deny-internet-access-to-political-opponents/

    Ein Beispiel von vielen echten Internet-Problemen, die der CCC-CH schlicht ausblendet oder sogar negiert, bzw. einfach "weggebasht".
    2 26 Melden
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  • http://bit.ly/2mQDTjX 18.03.2017 16:57
    Highlight Kann Hernani begreifen, was ich an seiner Propaganda kritisiere? Nebst den unlauteren Methoden:

    1. Berechtigte Sicherheitsbedürfnisse und Schutzinteressen werden ausgeblendet, ja sogar negiert.

    2. CCC gaukelt vor, sich für Freiheit im Internet einzusetzen, aber meckert bloss rum (http://bit.ly/2ntpuGV); kümmert sich weder um Netz-Sicherheit noch um Anwenderschutz.
    Dadurch bringt der CCC diese Freiheiten in Gefahr!

    3. Viel Trariitraraa wegen Konfigurationsfehler, die ganz normal sind, wenn man neue IT-Infrastruktur einführt.

    Der CCC bewirtschaftet Probleme, die er gar nicht lösen will.
    83 204 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 19.03.2017 10:38
      Highlight Uii... heute Nacht wurde der Kommentar anscheinend 250 mal gelesen und fleissig geblitzt. Ich meine, der Scheint trügt. Mehr als drei Leser waren es kaum.

      Hernâni bestreitet die unlautere Methodik nicht. Er behauptet nur, dass dahinter der CIA stecke, oder "4chan-, krautchan-Bilderboard, Chinesen, Russen und ganz allgemein Zensurgegner".

      Hernâni hat ein seltsames Verständnis von Zensur und Zensurgegnern. Nach seiner Ansicht ist da eine Verschwörung am Werk.

      Hauptsache Aufmerksamkeit. Egal wie abstrus und infantil die Theorien des Chaos Computer Clubs sind. Glaubwürdig sind sie nicht.
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  • http://bit.ly/2mQDTjX 17.03.2017 14:37
    Highlight Zur Unglaubwürdigkeit des CCC-CH:

    "Wegen Werbungsblah: wir wollen weder gewählt werden noch erhalten wir Geld für unser Engagement."

    Das ist gelogen. Die vom CCC-CH verwendete Lügen- und Manipulationstechnik nennt sich Astroturfing (http://bit.ly/2n5Meix).

    Es ist jämmerlich, dass (ausgerechnet!) der Chaos Computer Club heuchlerisch vorgaukelt, sich gegen chinesisch/arabische/nordkoreanische Zustände zu wehren, aber sich dann solcher unlauterer Propaganda und Meinungsmanipulation bedient.

    Das ist ein politisch inkorrektes und fragwürdiges Verhalten! Für wie blöd hält uns der CCC?
    11 142 Melden
    • Hernani Marques 18.03.2017 13:32
      Highlight Merkst du eigentlich noch, dass du im argumentativen Sinkflug befindlich bist?

      Du hast gefällgist Beweise für deine Tatsachenbehauptungen zu erbringen.

      Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass der CCC-CH Besseres zu tun hat als sich in watson-Kommentarspalten herumzutreiben.

      Aktionen, wie du sie beschreibst, können genauso gut vom 4chan-, krautchan-Bilderboard, von Amerikanern, Chinesen, Russen und ganz allgemein von Zensurgegner ausgehen, die hier legitim mitlesen.

      Der einzigen Glaubwürdigkeit, der du schadest, ist deiner: du beweist ein beschränktes Technikverständnis.
      76 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 18.03.2017 15:04
      Highlight Genau das meine ich, Hernani:

      "Aktionen, wie du sie beschreibst, können genauso gut vom 4chan-, krautchan-Bilderboard, von Amerikanern, Chinesen, Russen und ganz allgemein von Zensurgegner ausgehen, die hier legitim mitlesen."

      Tolle Ausrede! Du hälst uns wirklich für sehr blöd, eeh?

      Einfach nur lächerlich. ;))))

      Immerhin bestätigst du eindrücklich, dass sich der Chaos Computer Club im gleichen Werkzeugkasten wie 4chan, Breitbart, Chinesen, Russen usw. bedient, um die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten zu manipulieren. Ziemlich gewagt, diese Propagandisten als Zensurgegner zu bezeichnen.
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    • Hernani Marques 18.03.2017 15:32
      Highlight Ich muss dich enttäuschen: ich habe Besseres zu tun, entsprechend: FAIL.

      Wir haben im CCC-CH allgemein weitaus wichtigere Projekte, wie hier rumzuhängen, etwa: Datenschutzgesetzrevision, Vernehmlassung Ausführungsverordnungen NDG, Umsetzung Elektronisches Patientendossier, Referendum Geldspielgesetz, Hardware-/Softwareprojekte usw.

      Du kannst ja gerne nachfragen, z. B. auf der swiss-chaos@-ML, ob sich jemand hier irgendwelcher amerikanisch-chinesisch-russicher Methoden bedient hat, oder was auch immer.

      Der Zusammenhang zu denen ist nicht eben vorhanden: es ist nur bei solchen Gruppen belegt.
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    600
  • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 03:59
    Highlight Der Chaos Computer Club und ein paar Jus-Studis liefern ein beachtliches Tohuwabohu.

    Derweil spricht der Erfinder des WWWs Klartext.

    http://bit.ly/2mxrXQu

    Tim Berners Lee benennt die echten Probleme:

    1. Wir haben die Kontrolle über unsere persönlichen Daten verloren.

    2. Es ist zu einfach, Desinformation zu verbreiten.

    Und das schreibt euch hinter die Ohren, lieber CCC:

    3. Politische Werbung soll transparent und als solche erkennbar sein!

    Der CCC-CH macht sich mit dieser lächerlichen Astroturfing-Mimimi-Kampagne gegen die Uni Fribourg komplett unglaubwürdig.

    Hackerethik geht anders!
    49 180 Melden
    • Hernani Marques 16.03.2017 10:09
      Highlight Keine Ahnung, wer oder was dich reitet bzw. was gerade dein Lebensinhalt ist, um ständig die gleichen Posts zu machen, aber die Netzzensur an der Uni Zürich wurde durch unsere Analysen und Intervention abgeschafft.

      Ohne uns wäre die Zensur an der Uni Zürich wohl noch da und ggfs. auch schon auf mehr Unis rübergeschwappt.

      Dass wir über die Netzzensur an der Uni Fribourg überhaupt diskutieren, geht nicht von der Uni Fribourg aus.

      Wegen Werbungsblah: wir wollen weder gewählt werden noch erhalten wir Geld für unser Engagement.

      Wir sind Aktivisten und da musst du mit direkter Aktion rechnen.
      146 37 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 11:57
      Highlight "Keine Ahnung, wer oder was dich reitet"

      Eben, Hernani. Das ist genau euer Problem: Ihr habt keine Ahnung!

      Die Antwort wäre nämlich ganz einfach, Hernani: Wer oder was reitet denn dich, eeh?

      Vielleicht bin ich wie du auch einfach nur ein Netz-Aktivist.

      Hast du schon memal daran gedacht, dass du und deine Kunstrasen-Meute nicht die einzigen sind?

      Es gibt auch Netzaktivisten, die ihre durchaus ernst gemeinten Aktivitäten durch das kindische Geschrei des CCCs nicht zum ersten Mal sabotiert sehen.

      Denk einmal darüber nach. Und zwar bevor du beginnst, über Hackerethik zu referieren. Danke.
      40 106 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.03.2017 14:48
      Highlight Zu den Blitzen, Herzchen und so:

      Ihr tut euer Möglichstes, Hernani. Aber es ist unlauter!

      Ihr bedient euch nordkoreanischen/chinesischen/arabischen Meinungsmanipulations-Methoden.

      Glaubt ihr, wir seien so dumm?

      Bei meinem Kommentar ging es um Geburtstagsglückwünsche von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WWW. Denn das WWW wurde 28.

      Tim sprach wichtige Probleme an, die er zum kommenden dreissigsten Jubiläum hoffentlich nicht mehr ansprechen muss.

      Meinst du wirklich, es sei klug, wenn du mit deinen zwei, drei Mitstreitern diesen Kommentar mit 130 Blitzen "verdammt"? Ich finde es dumm!
      7 114 Melden
    600
  • So en Ueli 15.03.2017 23:33
    Highlight Kam her um die Kommentare zu lesen. Die Schreiberlinge der Uni Fr machen mir eher den Eindruck von Kindergärtnern, als von erwachsenen Studenten. Stäpfele und trötzle bis zum Davonlaufen Solch ein Verhalten zeugt nicht von Reife.
    47 13 Melden
    600
  • ubu 15.03.2017 13:29
    Highlight Ich versuch's nochmal mit einem neuen Post, die Frage wird weiter unten irgendwie überlesen. @Hernani/CCC/UniFR_ZensurNon:

    Wenn Ihr gute Argumente habt (wovon ich übrigens überzeugt bin), warum macht Ihr dann medialen Radau, anstatt das Gespräch mit der Uni zu suchen? Immerhin kritisiert ihr kein diktatorisches Regime, sondern eine Schweizer Hochschule. Die sind für Argumente durchaus empfänglich.
    37 48 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 14:20
      Highlight Ich habe unten fünf Forderungen vorgeschlagen, die bei den unifr-IT-Verantwortlichen vermutlich ohne weiteres auf offene Ohren stossen würden.

      Die lapidare Antwort von Hernani: "Ich will hier gar keinen Kompromiss: die Netzzensur muss ganz weg."

      Tja... ich glaube inzwischen, dass es dem CCC-CH nicht um die Sache sondern nur um Aufmerksamkeit geht.

      ich finde das sehr Schade um die Sache! :/
      37 96 Melden
    • ubu 15.03.2017 14:59
      Highlight @Lorent: Genau dasselbe denke ich inzwischen auch. Schade!
      34 82 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 15:57
      Highlight Es gibt hier keinen Kompromiss zu erreichen: gefordert ist das zu machen, was anderswo in der Schweiz üblich ist: der freie Zugang zum Internet, d. h. die mässig revolutionäre Forderung ist die Wiederherstellung des Normalbetriebs. Jetzt herrscht ein veritabler Ausnahmezustand.

      Mit Herrn Widmer haben sowohl Florian als auch ich unabhängig und länger telefoniert. Schon am Freitag.

      Es gab auch Kontakt zu jemand mehr der Kommunikationsabteilung.

      Beide sagen, das Internet nicht ganz zu verstehen.

      Der Entscheid ist zudem Top-Down gefallen (Unileitung): sie haben damit nichts zu schaffen.
      97 33 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 16:03
      Highlight Was die Zeitachse im anbelangt, wie lange es so geht, bis die Netzzensur abgeschafft sein mag: an der Uni Zürich hat es kaum eine Woche gedauert.

      Die Unis bewegen sich langsam, doch man kann schon Beine machen.

      Zuerst hat auch die UZH an der Netzzensur festgehalten, doch die Nummern mit zensierten Sexaufklärungsseiten, Tages-Anzeiger-Mammi-Blog usw. war dann doch zuviel.

      Der Medienspiegel ist hier:

      https://ccczh.ch/medienspiegel/ (März 2014 beachten)

      Was ihr nicht ganz zu blicken scheint, ist, was Unis "demokratisch" sind: mittelalterliche Systeme, mit Ständen.

      Ohne Druck geht da nichts.
      83 33 Melden
    • ubu 15.03.2017 16:27
      Highlight Natürlich. Widmer (der zudem grad erst angefangen hat) ist schliesslich Kommunikations-Chef. Er ist weder IT-, noch Rechts-Experte, noch Rektor. Das alles braucht Zeit, eine Uni ist ein Öltanker, da änderst Du nicht von heute auf morgen den Kurs. Aber wenn ich mir nur schon Deine drohenden Tweets anschaue, wird mir schon klar, dass es Dir nicht um die Lösung der Sache ging, sondern um den Lärm. Um das geile Gefühl, dass jetzt Artikel über Dich erscheinen und Du ein kleiner Held sein kannst. Naja, wenn mans braucht. Aber Fairplay war das nicht.
      33 80 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 17:47
      Highlight Naja, Hernani: Eben noch hast du doch etwas von anti-autoritär gequaselt. Und jetzt kommst du mit dem Credo: Ohne Druck geht gar nichts. Irgendwie solltest du dich mal etwas ordnen, mmh? ;)

      Was gilt denn jetzt?

      Du redest offenbar mit den falschen Leuten. Ich habe den Eindruck, dass die unifr einfach nur ihre IT-Sicherheit aktualisiert. Kein ungewönlicher Vorgang. Und dass sie dafür mit einem externen Zulieferanten arbeiten.

      Ich meine, es wäre besser, wenn du diese Fachleute an den Tisch kriegst, die von diesem Palo-Alto-Teil auch was verstehen, und die es dann besser konfigurieren können.
      33 85 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 18:46
      Highlight Mir ist schon klar, dass Widmer erst grad angefangen hat. Entsprechend gibt es auf der Unicom auch nicht rumzureiten.

      Auch die Informatik: die hat wie an der UZH gemacht, was ihr angeordnet wurde.

      Ein Kontakt zur Informatik wurde mir versprochen: der wurde aber nie vermittelt.

      Und Lorent: es gibt keine gute Netzzensur. Sie abzuschaffen, ist das Ziel: das steht von Anfang an in der Medienmitteilung.

      Was die UZH gemacht hat, war viel weniger umfassend: konsequenterweise muss diese Netzzensur genauso weg.

      Und wegen autoritär: ich beanspruche keine Macht, weder an der UniFr noch UZH.
      93 33 Melden
    • ubu 15.03.2017 19:42
      Highlight Ausserdem: Am Freitag mit dem Medienmenschen (Null Entscheidungskompetenz) telefonieren, am selben Tag die Medien auf Twitter alarmieren und hinterher sagen "Da hilft eben nur Druck". - Moll, kann man machen. Aber es ist einfach nicht das Auftreten eines Aufklärers, sondern das eines Trolls.
      33 90 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 20:17
      Highlight Vielleicht hilft auch dieses Interview im Radio RaBe, ab 20:42, um Motivation hinter unserem Aktivismus zu verstehen; das ist nämlich weit hergeholt und global kontextualisiert und hat nichts mit Uni Fribourg im Besonderen zu tun:

      http://rabe.ch/2017/03/15/fabrikool-cool-transparenz-uncool-netzzensur-uncooler/
      108 33 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 21:46
      Highlight Ich würds besser finden, wenn der CCC-CH wirklich etwas gegen Zensur, (Massen-)Überwachung und -Manipulation unternehmen würde. Das Gepolter gegen unifr ist kontraproduktiv.

      Einmal sagte einer: "Das Internet ist «kaputt»: Es wird den Datenschutzansprüchen von allen Seiten – Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – weitgehend nicht gerecht."
      http://bit.ly/2nFBrZy

      Aber die unifr ist nicht daran schuld!

      Die unifr könnte technisch (zB. http://bit.ly/2ntvXlj) und vorallem rechtlich (zB. http://bit.ly/2nFPUV8) erheblich zur Besserung beitragen.

      Wir sitzen nämlich alle im gleichen Boot, Hernani!
      33 68 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 22:08
      Highlight Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

      http://bit.ly/2ntpuGV

      Die unifr ist nicht verantwortlich für die Sicherheitslecks des Internets!

      Aber die unifr ist verantwortlich, diese Lecks möglichst im Griff zu halten, wenn's geht zu schliessen, oder zumindest eindringendes Wasser rauszuscheffeln.

      Aber der CCC-CH macht es sich sehr bequem und meckert nur lautstark rum, tut aber genau nichts, um wirklich zu Abhilfe zu schaffen. Das finde ich lausig!
      33 81 Melden
    600
  • Pasch 15.03.2017 10:04
    Highlight Barfuss-Community??? Jetzt bin ich neugierig 😂😂😂
    29 18 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:05
      Highlight http://www.barfuss.ch ist an der Uni Fribourg Porno, vermutlich wegen einer gewissen Nacktheit, wenn auch insbesondere und deutlich unterhalb der Gürtellinie

      In wichtigster Hinsicht hats da ein Forum.

      Das zeigt genau auf, wohin die Reise geht.
      59 28 Melden
    • Pasch 15.03.2017 12:22
      Highlight Ohne Registrierung geht aber nicht viel, hätte mich jetzt schon noch intressiert was es da zu diskutieren gibt 😂
      Seit 2012 scheint aber auch niemand mehr barfuss zu gehen 😂😂😂
      10 10 Melden
    600
  • Capitan 15.03.2017 09:33
    Highlight Die Uni ganz auf Sicherheit erpicht,
    Übersieht: Zensur hilft da ja nicht.
    Trojaner, Würmer, Viren so bös,
    tanzen eben auch wo's scheint seriös.
    Darum hier nun folglich der Befund:
    Das Rektorat meint zu sein Vormund.
    Es dünkt mich besser wär zu bauen,
    auf in die Studenten Vertrauen.
    Freiburg folge dies'm roten Faden!
    Blutte Füdli niemandem schaden.
    40 10 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:38
      Highlight love this :)
      31 10 Melden
    600
  • Barracuda 15.03.2017 09:11
    Highlight Was Studenten halt so beschäftigt... Unglaublich! Fast jede größere Firma hat solche Filter. Muss man gleich einen so großen Aufschrei machen, weil dieser in einem von tausend Fällen mal nicht wie erwartet funktioniert?
    27 29 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:40
      Highlight ja. Mit Grundrechten ist nicht zu spassen. Ich habe meine Arbeitskraft nicht der Unifribourg verkauft, wie Lohnabhängige bei privaten Unternehmen. Die Unifribourg ist ein öffentlicher Ort im Geiste der Freiheit und der Demokratie.
      Private profitorientierte Unternehmen sind das nicht, aber das ist ein anderes Problem und führt zum Kapitalismus vs Demokratie Widerspruch.
      50 33 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:06
      Highlight In einem von Tausend? Wir können gerne mit zensierten Zeitungsartikel anfangen, wo eine gewisse Nacktheit, Körperlichkeit oder Tendenz zur sexuellen Aufklärung manifest wird.
      49 27 Melden
    • Calmy 15.03.2017 11:09
      Highlight Eine Firma ist keine staatliche Instutition.
      36 27 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 12:05
      Highlight Robin: Eine staatliche Institution hat die gleichen, wenn nicht sogar höhere Sicherheitsanforderungen wie eine Firma.

      Barracuda: Ich würde eher sagen, in 999 von 1000 Fällen funktioniert die Technik nicht so, wie man es geträumt hat. Man muss immer wieder Kompromisse finden zwischen seinen Erwartungen und dem mit den begrenzten Mitteln technisch Machbaren.

      Aber für Kompromisse sind die CCC-CH-Leute und die linken Jus-Studis gerade nicht zu gewinnen. ;/
      27 54 Melden
    600
  • Omega 15.03.2017 07:48
    Highlight Finde ich nicht mal so verkehrt, schliesslich ist die uni auch wie ein Arbeitsgeber und auf der Arbeit setzen sie auch filter ein.
    27 48 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:07
      Highlight Die Uni ist vor allem aber eine Lehr- und Forschungsanstalt, wo Stoppschilder als potenzielle Quellen nicht eben hilfreich sind.
      62 27 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.03.2017 11:07
      Highlight die Uni ist wie ein Arbeitgeber? Weisst du nicht was eine Uni ist?
      36 27 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 12:09
      Highlight Die Uni ist ein Kinderspielplatz. ;))

      Kinder muss man schützen. Vorallem vor den bösen Männern. ;)

      Bitte liebe unifr: Gebt diesen Kindern ihren Sandkasten! Weil lärmende Kinder können ganz schön auf den Sack gehen. ;)
      27 59 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.03.2017 13:24
      Highlight LP du offenbahrst dich ja immer mehr.
      Erwachsene die man "vor sich selber schützen muss" - auf einer Uni.
      Ja grossartig. Nehmen wir doch alle Schweizer vorsorglich in Schutzhaft (gut in der Schweiz ist man das ja gewissermassen IMMER..)
      13 28 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 15:20
      Highlight hmm... böserMann: ich weiss jetzt nicht recht, ob du allenfalls die Smileys nicht gesehen oder nicht verstanden hast. Egal. Das war ein Witz. Satire darf alles! ;) <-- eehm...das war wieder ein Witz!

      Zurück zu deinen grundsätzlichen Fragen: Artikel 2 der Bundesverfassung lautet:

      Zweck der Eidgenossenschaft:

      "Die Schweiz SCHÜTZT..." (http://bit.ly/2lZNvII)

      Der ganze Rest von Schutzhaft und so entspringt deiner Fantasie.

      Die Bitte nach dem Sandkasten war mein ernst (vgl. unten). Eine gewisses Mass kindlicher Naivität ist an Unis nicht fehl am Platz und der Forschung eher förderlich.
      29 10 Melden
    600
  • Rhf4310 15.03.2017 07:41
    Highlight Warum muss man erst via VPN ins Uni-Netz, um die Website eines Velomechs aufzurufen?
    27 13 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:42
      Highlight Wie manche freiwillig Freiheit aufgeben wollen und deswegen die plakative komische Dimension von Zensur nicht als solche verstehen.
      55 27 Melden
    600
  • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:20
    Highlight <<Marcel Waldvogel, Professor für IT-Sicherheit an der Uni Konstanz, findet es heikel, wenn Hochschulen in den Datenverkehr eingreifen: «Hochschulen sind nicht dafür da, Zugang zu Pornoseiten zu ermöglichen. Das Überwachen der User ist aber auch nicht ihr Auftrag.» Was beispielsweise als pornografisch deklariert werden soll, sei gemäss Waldvogel schliesslich auch immer Auslegungssache und kulturabhängig.>>
    http://www.computerworld.ch/…/internetzensur-an-der-univer…/
    49 27 Melden
    600
  • ubu 15.03.2017 00:50
    Highlight Der erste Tweet ist noch keine Woche alt und schon ist das Ganze in den Medien. Wozu auch das konstruktive Gespräch mit der Uni suchen, wenn man shitstormen kann?

    Und wenn Leute behaupten, die Uni Fribourg würde von China und den Saudis gesponsert (was, surprise surprise, Fake News ist), denke ich ehrlich gesagt nicht über weniger, sondern über mehr Zensur nach.
    34 60 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:12
      Highlight Sie verwaschen den Begriff "Fake News" aufs Unkenntlichste. Zwischen pointierter Kritik an Zensur - um den Verantwortlichen den Spiegel vorzuhalten - und ihrer Behauptung liegen Welten.

      Zensur bleibt Zensur. Zensur löst keine Probleme. Zensur ist ein Problem.
      64 27 Melden
    • ubu 15.03.2017 01:31
      Highlight Zensur ist Zensur und haltloser Quatsch ist haltloser Quatsch.

      Nehme ich sofort zurück, und mache zur Wiedergutmachung drei Purzelbäume wenn Quellen für das Sponsoring vorgelegt werden.
      27 30 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 01:49
      Highlight Ich befürchte auch, dass dieser Protest fehlgeleitet ist, und letztlich darauf hinauslaufen könnte, dass dann alle Studenten erst einen IT-Security-Kurs belegen müssen, bevor sie den Internet-Zugang der Uni benutzen dürfen.

      Ich finde auch seltsam, dass der CCC-CH offenbar jegliches Interesse an IT-Sicherheit verloren hat, und es stattdessen vorzieht, mit sachlich nicht begründetem Zensur- und Massenüberwachungs-Brimborium auf Konfrontationskurs zu gehen. Das scheint mir kontraproduktiv.

      Meines Erachtens untergräbt der CCC-CH damit seine eigene Glaubwürdigkeit. :/
      27 33 Melden
    • ubu 15.03.2017 02:11
      Highlight Sorry, aber das Sponsoring findet ganz einfach nicht statt. Anderes zu behaupten ist inhaltlich falsch.
      27 58 Melden
    • Knut Atteslander 15.03.2017 07:26
      Highlight Was hat Zensur bitteschön mit Sicherheit zu tun?
      28 11 Melden
    • dF 15.03.2017 07:45
      Highlight @ubu

      Es wurde auch nie von einem Sponsoring seitens Saudis oder Chinesen geredet. Es ist klar von «Netzzensur nach saudischen und chinesischen Massstäben» die Rede. Nichts von Sponsoring.
      27 11 Melden
    • ubu 15.03.2017 10:25
      Highlight @dF: schau Dir das Icon von UniFR_ZensurNon an.
      27 21 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:43
      Highlight Auf meinem Profilbild war von Sponsoring geredet. Ich dachte - twitter anfänger*in - dass im Kontext dies als politisch-pointierte Überzeichnung klar ist.

      Aber ubu hat Recht: Es ist inhaltlich falsch. Deswegen habe ich es nun geändert. Danke fürs insistieren.
      51 18 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:09
      Highlight Es hat einfach ein entsprechendes Logo beim Twitter-Account des dortigen Studiprotests, aber das kann man gerne als Satire auffassen.

      Andernfalls kann auch gerne festgehalten werden, dass China und Saudi-Arabien mithin westliche Software einsetzen, um Zensur zu üben.

      Und wir beziehen dafür Hardware und Erdöl.

      Als Mittel dazwischen ist: Geld.
      55 27 Melden
    • ubu 15.03.2017 11:26
      Highlight Oh, keine Ursache UniFR_ZensurNon. Das ist sehr gern geschehen.
      20 10 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 11:36
      Highlight Hernani: Auf der ganzen Welt wird westliche Software inkl. "Zensur" eingesetzt.

      Ausser im (Stuxnet-gebrannten) Iran oder in China, die zB. von Apple, Microsoft verlangen, die Quellen ihrer Betriebsysteme von staatlichen Stellen prüfen zu lassen, bevor sie verkauft werden dürfen.

      Die ganze Welt vertraut Apple, Microsoft, Google, IANA/ICANN, usw. Alles amerikanisch kontrollierte Organisationen.

      DNS, HTTPS/TLS uvm. ist zentral organisiert. Das wird von den grossen Herstellern kontrolliert. Und zensuriert!

      http://bit.ly/2n9thvR
      http://zd.net/2m03uGD
      http://apple.co/2lZUAZD

      Also bitte...
      27 51 Melden
    • dF 15.03.2017 11:55
      Highlight @ubu

      1. Dein Kommentar hier, auf den ich hier geantwortet habe, hast du heute um 00:50 geschrieben. Der erste Kommentar von UniFR_ZensurNon, der hier überhaupt geschrieben wurde, war, soweit ich sehe, heute um 00:53. Somit kann, sofern ich nicht was übersehen habe, dein Kommentar nichts mit UniFR_ZensurNon selbst zu tun haben.

      2. Du beziehst dich mit deiner Antwort auf das Icon von UniFR_ZensurNon. Willst du damit sagen, dass ein Bildchen eines User’s Fake-News seien. Das sagt mehr über dich und deiner Wahrnehmung von News aus, als solch ein Icon.
      >>>>>
      20 9 Melden
    • dF 15.03.2017 11:56
      Highlight Forts.

      3. Zum Grund der eigentlichen Behauptung des Sponsorings selbst kann ich leider nichts mehr sagen, da UniFR_ZensurNon mittlerweile das Icon, auf das du dich ja beziehst, geändert hat und ich das alte nicht genau betrachtet habe.
      10 9 Melden
    • ubu 15.03.2017 12:33
      Highlight @dF: voll easy, war ja nur ein Hinweis und kein Vorwurf an Dich. Und dass das mit dem Sponsoring Quatsch war, haben Hernani/UniFR_ZensurNon ja inzwischen auch eingesehen, wofür sie meine Anerkennung und ein Herzchen bekommen haben.
      19 20 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 12:42
      Highlight das alte Anzeigebild ist hier zu finden:

      https://twitter.com/UniFR_ZensurNon/status/841791138931585024/photo/1
      21 19 Melden
    • dF 15.03.2017 13:32
      Highlight @ubu

      Habe es nie als Vorwurf an mich selbst gesehen, habe nur mühe damit, das Personen(ob nun du in diesem Fall oder andere anderorts, was behaupten, dass nichts mit der eigentlichen Sache zu tun hat (Stichwort: Fake-News). Deshalb habe ich dich kritisiert als du dich auf ein Icon bezogen hast, dass ein/e Kommentator/in verwendet hat.
      Denn ein Icon sind keine News auch keine Fake-News, es ist höchstens ein persönliches Statement der/s entsprechendes/r Kommentator/in. Ob nun satirisch oder nicht ist egal. Wobei ich ehrlich gesagt bezweifle ob du das verstehst.
      Das ist das was ich sagen wollte.
      10 9 Melden
    • ubu 15.03.2017 14:31
      Highlight @dF: hä, was?

      kleiner Scherz, alles klar. :-) Du darfst mir gern aus dem Begriff Fake News einen Strick drehen. Dran aufhängen werd ich mich nicht. :-)
      19 9 Melden
    600
  • Grégory P. 15.03.2017 00:43
    Highlight Über "Zensur" zu schreiben in diesem Zusammenhang ist eine Ohrfeige an alle von Staat-Zensur betroffenen Menschen. Der Vergleich mit China ist gerade populistisch und total übertrieben.

    Übertriebe Infrastruktur-Schutz ist es allerdings, mehr nicht.
    35 27 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:09
      Highlight «Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen»
      Anwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili
      29 27 Melden
    • fant 15.03.2017 07:49
      Highlight 'Übertrieben' finde ich in dem Zusammenhang schon sehr euphemistisch.

      Die in Kauf genommenen Kollateral-Schäden sind gross:

      1: https wurde entworfen, um für dem User 'end to end' Verschlüsselung zu garantieren. Dieses Vertrauen wird endgültig zerstört.

      2: Die Filterkriterien sind nicht transparent (wer überwacht die Überwacher?) und die Verantwortlichen der Uni schieben die Verantwortung an ein privates Unternehmen aus einem anderen Kulturkreis ab - man denke an die panische Angst von weiblichen Nippeln.

      Das ist allerhöchstens für Kinder bis max. 4. Klasse annehmbar...
      53 17 Melden
    • EvilBetty 15.03.2017 08:28
      Highlight Es steht den Damen und Herren StudentInnen doch noch immer frei, sich einen eigenen Netzzugang zu holen, oder etwa nicht?
      27 10 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:46
      Highlight Lass uns mal die Strassen privatisieren und dann sagen "kannst ja für die Expressspur mehr bezahlen".
      Dieses öffentlichkeits und demokratiefeindliche Denken ist der Grund, weswegen ich jetzt bereits für möglichst viele Grundrechte und Freiheiten einstehe. Weil wenn "demokratische" Gruppierungen wie die AKP sich zur Diktatur entscheiden, dann ist es zu spät, noch für Freiheiten einzustehen. Dann ist man froh um jene, welche es bereits gibt.
      33 30 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 10:58
      Highlight fant: "https wurde entworfen, um 'end to end' Verschlüsselung zu garantieren."

      Der Entwurf ging ziemlich daneben. Das liegt nicht an https/TLS sondern an der Architektur des Internets.

      Es ist tatsächlich "übertrieben", wenn man die Uni für alle Sicherheitslücken des Internets und damit verbundene "Kollateralschäden" verantwortlich macht.

      Das Aufbrechen von https ist einfach, allgemein üblich, und wird nicht nur von Unternehmens- oder Uni-Firewalls praktiziert.

      https/TLS im Normalgebrauch kann keine End-to-End-Verschlüsselung garantieren. Das ist eine trügerische Sicherheit.
      26 38 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:11
      Highlight Es steht der Uni im Gegenzug auch frei, den Zugang zum Internet zu sperren und dafür ein Intranet mit von oben bewilligten Inhalten anzubieten. Das wäre der einfachere (Whitelist-)Ansatz.

      Nordkorea fährt bestens damit.
      40 27 Melden
    • EvilBetty 15.03.2017 11:21
      Highlight UniFR_ZensurNon: Sorry, aber das ist ein idiotischer Vergleich. Wir haben zu Hauf regulatorien auf der Strasse die gewisse Dinge ausschliessen. Keine Traktoren auf der Autobahn, Fahrverbote für LKW auf gewissen Strassen/Brücken, Gewichtsbeschränkung etc. pp.

      Und wir bezahlen eine Zusatzgebühr für die Expressspur aka Autobahn.

      Da ich kein Student bin, und auch nie war, kenn ich mich nicht wirklich aus: Wird «vom Studenten» etwas für die Nutzung des Netzes bezahlt? Oder wird das von der Uni «zur Verfügung gestellt»?
      29 9 Melden
    600
  • Capitan 14.03.2017 21:42
    Highlight Die Bibliothek der Uni bietet alles zu Sado, Maso und Tortur.
    Im Internet der Uni wird dito zum Opfer der Zensur.
    Den Professorenhirnen schädlich war klar die Mensur.
    28 9 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:53
      Highlight Wurde leicht abgeändert getweetet:
      https://twitter.com/UniFR_ZensurNon/status/841791138931585024
      24 19 Melden
    • Alnothur 15.03.2017 01:32
      Highlight Ich bezweifle stark, dass ein Professor, der die Mensur bestritten hat, solcherlei Zensuraktionen begehen würde...
      9 9 Melden
    • Capitan 15.03.2017 09:46
      Highlight @Alnothur:
      Wohl ich irrte mich, weil doch diffizil.
      Das Richt'ge nur dem Reim zum Opfer fiel.
      Das tut mir wahrlich nun ganz heftig leid,
      Weisst Du 'nen bess'ren Grund, dann sag' Bescheid!
      22 9 Melden
    600
  • Crecas 14.03.2017 21:03
    Highlight Ist in jedem grösseren Unternehmen Standard. Ist zwar mühsam, aber kein grosses Porblem, denn man kann ja die Seiten immer per Klick melden und eine Freischaltung verlangen. Dauert halt.

    Anyway, ich hab's gehasst. Aber ich sehe dies nicht als Zensur im Sinne staatlicher Zensur wie sie China betreibt.
    43 33 Melden
    • toobitz 14.03.2017 21:44
      Highlight Eine Uni ist eben gerade nicht einfach ein grösseres Unternehmen.
      43 26 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 22:57
      Highlight Dennoch muss eine Uni seine IT-Infrastruktur schützen wie ein grösseres Unternehmen.
      33 10 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:55
      Highlight Marcel Waldvogel, Professor für IT-Sicherheit an der Uni Konstanz:
      <<Die Prüfung von https-gesicherten Webseiten findet Marcel Waldvogel irreführend. Obwohl die Verbindung inzwischen aufgebrochen wurde, werde die Verbindung immer noch als gesichert deklariert. «Gleichzeitig verleitet das Nutzer so auch dazu, Browser-Warnungen weniger ernst zu nehmen und wegzuklicken, beispielsweise bei bösartigen Attacken auf ihren E-Banking-Zugang.»
      47 27 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 01:34
      Highlight Stimmt, UniFR_ZensurNon, das "Aufbrechen" ist unschön und "irreführend", weil sich die Benutzer dessen meist nicht bewusst sind.

      Ich meine aber, ihr übertreibt. Sachlich liegt ihr falsch, weil es weder um Zensur noch um Massenüberwachung geht, sondern einzig um den (evtl. übertriebenen) Schutz der IT.

      Euer Protest wird vermutlich darauf hinauslaufen, dass künftig alle Studenten nur noch Internetzugang erhalten, wenn sie zuvor den IT-Security-Kurs besucht haben, wo sie dann korrekt über TLS und das "Aufbrechen" informiert werden.

      Das wird dann auch die IT-Sicherheitsprofs freuen. ;)
      27 73 Melden
    • toobitz 15.03.2017 21:15
      Highlight @Lorent Patron: falscher Ansatz. Die Uni muss in erster Linie die freie Verbreitung von Wissen und die Forschung schützen. Die IT Security Systeme haben dies zu unterstützen. Aber Ihr Technologiezentrischer Blickwinkel widerspiegelt die leider heute weit verbreitete Haltung, welche auch die UniFR einnimmt.
      10 19 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 21:54
      Highlight toobitz, du vergisst:

      Im Internet gibt es systembedingt ein paar grundsätzliche Probleme. Diese ermöglichen Zensur, Massenüberwachung und -Manipulation. Und zwar in ganz grossem Stil.

      Davor muss man sich schützen. Jeder! Auch die Uni, ihre Forscher und Studenten. Oder meinst du nicht?

      Das ganze Zensur-Gepolter gegen unifr ist daher inkonsequent, unglaubwürdig und kontraproduktiv, weil es gleichzeitig diese viel weitergehenden Bedrohungen und die dadurch sehr wohl begründeten und berechtigten Schutzbedürfnisse völlig ausblendet.

      Es ist einfach nur noch ein egoistisches Hickhack des CCC-CH.
      27 44 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 22:03
      Highlight toobitz: Es kommt mir vor, als ob ihr von mir nur kauderwelsch, bzw. eben praktisch nichts versteht.

      Daher hier eine bildlische Darstellung (ein Bild sagt mehr als tausend Worte):

      http://bit.ly/2ntpuGV

      Die Uni-Verantwortlichen sind am Wasser scheffeln, während der CCC-CH und ein paar linke Jus-Studis nichts anderes zu tun haben, als herumzumeckern, weil das Boot sinkt. Sehr bequeme Einstellung. Ausgerechnet vom CCC-CH! Ich finde es lausig.

      Die unifr ist nicht für diese im Internet systembedingten, gravierenden Sicherheitslücken verantwortlich!
      26 51 Melden
    600
  • kaderschaufel 14.03.2017 20:59
    Highlight Gibt es vielleicht irgend einen guten rechtlichen Grund, warum das nötig ist? Würde die Uni Probleme bekommen, wenn zum Beispiel jemand Kinderpornos über das Netz herunterladen würde?
    21 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 23:09
      Highlight Vermutlich nicht rechtlich begründet, aber technisch: Schutz der eigenen IT-Infrastruktur.

      Diesbezüglich bestehen Abhängigkeiten zu den (meist amerikanischen) Herstellern. Der Schutz wird an diese Firmen ausgelagert, weil das sonst kaum bezahlbar wäre. Die Hersteller liefern ihre Filter gleich mit (vgl. unten Kommentare von fant).

      Die (naturgemäss paranoiden) IT-Sicherheitsverantwortlichen machen meistens auf "besser zuviel als zuwenig" und aktivieren drum mal alles, was sie aktivieren können. Daher werden dann auch "explizite Inhalte" blockiert, die technisch aber kein Problem wären.
      26 50 Melden
    • atomschlaf 14.03.2017 23:10
      Highlight @kaderschaufel: Ich gehe davon aus, dass man sich im Netz der Uni einloggen muss und dass somit allfällige Illegale Downloads eindeutig einer Person zugeordnet und diese strafrechtlich verfolgt werden könnte.
      19 9 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 23:22
      Highlight @Laurent:

      "proxy-avoiders-and-anonymizers", um mal bloss diese Kategorie zu diskutieren, hat 0.0 mit IT-Sicherheit zu tun, https-Aufbrechen schon gar nicht (das geht in den Negativbereich).

      Die Einzige Kategorie, die legitim ausschaut, ist "malware" und da verfangen sich vor allem normale Seiten.

      Bildung wäre sinnvoller als Zensur und Massenüberwachung, eben -- wie anderswo gesagt -- in Form von Medienkompetenz.

      Oder hast du bei dir auch eine Zensursoftware installiert zuhause?

      Eben.
      37 25 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 23:28
      Highlight @atomschlaf: Die Zuordnung wäre unter normalen Bedingungen eher möglich, durch die Zensur (falls sie keine False-Negatives hinterlässt) sind die beispielhaften Kinderpornokonsumenten aber ohnehin darauf angewiesen, Proxys oder Anonymisierer zu nutzen, die sie halt lokal mitnehmen müssen, weil an der Uni Fribourg das nicht oft nicht geht.

      Die Zensur wirkt für solche Fälle, wie historisch, gerade eben kontraproduktiv.

      Soziale Probleme dem Internet zuzuschieben, ist falsch.

      Kinderpornografie muss am Zielort gelöscht und die Kreise hintenrum belangt werden. Stoppschilder sind für Nichts.
      39 25 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 00:11
      Highlight Hernani: Ich bestreite nicht, dass die IT-Security-Leute oft übertreiben. Es gibt dafür gute Gründe. Auch um TLS "aufzubrechen".

      TOR, Anonymizer-Proxies etc. machen Sinn, aber passen nicht in die Schutzmechanismen der IT-Security-Leute. Das ist unvereinbar!

      Diesbezüglich müsste die Uni eine Sandbox bereitstellen; ein Netz ausserhalb des sicheren Uni-Netzes. Das wäre keine Kunst. Ein Netz mit geringem Schutz, auf eigenes Risiko, dafür mit TOR und vielen anderen netten Möglichkeiten.

      Die Kritik des CCC-CH und der linken Jus-Studis eignet sich mE. nicht, die Uni dafür zu motivieren. Schade. :/
      25 58 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 00:59
      Highlight Hernani:

      "hast du bei dir auch eine Zensursoftware installiert zuhause?"

      Die meisten haben auf ihren Geräten "Virenscanner" installiert (Avast, Kapersky, Avira etc.).

      Die machen exakt das Gleiche, nämlich alles das, was du als Zensur und Massenüberwachung anprangerst:

      --Downloads/Webseiten-Inhalte analysieren;
      --Viren, Malware, Spyware erkennen;
      --Echtzeitanalyse des Datenverkehrs;
      --Phishing- und bösartige Webseiten blockieren;
      --Spam blockieren;
      usw.

      Nein. Ich habe nichts dergleichen installiert, weil ich diesen Produkten nicht traue. Ich gehör auch zu den paranoiden Security-Freaks. ;)
      26 52 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 02:20
      Highlight @Lorent: Es gibt einen gewaltigen Unterschied, ob du dich selber überwachst und zensierst, mit einer lokalen Software, oder wenn du das global machst und das allen aufzwingst.

      Falls die Uni ihre Leute vor Schadsoftware, was sie behauptet, schützen will, dann soll sie sie schulen, was das ist und meinetwegen ihnen sagen, dass es solche Software gibt, sich selber zu zensieren / überwachen.

      Die zentrale Steuerung von Content geht aber gar nicht. Zudem hat "extremism", "proxy-avoiders-and-anonymizers", "hacking" usw. usf. rein gar nichts mit Malware inhärent zu tun.

      Das muss als Vorwand gelten.
      32 25 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 02:21
      Highlight Zudem ist unsere Kritik ein klares Bekenntnis zum Prinzip der Netzneutralität, dass allermindestens auf Ebene Bund (für FMG-konzessionierte Provider) und für Hochschulen zu gelten hat.

      Wenn an einer Uni nicht frei auf das Web zugegriffen werden kann, ist sinnvolle Forschung gar nicht möglich.

      Nimm' nur den Bereich der Informatik oder Computerlinguistik, wo du Analysen des Webs machen willst.

      Glaubst du wirklich ich will da irgendwelche Stoppschilder haben, die's andernfalls nicht gibt? Einfach nein.
      38 25 Melden
    • ubu 15.03.2017 02:56
      Highlight Dafür, dass das Web so krass beschnitten wird, wie Du sagst, hat es ganz schön lange gedauert, bis die 'Zensur' zu einem Problem geworden ist. Aber das liegt möglicherweise auch einfach daran, dass andere Studenten einfach ein Mail an die dafür vorgesehene Adresse geschickt haben, wenn irgendwas fälschlich geblockt wurde.
      25 22 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 03:15
      Highlight Hernani: Kämpfe nicht um das, was du schon verloren hast!

      Netzneutralität ist technisch nicht durchsetzbar. Nicht mit Internet. Also vergiss es! Das ist verlorenes Land. Verschwendete Energie.

      Hier das Grab, RIP: http://zd.net/2kl95SX

      Du möchtest keine Stopp-Schilder? Netzneutralität? Zensurfrei? Ohne Überwachung? Ohne Zentrale?

      Na dann vergiss schleunigst das Internet!

      Das Internet ist kaputt! Sollen sich andere um dieses Flickwerk kümmern, zB. die armen IT-Leute der unifr. Kritisier sie nicht! Denn es ist nicht ihre Schuld.

      Etwas Neues muss her!
      http://bit.ly/2nlEcTN

      Reclaim the net!
      25 37 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 08:13
      Highlight Ich bin mit dir einig, dass technisch etwas Neues her muss, deswegen muss man sich politisch aber nicht alles gefallen lassen.

      Wie du von watson bis La Liberté lesen kannst, ist die Uni Fribourg die einzige Universitäre Hochschule, die sich sowas (noch) erlaubt.

      Ausserdem sollten wir, wenn wir als Schweiz unabhängig sind, unsere eigenen Regeln machen. Wenn Trump das Internet in den USA, von wo aus es stark aufgebaut wurde, ruinieren will, gehen halt die USA (weiter) vor die Hunde.

      Dem Beispiel müssen wir in der Schweiz nicht folgen, weder an Hochschulen noch im FMG-konzessionierten Bereich.
      53 18 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 08:19
      Highlight @ubu:
      Die Universität Fribourg erzählt nicht die ganze Wahrheit. Sie haben im Dezember 2015 aus "Sicherheitsgründen" (gegen Malware etc.) solche Massnahmen angekündigt und auch angedeutet, dass andere "spezifische Kategorien" zensiert würden, doch nicht, welche das sind und ab wann sie aktiv würden:

      https://twitter.com/vecirex/status/841184606015672321

      Und: Seit Ende August 2016 können die Kategorien copyright-infringement & extremism überhaupt erst aktiv sein:

      https://live.paloaltonetworks.com/t5/Management-Articles/New-PAN-DB-Categories-Extremism-Copyright-Infringement-and/ta-p/101142
      36 25 Melden
    • ubu 15.03.2017 10:30
      Highlight Richtig. Wenn ich die ganze Wahrheit will, wende ich mich an jemanden, der behauptet, die Uni werde von autokratischen Regimes gesponsert. Und die Frage, warum Du gegen die Uni Radau machst, anstatt mit ihr zusammen zu arbeiten, ist für mich noch immer nicht beantwortet. Gerade wenn Fribourg die einzige Uni ist, die das so macht, müsstest Du ja gute Argumente haben um sie überzeugen zu können.
      25 47 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 11:20
      Highlight Hernani: "Wie du von watson bis La Liberté lesen kannst, ist die Uni Fribourg die einzige Universitäre Hochschule, die sich sowas (noch) erlaubt."

      Lügenpresse! ;))

      Es ist eine einzige Quelle. Von watson bis La Liberté. Alle schreiben schön brav ab, was ihnen der CCC-CH und linke Jus-Studis an Propaganda vorgekaut haben.

      Solches Astroturfing ist nicht seriös. Es deutet auf schwache Argumente euerseits hin. Sonst hättet ihr das nämlich gar nicht nötig!

      Ich meine, ihr schadet mit eurem Geschrei der Sache (Reclaim the net!). In meinen Augen ist eure derzeitige Propaganda kontraproduktiv.
      26 48 Melden
    • ubu 15.03.2017 11:33
      Highlight Danke Lorent Patron, das ist der Punkt, den ich auch nicht verstehe. Warum so ein Geschrei lostreten, anstatt die Uni sachlich und mit guten Argumenten zu überzeugen? In weniger als einer Woche kann sich eine Uni gar nicht bewegen - da frage ich mich: geht's dem CCC um die Sache oder um den Radau?
      25 22 Melden
    600
  • pamayer 14.03.2017 19:40
    Highlight "wenn der Schlauch wieder genügend lust hat den Regler wieder schliessen."
    Was unsere Fahrräder nicht alles treiben, wenn wir sie nicht gerade durch die Gegend hetzen.

    DAS wäre alleweil eine seriöse Studie Wert.
    37 9 Melden
    600
  • Caturix 14.03.2017 19:32
    Highlight Ich wohne in diesem Kanton und habe manchmal das Gefühl das es fast das gleiche ist wie in einer Bananenrepublik.
    Da wundert micht diese Zensur an der Uni nicht. Ein wunder das sie nicht das ganze Internet im Kanton Zensieren.
    27 15 Melden
    • atomschlaf 14.03.2017 19:59
      Highlight Halt immer noch gut katholisch wie eh und je... 🙄
      21 9 Melden
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:56
      Highlight es erinnert schon stark an die guten alten katholischen Indexierungs-Zeiten.

      #uniFrail
      33 25 Melden
    • pamayer 15.03.2017 06:49
      Highlight @Cautrix
      Stimmt sehr genau. Kann ich bestätigen.
      Ausser, dass sie die Bananen importieren müssen.
      10 8 Melden
    600
  • sevenmills 14.03.2017 19:16
    Highlight Ich will nicht schon wieder darauf rumhacken, aber das tut echt in den Augen weh: Freiburg in deutschen Texten Fribourg zu nennen ist in etwa gleich bescheuert wie wenn man Bienne statt Biel schreibt - und das zu tun kommt auch niemandem in den Sinn. Auch von der Eigenschreibweise der Universität her ist es falsch.

    Sorry für dieses Tüpfligschiss 😉
    33 43 Melden
    • ulia 14.03.2017 19:30
      Highlight Sorry aber einfach nein. Ich studiere in Fribourg und absolut niemand hier (egal ob Welsch oder Deutschschweizer) spricht und schreibt von Freiburg. Da gruusets eim eifach...
      43 16 Melden
    • Jolly Jumper 14.03.2017 19:38
      Highlight Dann müsste man aber Freiburg i. Ü schreiben, damits nicht mit dem Deutschen Freiburg verwechselt wird.

      Ich kann auch Tüpfligschiss! :-P
      33 8 Melden
    • Makatitom 14.03.2017 19:40
      Highlight Bei Fribourg weiss man wenigstens gleich, dass Freiburg im Üechtland gemeint ist, und nicht Freiburg im Breisgau
      34 14 Melden
    • Lukas Batschelet 14.03.2017 19:42
      Highlight Ich weiss ja nicht aber irgendwie finde ich Freiburg ziemlich komisch. Ich erlebe Fribourg, oder eben Freiburg, als primär französischsprachig. Deshalb auch die französische Schreibweise. Das ist so wie ich auch Genève dem deutschen Genf vorziehe.

      In Biel hingegen erlebe ich die Zweisprachigkeit als viel durchmischter und ausgeprägter. Deshalb schreibe ich da auf deutsch auch Biel und auf französisch Bienne.

      Aber als bilingues Röschtigraben-Kind ist mein Bezug zum Thema sowieso ein wenig gestört😉

      Aber den Punkt mit der Schreibweise der Uni muss ich dir natürlich geben!
      26 7 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 20:16
      Highlight Ich erlebe nur von den Auswärtigen, dass die von Fribourg sprechen und es auch so aussprechen. In der Schule und an der Uni wurde von Friburg gesprochen, mit dem G am Schluss, dass man "i" und nicht "ei" sagt hat nur mit dem höchstalemannischen Deutschfreiburgischen zu tun.

      Kann natürlich auch sein, dass ich so allergisch reagiere, weil ich mich halt immer im deutschen Kantonsteil aufhalte und nur mit Deutschsprachigen verkehre in der Stadt.. aber Fribourg, vor allem die Aussprache, verursacht bei mir Juckreiz im Gehirn.

      Ich versteh nicht wieso man nicht den deutschen Namen schreiben kann.
      16 8 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 20:19
      Highlight @Lukas: Stimmt schon in der Stadt, aber im Kanton gibt es eine stolze deutschsprachige Minderheit und bei denen heisst es auch nicht "Fribourg" sondern "Friburg"..
      19 7 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 20:22
      Highlight @Jolly Jumper: Wenn in der Schweiz ein Artikel über die Uni Freiburg erscheint dann denke (zumindest ich, vielleicht gehts den meisten anders) nicht primär ans Ausland.. das Freiburg ohne Anhang ist für mich das in der Schweiz, das andere ist das mit "im Breisgau".

      Aber schlussendlich völlig überflüssige Diskussion, gibt wichtigere Probleme auf der Welt :)
      14 8 Melden
    • Charlie Brown 14.03.2017 20:47
      Highlight Ich habe in meinem ganzen langen Leben noch nie gesagt "Ich gehe nach Freiburg" wenn ich nach Fribourg ging...
      14 6 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 21:28
      Highlight Ich hoffe schon schwer dass du das "ei" nicht als solches aussprichst 😉wäre schon strange. Aber darum gehts ja nicht.
      8 7 Melden
    • Charlie Brown 14.03.2017 21:51
      Highlight Ich sprich es ja gar nicht aus 😉

      Aber ernsthaft, ich sage Kanton Friburg, Friburgerland aber der Stadt sage ich Fribourg.
      7 3 Melden
    • Lichtblau 14.03.2017 22:06
      Highlight Toll. Die deutsche Schweiz kommt ja eh immer zu kurz. Als Zürcherin mit Wurzeln am d/f-sprachigen Röstigraben ist es für mich klar "Fribourg". Mir reicht schon die Gentrifizierung der einst so charmanten Fribourger Altstadt.
      3 3 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 22:07
      Highlight Ok na dann :) ist wohl einfach gewohnheitssache
      3 3 Melden
    • ubu 14.03.2017 22:10
      Highlight Natürlich hast Du recht, Sevenmills. Klänge Fribourg nicht wie CH-Deutsch "Friburg" würde man es genausowenig verwenden, wie Bienne. Aber ein Drama ist es auch nicht. Ehrlich gesagt, ich freue mich jedes Mal, wenn es eine Zürcher Redaktion schafft, ein französisches Wort zu verwenden.
      14 3 Melden
    • sevenmills 14.03.2017 22:37
      Highlight Ich glaube hier herrscht bei vielen Verwirrung weil eben Fribourg wie Schweizerdeutsch Friburg klingt, einfach mit g am Schluss. War vielleicht zu wenig klar wegen dem... ich würd natürlich auch nie Freiburg wie im hochdeutsch aussprechen.. aber ging mir mehr ums geschriebene Fribourg.

      Egal, es war nicht mein Ziel hier so eine Diskussion auszulösen wegen so was Unwichtigem.. gute Nacht an alle 😉
      8 3 Melden
    600
  • fant 14.03.2017 19:06
    Highlight Das klingt jetzt alles nach Paranoia - aber die Swisscom setzt zum Beispiel so etwas bei "Schulen ans Internet" ein...
    26 3 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 19:15
      Highlight Yep, dort brechen sie https ganz auf, weil die gefälschten Zertifikate auf den Schülerrechner schon akzeptiert sind. Damit kann man sie vollüberwachen. Auch eine grossartige Leistung. Dort kommt man, nicht jetzt bei der Zensur, aber im Bereich der Massenüberwachung China und Saudi-Arabien besonders nahe.
      57 24 Melden
    • Madison Pierce 14.03.2017 19:34
      Highlight An Schulen ist die Filterung nachvollziehbar, da diese die Pflicht haben, die Kinder vor "bösen" Inhalten zu schützen. Stell Dir das Drama vor, wenn ein Kind durch Pornographie oder ein IS-Hinrichtungsvideo traumatisiert wird...

      An Unis sind die Nutzer volljährig, das ist etwas anderes.
      25 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:44
      Highlight Umgekehrt gefragt:

      Wie wollt ihr die Schüler vor Phishing-Webseiten und vor Malware (ja sogar auch Spyware!) schützen?

      Das geht doch nicht ohne TLS-Interception (bzw. Man-In-The-Middle-Attacke), oder?

      Es wäre doch auch wichtig, dass die Schüler relativ ungezwungen, spielerisch und ohne ständige Paranoia im Internet surfen können. Einen gewissen Schutz muss man ihnen daher schon bieten. Schliesslich sind es doch Kinder.

      Es bringt daher meines Erachtens nicht viel, nur wegen Zensur zu lästern, aber gleichzeitig die berechtigten Schutzinteressen völlig auszublenden.
      25 40 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 19:57
      Highlight In der Schule, bei ganz jungem Alter, mag ein Intranet (eher so wie in Nordkorea, Whitelisting) reichen.

      Zu Bedenken aber: zuhause installiert man sich in der Regel auch keine gefälschten Zertifikate.

      Was helfen kann: Aufsicht. Physisch.

      In beiden Fällen.
      40 19 Melden
    • Madison Pierce 14.03.2017 20:32
      Highlight Lorent: Es geht ohne HTTPS aufzumachen, wenn man sich auf das Blocken von gesamten Websites anhand der IP oder des Zertifikats beschränkt.

      Was aber nicht geht, ist das selektive Blockieren von Inhalten auf eigentlich zugelassenen Seiten, denn dafür muss man ja den Inhalt lesen können.

      Wobei ich auch kein Problem darin sehe, wenn die Swisscom in den Internetverkehr der Schüler reinschauen kann. Es betrifft ja nur die Notebooks in der Schule, welche "Arbeitsgeräte" sind.
      9 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 21:12
      Highlight MadisonP, ein Beispiel: Wordpress ist popuär für Blogs. Viele Lehrer vermitteln damit ihre Lerneinheiten. Aber Wordpress ist schwach geschützt.

      Wie soll eine Firewall erkennen können, ob eine (gestern noch sichere, whitelist-) Wordpress-Webseite (heute immer noch) sicher ist?

      Es geht nicht, ohne Inhalts-Analyse. Ein Angriff ginge zB so: http://bit.ly/2nC2LaU

      Eine Firerwall kann die Malware im Inhalt sofort erkennen, sogar ohne Kenntnis der Hoefler-Attacke.

      Eine Whitelist würde hier voll versagen! Trügerische Sicherheit.

      Ständige Aufsicht erzieht Kinder nicht zu Selbständigkeit, Hernani.
      24 10 Melden
    • Madison Pierce 14.03.2017 22:01
      Highlight Lorent: WordPress würde ich jetzt nicht als schwach geschützt bezeichnen, die haben immerhin automatische Updates. Reden wir doch mal über Joomla... :)

      Nein Du hast natürlich recht: Ein vollständiger Filter muss den Inhalt lesen können, um eben zum Beispiel den Download von EXE-Dateien zu verhindern.

      Ansonsten muss sich die Firewall auf die Filterliste des Herstellers verlassen. Diese sind je nachdem recht aktuell, aber natürlich nicht minütlich nachgeführt.
      8 3 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 22:25
      Highlight @Lorent Patron: Ich bin strikte dagegen, dass Kinder unter Bedingungen von Zensur und Massenüberwachung erzogen werden sollten, völlig egal, mit welch' höheren Zielen das begründet wird.

      Mit Chilling Effects von der Wiege bis zur Bahre lässt sich keine freiheitliche Gesellschaft aufbauen.

      Dann lieber kein Internet an der Schule: das macht ohnehin erst Sinn ab einem bestimmten Alter, weil sie nämlich den Umgang mit Medien, sogenannte Medienkompetenz, zuerst lernen müssen.

      Das wäre heute eigentlich eine Kernkompetenz, die man haben muss.

      Etwas, was weder Universität Fribourg noch Bund haben.
      41 24 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 22:29
      Highlight Was die Aufsicht anbelangt: niemand sagt, dass die Aufsicht permanent sein muss, d. h. sie soll weder mit Mikrofon, Kamera noch Trojaner auf dem Rechner und ständig erfolgen.

      Stattdessen sollen Eltern oder Lehrer gelegentlich, punktuell, vorbeischauen.

      Letzten Endes lässt sich Zensur immer umgehen: auch unter Bedinungen von Zensur und Massenüberwachung.

      Es wäre also ein Trugschluss davon auszugehen, dass mit Aufbrechen von https, Zensur und Massenüberwachung alles toll wäre.

      Auch gibts dagegen Tor, I2P und (bald mehr) GNUnet.

      Zensur- und Überwachungsresistenz sind da wichtige Themen.
      37 25 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 23:54
      Highlight Hernani: Vielleicht habe mich missverständlich ausgedrückt.

      Es geht nicht um Zensur oder Massenüberwachung, wie uns die reisserische CCC-CH-Propaganda weismachen will (https://www.ccc-ch.ch).

      Es geht um den Schutz der IT-Infrastruktur. An Schulen wie an Unis.

      Kinder wollen mit IT spielen. Schon ab 3-jährig (http://bit.ly/2mpQxB9). Warum nicht? Du sagst selber: Medienkompetenz!

      Das heisst: Kinder sollen IT frei benutzen dürfen. Ohne Furcht, dass sie etwas kaputt machen könnten. Weil Angst gehört nicht zu den pädagogisch wertvollen Werkzeugen. IT aber schon! Das ist die Aufgabe der Schulen.
      25 34 Melden
    • fant 15.03.2017 07:32
      Highlight Nur: Die Empfehlung von Swisscom/Palo Alto ist, auf den Schulrechnern ein 'Fake-CA-Zertifikat' zu installieren, welches die 'on the fly' erzeugten 'Man in the Middle'-Zertifikate als vertrauenswürdig einstuft.

      Und über die Schulrechner arbeiten nicht nur SchülerInnen, sondern auch Lehrpersonen und machen E-Banking (zum Beispiel zum Bewirtschaften des Klassen-Kontos)...

      Und da soll Aufbrechen der TLS-Verbindung immer noch etwas Gutes sein?
      9 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.03.2017 11:10
      Highlight LP der NDB-Angestellte :P
      3 19 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 11:51
      Highlight böserMann: Ist das Kompliment oder Beleidigung?

      Lies mal Art. 2 der Bundesverfassung:

      "Die Schweiz schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes (...)
      Sie fördert die Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt (...)
      Sie sorgt für Chancengleichheit (...)
      Sie setzt sich ein für die Erhaltung der Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte Ordnung."
      http://bit.ly/2lZNvII

      Das entspräche exakt den Design-Goals des Internets! Ging nur leider etwas daneben.

      Der NDB scheint Art. 2BV vergessen zu haben. Der NDB ist mE. auf dem falschen Weg.
      24 6 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 12:34
      Highlight Hernani: Es wäre gut, wenn ihr dann bei Gelegenheit wiedermal zurück auf den Boden findet.

      "zuhause installiert man sich auch keine gefälschten Zertifikate."

      Falsch.

      Wer bestimmt, welche Zertifikate "gefälscht" sind? Du? Der Staat? Apple?

      zB. Venezuela? Belgien? Cisco? Deutsch-Telekom? Go Daddy? US Gov (http://bit.ly/2nrJZDN)? Hongkong Post (China)? Nederlanden? Swisscom? Symantec? TÜRKTRUST? Visa? VRK Gov. (http://bit.ly/2mrQy81)?

      Solche "gefälschte" Zertifikate installieren sich die iOS 10-User!
      http://apple.co/2nmTE1Z

      Alle diese Organisationen können heimlich dein TLS "aufbrechen".
      19 38 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 14:35
      Highlight fant:

      Swisscom kann ihren Kunden ohne weiteres jederzeit heimlich (on the fly erstellte) Fake-Zertifikate unterjubeln, um die Inhalte der TLS/https-Verbindungen unverschlüsselt mitzulesen.

      Die Swisscom-Fake-Zertifikate sind bei Windows, Android- und iOS vorinstalliert. Swisscom kann daher sämtliche TLS-/https-Verbindungen ihrer Kunden aufbrechen, ohne dass die es merken.

      Ich sage nicht, dass das gut gut sei. Nein. Ich finde das gar nicht gut. Aber ich meine, es sei alltäglich und im Internet systemimmanent. Es lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen! Kampf gegen Windmühlen.
      19 24 Melden
    • fant 15.03.2017 14:50
      Highlight Das letzte Mal, als ich mir das genauer angeschaut hatte, waren die 'on the fly' erstellten Zertifikate genau NICHT von den auf allen Browsern installierten Swisscom CA-Certs signiert.

      Ich denke auch, dass Swisscom nicht riskieren will, dass Ihre CA Certs als dubios eingestuft werden und sie sich deshalb hüten werden, mit ihrer 'guten' CA gefälschte Zertifikate zu signieren. Sonst fliegen sie ganz schnell aus Android etc. raus. Aber vielleicht bin ich ein Träumer...
      8 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 21:28
      Highlight Du bist blauäugig, fant.

      "Sonst fliegen sie ganz schnell raus."

      Falls man es überhaupt merkt. Das ist aber unwahrscheinlich.

      Swisscom wird ihre Möglichkeiten kaum standardmässig missbrauchen. Es macht zB. Sinn, um dir (oder gezielt jemandem) einen Staatstrojaner unterzujubeln, oder um punktuell die Kommunikation auf spezifische Webseiten zu überwachen/zensurieren.

      Das ganze Zensur-Gepolter gegen unifr ist inkonsequent, unglaubwürdig und kontraproduktiv, wenn man gleichzeitig die umfassendere Zensur/Überwachung/Manipulation und die dadurch begründeten Schutzbedürfnisse völlig ausblendet.
      19 38 Melden
    600
  • fant 14.03.2017 19:05
    Highlight (Fortsetzung) Noch schlimmer sind Lösungen, wo die Filterlisten nicht auf dem Filtergerät selber sind, sondern jeder Request wird online an den Hersteller des Geräts übermittelt und von dort kommt OK/NOTOK zurück. Damit kann der Hersteller das gesamte Surf-Verhalten mitverfolgen.

    Auch beliebt: Damit auch der Inhalt von https-Seiten geprüft werden kann, werden diese "aufgebrochen", d.h. die Verschlüsselung wird mit einer "Man in the Middle" Attacke aufgebrochen. Der Benutzer sieht zwar noch eine Warnung, dass das Zertifikat ungültig sei, aber diese wird ja in der Regel weggeclickt...

    19 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:36
      Highlight Bei den meisten Firewalls mit SSL/TLS-Interception merkt der Benutzer genau nichts von diesem Man-In-The-Middle, weil sein Browser dem getürkten Firewall-Zertifikat ohne weiteres traut. Im Gegenteil: Die normalen Benutzer glauben in der Regel, ihre Verbindung sei (abhör-)sicher, weil der Browser ein gültiges Zertifikat erkennt. Die Warnung gibt's nur bei self-signed Zertifikaten.

      Ich meine, man kann sich über das alles gar nicht mehr wirklich gross aufregen. Bringt eh nichts. Diese Sicherheitslücken sind im Internet systembedingt. Etwas neues muss her!

      Reclaim the net!
      33 3 Melden
    600
  • fant 14.03.2017 18:59
    Highlight Dass man glaubt, ein soziales Problem mit technischen Mitteln lösen zu können, finde ich schon mal sehr naiv und für EntscheiderInnen an einer Uni geradezu peinlich.

    Was ich aber noch schlimmer finde: Die eigentlichen Filterlisten (seien es IP-Adressen oder -Ports, URLs oder Stichwörter) werden natürlich nicht von der Uni selber gepflegt, sondern von einem (in der Regel) US-Unternehmen mitgeliefert. Das heisst, die Moralvorstellungen von einem privaten Unternehmen entscheiden darüber, was einE Uni-StudentIn (oder MitarbeiterIn) sehen darf.
    27 3 Melden
    600
  • Hernani Marques 14.03.2017 18:50
    Highlight Was die Wahrscheinlichkeit betrifft, dass es sich bei der Software um die URL-Zensursoftware von Paloalto Networks handelt: bisher hat jede Einordnung, sei sie noch so Absurd, wie allgemeinpraxis.ch, 360fever.ch, mustang-import.ch als Porno, oder regionews.at als malware usw. immer schön zu dem gepasst, was der Zensurhersteller so zensiert.

    Auch die Kategorie gegen Sicherheits- und Anonymisierungssoftware wie I2P und Tor hat mit der genauen Bezeichnung nur Paloalto Networks.

    D.h. die Wahrscheinlichkeit liegt eher so bei 100%, dass es die US-amerikanische Paloalto Networks-Zensursoftware ist.
    28 24 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:25
      Highlight Es wäre doch egal, von wessen Hersteller das kommt. Praktisch jede Firewall bedient sich solcher externer Zensurlisten. Auch Bluecoat, Cisco, Zyxel, Barracuda, Juniper, NetGear usw. Es kommt überall immer aufs selbe heraus: moralische und rechtliche Fragen, die man aber nicht laut aussprechen darf. Irgendwie hilflos... :/
      24 44 Melden
    • Hernani Marques 14.03.2017 20:34
      Highlight Wegen den kulturellen Feinheiten finde ich es eben nicht so egal: es werden werden z. B. keine "extremistischen" Seiten der Schweiz (frei nach dem NDB), wie aufbau.org oder pnos.ch, zensiert.

      Nur Dinge, die in den USA irgendwo "extremistisch" sein können (Seite zu Martin Luther King, Präsenz der Sozialistischen Partei Armeniens, pakistan-facts.com etc.) poppen auf oder andernfalls halt: grobe Schnitzer (False-Positives).

      Zu wissen, um welche Zensursoftware es sich handelt bzw. welcher Haltung sie entspringt, ist hilfreich, um Listen von Inhalten zu erstellen, die besonders gut anschlagen.
      39 24 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 00:29
      Highlight Mittlerweile hat das die Uni Fribourg bestätigt, dass es sich um Palo-Alto-Software handelt; steht bei Computerworld:

      http://www.computerworld.ch/news/security/artikel/internetzensur-an-der-universitaet-fribourg-71975/
      28 21 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 02:22
      Highlight Hernani: Es wundert mich, dass du Zensur von pnos.ch und aufbau.ch forderst. Mit solcher Linksdrift macht sich der CCC-CH keinen Gefallen.

      Ich rate euch zum Gespräch mit den Uni-IT-Leuten; sie anständig zu bitten:

      1. Auf dem Firewall das Häkchen bei "explicit content" entfernen (weil macht kein Sinn);

      2. alle verbliebenen Häckchen in der Firewall-Konfiguration sachlich begründen;

      3. alle Benutzer offen über das TLS-"aufbrechen" informieren;

      4. erklären, dass und wie der Firewall nicht zur Überwachung des IT-Verkehr der Studenten missbraucht wird; und

      5. Sandbox mit TOR, Anonymizer etc.
      22 35 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 02:28
      Highlight Ich fordere hier keine Zensur von aufbau.org und pnos.ch, sonst kannst du -- gerade an einer Uni -- gar nicht mehr sinnvoll zu Sozialen Bewegungen forschen.

      Ich sage bloss, dass der US-kulturelle Einschlag der privatwirtschaftlich-getriebenen Zensur auffällt.

      Ich will hier gar keinen Kompromiss: die Netzzensur muss, genau wie an der Uni Zürich, ganz weg.

      Wenn ich von Netzneutralität spreche, kannst du das gerne wörtlich nehmen: das Netz soll so aussehen, wie bei FMG-konzessionierten Betreibern. Auch ohne KOBIK-"Filter".

      Bis das nicht der Fall ist, bleiben alle Widerstandswege offen.
      33 21 Melden
    • Hernani Marques 15.03.2017 02:39
      Highlight Das mit dem "Linksdrift" macht keinen Sinn: wir haben schon bei der Uni-Zürich-Zensur (#UZHZensur) mit der kritischen Politik (kriPo) sowie dem offiziellen Studierendenverband (VSUZH).

      In der kritischen Politik war ich selber ziemlich aktiv und für diese länger auch im VSUZH-Rat delegiert.

      Es ist auch nicht eben ein Geheimnis, dass wir als CCC antiautoritäre, libertäre Positionen haben. Du magst im CCC auch Rechtslibertäre finden, du findest aber keine obrigkeitshörigen Zensur- und Überwachungsfans. Das wäre ganz und gar nicht kompatibel mit der Hackerethik:

      https://ccc.de/de/hackerethik
      49 21 Melden
    • Hans Oberlander 15.03.2017 22:06
      Highlight Hey hernani. Irgendwo muss ich das sagen: Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin – danke für deinen einsatz und dafür, dass du hier rege mitdiskutierst. Keep up the good work! 👍
      31 21 Melden
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  • PhilippS 14.03.2017 18:42
    Highlight Wo hört das auf? Zuerst das NDG, dann das Büpf - ausländische Online-Casinos sollen auch illegal werden... Und jetzt eine Uni die Moralapostel spielt..!?!? Was soll das? Und immer wieder die gleiche Leier, man wolle "uns" schützen. Vor was genau? Und wer schützt uns vor unseren Beschützern?

    Wacht auf Leute! Unsere Freiheitsrechte werden mit Füssen getreten und eine Mehrheit nickts ab...

    71 14 Melden
    600
  • Gantii 14.03.2017 18:38
    Highlight die schweiz ist in 3-5 jahren die zensurhochburg europas.
    46 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:13
      Highlight Das ist sie vermutlich jetzt schon. Denn während in Europa EU-Recht gilt, hat die Schweiz bei solchen Angelegenheiten stets ohne Murren amerikanische Recht (https://de.wikipedia.org/wiki/USA_PATRIOT_Act) übernommen, bzw. "autonom nachvollzogen" (zB. BÜPF, NDG, Al-Qaïda/IS-Gesetz).
      34 9 Melden
    600
  • Rendel 14.03.2017 18:31
    Highlight Schön blöd, wenn man zu Pornopgraphie im Netz forscht oder zum Darknet eine Untersuchung machen will. Geht gar nicht, was Fribourg da macht.
    46 8 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 14.03.2017 18:26
    Highlight Eine Uni die angeblichen "politischen Extremismus" sperrt. Im Schnellzug zu chinesischen Verhältnissen...
    43 8 Melden
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  • Kuunib 14.03.2017 18:17
    Highlight Was soll das TOR zu verbieten?
    Warum blockiert man den freien Internetzugang einer Universität wo meinungsfreiheit und so am allerwichtigsten sind. Für mich macht das keinen Sinn, ich konnte auf dem Netzwerk meiner Schule Pornos schauen und verstehe nicht ganz weshalb man diese verbietet an einer Universität wo Schüler sowieso über 18 sind.
    54 8 Melden
    600

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