Schweiz

Horrorunfall mit 5 Toten in Rheinfelden geklärt: Lenker raste und war alkoholisiert

Ein Jahr nach dem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten und zwei Schwerverletzten in Rheinfelden AG ist die Ursache geklärt. Der Lenker des Unfallautos fuhr viel zu schnell und hatte mindestens 1,25 Promille Alkohol sowie Cannabis und Medikamente im Blut.

27.10.16, 10:28 27.10.16, 10:55

Die Polizei weiss nun, warum es zum Unfall in Rheinfelden kam. Bild: Newspictures

Weil der 38-jährige Lenker beim Unfall ebenfalls ums Leben gekommen war, wurde das Strafverfahren gegen ihn eingestellt, wie die Staatsanwaltschaft Aargau am Donnerstag mitteilte. Damit ist der Fall strafrechtlich abgeschlossen.

Zu dem tragischen Selbstunfall war es am frühen Morgen des 26. September 2015 gekommen. Fünf Männer im Alter zwischen 23 und 39 Jahren starben. Zwei Frauen im Alter von 24 und 34 Jahren wurden schwer verletzt.

Fünf Menschen starben. Bild: Newspictures

Vor dem Unfall an jenem Samstag kurz nach 3 Uhr hatten sich die Personen in einer Bar in Rheinfelden aufgehalten. Sie wollten zur Wohnung eines Mannes fahren, der beim Unfall tödlich verletzt wurde.

Fünf Tote bei Autounfall (26.9.2015)

Am Samstagmorgen früh kam es auf einer Strasse in Rheinfelden zum Horrorunfall. Das Auto kam von der Strasse ab und ging in Flammen auf. Dabei starben fünf Männer, zwei Frauen wurden schwer verletzt. Alle sieben Personen sassen im gleichen Kleinwagen. Video: © TeleM1

Sieben Personen in einem Auto

Der VW Golf, in dem die sieben Personen sassen, kollidierte auf der Waldstrasse, die zu einem Wohnquartier führt, in einer leichten Kurve mit einer Laterne und prallte schliesslich in einen Baum. Das Fahrzeug fing Feuer.

Gemäss Staatsanwaltschaft zeigt das verkehrstechnische Gutachten, dass der Lenker auf der geraden Strecke der Alten Saline mit stark übersetzter Geschwindigkeit in die leichte Linkskurve fuhr. Die Geschwindigkeit betrug zwischen 92 km/h und 102 km/h. Erlaubt sind auf dieser Strecke höchstens 40 km/h.

Den Aufprall an die Strassenleuchte erfolgte laut Gutachten mit 87 km/h bis 96 km/h, bevor das Auto mit mindestens 80 km/h gegen den Baum prallte. Aufgrund der gleichmässig verlaufenden Reifenspuren aus der Kurve schliesst die Staatsanwaltschaft ein Ausweichmanöver aus. Keiner der Mitfahrenden habe ins Lenkrad gegriffen. (aargauerzeitung.ch)

Aktuelle Polizeibilder: So schnell ist eine halbe Million Franken futsch ...

Das könnte dich auch interessieren:

Obama geniesst seinen Sieg in der Südsee und plant sein «Comeback»

Sauer wegen des Basler Trainerhosen-Verbots? 11 Kleidervorschriften von Schweizer Schulen

Touristen stacheln Löwin an – mit unschönen Folgen

12 Jahre später: Das ist aus den Fans von Tokio Hotel geworden

Ein Polaroid-Foto, jeden Tag, 18 Jahre lang – bis Jamie stirbt

Junge Eritreer und das Alkoholproblem

So konsumieren Zürcher ihre Drogen – 11 Fakten zu Kokain, MDMA und Co.

Aus diesen 7 Gründen ist Trump der Chancentod aller Rechtspopulisten

Europa aus Schweizer Sicht – böse, böse, böse, böse, böse

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
Beste News App der Schweiz! Mit Abstand!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2 Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Fischra 27.10.2016 12:28
    Highlight Ein schlimmer Unfall mit verheerenden folgen. Die Menschen haben fehler gemacht und schrecklich dafür gebüsst. Alle sind im Auto gestorben dennsie hattenRauch in der Lunge. Hätte das Auto beim touchieren des Kandalabers nicht feuer gefängen wären heute sicher 4 Pers noch am Leben. Aber wie ist es. Wenn das Wörtchenwenn nicht wär. Das positive daraus ist, dass andere achtsamer sind weil sie aus diesemFall gelernt haben.
    0 7 Melden
    600
  • Fumo 27.10.2016 11:13
    Highlight Und seine Familie so: "Niemals, er war ein verantwortungsvoller Mensch und wäre nie unter Alkoholeinfluss oder dergleichen gefahren..."
    Manchmal redet man sich halt alles schön.
    28 3 Melden
    600

Die Geschichte des kleinen Arden wird dir den Glauben an Coop und Migros zurückgeben

Arden Seiler aus dem aargauischen Möriken ist in verschiedener Hinsicht entwicklungsverzögert. Er wird im Juni vier, kann aber (noch) nicht sprechen, frei stehen und laufen. Auch ernährt wird er hauptsächlich über eine Magensonde. 

In anderer Hinsicht ist Arden wie jedes Kind in seinem Alter. Er spielt gerne, lacht viel – oder beklagt sich, wenn ihm etwas nicht passt. Zum Beispiel, wenn er lange im Kindersitz eines Einkaufswagens ausharren muss. Denn dafür ist er inzwischen zu gross: Im …

Artikel lesen