Schweiz

Bild: KEYSTONE

Neue Spur im brutalen Vergewaltigungsfall von Emmen: Polizei sucht «Aaron/Aron»

Im Juli 2015 wurde eine Frau in Emmen vergewaltigt und schwer verletzt. Die Polizei Luzern veröffentlicht nun neue Details zur Fahndung und hofft auf Hilfe der Bevölkerung.

13.02.17, 09:33 13.02.17, 14:26

Der Mann, der bei Emmen im Juli 2015 eine 26-Jährige vergewaltigt und schwer verletzt hatte, hat sich angeblich Aaron oder Aron genannt. Die Untersuchungsbehörden erhoffen sich mit diesem bisher nicht genannten Detail neue Hinweise aus der Bevölkerung.

Bisher hätten die Behörden aus «ermittlungstechnischen Gründen» nicht erwähnt, dass der Täter gegenüber dem Opfer nach der Tat seinen angeblichen Vornamen genannt hatte, teilte die Luzerner Staatsanwaltschaft am Montag mit. Er nannte sich offenbar Aaron oder Aron. Ob es sich dabei um den richtigen Namen des Täters handle, sei unklar.

Dieser soll zwischen 170 bis 180 gross und zwischen 19 bis 25 Jahre alt sein. Offenbar ist er Raucher, hat laut Staatsanwaltschaft eher dunkle Hautfarbe und trägt schwarzbraunes, gekraustes Haar.

Die Ermittler suchen auch nach Personen, die sich durch ein «übersteigertes Interesse» am Fall bemerkbar machten oder nach der Tat unerwartet abreisen, untertauchten oder wegzogen oder die plötzlich nicht mehr im Verein, Sportclub oder Freundeskreis auftauchten.

Für Angaben, welche zur Festnahme des Täters führen, erhöhte die Staatsanwaltschaft zudem die Belohnung von 10'000 auf 20'000 Franken.

Opfer gelähmt

Ein Unbekannter hatte am 21. Juli 2015 bei Emmen an der Reuss eine 26-jährige Frau vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei dem Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine waren laut Behörden nach der Tat gelähmt. Über den aktuellen Gesundheitszustand des Opfers ist nichts bekannt.

Die Ermittler konnten unter anderem an den Kleidern des Opfers die mutmassliche DNS des Täters sicherstellt. Der Fall löste eine der aufwändigsten Ermittlungsaktionen im Kanton Luzern aus.

Die Luzerner Polizei führte im Umfeld des Tatorts Personenkontrollen durch. Drei Personen wurden vorübergehend festgenommen. Knapp 10'000 Personendaten wurden im Zusammenhang mit der Tat überprüft. 371 Männer wurden zu einem Massen-DNA-Test aufgeboten. Vier dieser Personen konnten bisher noch nicht überprüft werden, weil sie sich im Ausland aufhalten, heisst es. Entsprechende Rechtshilfeersuchen seien hängig.

Die Luzerner Polizei hat zudem tausende Handynummern erhoben, welche zur Tatzeit im Gebiet des Tatortes aktiv waren. Davon wurden 1863 Handydaten detailliert ausgewertet. Für 32 Personen, welche über ihr Handy zur Tatzeit im Umfeld vom Tatort registriert wurden, hat die Staatsanwaltschaft DNA-Tests beantragt. 30 DNA-Proben wurden bereits erhoben und ausgewertet. Zwei Personen konnten bisher noch nicht überprüft werden, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Hinweise bitte direkt an Tel. 041 2488117 oder Email: info.polizei@lu.ch (sem/sda)

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Brikne, 20.7.2017
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  • stamm 13.02.2017 23:09
    Highlight Und wenn sie ihn gefasst haben vor dem Richter? 2 von 3 Vergewaltiger müssen nicht ins Gefängniss! Therapie und nochmals einen Schlag ins Gesicht für die Familie.... ach kommt, erst, wenn es ihnen nach der Verurteilung ein Leben lang so richtig dreckig geht, wird das aufhören! Liebe Richter; hört mal endlich auf mit eurer Dreckskuscheljustiz!
    13 1 Melden
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  • Erarehumanumest 13.02.2017 14:35
    Highlight "Wir schaffen das."
    36 77 Melden
    • Charlie Brown 13.02.2017 15:59
      Highlight Wir schaffen was?

      Schliesst du aus "eher dunkle Hautfarbe" darauf, dass es sich um einen Flüchtling der aktuellen Krisen handelt (denn genau darauf bezieht sich Merkels Ausspruch).

      Dein Kommentar hätte noch mit "Kulturbereicherer" und "Fachkraft" komplettiert werden können. Oder sparst du dir die für deine nächsten Ergüsse auf?
      55 33 Melden
    • AdiB 13.02.2017 19:12
      Highlight Die asylanten in der umgebung wurden schon durchleuchtet, also keine panik es war keiner von ihnen.
      10 10 Melden
    • Scott 13.02.2017 23:28
      Highlight Immer diese unglücklichen Einzelfälle.
      8 6 Melden
    600
  • däru 13.02.2017 10:14
    Highlight Watson, bitte korrekt bleiben bei der Terminologie. Der 'Hauptverdächtige' heisst möglicherweise Aron/Aaron. Wird dieser gefunden und ergibt die Untersuchung, dass die Beweislage für eine Anklage ausreicht, wird er zum 'Beschuldigten' (unter Wahrung der Unschuldsvermutung). Erst nach allfälliger rechtskräftiger Verurteilung kann von 'Täter' gesprochen werden. Alles andere ist eine boulevardeske Vorurteilung, auf welche sich watson nicht einlassen sollte. Merci.
    171 184 Melden
    • däru 13.02.2017 10:38
      Highlight *VorVERurteilung
      40 17 Melden
    • E7#9 13.02.2017 10:41
      Highlight Der noch unbekannte Täter hat nach seiner Tat dem Opfer seinen angeblichen Namen genannt und nicht der Verdächtige oder Beschuldigte, den es ja noch gar nicht gibt. Und auch die Formulierung stimmt, dass es der Täter ist, der möglicherweise Aaron heisst.
      176 1 Melden
    • who cares? 13.02.2017 11:53
      Highlight Also der Täter, der die Frau vergewaltigt hat ist nur ein Hauptverdächtiger?
      121 2 Melden
    • who cares? 13.02.2017 11:56
      Highlight Mit "Hauptverdächtiger" würde es so tönen, als ob eine spezifische Person gemeint ist. Hier geht es aber um die Suche nach einer Person, die man noch nicht als diese identifiziert hat. Oder sucht die Polizei pauschal nach Hauptverdächtigen oder wohl eher nach Tätern?
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    • Lutz Pfannenstiel 13.02.2017 12:11
      Highlight Chabis. Wenn schon klugscheissern, dann bitte richtig. Der Gebrauch des Begriffs "Täters" im Artikel ist absolut korrekt.
      161 1 Melden
    • Anded 13.02.2017 12:14
      Highlight Ein konkret Verdächtigter/Beschuldigter/Angeklagter/Verurteilter ist immer eine identifizierte Person. Ansonsten macht die Terminologie keinen Sinn. A(a)ron kennt man noch nicht. Also gibt es noch keinen Hauptverdächtigen. Den Täter gibt es. Gemäss Aussage des Opfers nannte er sich A(a)ron und seine Identität ist noch immer nicht bekannt. Hat nichts mit Vorveruteilung zu tun, sondern mit Logik.
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